© Stoepa Koehler

Sasha Marianna Salzmann

Aufgewachsen in Wolgograd und Moskau, lebt heute in Berlin. Sie studierte an der Universität Hildesheim Literatur/Theater/Medien. 2008 wurde sie an der Universität der Künste für das Fach "Szenisches Schreiben" aufgenommen. Sasha Marianna Salzmann ist Theaterautorin, Essayistin, Dramaturgin und Kuratorin. Ihre Theaterstücke sind international aufgeführt und mehrfach ausgezeichnet. Sie war Mitbegründerin des Kultur- und Gesellschaftsmagazins "freitext". Seit der Spielzeit 2013/14 ist sie Hausautorin am Gorki in Berlin und war bis 2015 Künstlerische Leiterin des Studio Я. Zusammen mit Maxi Obexer gründete sie 2015 das Neue Institut für Dramatisches Schreiben leitet aktuell die Literaturwerkstatt "Flucht, die mich bedingt". 2016 war sie die... Mitinitiatorin von "Desintegration, Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen".

Auszeichnungen (Auswahl):

2009 exil-DramatikerInnenpreis der WIENER WORTSTAETTEN für "Weißbrotmusik"
2012 Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker für "Muttermale Fenster Blau"; Stipendium der Kulturakademie Tarabya (Türkei)
2013 Publikumspreis der Mülheimer Theatertage für MUTTERSPRACHE MAMELOSCHN
2017 Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung für AUSSER SICH
2017 Mara-Cassens-Preis für AUSSER SICH
2018 Nestroy-Preis 2018 für die Beste Off-Produktion für MUTTERSPRACHE MAMELOSCHN (Theater Nestroyhof Hamakom)
2019 Kunstpreis Berlin in der Sparte Darstellende Künste


