© Alexander Paul Englert

Fitzgerald Kusz

geboren 1944 in Nürnberg, Dramatiker und Lyriker. Studium der Anglistik und Germanistik in Erlangen, zwischendurch ein Jahr als assistent teacher in Nuneaton / Warwickshire, England. Bis 1982 Lehrer in Nürnberg. Seither freier Schriftsteller. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Mitglied im PEN, im VS und in der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Auszeichnungen (Auswahl):

2024 Bayerischer Verdienstorden
2017 Bayerischer Poetentaler
2017 Dialektpreis Bayern
2016 Karl-Bröger-Medaille
2014 Kulturpreis des Vereins Kultur Erlangen-Höchstadt
2013 Frankenwürfel
2011 August-Graf-von-Platen-Preis
2011 Bürgermedaille der Stadt Nürnberg
1998 Friedrich Baur-Preis der „Bayerischen Akademie der Schönen Künste
1998 Verdienstmedaille „Pro Meritis“, München
1992 Bundesverdienstkreuz
1988 Kulturpreis der Stadt Nürnberg
1984 Staatlicher Förderpreis für Schriftsteller des Landes Bayern
1983 Wolfram von Eschenbach-Preis
1977 Gerhart-Hauptmann-Stipendium der Freien Volksbühne, Berlin
1975 Hans-Sachs-Preis
1974 Förderpreis der Stadt Nürnberg für Literatur


Werke

1D-1H
UA: Torturmtheater Sommerhausen, 28.5.1998. R: Veit Relin
Alles Gute wünscht ein altes Ehepaar seiner abwesenden Tochter zum 40. Geburtstag. Die Tochter hat sich endlich von den Eltern gelöst und ein eigenes Leben begonnen. Jetzt sitzen die Alten da und wissen nichts mit sich anzufangen. Zumal auch noch der Fernseher kaputt ist. Philemon und Baucis als bittersüße Kleinbürgerszene. Auch fürs Seniorentheater geeignet.
1D-1H
1D-1H
UA: Stadttheater Konstanz, 13.10.1984. R: Mark Zurmühle
Andi und Anschi sind ineinander verliebt, können aber nicht zueinander finden. Denn Andi sucht die Freiheit auf dem Motorrad, während Anschi sich nach Stabilität und Geborgenheit sehnt. Vereint sind sie nur im Hass auf ihre Eltern. Unterschwellig beschreibt das Stück auch die alltägliche Brutalität hinter dem Schleier der scheinbar heilen Welt in der Provinz.
BURNING LOVE ist bereits an über 80 Theatern im In- und Ausland gespielt worden.
1D-1H
Altersempfehlung: ab 14 Jahren.

Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:

  1. Burning Love. Hochdeutsch
  2. Burning Love.
    Alemannisch von Ulrich Khuon
  3. Burning Love.
    Schweizerdeutsch von Fritz Zaugg
5D-5H
UA: Städtische Bühnen Nürnberg, 16.2.1982. R: Jochen Kuhl
Der Kegelklub "Schiefe Bahn" reist zu einschlägigen Vergnügungen nach Italien und gerät von einer Katastrophe in die andere. Ein rivalisierender Verein hat die Kegelbahn bereits belegt, und der Konflikt mit den Carabinieri bleibt nicht aus.
5D-5H

Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:

  1. Daheim is am schönsten. Hochdeutsch
  2. Derhamm is derhamm.
    Alemannisch von Ulrich Khuon
  3. Derhamm is derhamm.
    Fränkisch von Fitzgerald Kusz
  4. Derhamm is derhamm.
    Hessisch von Wolfgang Kaus
  5. Tohuus is tohuus.
    Niederdeutsch von Oswald Andrae
  6. Ze Haus ist ze Haus.
    Rheinisch-Westfälisch von Gert Becker
  7. Daheim isch's halt immer no am schönschte.
    Schweizerdeutsch von Markus Kägi
  8. Derhamm is derhamm.
    Schwäbisch von Rolf Welz
  9. Dahoam is dahoam.
    Österreichisch von Felix Mitterer
mindestens 6 D/H
UA: Theater der Puppen, Nürnberg, 26.11.2004. R: Joachim Torbahn
Fitzgerald Kusz hat aus Hans Christian Andersens DAS HÄSSLICHE ENTLEIN ein "dramatisches Roadmovie" gemacht - für Kinder ab 6 Jahren, aber auch für Erwachsene.
mindestens 6 D/H
Altersempfehlung: ab 5 Jahren.

Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:

  1. Das hässliche Entlein. Hochdeutsch
  2. Das hässliche Entlein.
    Fränkisch von Fitzgerald Kusz
1H
UA: Theater Nürnberg, 11.1.2003. R: Winni Wittkopp
Eigentlich hat sich der umhertingelnde "Humorist" längst zurückgezogen, aber jetzt hat ihn eine Volkshochschule gebeten, einen "Vortrag" über sein Leben und seinen Beruf, über den Humor und das Publikum zu halten, und der Entertainer läuft noch einmal zu großer Form auf,- um klein(bürgerlich) zu enden: Der andere zum Lachen bringen soll, hat selbst nichts zu lachen. Und sein Abgang reicht noch nicht einmal zur Tragödie...
Eine umgangssprachliche Fassung mit süddeutschem Einschlag.
1H

Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:

  1. Der Alleinunterhalter. Hochdeutsch
  2. Der Alleinunterhalter.
    Fränkisch von Fitzgerald Kusz
  3. Der Alleinunterhalter.
    Schwäbisch von Eduard Smetana
Besetzung ad libitum
UA: Theater Nürnberg, 23.6.2001. R: Klaus Kusenberg
Fitzgerald Kusz hat ein Stück fränkisches Welttheater geschrieben. Frei nach Hugo von Hofmannsthals Salzburger JEDERMANN erzählt er eine mundartliche Version des alten Mysterienspiels über die Vergänglichkeit des Wohlstands, vom Sinn des Lebens und der Unausweichlichkeit des Todes.
Der hartherzige Genussmensch "Jedermoo" wird durch seinen jähen Tod mitten aus dem tätigen, erfolgreichen Leben gerissen. In der Stunde Aufschub, die er dem Tod abzuhandeln vermag, kann er jedoch nicht einen einzigen seiner Freunde dazu überreden, ihn auf seinem Weg zu begleiten. Und auch von seinen angesammelten Reichtümern muss er sich nun endgültig trennen. Einzig sein "Gwissen" und sein "Glaum", zwei allegorische Figuren, die entsprechend seinem bisherigen Lebenswandel eher gebrechlich daherkommen, sind ihm noch eine Stütze und retten ihn schließlich vor dem Teufel und der ewigen Verdammnis.
Fitzgerald Kusz versteht es, den Gegensatz zwischen den hohen Themen des Jedermann-Stoffes und den Darstellungsmitteln des Volkstheaters zu einem "'Jedermann' im fränkischen Blueston" (Süddeutsche Zeitung) zu vereinen - geistreich und umwerfend komisch!
Besetzung ad libitum

Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:

  1. Der fränkische Jedermann.
    Fränkisch von Fitzgerald Kusz
  2. Der hessische Jedermann.
    Hessisch von Wolfgang Kaus
  3. Der plattdeutsche Jedermann.
    Niederdeutsch von Inge Debelts
  4. Der schwäbische Jedermoo.
    Schwäbisch von Eduard Smetana
1H
22 Jahre lang ist Hans Emilius zur See gefahren und hat eine Menge erlebt. Aber nicht um sein Seemannsgarn zu spinnen steht er jetzt in der Fußgängerzone. Endlich, nach 30 Jahren erfolgloser Teilnahme an Preisausschreiben aller Art, haben er und seine Frau jetzt den 1. Preis beim Preisausschreiben des lokalen Anzeigenblättchens gewonnen: eine Flugreise nach Athen! Doch just eine Woche später macht das Reisebüro, das die Reise gestiftet hat, pleite. Daraufhin geht Hans Emilius mit seiner unglaublichen Geschichte auf seine Art und Weise an die Öffentlichkeit.
Ursprünglich als Hörspiel entstanden, bietet sich Kusz' Monodrama auch für die Bühne an. Geeignet sowohl für eine theatrale Stadtbegehung wie auch fürs Studio.
1H

Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:

