Aktuell

© persona verlag

Nach der Einladung zu den Berliner Festspielen ist Anna Gmeyners  AUTOMATENBÜFETT in der Wiener Burgtheater-Produktion nun auch in gleich 4 Kategorien für den diesjährigen Nestroy-Preis nominiert: Barbara Frey für die "beste Regie", Katharina Lorenz als "beste Schauspielerin", Michael Maertens als "bester Schauspieler" und Martin Zehetgruber für die "beste Ausstattung". Zur Wahl als "beste Schauspielerin" steht zudem Lina Beckmann in der Titelrolle der Koproduktion von Salzburger Festspielen und Deutsches Schauspielhaus Hamburg RICHARD THE KID & THE KING nach William Shakespeare, mit Texten von Tom Lanoye und Luk Perceval.


© Björn Klein

Mit dem erstmals verliehenen "Europäischen Dramatiker:innen Preis" ist Wajdi Mouawad am Sonntagabend am Staatstheater Stuttgart geehrt worden. Die ursprünglich für 2020 geplante Preisverleihung, gefördert vom Kunstministerium Baden-Württemberg mit 75.000 Euro, konnte coronabedingt erst jetzt stattfinden. Anlässlich der Feier gastierte Mouawad auch mit seinem "grandiosen Solo" (Stuttgarter Zeitung) SEULS, einer Produktion des Pariser La Colline, bei der er selber auf der Bühne steht.


© steirischer herbst/P. Manninger

In ihrer neuen Produktion fragt Lola Arias nach den privaten, sozialen, politischen Aspekten von Mutterschaft im Kontext von Fortpflanzungsphilosophien, Reproduktionsmedizin und dem fortwährenden politischen Streit um Abtreibung und Selbstbestimmung. Eine Enzyklopädie der Reproduktion, erzählt mit den Geschichten von Müttern jeder Couleur. Auf der Bühne: acht Personen aus Bologna. Der „Bologna edition“, die bis 14. Oktober am Teatro Arena del Sole zu sehen ist, sollen weitere folgen, u.a. in Madrid und Berlin.


Als zweisprachige, deutsch-französische Produktion wurde Luise Rists  EIRENÉ am Théâtre l'oeil La Lucarne in Bordeaux uraufgeführt (R: Jürgen Genuit): "Eirene, die Verkörperung des Friedens, (...) ist eine einzigartige Figur, ein 'seltsamer Vogel mit Kamm', der sich jeder Vorstellung von Geschlecht entzieht und jedweder Klassenzugehörigkeit: (...) Auf seiner Reise durch Orte und Zeiten wird er nicht nur zum Beobachter der Szenen des Lebens, die sich ihm bieten, sondern auch zum aktiven Element, das bei den Personen, die seinen Weg kreuzen, starke Reaktionen hervorruft: Wer ist dieser Fremde, was will er, was können sie von ihm erwarten? Warum fürchten sie ihn oder suchen seine Nähe, und was weckt Eirene in ihrer Fantasie und Vorstellungskraft? (...) Der Text ist reich an Leseebenen und mischt verschiedene Intensitätsgrade, indem er amüsante, banale, von Authentizität strotzende Alltagsszenen mit tiefernsten, düsteren Szenen, Zeugnissen des Zweiten Weltkriegs und seiner Gräueltaten, berührend verbindet", so Art et Culture Bordeaux über die Premiere von Luise Rists "feinsinnigem Text".


© Rolf Silber

Die Geschichte des Landrats Hans Schuierer, der sich in den 80er Jahren vom Unterstützer zum vehementen Gegner der geplanten Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf wandelt, haben Gernot Krää und Oliver Haffner in ihrem Film WACKERSDORF (2018) erzählt. Das Landestheater Memmingen hat den Film nun erstmals auf die Bühne gebracht: "Entstanden ist ein Lehrstück über zivilen Ungehorsam. Wenn man will, ist Schuierer auch eine Art Kohlhaas, der es nicht erträgt, wie die bayerische Staatsregierung sich über demokratische Grundrechte hinweg setzt, so Manfred Jahnke in Die deutsche Bühne; in der "stringenten Regie von Krystin Tuschhoff" bringe das Ensemble den Stoff mit "hohe[m] Spieltempo" und "mit Witz auf die Bühne".


Premieren

State bugetary institution of culture of the Voronezh region "Voronezh State Theatre of Young Spectators", Voronezh (RU)
An der Arche um acht
R: Vera Annenkova
Theater Lübeck
Automatenbüfett
R: Zino Wey
Studio-Bühne Essen
Die Zofen
von Jean Genet
Deutsch von Simon Werle
R: Wolfgang Gruber
Die Färbe, Singen (DE)
Event
R: Andreas von Studnitz
SCHAUBURG, München
Hunderte Kinder in wildem Kampf
von Eirik Fauske
Deutsch von Elke Ranzinger
R: Daniel Pfluger
DSE
Theater Münster
Was ihr wollt
R: Julia Prechsl

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