Werke

Besetzung ad libitum
UA: Maxim Gorki Theater Berlin, 12.10.2018. R: Sebastian Nübling
Alis Zwillingsbruder Anton ist verschwunden. Nach Jahren kommt eine Postkarte ohne Absender ins Haus, beschriftet nur mit dem Wort 'Istanbul'. Ali stürzt in die Wirrnisse dieser Stadt: Die Straßen biegen sich, Farben und Konturen verschwimmen. Ali fängt an zu vergessen, warum sie gekommen war und was sie sucht. In einem Club lernt sie Katho kennen, der sie durch die Nachtszene Istanbuls führt. Sie begegnet Aglaja, die zur Symbolfigur der Gezipark-Proteste wird. Und irgendwo in Spiegeln von Bars und um die Ecke biegend, erahnt sie Anton und rennt ihm nach.
In Sasha Marianna Salzmanns gefeiertem Debütroman AUSSER SICH versucht Ali Geschlecht, Sprache, Länder hinter sich zu lassen, bis sie versteht: es geht nicht weiter, wenn sie nicht weiß, was vorher war. Sie entschließt sich, wieder zurückzugehen und das zu tun, wovor sie immerzu weggelaufen ist: Ihre Familie zu befragen. Warum sind wir so oft gegangen? Was ist dieses Rennen in uns? 100 Jahre jüdische Familiengeschichte entspinnen sich über Odessa, Czernowitz, Grosny, Wolgograd, Moskau, Deutschland, Deutschland, Deutschland und dann Istanbul am Hafen, wo Katho von Odessa erzählt. (Ankündigung Maxim Gorki Theater)
Besetzung ad libitum
2D-3H
UA: Ballhaus Naunynstraße, Berlin, 25.4.2012. R: Hakan Savas Mican
BEG YOUR PARDON erzählt von Thea, die an der Ungerechtigkeit der Welt leidet und besonders an der Einwanderungspolitik, der ihre Freundin Marwa zum Opfer gefallen ist. Thea kann das eigene Glück nicht mehr ertragen und beschließt, mit Marwa auszuwandern. Diese winkt jedoch ab, woraufhin Thea alleine Mann und Sohn verlässt, um mit Chica zur anderen Seite der Welt zu reisen. Dort angekommen muss Thea erkennen, dass die Menschen, die sie trifft, denen, die sie verlassen hat, ähneln und dass sie selber weiterhin unfähig ist, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren.
Das Stück basiert auf Interviews, die Sasha Marianna Salzmann in Kopenhagen mit Politikern und Immigranten geführt hat.
2D-3H
1D-1H
UA: Staatstheater Hannover, 20.10.2016. R: Paulina Neukampf
Eine junge Frau und ein junger Mann in einer Penthousewohnung. Unter ihnen Szenen einer vom Krieg zerstörten, in zwei Lager gespaltenen Stadt. Die Umstände haben auch die beiden zu Feinden gemacht. Vor langer Zeit ist Sascha von Schuras Familie aufgenommen worden. Und Schura hat sich durch den Kriegsschauplatz gekämpft, um sie zu finden. Nun erscheint er, dreckig und mit einem Fisch als einzigem Besitz, bei Sascha, die Champagner im Kühlschrank stehen hat. Draußen will Schura jemanden getötet haben, mit dem beide eine gewaltsame Vergangenheit verbindet. Doch begraben ist der Tote noch lange nicht. Erst recht nicht für Sascha. Es beginnt ein Kampf gegen den Verlust von Zivilisation: Teilt man sein Essen, begräbt man die Toten? Weitermachen oder von vorn anfangen? Es scheint ein Spiel ohne Ausweg zu sein, und die beiden spielen es mit vollem Einsatz.
Sasha Marianna Salzmann hat mit DIE ARISTOKRATEN eine Studie über den dünnen Firnis der Zivilisation in einer entmenschten Gesellschaft geschrieben.
1D-1H
Zusammen mit Deniz Utlu
2D-3H (auch größer besetzbar)
UA: Ballhaus Naunynstraße, Berlin, 23.11.2012. R: Lukas Langhoff
Andreas’ Berufsalltag führt ihn kreuz und quer durch Deutschland: Als schlechtbezahlter Leiharbeiter einer Catering-Firma serviert er Multivitaminsaft bei der FDP-Tagung, Eiskrem im Fußballstadion, Wein im Edelrestaurant, Schnittchen im NSU-Untersuchungsausschuss. Was er dabei erfährt, nimmt Andreas ungefiltert in sich auf, denn er leidet an einer seltenen psychischen Anomalie: dem absoluten Gedächtnis. Informationen und Eindrücke, die anderswo im Schredder landen oder verdrängt werden, bleiben für immer abrufbar in seinem Kopf gespeichert. Als seine Freundin Lea ihm einige national gesonnene Bekannte vorstellt, schmieden sie gemeinsam Pläne, um an das große Geld zu kommen. Doch Andreas’ totales Wissen reißt alle in einen wahnwitzigen Strudel...
2D-3H (auch größer besetzbar)
1D-2H
UA: Nationaltheater Mannheim, 5.1.2014. R: Tarik Goetzke
Ein Hurenkind weiß nicht, wo es herkommt, ein Schusterjunge nicht, wo er hingeht. – Dieser Merksatz aus dem Setzerhandwerk passt zu den drei Figuren in Marianna Salzmanns neuem Stück. Denn beides, Hurenkinder und Schusterjungen, gilt es unbedingt zu vermeiden.
Tschech ist der älteste der drei, er hat das Haus geerbt, in das Ali und Buchs einziehen. Was er mit sich und seinem Leben vorhat, ist ungewiss. Buchs ist aus einem osteuropäischen Land mit seinem Vater hergekommen. Er hält sich die meiste Zeit im Keller auf, wo er sich eine Dunkelkammer eingerichtet hat. Und Ali, die in wechselnden Wohngemeinschaften aufwuchs, hat ihr Studium abgebrochen und jobbt bei der Bahn. Während die drei noch am Ausprobieren sind, ob es sich zu leben lohnt und wofür, bricht draußen ein Aufstand aus. Und nun ist die Frage: geht man raus in die Tränengaswolken oder bleibt man drinnen in Sicherheit.
1D-2H
mindestens 3 Personen
UA: Schauspiel Frankfurt, 10.2.2017. R: Bernadette Sonnenbichler
Eines Tages ist Re weg. Und hinterlässt ein leeres Zimmer mit Fotografien, die sie auf dem Flohmarkt zusammengesucht hat. Oder ist es doch sie, die darauf lächelt? Keiner weiß, wohin sie gegangen ist, sporadisch erreichen Efraim und Nana kryptische Nachrichten. Als Sellal zur Zwischenmiete in das Zimmer zieht, beginnen die Nachforschungen: Wer war Re? Hat es sie wirklich gegeben? Drei junge Menschen auf der Suche nach einer Projektionsfläche ihrer Sehnsüchte. Sie haben nur eine Nacht, denn das neugesponnene Dreieck zwischen ihnen ist wieder in Auflösung begriffen.
mindestens 3 Personen
5 Personen
UA: Maxim Gorki Theater, Berlin, 15.4.2016. R: Hakan Savaş Mican
Wie METEORITEN schlagen Salzmanns Figuren ein in eine Welt, in der sie nicht vorgesehen sind. Jeder ist allein durch seine Existenz ein Widerspruch. Sie können sich nicht einfügen. Zusammen sind sie eine queere Wahlfamilie, eine Community aus Versehrten, die nach Beziehungskonstellationen suchen, die ihnen Halt geben. Ovids "Metamorphosen" dienen als Folie für die Suche nach einem Ich fern von alten Zuschreibungen.