  1. Der Hauptgewinn. Hochdeutsch
  2. Der Hauptgewinn.
    Fränkisch von Fitzgerald Kusz
Besetzung ad libitum
UA: Thalias Kompagnons/Tafelhalle, Nürnberg, 18.4.2013. R: Joachim Torbahn
Einst erschufen die Götter die Menschen zu ihrer Unterhaltung. Die Menschen wiederum erschufen einst das Fernsehen zu ihrer Unterhaltung. Die Lieblingssendung von Philemon und Baucis, dem legendär zufriedenen alten Ehepaar, ist "Olymp". Eines Tages bekommen sie von eben dort unerwarteten Besuch und laden die "Fremden" zu einem gemeinsamen Fernsehabend ein. Mit fatalen Folgen...
Besetzung ad libitum

Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:

  1. Die Götter-Soap. Letzte Staffel. Hochdeutsch
  2. Die Götter-Soap. Letzte Staffel.
    Fränkisch von Fitzgerald Kusz
3D-4H
FLIEGEN KÖNNEN - ist das nicht der Traum, den jeder schon einmal geträumt hat? Auch Eva und Max sehnen sich danach, durch die Lüfte zu segeln und die Welt von oben zu betrachten. Doch wie soll das gehen: Fliegen können? Um das herauszufinden, machen die beiden sich auf den Weg zu den Vögeln. Sie begegnen einer bunten Schar: dem schüchternen Rotkehlchen, dem gebildeten Professor Amsel, dem eingebildeten Star, dem handwerklich begabten Specht und der Blaumeise, die ihrerseits lieber Mensch wäre. Den Traum vom Fliegen können sich Eva und Max schließlich erfüllen, doch sind damit auch Unannehmlichkeiten verbunden, die sie nicht auf der Rechnung hatten.
Frei nach Motiven aus Aristophanes' "Die Vögel" ist FLIEGEN KÖNNEN eine Hommage an das Träumen und den Wunsch, außergewöhnliche Dinge tun zu können. Und zugleich eine Liebeserklärung an die Kindheit und das Menschsein. Neben dem Wunsch, fliegen zu können, eint das Kusz'sche Personal dabei die Liebe zum Gesang. Ein Dutzend Lieder hat der Autor seinen Figuren auf den Leib geschrieben - vom HipHop über die Ballade bis zum Volkslied. Die Vertonung / musikalische Einrichtung steht jedem Theater frei.
3D-4H
Altersempfehlung: ab 5 Jahren.
2H (auch größer besetzbar)
UA: Vorpommersche Landesbühne Anklam, 12.11.2017. R: Claudia Nowotny
Hans will eigentlich nur nach Hause. Sieben Jahre hat er seinem Herrn treue Dienste geleistet, wofür er einen Klumpen Gold, groß wie sein Kopf, als Lohn erhält. Doch auf den verschiedenen Stationen seines Heimwegs begegnet Hans Menschen, mit denen er ins Gespräch kommt – und auch ins Geschäft. Durch einen vermeintlich schlechten Tausch nach dem anderen rinnt ihm sein Besitz durch die Finger, obwohl er dabei nicht unglücklicher zu werden scheint.
Das berühmte Märchen der Brüder Grimm stellt die Frage nach dem Glück und danach, wie schwer – oder leicht – es zu finden ist. Denn was Glück ist, und was nicht, liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. So stellt Kusz in seiner pointierten, kleinen Fassung (alle Nebenrollen können von 1 Schauspieler übernommen werden) der äußeren Handlung innere Gedanken und kurze Lieder von Hans im Glück entgegen. In Zeiten ökonomischer Optimierungsprozesse ein notwendiges Plädoyer für das Glück.
2H (auch größer besetzbar)
Altersempfehlung: ab 5 Jahren.

Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:

