Aktuell

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© Havanna Scriva

Anke Stellings neues Buch ist im Verbrecher Verlag erschienen: GRUNDLAGENFORSCHUNG heißt der Band, der 14 Erzählungen der Autorin versammelt, die es in sich haben: "Würde man durchzählen, es wären so viele Plots enthalten, dass es für ein ganzes Regal Romane reichen würde (...), meint deshalb auch Catrin Lorch in der Süddeutschen Zeitung. Anke Stelling liege in ihren Geschichten daran, "Wirklichkeit" zu erzählen. Von "all den Unentschlossenheiten, den laschen Zufällen, den To-Do-Listen und Erwartungen, die das ausmachen, das man doch so sehnsüchtig gerne als 'existenziell' begreifen würde." In GRUNDLAGENFORSCHUNG setzt Anke Stelling ihre Figuren Wünschen und Enttäuschungen, gesellschaftlichen Normen und alltäglichen Herausforderungen aus. Die nervöse Zwanzigjährige, die hofft, dass ihr Freund anruft. Die hoffnungsvolle Dreißigjährige, die glaubt, dass bei ihr alles anders wird. Anders zumindest als bei der ätzenden Ex, die doch hätte wissen müssen, dass Kinderkriegen auch keinen Ausweg darstellt. Sie alle zweifeln und hadern: Wer bin ich denn hier überhaupt? Wer könnte ich sein? In Anke Stellings Geschichten zeigt sich, wie das Leben ist: undurchsichtig und erzählenswert.


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Ruth Toma schrieb das Drehbuch für die Tragikomödie SWEET DISASTER. Eine späte Schwangerschaft und das abrupte Ende einer Beziehung sind jedes für sich genommen noch keine Katastrophe. Aber beides zusammen wirkt auf eine Frau wie Brandbeschleuniger auf Grillkohle. Laura Lehmus inszeniert, vor der Kamera spielen Friederike Kempter, Florian Lukas, Lena Urzendowsky und Lasse Myhr.
Eine Zeitgeist Filmproduktion, gefördert vom BKM, der FFA, dem DFFF, der Filmstiftung NRW, ARTE und dem ZDF – Das kleine Fernsehspiel. 


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© Jean-Louis Fernandez

Deutschsprachige Erstaufführung des Monodramas IM HERZEN TICKT EINE BOMBE von Wajdi Mouawad (Ü: Uli Menke) am Theater Bremen. Regisseurin Alize Zandwijk hat den "Abend, der einen packt und dann nicht mehr loslässt" (Weser Kurier, Iris Hetscher) inszeniert: "Dem franko-libanesischen Autor gelingt es auch in diesem Monolog, im Schicksal eines Einzelnen messerscharf und zugleich mit großer Poesie einen politischen Konflikt zu spiegeln. Zandwijk und [der Schauspieler] Balaraj Yogarajan setzen diese Vorgabe genauso messerscharf und poetisch um." Der Stücktext ist abgedruckt in dem Band SPIELPLATZ 31. FÜNF THEATERSTÜCKE ÜBER ANGST.


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FRITZIE – DER HIMMEL MUSS WARTEN wird ab dem 1. Oktober in Doppelfolgen ausgestrahlt, alle Folgen sind bereits in der Mediathek abrufbar. Headautorin ist Kerstin Höckel, die auch zwei Drehbücher schrieb. Fritzie (Tanja Wedhorn) ist engagierte Lehrerin und Mutter - die Diagnose Brustkrebs verdrängt sie zunächst. Aber dann stellt sie sich mutig nicht nur dem Kampf gegen den Krebs, sondern auch den Erwartungen, die ihre Umwelt an sie hat. Die weiteren Drehbücher schrieben Katja Grübel und Christiane Bubner, Regie führte Josh Broecker. Neben Tanja Wedhorn in der Hauptrolle spielen Neda Rahmanian, Florian Panzner, Gisa Flake, Tobias Licht, Nick Julius Schuck uvm. Die Prime-Time-Serie wird auch von der Kritik gerühmt, laut Quotenmeter macht die Serie "etwas, das sich deutsche Fernsehserien bis vor wenigen Jahren schlichtweg nie, nie, niemals getraut haben: Sie setzt auf die Intelligenz der Zuschauer“, Tittelbach betont die Qualität der Drehbücher „Die eigentliche Qualität der Serie ist daher das Kunststück, einerseits zu vermitteln, dass eine Krebsdiagnose alles ändert, und zwar auch für Freunde und Familie, aber das potenziell tragische Thema andererseits dennoch unterhaltsam zu verpacken. Basis dafür sind die einfallsreichen und gern mit Überraschungen aufwartenden Drehbücher sowie die zum Teil recht flotten Dialogduelle" (hier die vollständige Kritik).

Regie: Josh Broecker Kamera: Oliver-Maximilian Kraus Szenenbild: Adrienne Zeidler Kostüm: Antje Gebauer Schnitt: Fritz Busse, Ann-Sophie Schweizer Musik: Biber Gullatz, Andreas Schäfer, Moritz Freise Redaktion: Katharina Görtz, Kristl Philippi Produktion: Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft – Beatrice Kramm, Ursula Pfriem


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Der Skandal um die Firma Wirecard hat natürlich viele Vorläufer. Einem Finanzbetrug aus dem 19. Jahrhundert, bei dem es ebenfalls um Eitelkeit, Raffgier und Vertrauensseligkeit ging, hat sich nun der Spiegel gewidmet: dem Fall der gescheiterten Schauspielerin Adele Spitzeder, die ab 1869 ein gigantisches Schneeballsystem aufbaute. In seinem 1977 uraufgeführten Stück DIE SPITZEDER hat Martin Sperr aus der Geschichte der Münchner Bankchefin eine theaterwirksame Hochstaplerkomödie geschaffen.


Termine

WDR | 22:15 Uhr
Fette Hunde
aus der Reihe Tatort
Drehbuch von André Georgi
R: Andreas Kleinert
Cabaret des Grauens / Burghausen
Fräulein Braun
R: Patrick Brenner
Premiere
ZDF | 12:15 Uhr
Neues aus dem Reihenhaus
Drehbuch von David Ungureit
R: Titus Selge
Deutsches Nationaltheater Weimar
Die Ehe der Maria Braun
R: Hasko Weber
Premiere
10:00 Uhr | Berlin / Mittelpunktbibliothek Schöneberg (geschlossene Schullesung)
Holly-Jane Rahlens liest aus
Das Rätsel von Ainsley Castle