Aktuelles

Anna Seghers-Preis für Nino Haratischwili

Nächste Auszeichnung für Nino Haratischwili: Die Dramatikerin, Romanautorin und Theaterregisseurin erhält den diesjährigen Anna Seghers-Preis für deutschsprachige Autoren. Die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung wird der...weiterlesen »

Nächste Auszeichnung für Nino Haratischwili: Die Dramatikerin, Romanautorin und Theaterregisseurin erhält den diesjährigen Anna Seghers-Preis für deutschsprachige Autoren. Die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung wird der 32-jährigen, in Tiflis geborenen und in Hamburg lebenden Schriftstellerin am 19. November in der Berliner Akademie der Künste überreicht. Mit Eva Mattes in der Titelrolle kommt Haratischwilis LIV STEIN als freie Produktion im Herbst in Berlin heraus (R: Frank Alva Buecheler). In Vorbereitung: SCHÖNHEIT, ein neues Stück, inspiriert von der berühmten Legende um die ungarische "Blutgräfin" Erzsébet Bathory (erscheint im Oktober in dem Band HERBST DER UNTERTANEN), und eine Dramatisierung des von der Presse gefeierten Haratischwili-Romans DAS ACHTE LEBEN (FÜR BRILKA).

    

"Wach auf, wir haben Krieg!"

... übertitelt Nino Haratischwili ihren Beitrag für ZEIT Online. Darin schildert sie, wie sie den Beginn des Georgienkriegs vor sieben Jahren miterlebt hat - und wie es Syrern und Ukrainern heute ergehen mag. Die...weiterlesen »

... übertitelt Nino Haratischwili ihren Beitrag für ZEIT Online. Darin schildert sie, wie sie den Beginn des Georgienkriegs vor sieben Jahren miterlebt hat - und wie es Syrern und Ukrainern heute ergehen mag. Die Kriegs-Erfahrungen sind auch in das Stück RADIO UNIVERSE eingeflossen, das zusammen mit ZORN in einem Band der Theaterbibliothek erschienen ist. Am 4. Dezember bringt Nino Haratischwili eine eigene Inszenierung von ZORN am Theater Freiburg heraus. Zudem bereitet sie eine Bühnenfassung ihres gefeierten Romans DAS ACHTE LEBEN (FÜR BRILKA) vor.

    

Weitere Stücke von Dario Fo und Franca Rame im Verlag der Autoren

Der Verlag der Autoren vertritt ab sofort noch mehr Stücke von Dario Fo und Franca Rame, in den Übersetzungen von Renate Chotjewitz-Häfner und Peter O. Chotjewitz, darunter die beiden berühmten Frauen-Monologe NUR KINDER,...weiterlesen »

© Sandra e Urbano Sintoni

Der Verlag der Autoren vertritt ab sofort noch mehr Stücke von Dario Fo und Franca Rame, in den Übersetzungen von Renate Chotjewitz-Häfner und Peter O. Chotjewitz, darunter die beiden berühmten Frauen-Monologe NUR KINDER, KÜCHE, KIRCHE und SEX, ABER MIT VERGNÜGEN! Die weiteren neuen Titel in unserem Programm: Die Heroine (1D), Die Oper vom groSSen Hohngelächter (7D – 8H – 7 Musiker/innen), Geschichte einer Tigerin und andere Geschichten: Die Geschichte einer Tigerin, Das erste Wunder vom Jesuskind, Dädalus und Ikarus, Isaaks Opfer (1D/H), Harlekin (1D – 1H), Hohn der Angst (2D – 4H), Isabella, drei Karavellen und ein Scharlatan (6D – 16H), Mutter Pace (1D).

    

Neu: DER GLÖCKNER VON NOTRE-DAME

Neu im Verlag ist DER GLÖCKNER VON NOTRE-DAME von Victor Hugo in der Bühnenfassung von Jan Kauenhowen, Christoph Nix und Miriam Reimers, entstanden für eine Freilichtproduktion des Theaters Konstanz: "Ein effektvolles...weiterlesen »

© Ilja Mess Fotografie

Neu im Verlag ist DER GLÖCKNER VON NOTRE-DAME von Victor Hugo in der Bühnenfassung von Jan Kauenhowen, Christoph Nix und Miriam Reimers, entstanden für eine Freilichtproduktion des Theaters Konstanz: "Ein effektvolles Spektakel (...) ideenreich und liebevoll" Südkurier  "Theater pur, prall und sinnlich, lärmend und leise (....). Eine Fassung, die in gut zwei Stunden nicht nur von den Hauptfiguren erzählt, von der schönen La Esmeralda, dem buckligen Quasimodo, dem liebestollen Dom Frollo, sondern mit Gauklern, Jongleuren, Bettlern und mit den eisigen Vertretern von Gericht sehr viel Kolorit einfängt." Thurgauer Zeitung  Besetzung: 3D - 10H - Statisten