Sasha Marianna Salzmann wirft in ihrem Transgender-Stück "einen humorvollen, aber kritischen Blick auf die im Aufbruch Scheiternden und die (Geschlechter-)Verhältnisse, die sie bedingen." (Jens Hillje, Theater heute Jahrbruch 2015)
5 Personen
1D-3H
UA: Badisches Staatstheater Karlsruhe/Ruhrfestspiele Recklinghausen, 20.5.2012. R: Carina Riedl
Ein Mann bekommt überraschend Besuch von einem Jungen, der behauptet, mit ihm verwandt zu sein. Er versucht den Jungen abzuwimmeln. Sein schlechtes Gewissen und ein Hauch von Neugierde veranlassen den Mann aber, dem Jungen Stück für Stück von seinem Leben zu erzählen.
Eine junge Frau malt die Fenster schwarz, um ihrem Geliebten noch näher zu sein. Beide erträumen sich eine unmögliche Liebesbeziehung.
Auf schicksalhafte Weise sind beide Geschichten miteinander verflochten.

Ausgezeichnet mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2012: Ein "auf den ersten Blick einfach daherkommendes, aber raffiniert gebautes, eindringliches und zutiefst verstörendes Stück", geschrieben in einer "eigenen, geradlinigen Sprache, die jede Figur mit einem minimalen Aufwand plastisch werden lässt, und mit einem sicheren Gespür für atmosphärisch einprägsame Handlungsorte", so die Jury-Begründung.
1D-3H
3D
UA. Deutsches Theater Berlin, 9.9.2012. R: Brit Bartkowiak
Drei Frauen, drei Generationen einer jüdischen Familie: Großmutter, Mutter und Tochter. In den Generationen wiederholen und variieren sich die Abhängigkeiten wie auch der Versuch, sich abzugrenzen. Die Fragen nach Identität, nach Zugehörigkeit und Heimat werden vor dem Hintergrund eines latenten Antisemitismus in der DDR gestellt, den die Mutter bitter erfahren musste. Und auch wenn sich inzwischen einiges geändert hat, so sind doch viele Fragen dieselben geblieben.

