Aktuell

© Stefan Schugt

... so Ulrich Hub im Gespräch mit dem Münchner Feuilleton, "dachte ich immer: 'Das ist alles so ungerecht, außer mir sind alle draußen und haben jede Menge Spaß.' Dieses Mal wusste ich, keiner ist draußen, und viel Spaß hat gerade keiner." So sei die Corona-Situation indirekt auch in sein neues Kinderbuch LAHME ENTE, BLINDES HUHN (Carlsen) eingeflossen. "Verschmitzt, gewitzt", meint die aktuelle HÖRZU zu der Hörbuchfassung, gelesen vom Autor selbst (Silberfisch). Die Bühnenfassung für 2 Spieler*innen ist noch zur Uraufführung frei.


© Knecht/drama-berlin.de

Im Jahr 1936 versuchen zwei zunächst konkurrierende Seilschaften aus Deutschland und Österreich, als erste die Eiger-Nordwand zu bezwingen. Doch der Kampf miteinander und mit der übermächtigen Natur endet für alle vier Bergsteiger tödlich. Fabian Müller (Komposition) und Tim Krohn (Libretto) haben das historische Berg-Drama zu einer Oper verdichtet. Die Uraufführung von EIGER am Theater Orchester Biel Solothurn hat Barbara-David Brüesch inszeniert, unter der musikalischen Leitung von Kaspar Zehnder. "Die Tragödie hält den ausverkauften Saal in Bann. Das ist auch das Verdienst des Librettos; Tim Krohn hat die lineare, aber hochspannende Geschichte aufgefächert und gleichzeitig entschlackt. […] 'Eiger' ist ein mitreissender Abend für alle Sinne." Peter König, Der Bund - „Ein helvetisches Meisterwerk“ Christian Berzins, Solothurner Zeitung - „Den packenden Stoff hat die Regie großartig auf die kleine Bühne gebracht. […] Das Drama am Berg geht unter die Haut.“ Annelise Alder, Bieler Tagblatt - „Gelungene Weltpremiere, die vom ersten Ton an [...] gefangen nimmt.“ Peter Wäch, Jungfrau Zeitung. Die Premiere in Solothurn ist für den 22. Januar 2022 geplant.


Der Verlag trauert um Maja Beutler. Die Berner Prosaautorin und Dramatikerin trat 1976 mit der Geschichtensammlung "Flissingen fehlt auf der Karte" erstmals an die Öffentlichkeit. In den achtziger Jahren war sie Hausautorin am Stadttheater Bern. In dieser Zeit entstand auch ihr Stück DAS MARMELSPIEL. Bald zehn Jahre später folgte LADY MACBETH WÄSCHT SICH DIE HÄNDE NICHT MEHR, das 1994 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt wurde. Zwischenzeitlich arbeitete sie zudem als freie Mitarbeiterin beim Schweizer Radio DRS. Nach vielen Jahren krankheitsbedingten Schweigens erschien 2009 noch der Erzählband "Schwarzer Schnee". Nun ist Maja Beutler kurz nach ihrem 85. Geburtstag verstorben.


© Tara Jerome

Mit dem 3. Else Lasker-Schüler-Stückepreis 2022 wird Svenja Viola Bungarten für ihr Stück DIE ZUKÜNFTIGE ausgezeichnet. In der Jurybegründung heißt es: "Eine Normalfamilie, irgendwo im ländlichen Raum. Die Eltern Zahnärzt:innen von unsicherem Wohlstand und einem Familienglück, das alsbald bröckeln wird: Erst fällt der Vater aus, 'Nervenzusammenbruch', sagt die Mutter. Dann geht die Praxis pleite – und die Ehe in die Brüche. Die Zwillingstöchter teilen sich mit den Eltern auf, verbringen fortan ungleiche Leben. Und in diese private Katastrophe schwappt, wie beiläufig, ständig die Erderwämung hinein. Svenja Viola Bungarten ist mit 'Die Zukünftige' ein komplexes, raffiniertes, sprachlich dichtes und höchst musikalisches Stück gelungen, das persönliche und globale Katastrophenzustände elegant miteinander verwebt."


© persona verlag

Mit dem Nestroy-Preis in der Kategorie „Beste Regie“ ist Barbara Freys Wiener Burgtheater-Inszenierung von AUTOMATENBÜFETT von Anna Gmeyner ausgezeichnet worden. Der Stücktext erscheint im Januar 2022 zusammen mit Gmeyners letztem Theaterstück WELT ÜBERFÜLLT in einem Band der Theaterbibliothek.


Premieren

Otto Falckenberg Schule, München
Die dritte Generation
R: Charlotte Sprenger
Schauspielhaus Bochum
Macbeth
R: Johan Simons / Koen Tachelet
Landestheater Detmold
Der Streit
R: Veronika Thieme
Berliner Ensemble
Vögel (viersprachige Version)
R: Robert Schuster
Staatstheater Stuttgart
Verbrennungen
von Wajdi Mouawad
Deutsch von Uli Menke
R: Burkhard C. Kosminski
Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel
Vögel
von Wajdi Mouawad
Deutsch von Uli Menke
R: Gert Becker

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