  1. Hans im Glück. Hochdeutsch
  2. Hans im Glück.
    Fränkisch von Fitzgerald Kusz
FLORIAN III
12teilige Fernsehserie zs. mit Franz-Xaver Wendleder
R: Bernd Fischerauer
Produktion: BR 1994
GUDRUN
R: Hans W. Geißendörfer
Produktion: Geißendörfer Film/SDR 1992
HIMMELSHEIM/F 13
R: Manfred Stelzer
Produktion: Journal/SDR 1991
SCHWEIG BUB
Produktion: BR 1991
SCHWEIG BUB
R: Hanns Christian Müller
Produktion: BR 1991
GOLDKRONACH
R: Helmut Kissel
Produktion: Telenorm/ZDF 1986
STINKWUT
Zusammen mit Reinfried Keilich
R: Michael Verhoeven
Produktion: Sentana Film/ZDF 1983
Das wars!
von Fitzgerald Kusz
Produktion: SWR 2013
Erstsendung: 06.04.2013
Maen Läbdag
Schwäbisch von Eduard Smetana
Produktion: SWR 2007
Erstsendung: 03.02.2007
45 Min.
BOHNERCAFÉ - WITWENDRAMEN
Produktion: BR 2003
Erstsendung: 01.11.2003
29 Min.
VALENTINADEN
Produktion: BR 2003
Erstsendung: 04.03.2003
25 Min.
DER FRÄNKISCHE JEDERMANN
Produktion: BR 2001
Erstsendung: 14.06.2001
85 Min.
GMÜETLECH REDE MITENAND
Acht Kurzhörspiele
Produktion: DRS 1999
Erstsendung: 05.04.1999
40 Min.
LETZTER WILLE
Produktion: BR 1997
Erstsendung: 02.07.1997
80 Min.
SCHUHBENDEL
Kurzhörspiel, auch in zahlreichen Dialektfassungen
Produktion: HR 1997
Erstsendung: 02.09.1997
10 Min.
DER ALLEINUNTERHALTER
Zahlreiche Dialektfassungen
Produktion: SWF 1996
Erstsendung: 04.01.1996
50 Min.
MAMA
Zahlreiche Dialektfassungen
Produktion: SWF 1996
Erstsendung: 11.01.1996
40 Min.
Ein verwüsteter Tannenbaum, eine zerstörte Weihnachtskrippe, eine Schnapsleiche auf der Veranda, ein gebrochener Arm und eine ganze Menge gebrochener Herzen sind in Fitzgerald Kusz’ LAMETTA das Ergebnis eines desaströsen Weihnachtsabends:
Babs, Werners neue Lebensabschnittsgefährtin, träumt von einem Heiligen Abend zu zweit. Doch Werner hat Verpflichtungen. Er muss seinen Sohn Sebastian aus erster Ehe einladen, und ein Weihnachten ohne die eigene Mutter ist für ihn auch undenkbar. Die aber kommt nur, wenn Werner seine Ex-Frau Rosy dazu lädt. So kommt eines zum andern, und einer zum andern. Als dann auch noch Babs’ betrunkener Ex-Mann Lutz, deren gemeinsame Tochter Nora sowie Lutz’ zweite Frau Natascha aufkreuzen, nimmt der Abend vollends unerwartete Wendungen.

In LAMETTA wendet sich Fitzgerald Kusz wieder seinem Lieblingsthema, der deutschen Familie, zu. War in SCHWEIG, BUB!, dem »Paradestück der neuen Volkstheaterbewegung« (Der Spiegel), die kleinbürgerliche Familie ein Nest, aus dem es kein Entrinnen gab, so wurden in LETZTER WILLE aus Familien unversehens Familien-Banden, die sich im Streit ums Erbe aufs heftigste bekämpften. LAMETTA geht noch einen Schritt weiter, denn Kusz zeigt hier das Familienfest Weihnachten in seiner zeitgemäßen Form: in einer Patchwork-Familie. Aus dem Volksstück wird eine bitterböse Farce, die alle Register der Situationskomödie zieht.

96 Seiten. broschiert. 10€
ISBN: 978-3-88661-334-2

Drei Stücke von der Liebe
Die drei hier versammelten Stücke sind eine Tour d'amour durch die Generationen, eine Trilogie deutschen Gemüts- und Geschlechtslebens für drei Paare.

INHALT:
Burning Love. Let it be. Höchste Eisenbahn.

192 Seiten. broschiert. 14€
ISBN: 978-3-88661-154-6

Fitzgerald Kusz ist ein Meister kleinen Form. Zum 80. Geburtstag des Dramatikers und Lyrikers veröffentlicht der Verlag der Autoren eine Sammlung neuer szenischer Miniaturen und Valentinaden: MEHR VOM HALBEN LEBEN ist eine Fortsetzung der STÜCKE AUS DEM HALBEN LEBEN und doch eigenständig. Kusz erzählt von den Tücken des Alltags und den Absurditäten der Sprache, von Nachbarschaftsquerelen und Ehestreitigkeiten, Vereinsamung und Gruppenkoller, Selbstgesprächen und Fremdschämen - kurz: von unserem ganz normalen Wahnsinn.

