Maja Das Gupta

Geboren in München, lebt zurzeit in Berlin. Sie ist Absolventin des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig, an dem sie Dramatik und Prosa studierte und der Ludwig-Maximilians-Universität, wo sie ihren MA in Neuerer Deutscher Literatur absolvierte. Seitdem ist sie als freie Autorin, Dramaturgin und Theaterpädagogin sowohl in der Freien Szene als auch an Stadt- und Staatstheatern tätig. Ihre Stücke waren zum Berliner Stückemarkt, dem 2. Wochenende der Jungen Dramatik an den Münchner Kammerspielen, den Schillertagen Mannheim und den Autorentagen des Wiener Burgtheaters eingeladen und wurden an Staats-, Stadttheatern und in der Freien Szene uraufgeführt. Theater Heute nominierte sie als Beste Nachwuchsdramatikerin, Radio Bremen nominierte ihr... Hörspieldebüt als Bestes Hörspiel der ARD. Mehrere Hörspiele entstanden für den SWR und den RBB. Im Januar 2015 wurde wöchentlich ihre für Deutschlandradio produzierte Serie „CU“ ausgestrahlt, im Januar 2016 folgte ihre Serie "Küchenarien". Für das Theater Augsburg entwickelte sie den Text "Eiland".


Werke

3D-2H
UA: Schauburg München, 22.6.2019. R: Grete Pagan
Mitjas Mutter ist für ein Liebes-Wochenende nach Mallorca geflogen und hat den behinderten Jungen in der Obhut seiner minderjährigen Schwester Ela zurückgelassen. Durch Zufall fliegt das auf, und prompt steht eine korpulente Fürsorgerin vor der Tür, die sich bis zur Rückkehr der Mutter um die Kinder kümmert. Doch sie hat so ihre Probleme mit der blühenden Phantasie ihrer Schützlinge. Bald zeigt sich, dass Ela auch gar nicht Mitjas "wirkliche" Schwester ist. Zur Familie gehört "eigentlich" auch Mira nicht: Sie hängt nur deshalb bei Ela und Mitja herum, weil ihr Vater als der neue Liebhaber der Mutter ebenfalls auf Mallorca weilt. Beständig verflüchtigen und verschieben sich die Figurenbeziehungen in Maja Das Guptas Stück. Als schließlich Mitja und Mira Reißaus nehmen, um den Eltern nachzureisen, macht sich Ela auf die Suche nach den beiden Flüchtigen...
In ihrem rasanten Kinderstück hinterfragt Maja Das Gupta auf (sprach)spielerische Weise Denkkategorien wie Normalität, Zugehörigkeit und Anderssein. In einer früheren Fassung unter dem Titel "Die dünne dicke Frau" wurde der Text bei Kaas & Kappes ausgezeichnet: "Das Stück lässt seine Protagonisten unerschrocken mit unserer zwanghaften Angst spielen, immer und unter allen Umständen politisch korrekt sein zu wollen. Es nimmt mit seiner amüsanten Geschichte deutlich Partei für die Schwächsten, die Opfer von komplizierten Verhältnissen werden." (aus der Jurybegründung)
3D-2H
Altersempfehlung: ab 10 Jahren.
1H
UA: Württembergische Landesbühne Esslingen, Juni 2013.
Isa ist Zeichner und möchte in seinem ehemaligen Klassenzimmer eine Ausstellung seiner Bilder veranstalten. Doch erst einmal muss er die Schüler, die dafür in ein anderes Klassenzimmer ausweichen sollen, von seiner Idee überzeugen. Er erzählt ihnen von seiner Schulzeit, von Kerim, der ihm Matheaufgaben in Testaten mit Bewegungen seiner Nase vorrechnete; von Ahmed, dem christlichen Türken, der ihn, den muslimischen Türken immer geärgert hat und von Ahmeds Schwester Lara, in die er sich verliebte. In Das Guptas Stück geht es um die Suche nach Identität und Herkunft; darum, eine eigene Haltung zu entwickeln und die Lebensentwürfe der Eltern zu hinterfragen.
1H
Altersempfehlung: ab 12 Jahren.
1D
UA: Landesbühnen Sachsen, Radebeul, 29.01.2013. R: Tanja Richter
Lillys Vater ist Sinto, ihre Mutter Deutsche. Die Neunjährige ist früh mit Vorurteilen konfrontiert und bleibt dennoch fasziniert, von einem "fahrenden Volk" abzustammen. Lilly begibt sich mit ihrem Publikum auf eine fiktive Busfahrt in fremde Gegenden und auf Identitätssuche. Zugleich lässt sie das Publikum in ihre reale Welt blicken. Mit Fantasie und Humor entwickelt Lilly Kindheitserinnerungen, die es nie gegeben hat.
1D
Altersempfehlung: ab 8 Jahren.
1H
UA: Theater Heilbronn, 8.3.2012. R: Christopher Gottwald
Tamas ist Filmstudent und dreht gerade seinen Abschlussfilm, in dem Schüler mitspielen sollen. Er will die Geschichte seiner Eltern erzählen: Sie stammen aus Jugoslawien und flohen vor dem Krieg, der nach dem Tod des langjährigen Präsidenten Tito zum Zerfall des Staates Jugoslawien führte. Tamas kennt seinen Vater nur aus Briefen an seine Mutter, doch er hat ihn zur Filmpräsentation eingeladen. Allerdings ist das Filmprojekt gefährdet. Als Tamas der Klasse den Plot seines Films erzählt, wird deutlich, dass er überfordert ist und nicht weiß, wie er die Geschichte seiner Eltern, die ihm so wichtig ist, erzählen soll...
1H
Altersempfehlung: ab 14 Jahren.
Meine indische Cousine

Newsletter

Regelmäßig – aktuell und kompakt – informiert über neue Stücke und Inszenierungen, über Personen und Projekte und vieles mehr.

Hier abmelden »