Aktuell

"Dreima Drama" ist der Name eines Podcasts, für den Dmitrij Gawrisch, Stefan Wippinger und andere Autor*innen unter dem Dach des ensemble-netzwerk verantwortlich zeichnen. In jeder Folge präsentieren drei Dramatiker:innen ihre zeitgenössischen Lieblingsstücke, deren Autor*innen dann in der darauffolgenden Episode zu Wort kommen. Das macht "Dreima Drama" zu einem Staffellauf quer durch die deutschsprachige Theatertextelandschaft. Inzwischen sind 12 Folgen abgeschlossen.


© Tara Jerome

Mit Svenja Viola Bungartens letztjährigem Gewinner-Stück MARIA MAGDA wurde der Heidelberger Stückemarkt eröffnet. Das Stück, das sich aus einer feministischen Perspektive Themen wie Rape Culture, der Verflechtung von Patriarchat und Kapitalismus sowie dem Genozid der Hexenverbrennung nähert, wurde von Brit Bartkowiak als "Trash-Spektakel" (nachtkritik) inszeniert. Es versetzt die Protagonistinnen aus der biblischen Erzählung - wie die Jungfrau Maria und die Hure Maria Magdalena - in ein Internat für schwer erziehbare Mädchen aus dem 21. Jahrhundert und bedient sich "jener Stilelemente, die man aus der Schauerromantik und dem Horrorgenre kennt", so die Rhein-Neckar-Zeitung. "Dabei ist MARIA MAGDA keine Geister-Show. Sondern eine Auseinandersetzung mit Geschichtsschreibung als Akt der Gewalt." (nachtkritik). "Die Autorin und die Regisseurin haben sichtlich Spaß daran, dieses Genre ordentlich in die Mangel zu nehmen, wobei ihnen das Publikum applausfreudig folgt." (RNZ)


© Melina Moersdorf

EISBACHWELLE ist ein Surferspot in München, und zugleich Schauplatz und Titel des Jugendstücks (10+), das Florian Wacker im Auftrag der Schauburg München geschrieben hat. Die Uraufführung der Geschichte um drei Jugendliche, von denen eine plötzlich verschwindet, sodass die beiden anderen sich auf die Suche nach ihr begeben, hat Johannes Schmid inszeniert: "Wackers Sprache hat einen schön fließenden, rhythmischen Sound. (...) Die Recherche in 'Eisbachwelle' führt zum Schicksal einer Migrantin (...). Was mit ihr genau passiert ist, hält Wacker lange in der Schwebe, einfache Antworten bietet er nicht." Michael Stadler, Abendzeitung


© Mali Lazell

Uraufführung von ANGST ODER HASE, Julia Haennis Auftragsstück für 3-4 Spieler*innen und ein Publikum ab 12 Jahren, am Theater Heidelberg: "Was die 'Mut-Show' von Julia Haenni so spannend macht, ist die enge Verbindung von jugendlichen Verhaltensweisen – man spürt die Recherche, die dem Stück vorangegangen ist – mit dem Schauspielerdasein. (…) Rolle und Schauspielerpersönlichkeit scheinen miteinander zu verschmelzen. Durch diesen Spielvorgang entsteht ein wunderbares Flirren: das Spiel erscheint existentiell, zugleich aber ironisch gebrochen und ganz leicht. (…) Der Regie von Natascha Kalmbach gelingt es nicht nur, die Spielfreude des Ensembles anzustacheln, sondern auch mit genauem Timing eine so unterhaltsame wie berührende Show voller Paradoxien zu entwickeln." Manfred Jahnke, Die deutsche Bühne


© Alexander Paul Englert

… schreibt die HNA zur Uraufführung von Kristof Magnussons Roman EIN MANN DER KUNST in der „dramaturgisch sehr gelungenen“ Bühnenfassung und inspirierten Regie von Dariusch Yazdkhasti und der Ausstattung von Sibylle Pfeiffer am Staatstheater Kassel: „Eine unbeschwerte Komödie mit herrlichen Schauspielerleistungen“.


Premieren

Shizuma / spaceEDGE, Kawasaki-shi (JP)
Das letzte Feuer
von Dea Loher
R: N.N.
Theater Konstanz
Königin Lear
von Tom Lanoye
Deutsch von Rainer Kersten
R: Kristo Šagor
Theater der Stadt Trier
Vögel (viersprachige Version)
R: Manfred Langner / Sara von Schwarze
Hans Otto Theater, Potsdam
Der Geizhals (Der Geizige)
R: Milena Paulovics
Prinz Regent Theater, Bochum
Geschichte einer Tigerin und andere Geschichten
R: Alexander Vaassen
Theater Krefeld-Mönchengladbach
Vögel
von Wajdi Mouawad
Deutsch von Uli Menke
R: Matthias Gehrt

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