Gabriel Dagan

geboren 1922 in der Tschechoslowakei, während des Zweiten Weltkriegs drei Jahre lang in Theresienstadt und Auschwitz. Nach der Befreiung studierte er Theater und Psychologie in Prag. 1949 ging er nach Israel, arbeitete als Regisseur und Schauspieler an verschiedenen Theatern und schrieb für Film und Radio. Ab 1969 einige Jahre Aufenthalt in New York, Beschäftigung mit Psychodrama, arbeitete seit seiner Rückkehr nach Israel als psychatrisch orientierter Sozialarbeiter in einer Kibbutzklinik. Gabriel Dagan starb 2008 in Tel Aviv.


Werke

Deutsch von Walter Boehlich
2D-6H
UA: Staatstheater Darmstadt, 9.11.1990. R: Klaus Weise
1970 – ein Hotelzimmer in Amsterdam. Der erfolgreiche jüdische Theaterautor Peter Stone ist zum ersten Mal seit seiner Befreiung aus dem KZ wieder in Europa. Für den Abend ist er mit seinem Onkel zum Abendessen verabredet. Ein tiefer Riss trennt die beiden Männer. Während Stone dem faschistischen Terror ausgeliefert war, lebte sein Onkel in sicherer Entfernung in Übersee. Und er kann nicht verstehen, warum sich Juden "wie Lämmer zur Schlachtbank" führen ließen. Um seinem Onkel dennoch etwas von seinen Erfahrungen mitzuteilen, hat Peter Stone für den Abend eine Inszenierung geplant, an der Leidensgenossen beteiligt sind. Onkel und Tante sollen nacherleben, was Auschwitz bedeutete, und was nicht beschreibbar ist.
2D-6H
Deutsch von Winni Victor
3D-4H
UA: E.F. Burian-Theater Prag, April 1991. R: Jiri Ornest.
DE: Theater im Zimmer, Hamburg, 19.11.1992. R: Gerda Gmelin
Ein Fremder klingelt an der Tür. Er will nichts verkaufen, sondern stellt sich Mrs. Goodman höflich als der künftige Mörder ihres Mannes vor. Da dieser noch nicht zu Hause ist, bittet die Ehefrau den Fremden herein. Bei einer Tasse Kaffee und etwas Geplauder wartet der Mörder auf sein Opfer. Eine absurd-komische "commedia della morte".
3D-4H

Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:

  1. Mörder mit Gefühl. Hochdeutsch
  2. Mörder mit Geföhl.
    Niederdeutsch von Heino Buerhoop

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