"Marianna Salzmann hat ein scharfzüngiges Stück geschrieben, das viele große und kleine Themen berührt, eine Hommage an den jüdischen Humor, an Mutterhass und Mutterwitz, der oft mehr weiß, als er ausspricht." (John von Düffel)
3D
3D-1H
UA: Bayerisches Staatsschauspiel München, 6.3.2011. R: Stefanie Bauerochse
Im Zentrum von Marianna Salzmanns Stück stehen zwei Schwestern, die mit ihrer Mutter als kleine Kinder nach Deutschland kamen. Aber der Traum der Mutter von Freiheit und Wohlstand ist nicht der ihrer Töchter. Während die 16-jährige Su meint, im Internet eine bessere Welt zu finden, in der sie ihre eigenen Träume verwirklichen kann, weiß Goscha eigentlich nur, dass sie in unserer saturierten Welt ihren Lebenshunger nicht stillen kann, dass da kein Raum für Alternativen oder auch nur Träume ist.
3D-1H
Brennt durch
Produktion: HR 2016
Erstsendung: 28.09.2016
Drei Stücke
»Salzmann ist mit ihrem sensiblen Blick auf eine brutale Gegenwart und ihren biographischen Blicken zurück vielleicht die deutschsprachige Theaterautorin der Stunde.« (Detlev Baur) Ihr vierter Band in der Theaterbibliothek enthält drei Theaterstücke über die Radikalisierung in einer auseinanderbrechenden Welt:
In VERSTEHEN SIE DEN DSCHIHADISMUS IN ACHT SCHRITTEN prallen die Gegensätze in der gespaltenen westlichen Gesellschaft aufeinander: Auf der einen Seite die Satten, sich selbst fremd Gewordenen, auf der anderen Seite die wütenden Jungen, für die eine Radikalisierung eine zunehmend attraktive Option wird.
DIE ARISTOKRATEN ist eine Studie über die Verrohung am Ende der Zivilisation. Sascha und Schura, die eine gemeinsame Vergangenheit teilen, begegnen sich hoch über einer vom Krieg zerstörten Stadt. Unten ähneln die Menschen Ratten, oben liefern sich die beiden ein dekadentes, perverses und brutales Spiel aus Verletzungen, Selbstvorwürfen und Gewaltausbrüchen. Ihre Beziehung spiegelt ein globales gesellschaftliches Machtgefälle wider: Es muss jemand untergehen, damit jemand anderes oben bleibt.
In ICH, EIN ANFANG dient die Leerstelle der verschwundenen Mitbewohnerin Re als Baustelle der eigenen Identität. Die Frage danach, wer Re war, bedeutet auch: Wer war ich in ihrer Welt? Was ist ihr angetan worden, dass sie gegangen ist, und wo bin ich damals gewesen? Das Abgleichen von Erinnerungsfetzen führt zu einem Verschwimmen von Realitäten.
"Sasha Marianna Salzmann ist ein politischer Mensch. Vor allem. Und sie ist eine Geschichtenerzählerin. Vor allem." Jens Hillje in Theater heute

216 Seiten. broschiert. 14€
ISBN: 978-3-88661-381-6

Drei Stücke
Drei neue Stücke der erfolgreichen Dramatikerin Sasha Marianna Salzmann zeigen mit Humor und politischem Gespür das Lebensgefühl einer Generation, die versucht, mit dem Tempo ihrer Zeit mitzuhalten:
Während in HURENKINDER SCHUSTERJUNGEN das Dreiergespann Ali, Buchs und Tschech in einem maroden Bau am Stadtrand ein Herr-Knecht-Verhältnis durchspielt, bricht draußen ein Aufstand aus. Soll man rausgehen in die Tränengaswolke oder drinnen bleiben im Altbekannten?
In der »Weihnachtskomödie« WIR ZÖPFE kreuzen sich vor dem »Fest der Liebe« die Wege verschiedener Figuren, die allesamt nicht in Deutschland geboren sind. Unschlüssig, wie dieses Weihnachtsfeiern geht, wollen sie es doch miteinander versuchen. Christen, Juden und Muslime schaffen es an einen gemeinsamen Tisch, um die Weihnachtsgans zu schlachten – und sich gleich mit.
Wie METEORITEN schlagen die Figuren des Titelstücks ein in eine Welt, in der sie nicht vorgesehen sind. Jeder ist allein durch seine Existenz ein Widerspruch. Zusammen sind sie eine queere Wahlfamilie, eine Community aus Versehrten, die nach Beziehungskonstellationen sucht, die ihr Halt geben. Ovids Metamorphosen dienen als Folie für die Suche nach einem Ich fern von alten Zuschreibungen.

