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von Tom Lanoye
Deutsch von Rainer Kersten
In WER HAT ANGST? zieht ein älteres Schauspielerpaar Bilanz ihrer Liebe zueinander und zum Beruf. Als unbestrittene Stars des subventionierten Theaters wechselten sie einst in die freie...
Tom Lanoye
© Stephan Vanfleteren
In WER HAT ANGST? zieht ein älteres Schauspielerpaar Bilanz ihrer Liebe zueinander und zum Beruf. Als unbestrittene Stars des subventionierten Theaters wechselten sie einst in die freie Szene. In Erwartung ihres Ruhmes wollten sie ein paar Spielzeiten lang mit einem beliebten Repertoire-Klassiker rund um ein schimpfendes und alkoholkrankes Intellektuellen-Paar gutes Geld verdienen. [...] Ihre anderen freien Produktionen floppten. Nur der Streit-Klassiker zieht nach wie vor die Menschenmassen an. Abend für Abend sind sie dazu verurteilt, einander in denselben Rollen gegenüberzustehen.
Das Einzige, was sich regelmäßig ändert, sind ihre Antagonisten: ein jüngeres Schauspielerpaar, das eine Weile durchhält, dann aber, wie die Vorgänger, im Streit geht. Es wird immer schwieriger, Ersatz zu finden, bis schließlich Vater Staat zu Hilfe kommt und die Möglichkeit eines soziokulturellen Zuschusses bietet, unter der Voraussetzung, dass das jüngere Schauspielerpaar ausländischer Herkunft und vorzugsweise dunkelhäutig ist.
Schon die erste Begegnung stellt alle subkutanen Konflikte scharf. Es gibt eine Kluft zwischen den Generationen und den Geschlechtern, und einen Abgrund zwischen der Liebe zum Kanon und dem Drang nach Zeitgenossenschaft. Ist die Inszenierung von Klassikern weltfremd oder relevant? Ist unser Theater als Kunstform universal oder eurozentrisch-weiß-passé? Und ist Drama in Zeiten von Netflix überhaupt noch von Belang? (Ankündigung Zeeland Late Summer Festival)
2D-2H
Shaws Komödie spielt während des Serbisch-Bulgarischen Krieges 1885. Auf seiner Flucht vor der von Sergius angeführten bulgarischen Kavallerie findet der kriegsmüde, aber gewitzte Schweizer...
Shaws Komödie spielt während des Serbisch-Bulgarischen Krieges 1885. Auf seiner Flucht vor der von Sergius angeführten bulgarischen Kavallerie findet der kriegsmüde, aber gewitzte Schweizer Söldner Bluntschli des Nachts Unterschlupf – durch Zufall ausgerechnet im herrschaftlichen Haus von Raina, Sergius' Verlobter. Bluntschli offenbart ihr, dass ihr Zukünftiger keineswegs so heldenhaft ist, wie alle Welt glaubt, und Raina verhilft dem Fremden zur Flucht. Als Bluntschli später noch einmal wiederkehrt, kommen weitere Täuschungen ans Licht, ehe sich alles doch noch zum Guten wendet.
Mit vielschichtigen Figuren, bissigem Humor und überraschenden Wendungen hinterfragt HELDEN starre Geschlechterrollen und stereotype Bilder vom "anderen". Uli Menke hat eine entschlackte, zeitgemäße Neuübersetzung dieses modernen Klassikers vorgelegt.
3D-4H

Fundus

Hier finden Sie aktuelle Stückempfehlungen aus unserem Repertoire.

UA: Staatstheater Darmstadt, 10.4.2005. R: Ulrich Hub
Den Vormarsch der politischen Rechten macht Ulrich Hub in DAS SCHLAFZIMMER VON ALICE zum Gegenstand einer rasanten Komödie, mit "funkelndem Dialog-Trommelfeuer und einem sicheren Gespür für...
Ulrich Hub
© Stefan Schugt
Den Vormarsch der politischen Rechten macht Ulrich Hub in DAS SCHLAFZIMMER VON ALICE zum Gegenstand einer rasanten Komödie, mit "funkelndem Dialog-Trommelfeuer und einem sicheren Gespür für groteske Komik" (Darmstädte Echo).

"Alle illegalen Einwanderer soll man in Hasenkostüme stecken, damit die Jäger etwas zum Üben haben!" Diesem Wahlkampfslogan hat der Bürgermeister einer Kleinstadt seinen enormen Erfolg zu verdanken. Aber schon bald muss er feststellen, dass er sich mit diesem Satz nicht nur Freunde gemacht hat: Auf einer Silvesterparty im eigenen Haus wird er überfallen, ausgeraubt, bewusstlos geschlagen und im Badezimmer versteckt. Als die Tür zum Bad um Mitternacht geöffnet wird, fehlt von ihm jede Spur. In Hubs turbulenter Komödie in der Tradition eines Feydeau muss sich Alice, die Ehefrau des verschwundenen Bürgermeisters, gegen eine Menge Personen zur Wehr setzen, die ungefragt in ihrem Schlafzimmer ein- und ausgehen: die Schwiegermutter, die magersüchtige Geliebte ihres Mannes, einen zerstreuten Einbrecher, einen skrupellosen PR-Manager und einen verliebten Polizeipräsidenten. Alle Figuren erweisen sich als Meister der Täuschung. Denn nur im Moment der größten Lüge sind die Figuren bei sich.
3D-4H
TROIANER handelt von der Empfänglichkeit für Populismus und fake news, von der Bereitschaft, sich täuschen und unterwandern zu lassen, sogar noch das Privateste zu teilen. Der Titel...
Ulrich Hub
© Stefan Schugt
TROIANER handelt von der Empfänglichkeit für Populismus und fake news, von der Bereitschaft, sich täuschen und unterwandern zu lassen, sogar noch das Privateste zu teilen. Der Titel rekurriert insofern nicht nur auf den antiken Stoff, sondern auch auf heutige Ausspähprogramme von NSA & co.:

Nach zehn Jahren Krieg können die Bewohner der belagerten Stadt das erste Mal vorsichtig den Strand betreten. Der Feind ist abgezogen, hat sein Lager verbrannt und nur ein monströses Gebilde zurück gelassen. Während der misstrauische Herrscher hinter allem eine feindliche List vermutet, macht sich sein junger Sohn die Wünsche des Volkes zu Nutze und will endlich den ersehnten Frieden feiern. An der Frage, was mit dem geheimnisvollen Objekt geschehen soll, entscheidet sich die Zukunft der Stadt. Die dramatische Auseinandersetzung ist bei Ulrich Hub ein spannendes Stück über die Kunst zu verführen wie die Bereitschaft, sich täuschen zu lassen. Den großen Kontrahenten – dem alten König und seinem jungen Nachfolger, einem gefangenen Spion und der hellsichtigen Königstochter – steht der vielstimmige Chor der Troianer gegenüber.
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