    

"Ein saftiges, ein gut spielbares Volksstück": SIEGFRIED von Jürgen Lodemann

Als Buchausgabe ist SIEGFRIED, Jürgen Lodemanns Neufassung des Nibelungen-Stoffes, soeben bei Klöpfer & Meyer erschienen. Mit dem Autor sprach Jörg Bartel für die Neue Ruhr- und Rhein-Zeitung (24./25.7.2015) über das...weiterlesen »

Als Buchausgabe ist SIEGFRIED, Jürgen Lodemanns Neufassung des Nibelungen-Stoffes, soeben bei Klöpfer & Meyer erschienen. Mit dem Autor sprach Jörg Bartel für die Neue Ruhr- und Rhein-Zeitung (24./25.7.2015) über das Stück:

Herr Lodemann, Sie haben in 30 Jahren mehr als 1800 Druckseiten über die Nibelungensage geschrieben, ein Jugendbuch, dann einen mordsdicken aber üppig gelobten Wälzer "Siegfried und Krimhild" und jetzt haben Sie das alles in "Siegfried. Die reale Geschichte" auf 170 kleinen Seiten zu 33 Szenen eingedampft, "erneuert aus Altem und Ältestem. Ins noch Wahrscheinlichere". Was kann bei einer solchen Einschmelzung von "realer Geschichte" übrig bleiben?

Übrig bleibt, szenisch zugespitzt, die älteste deutschsprachige "Mär" mit uralten Wahrheiten, vor allem, wie Besitzdenken Unheil stiftet, mit Gier – der Drache, der heißt nun nach einer uralten isländischen Handschrift NidGir. Diese neue, die Bühnen-Fassung aus ältesten Quellen, die ist pointiert politisch. Was könnte politischer sein als die älteste Nachricht in deutscher Sprache: "Kluge Frauen stoppten das Militär". Auch wenn dies im Stück erst mal nur sehr klangvoll althochdeutsch gesagt wird. Wird stets fix übersetzt, König Gunther ist nicht gerade der Hellste, will aber meist wissen, wovon die Rede ist.

Wieso haben sie sich überhaupt in eine Geschichte verguckt, die von Vorgängen vor 1500 Jahren handelt und historisch so nie stattgefunden hat?

Darauf antworten dreißig Seiten Nachwort, mit drei Fotos zu sehr persönlichen Erinnerungen aus der zerbombten „Waffenschmiede des Reichs“. In der hatten sich hunderttausende Essener, auch meine Eltern und ich, "verguckt" in nationalistischen Größenwahn. Hat das alles "so nie stattgefunden"? "Für Riesen und Drachen", schrieb Friedrich Engels, "wird auch heute gesorgt, namentlich auf dem Gebiete von Kirche und Staat". Das Buch "Siegfried. Die reale Geschichte" nähert sich ausdrücklich "Wahrscheinlichkeiten". Weiß denn wirklich jemand, was derzeit "historisch stattfindet", in Athen? Brüssel? Teheran? Lampedusa?

Ihr Siegfried, "der Irre aus Asnithi", ist kein gut abgehangener Nationalheld, sondern – ich mische mal bunt – ein vergleichsweise moderner Mensch, Fast-Pazifist, ein Spartakus und Anti-Christ, ein Frauenverführer und Früh-Feminist. Laden Sie ihm da nicht ein bisschen viel auf seine breiten Schultern? 

Dass Siegfrieds Name „Frieden“ meint, wurde nachhaltig ignoriert. Vorgänger und Vorbild war Arminius, als Offizier in Rom nachweislich "Sigurd". Sieg"fried" wurde in den Weltkriegen missbraucht als „deutscher“ Kriegsheld, einige Fronten waren "Siegfriedlinien". In der Völkerwanderungszeit (in der des 5. Jahrhunderts) war Siegfried offenbar drauf und dran, damaligen "Polis"-Betrieb zu durchschauen, Politisches, weswegen er gemeuchelt wurde von Führenden in "Kirche und Staat", obwohl er den Hort, einen Kriegsschatz, den Wormsern geschenkt und Krimhild glücklich gemacht hatte.

Wenn man Ihr Buch liest, dann sollte man die Nibelungenfestspiele schleunigst von Worms nach Essen verlegen. Immerhin spielt die Geschichte laut Lodemann in entscheidenden Teilen zwischen Xanten und Essen, also im Königreich Ruhr. 