Aufstand, Krieg und Migration – in Marianna Salzmanns Stücken ringt eine Generation um Selbstbestimmung: sie versucht Religion, Geschlecht und Nation abzuschütteln und verfängt sich dabei in den Strukturen, die sie überwinden wollte.

210 Seiten. broschiert. 14€
ISBN: 978-3-88661-374-8

Hier ist eine Dramatikerin zu entdecken, schrieb die Süddeutsche Zeitung zur Uraufführung von MUTTERSPRACHE MAMELOSCHN am Deutschen Theater in Berlin. Marianna Salzmanns Figuren sind auf unterschiedliche Art und Weise mit der Suche nach der eigenen Identität konfrontiert. In Zeiten der Globalisierung trifft diese existentielle Frage nach dem Woher und dem Wohin auf eine Vielzahl interkultureller Antworten.

In MUTTERSPRACHE MAMELOSCHN begegnen sich drei Generationen mit Skepsis: Die junge Rahel sucht in New York nach ihrer sexuellen Identität; ihre Großmutter überlebte das KZ und war in der DDR eine überzeugte Kommunistin; Rahels Mutter Clara kann mit dem Judentum ebenso wenig anfangen wie mit dem gescheiterten kommunistischen Experiment, das das Leben ihrer Mutter bestimmte.

In SCHWIMMEN LERNEN steht die junge Feli im Zentrum. Als sie sich in Lil verliebt, verlässt sie ihren Mann, um mit ihrer Geliebten in deren Heimatland zu gehen. Aber dann, in der Fremde, ist doch alles viel komplizierter, als sie dachte. Die neue Liebe hält den Verhältnissen nicht stand. Soll sie wieder zurück zu ihrem Mann? Wie geht man miteinander um, ohne den anderen zu verletzen und ohne dabei selbst unterzugehen? Sehnsucht nach Abenteuer und Freiheit reibt sich mit dem Wunsch nach Verlässlichkeit und Intimität.

152 Seiten. broschiert. 12€
ISBN: 978-3-88661-359-5

Inspiriert von dem realen Fall der so genannten "Münchner U-Bahn-Schläger" handelt WEISSBROTMUSIK von drei Jugendlichen, die sich in einer Welt wieder finden, deren Themen und Konflikte nicht die ihren sind, die sich überfordert fühlen. Die Situationen spitzen sich zwangsläufig zu. Das Scheitern der Jugendlichen ist vorprogrammiert. Paradigmatisch zeigt das Stück die Schwierigkeiten von Jugendlichen, die zwischen erster und zweiter Generation, Vaterland und Wohnort sich orientieren und zu einem eigenen Standpunkt in einem Wirrwarr von Kulturen und Religionen finden müssen.

Im Mittelpunkt des zweiten Stückes, SATT, stehen zwei Schwestern, die mit ihrer Mutter als kleine Kinder nach Deutschland kamen. Aber der Traum der Mutter von Freiheit und Wohlstand ist nicht der ihrer Töchter. Während die 16-jähre Su meint, im Internet eine bessere Welt zu finden, in der sie ihre eigenen Träume verwirklichen kann, weiß Goscha eigentlich nur, dass sie in unserer saturierten Welt ihren Lebenshunger nicht stillen kann, dass da kein Raum für Alternativen oder auch nur Träume ist.

Marianna Salzmanns Heldinnen und Helden sind junge Menschen, die hier noch nicht angekommen sind. Sie beschreibt damit unsere Gesellschaft nicht aus der Mitte, sondern von ihren Rändern.

113 Seiten. broschiert. 10€
ISBN: 978-3-88661-340-3

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Odense Teater, Odense (DK)
Muttersprache Mameloschn
DK-EA
R: Anne Zacho

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