136 Seiten. broschiert. 18€
ISBN: 978-3-88661-424-0

15 Stücke
Ein Monodrama ist ein Stück, das mit nur einer Person auf der Bühne auskommt. Im Gegensatz zu seinem Stiefbruder, dem Monolog, kann das Monodrama für sich alleine stehen und, anders als sein kleiner Bruder, das Minidrama, sogar abendfüllend sein. In Buchform liest es sich (fast) wie Prosa. Das Genre kann die vielfältigsten Formen annehmen. Karlheinz Braun hat ein breites Spektrum zusammengestellt, spannend zu lesen, größtenteils unveröffentlicht - und für Schauspielerinnen und Schauspieler ein reiches Rollenfutter: Da gibt es Virtuosennummern für Komödianten, Märchen für sich in mehrere Rollen verwandelnde Multidarsteller, irrwitzige Sprachspiele und dramatische Biografien, Liebesspiele und Lebensbeichten, politisches Theater, Psychogramme von Menschen in Extremsituationen - bis hin zum Meta-Theater, das die Bühnensituation reflektiert und den Dialog mit dem Publikum sucht.

Inhalt: Marc Becker, ICHICHICH / John Clancy, EVENT / Thea Dorn, BOMBSONG / Rainer Werner Fassbinder, A NORMAL HUMAN UGLY VOICE / Wilfried Happel, IM KÖRPER EINER ANDEREN FRAU / Barbara Honigmann, DIE SCHÖPFUNG / Ulrich Hub, FRÄULEIN BRAUN / Gert Jonke, REDNER RUND UM DIE UHR / Fitzgerald Kusz, MAMA / Dea Loher, SAMURAI / Gert Loschütz, SAMMLER DES SCHRECKENS / Claudius Lünstedt, FREIBURG / Kerstin Specht, MARIELUISE. EIN BERICHT / F. K. Waechter, DIE EISPRINZESSIN / Simon Werle, PALTRUSCHEKS TOCHTER.

376 Seiten. broschiert. 22€
ISBN: 978-3-88661-363-2

SCHWEIG, BUB!, "das Paradestück der neuen Volkstheaterbewegung" (Der Spiegel), ist Kusz' erstes Stück: Eine Konfirmation, die lieben Verwandten, das große Fressen und ein Konfirmand, der zum Schweigen verurteilt ist.

Die Erbschafts-Komödie LETZTER WILLE heißt im Untertitel "Ein Leichenschmaus in fünf Gängen". Ein altes Thema, erfrischend bösartig aufbereitet: Tante Marthas Erbe ist zu verteilen, und die hinterbliebenen Verwandten spielen beim Leichenschmaus die Rolle, die ihnen selbst angemessen erscheint - die wichtigste. Sie reden noch miteinander, denn sie haben noch nicht geerbt.

156 Seiten. broschiert. 14€
ISBN: 978-3-88661-186-7

Kinder spielen Theater
INHALT:
Herbert Achternbusch, "Dulce est". Lilly Axster, "Doch einen Schmetterling hab ich hier nicht gesehen". Bertolt Brecht, "Der Ingwertopf". Wilfrid Grote, "Wolfsrecht". Manfred Karge, "Fernsehkrieg". Gerd Knappe, "Hans im Märchen". Ursula Krechel, "Ich glaub, mich tritt ein Meerschwein". Fitzgerald Kusz, "Die Suppe". Samuil Marschak / Johannes Bobrowski, "Das Tierhäuschen". Heiner Müller, "Der Horatier". Tilo Prückner / Roland Teubner, "Gilgamensch und Engidu". Hansjörg Schneider, "Die sieben Raben". Friedrich Karl Waechter, "Die Mondtücher". Robert Walser, "Dornröschen". Christian Felix Weisse, "Der kleine Schadenfroh".

284 Seiten. broschiert. 14€
ISBN: 978-3-88661-180-5

Sechs Theaterstücke über Außenseiter und Fremde
Wie schwierig die Integration von Fremden in unserer Gesellschaft ist, hat sich gerade in letzter Zeit wieder erwiesen. Die Frage, wie begegne ich dem Anderen, wie verhalte ich mich gegenüber Außenseitern, stellt sich Kindern und Jugendlichen im täglichen Umgang mit Fremden. Angst, Unsicherheit aber auch Neugierde bestimmen das Verhalten. Die sechs Stücke dieses Bandes werben mit unterschiedlichsten spielerischen Formen für Toleranz und Integration.