2010 war Xanten sogar Teil Essens, der "Kulturhauptstadt Europas" – nichts hätte ich dagegen, wenn Spiele künftig gründlicher erarbeitet würden, der neue Titel in Worms heißt "Gemetzel", das lässt hoffen. Essen hieß vor 1000 Jahren "Asnithi", "Eschen"-Ort – die "Welten-Esche" war heilig, ein Ort für Nornen, für kluge Frauen, und von denen lernt einer wie Siegfried, neu aus Ältestem, das Beste: Frieden schließen. "Er will kein Massaker."

Fürstensohn Siegfried lernt bei Alberich in "Asnithi" (Assindia, Essen) die Schmiedekunst, und das an Steinkohlefeuern. Der erste Krupp sozusagen. Und er lässt sich bei Ihnen mit Alberichs Tochter Baldinay ein, nach der in Essen ein schöner See benannt ist. Auch der Drachenkampf steigt an der Ruhr. Ist das Lodemann'scher Lokalpatriotismus, reine Phantasie oder gesicherte historische Erkenntnis? 

Ist aufregend als Tanz zwischen Wissenschaft und Phantasie. 27 Jahre wohnte ich im Essener Stadtwald, fünf Fußminuten vor dem Hügel "Heimliche Liebe", vorm Blick hinab auf den Ruhr-See, auf die prunkende Villa da unten. "Baldeney" war für mich seit je magisch. 

Aber wo ist da Wissenschaft?

Vorausgesetzt, es zog im 5. Jahrhundert einer von Xanten aus los, weil er das schon damals Entscheidende beherrschen wollte, das Schmieden von Waffen, dann fand der schon bald an der Ruhr alles, was er suchte. Eindrucksvoll zeigt das heute die aktuelle Archäologie. War das nur Zufall, dass später vom Niederrhein eine Sippe "Krupp" zur Ruhr zog, von denen einer am Ende sagen konnte, unter den Schmieden der Welt sei er der größte?

Neben uraltem Merseburger Zauber-Deutsch wird in "Siegfried" viel Latein geredet. Ein bisschen ist mir der philologisch-pädagogische Einschlag auf die Nerven gegangen. 

Völkerwanderung sorgt für Kauderwelsch. Und Latein – auch die damalige Herrschaftssprache wird für König Gunther stets übersetzt, auch für Publikum und Leser.

Ja, das macht schlauer, knirscht aber ein bisschen. Obwohl ich weiß, was das heißt, "studium semper primum omnium mundi". 

Mit diesem "über alles in der Welt" haben wir Deutschen leider nur Deutschland begrölt. Besangen nicht etwa die Welt. Oder das "Studium".

Ihre 33 Szenen sind, wie ich finde, ein saftiges, ein gut spielbares Volksstück, wahrscheinlich zwei Abende. Ich hätte mir das 2010 in Essens Kulturhauptstadtjahr auf der Bühne vorstellen können. Sie auch?

Essen hat eine enorme VorHistorie. Aber 2010 wurde schon süffig genug inszeniert, etwa auf der uralten Heerstraße Karls des Großen, auf dem "Hell"-Weg“, später B 1, Ruhrschnellweg, A 40 – ach, "erhellend" ist er fast immer, der Weg zu den Quellen, den Ursprüngen!

    

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"Der Theaterspaß könnte größer nicht sein": DER TOLLKÜHNE THEATERDIREKTOR

Zum 10-jährigen Bestehen des Festivals Barock am Main in Frankfurt-Höchst hat Rainer Dachselt zwei Molière-Stücke, die Theatersatire "Das Stegreifspiel von Versailles" und die Farce "Der eingebildete...weiterlesen »

Zum 10-jährigen Bestehen des Festivals Barock am Main in Frankfurt-Höchst hat Rainer Dachselt zwei Molière-Stücke, die Theatersatire "Das Stegreifspiel von Versailles" und die Farce "Der eingebildete Hahnrei", zu einer Komödie in hessischer Mundart montiert: DER TOLLKÜHNE THEATERDIREKTOR ODER: DIE LIEB MACHT DAPPISCH ist jetzt in der Regie von Sarah Groß und Martin Ratzinger uraufgeführt worden. "Völlig überdreht und für schwüle Sommertage bestens geeignet" zeigt das Stück im Stück den "ganz normale[n] Wahnsinn des Theaters mit Eitelkeiten, Unwägbarkeiten, Pleiten, Pech und Pannen", meint Michael Hierholzer in der FAZ: "der Theaterspaß [könnte] größer nicht sein". "Das ist schrill, das ist witzig." Die Welt, Alexander Jürgs  "Großes Kino." Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg

