Aktuell

Basierend auf dem gleichnamigen Comic von Flix / Bernd Kissel hat Sönke Andresen mit MÜNCHHAUSEN - ODER FREUDS LETZTE REISE ein Theaterstück voller Humor, Phantasie und Magie geschrieben, in dem es darum geht, was real und was verrückt ist. Das Auftragswerk für die Komödie am Kurfürstendamm hat Andreas Gergen inszeniert. „MÜNCHHAUSEN ist ein ironisches Stück über Träume und Traumdeutungen, über die Wahrheit und die Wahrheit hinter der Wahrheit, wobei auch Freud selbst und seine Methoden quasi auf der Couch liegen. Am Ende aber wird daraus ein Loblied auf die Fantasie, mit der schwere Zeiten – die von damals, aber auch von heute – überhaupt nur zu ertragen sind. Bei der Uraufführung gibt es dabei viel Applaus – für die Darsteller, den Autor und die Comiczeichner." Peter Zander, Berliner Morgenpost  "Im Stück MÜNCHHAUSEN [...] geht es um das komplexe Verhältnis von Ratio, Wahn und Wahrheit. Der Clou: Es führt den fiktiven Lügenbaron Münchhausen [...] mit dem historisch verbürgten Sigmund Freud zusammen. Auf seinem Gebiet ebenfalls eine Koryphäe." Patrick Wildermann, Tagesspiegel


Um Leistungsdruck, Noten, Sozialkompetenzen und Zukunftspläne an der Schwelle zur weiterführenden Schule geht es in Fabienne Dürs Kinderstück LUFT NACH OBEN - ODER DAS RÄTSEL DER FRINX. Das Auftragswerk für das Stadttheater Gießen hat Yesim Nela Keim Schaub inszeniert. "Durch die Videospielästhetik, aber auch den kindgerechten Text von Fabienne Dür wird genau jene Zielgruppe erreicht, die dem Kindertheater entwachsen ist, aber mit den Pubertätsthemen des Jugendtheaters noch nicht wirklich etwas anfangen kann." Gießener Allgemeine  "Fabienne Dür hat mit 'Luft nach oben' ein Stück über Freundschaft und den Ernst des Lebens geschrieben, das eine Lücke in der Theaterlandschaft füllt." Ursula Hahn-Grimm, Gießener Anzeiger


© steirischer herbst/P. Manninger

"Erfrischend entideologisiert" setze sich Autorin und Regisseurin Lola Arias in ihrem Auftragswerk MOTHER TONGUE mit dem Thema Elternschaft auseinander, schreibt Christine Wahl auf nachtkritik anlässlich der Deutschland-Premiere am Berliner Maxim Gorki Theater: Indem sie das Paradigma verlasse und stattdessen unterschiedliche Entwürfe von Elternschaft auffächere, leiste Arias mit dem Abend "echte Pionierinnenarbeit". "Ein kraftvoller, sympathischer, tief ins Herz fahrender und auch humorvoller Dokumentartheaterabend." Ulrich Seidler, Berliner Zeitung  Nächste Vorstellungen: 18., 19. September, 26. Oktober.


© Helga Kneidl

"Mit Emine Sevgi Özdamar zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung eine herausragende Autorin aus, der die deutsche Sprache und Literatur neue Horizonte, Themen und einen hochpoetischen Sound verdankt. Einst aus der Türkei ins geteilte Berlin gekommen, bereichert Özdamar seit über drei Jahrzehnten die deutschsprachige Literaturszene mit ihren Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, zuletzt mit dem Opus magnum 'Ein von Schatten begrenzter Raum'. Ungewohnte literarische Stilmittel und aus dem Türkischen inspirierte Sprechweisen prägen ihre multiperspektivischen Texte, die neben intimen persönlichen Erfahrungen ein breites Panorama deutsch-türkischer Geschichte entfalten − vom Ersten Weltkrieg über die Aufbruchstimmung der sechziger und siebziger Jahre bis in unsere Gegenwart. Emine Sevgi Özdamars Werk eröffnet einen zugleich intellektuellen wie poetischen Dialog zwischen verschiedenen Sprachen, Kulturen und Weltanschauungen, an dem wir lesend teilhaben dürfen." So begründet die Jury ihre Wahl.

Zu diesem renommiertesten Literaturpreis im deutschsprachigen Raum gratulieren wir Emine Sevgi Özdamar von Herzen und laden dazu ein, die Theaterfiguren der Autorin neu kennenzulernen: KARAGÖZ oder KELOGLAN IN ALAMANIA oder die Reisende PERIKIZI oder das kleine Mädchen NOAHI oder die drei Geschwister, die jung ihre Heimat verließen und nun, im Alter, erkennen, dass ihnen ein STERBEN IN DER FREMDE bestimmt ist.


... stehen Eirik Fauske mit seinem Kinderstück HUNDERTE KINDER IN WILDEM KAMPF (Ü: Elke Ranzinger) und Carina Sophie Eberle mit ihrem Jugendstück ELSE (SOMEONE). "Eirik Fauskes Stück erzählt formal und sprachlich überzeugend über den kindlichen Umgang mit dem Tod und ist vor allem verspieltes Plädoyer dafür, sich die Welt spielend zu erobern", heißt es in der Jurybegründung. Und über ELSE (SOMEONE) schreibt die Jury: "Mit Einfühlungsvermögen und sprachlicher Kraft übersetzt Carina Sophie Eberle Schnitzlers Novelle in unsere Gegenwart und zeigt, dass der Stoff immer noch hochaktuell ist." In beiden Kategorien sind jeweils 3 Stücke nominiert. Alle Nominierungen und die vollständigen Jurybegründungen finden sich auf der Website der ASSITEJ. Die Preisträger*innen werden am 10. November im Kaisersaal des Frankfurter Römers bekannt gegeben und geehrt.


Premieren

Theatre Bonini / Salzaismyah, Sofia (BG)
Männerhort
R: Assen Blatechki
Theater Münster
Die Orestie des Aischylos
von Aischylos
Deutsch von Peter Stein
R: Elsa-Sophie Jach
Theater Oberhausen
Welt überfüllt
R: Thomas Ladwig
UA
Theatre Tzeni Karezi, Athen (GR)
An der Arche um acht
R: Vassili Koukalani
tjg. theater junge generation, Dresden
Lahme Ente, blindes Huhn
R: Ulrich Hub
Tiroler Landestheater Innsbruck
Automatenbüfett
R: Elke Hartmann

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