INHALT:
Roel Adam, "Zug um Zug". Pamela Dürr, "Saffran & Krump". Rudolf Herfurtner, "Zanki Fransenohr". Bente Jonker, "Zabibi und Muzalifa". Fitzgerald Kusz, "Das hässliche Entlein". Emine Sevgi Özdamar, "Keloglan in Alamania".

240 Seiten. broschiert. 14€
ISBN: 978-3-88661-274-1

STÜCKE AUS DEM HALBEN LEBEN ist eine Sammlung von 31 Szenen, Monologen, Gesprächen im Stehcafé, Szenen vom Ehekrieg, Nachbarschaftsdialogen: szenische Miniaturen von der sanften Entlarvung der Alltagsphilosophie und rührend-komischen Strategien zur Lebensbewältigung. Szenen über Menschen von nebenan, die sich mit gespreizten Reden gegen ihre Sehnsüchte verbarrikadieren.
Auch "Furcht und Elend bundesdeutscher Kleinbürger" könnte diese Szenenfolge heißen, in der es dem Autor gelingt, die tragische Komik solcher Realität abzubilden. "Feinfühlige Einblicke in ein verhuschtes Innenleben, wo die Lächerlichkeit plötzlich wieder erhaben wird", konstatierte die Kritik diesen Porträts von räsonierenden Einzelgängern, den Bildern vom beschädigten Leben. Wie etwa in dem Monolog "Tagesschau", der "als ein wahrhaft herzergriefendes Solo einer alleinstehenden Frau ganz aufs zwischenmenschliche Verhältnis mit dem Phantom des Nachrichtensprechers ausgerichtet ist".

148 Seiten. broschiert. 13€
ISBN: 978-3-88661-081-5

Fitzgerald Kusz, bekannt für Volksstücke von großer Lebensnähe, ist auch ein Meister der kleinen Form – der Dramolette, szenischen Miniaturen und Monologe. Mit der Revue WITWENDRAMEN und dem Monodrama MEIN LEBTAG setzt Kusz diese Reihe fort. Zugleich sind beide Stücke durch ihr Personal verbunden, denn alle hier auftretenden Figuren haben eines gemeinsam: es sind Frauen, die ihre Männer verloren haben. Freilich gehen sie aber auf unterschiedliche Weise mit ihrem Alleinsein um. Nun sind sie auf der Suche nach dem späten Glück, ziehen in der Erinnerung ein Resümee ihres Lebens oder geben sich dem Rentner-Blues hin.

WITWENDRAMEN ist eine Materialsammlung im besten Sinne über Freud und Leid des Witwendaseins. Wie in dem Monolog der Witwe, die beim Frühstück ihre eigene Todesanzeige in der Zeitung entdeckt. Oder im Falle der alleinstehenden Frau, die sich, ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes, noch immer nicht an dessen Schrank heranwagt. Daneben finden sich Todesanzeigen und Szenen mit berühmten Witwen wie Helene Weigel, Yoko Ono oder Margot Honecker. Bei alledem zeigt Kusz: Leben heißt Überleben. Komme, was da wolle.

MEIN LEBTAG ist der Lebensbericht einer alten Frau – und zugleich ein Stück deutscher Geschichte, vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Nachkriegszeit der BRD. In Nürnberg auf einem Bauernhof aufgewachsen, zieht die Frau hinaus aufs Dorf und heiratet einen Schreiner, der bald arbeitslos wird. Die Feldarbeit, mit der sie ihre Familie über Wasser hält, bestimmt ihr Leben. Dann bricht der Krieg aus. Später ein zweiter. Die Regierungen kommen und gehen, die Arbeit auf dem Acker bleibt. In der Erntezeit schuftet sie auch als Tagelöhnerin. Schließlich stirbt ihr Mann, aber das Leben geht weiter. Nun sitzt sie auf einem Stuhl, ihr Hund Prinz zu ihren Füßen. Sie antwortet auf die Fragen einer Stimme – zunächst widerwillig und stockend, kommt sie doch ins Erzählen. Und ihre Geschichte läuft auf den einen Tag hinaus, mit dem ihr Monolog endet.
Ursprünglich in original-fränkischer Mundart unter dem Titel "Mei Lebtooch" geschrieben, veröffentlichen wir Kusz’ Monodrama in einer hochdeutsch-umgangssprachlichen Fassung mit fränkischem Einschlag.

168 Seiten. broschiert. 16€
ISBN: 978-3-88661-266-6