    

UELI DER KNECHT

... ist die wohl bekannteste Figur des Schweizer Autors Jeremias Gotthelf (1797-1854). Tim Krohn hat aus dem Entwicklungsroman eine Bühnenfassung erstellt, die am Landschaftstheater Ballenberg uraufgeführt wurde: "In...weiterlesen »

© Knecht/drama-berlin.de

... ist die wohl bekannteste Figur des Schweizer Autors Jeremias Gotthelf (1797-1854). Tim Krohn hat aus dem Entwicklungsroman eine Bühnenfassung erstellt, die am Landschaftstheater Ballenberg uraufgeführt wurde: "In ihrer gut 90-minütigen Inszenierung in Ballenberg (...) setzen die Regisseurinnen Renate Adam und Regina Wurster auf eine schichte holzschnittartige Bilderwelt. Dass dies trotz des komplexen, umfangreichen Stoffs funktioniert, liegt vor allem an der Ensembleleistung. Nur der Hauptdarsteller, Bernhard Schneider, hat eine professionelle Ausbildung absolviert, doch die 36 Laiendarstellerinnen und -darsteller – von den Kindern bis zu den alten Frauen – fügen sich mit ihrem ungekünstelten Spiel alle gekonnt ins prächtige Bühnenbild." Brigitta Niederhauser, nachtkritik.de

    

"Habt ihr mal rausgeguckt in letzter Zeit?"

... fragt Marianna Salzmann und spricht über die Rolle des Theaters, über das Schreiben und ihr neues Stück für das Berliner Maxim Gorki Theater - ein Porträt der Dramatikerin in der Welt.

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© Stoepa Koehler

... fragt Marianna Salzmann und spricht über die Rolle des Theaters, über das Schreiben und ihr neues Stück für das Berliner Maxim Gorki Theater - ein Porträt der Dramatikerin in der Welt.

    

"Monster-Spaß": PLÖTZLICH MONSTER in Linz uraufgeführt

Für das Landestheater Linz hat Lorenz Hippe zum Thema Pubertät recherchiert - die Uraufführung des so entstandenen Jugendstücks PLÖTZLICH MONSTER hat John F. Kutil inszeniert: "'Plötzlich Monster' erzählt von Sorgen der...weiterlesen »

© Thomas M. Jauk

Für das Landestheater Linz hat Lorenz Hippe zum Thema Pubertät recherchiert - die Uraufführung des so entstandenen Jugendstücks PLÖTZLICH MONSTER hat John F. Kutil inszeniert: "'Plötzlich Monster' erzählt von Sorgen der Pubertät, und das so behutsam und gleichzeitig unverblümt, dass 'Betroffene' herzlich lachen konnten! ... Monster-Spaß!" Krone  "Riesenspaß ... Fetter Applaus für diese charmante Entdeckungsreise." Neues Volksblatt  "Und das junge Publikum? Das holte das Stück - nach dem gefühlvollen, mit Schülern aus Linz und Tragwein entwickelten Text von Lorenz Hippe - genau in ihrer Lebenswelt ab. ... Der Dank: tosender Applaus!" Oberösterreichische Nachrichten

    
Premieren
Fr
04
Sep
Theater Spielorte e.V., Wanna
MY NAME IS PEGGY
R: Friedo Stucke
So
06
Sep
Hessisches Staatstheater, Wiesbaden
HAMLET, PRINZ VON DäNEMARK
R: Nicolas Brieger
Di
08
Sep
KRESCHtheater, Krefeld
WEIßBROTMUSIK
R: Helmut Wenderoth
Mi
09
Sep
Hans Otto Theater, Potsdam
MENSCH KARNICKEL
R: Kerstin Kusch
Fr
11
Sep
Wuppertaler Bühnen
DIE TRAGöDIE VON ROMEO UND JULIA
R: Robert Sturm
Sa
12
Sep
Opolski Teatr Lalki i Aktora, Opole (PL)
AN DER ARCHE UM ACHT
R: Marian Pecko
Sa
12
Sep
Brandenburger Kulturstadl, Bayreuth
SCHWEIG, BUB!
R: Gordian Beck
Sa
12
Sep
Theater im Bauturm, Köln
VERBRENNUNGEN
von Wajdi Mouawad
Deutsch von Uli Menke
R: Rüdiger Pape
Mi
16
Sep
Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen
AJAX (AIAS)
von Sophokles
Deutsch von Simon Werle
R: Tilman Gersch
Mi
16
Sep
Landestheater Detmold
DER DICKSTE PINGUIN VOM POL
R: Valentin Stroh