Frank-Patrick Steckel

geboren 1943 in Berlin. Studium der Germanistik und Literaturwissenschaft. Anfang der 1970er Jahre gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer. Von 1978 bis 1981 Oberspielleiter am Theater der Freien Hansestadt Bremen. Von 1986 bis 1995 Intendant des Schauspielhauses Bochum. Seit 1995 wieder als freier Regisseur - Inszenierungen unter anderem am Wiener Akademietheater, am Schauspiel Köln, am Theater Bonn, am Nationaltheater Mannheim, am Wuppertaler... weiterlesen »

geboren 1943 in Berlin. Studium der Germanistik und Literaturwissenschaft. Anfang der 1970er Jahre gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer. Von 1978 bis 1981 Oberspielleiter am Theater der Freien Hansestadt Bremen. Von 1986 bis 1995 Intendant des Schauspielhauses Bochum. Seit 1995 wieder als freier Regisseur - Inszenierungen unter anderem am Wiener Akademietheater, am Schauspiel Köln, am Theater Bonn, am Nationaltheater Mannheim, am Wuppertaler Schauspielhaus und am Theater Bremen. Lebt in Berlin.

"Steckels Shakes-Speare" erscheint als auf 14 Bände angelegte, zweisprachige Lese- und Studienausgabe im Laugwitz Verlag: http://www.laugwitz.de.

Auszeichnungen:

2013 Preis der Autoren
 
Frank-Patrick Steckel »
Übersetzungen (21)
Antonius und Cleopatra (Antony and Cleopatra, 1606)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Schauspielhaus Bochum, 9.5.1987. R: Frank-Patrick Steckel
Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Regisseur Frank-Patrick Steckel mit dem Kosmos der Shakespeare-Dramen. Mit seinen Inszenierungen entstanden auch neue Übersetzungen der Stücke, von der Kritik und von Schauspielern viel gerühmt: sie sind von großer Texttreue und dennoch von heute, und sind vor allem von einem Theatermacher für Schauspieler und das Theater geschrieben. Steckels Übersetzungen zeichnen sich aus durch höchste philologische Genauigkeit, Klarheit und dramatische Kraft. Und sie wurden und werden in den vergangenen Spielzeiten nachgespielt – vom Niedersächsischen Staatsschauspiel Hannover bis zum Theater Baden-Baden, vom Nationaltheater Mannheim bis zum Theater Nordhausen.
Besetzung ad libitum
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Der Geizhals (Der Geizige) (L’Avare, 1668)
von Molière
Aus dem Französischen von Frank-Patrick Steckel.
UA der Übersetzung: Staatstheater Darmstadt, 13.7.2003. R: Frank-Patrick Steckel
Im Hause Harpagons regiert die Habsucht: dem Titelhelden ist sein Vermögen mehr wert als das Glück seiner Kinder. So scheut er sich nicht, seine Tochter Elise dem greisen Anselme zur Frau zu versprechen, welcher sie ohne Mitgift ehelichen würde, und plant für seinen Sohn Cléante die Heirat mit einer wohlhabenden Witwe. Die Kinder jedoch schmieden eigene Pläne...
Molières 1668 uraufgeführte Prosakomödie ist ein Plädoyer gegen den materialistischen Wahn, der Harpagon zur lächerlichen Figur macht, und für eine praktische und lebensbejahende Vernunft.

Für seine Inszenierung am Staatstheater Darmstadt hat Frank-Patrick Steckel Molières "L’Avare" neu übersetzt. Ohne direkte Aktualisierung gelingt es ihm, den Klassiker in die Gegenwart zu holen.
4D-6H
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Der Menschenfeind (Le Misanthrope, 1666)
von Molière
Aus dem Französischen übertragen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Schauspielhaus Bochum, 30.1.1993. R: Frank-Patrick Steckel
In einer Gesellschaft des Scheins haben es die Ehrlichen schwer: Der Adelige Alceste will unbedingte Wahrhaftigkeit. Sich zu verbiegen ist ihm ein Graus, Höflichkeit bedeutet ihm nichts als Heuchelei. Damit macht sich Alceste schnell Feinde. Selbst seine Geliebte Célimène bevorzugt die kleinen Flirts und Komplimente anderer Männer gegenüber Alcestes griesgrämigen Treueschwüren. Als ein Brief auftaucht, in dem sie ihre diversen Liebhaber verspottet, und sich diese daraufhin von ihr abwenden, sieht Alceste seine Chance gekommen, seine Grundsätze vor aller Welt unter Beweis zu stellen. Er will trotz des Skandals zu ihr stehen und fordert sie auf, mit ihm zusammen die Gesellschaft am Hofe hinter sich zu lassen. Doch Célimène lehnt dankend ab. Alceste muss sich entscheiden, ob er bleibt oder in die selbstgewählte Verbannung geht.
3D-8H
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Der Sturm (The Tempest, 1611)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Schauspiel Frankfurt, 15.4.2016. R: Andreas Kriegenburg
Für Andreas Kriegenburg und seine Frankfurter Inszenierung hat Frank-Patrick Steckel Shakespeares STURM neu übersetzt. Über seine Arbeit sagt Steckel selbst: "Übersetzen heißt fälschen, im Falle Shakespeares, seit mehreren hundert Jahren, die Texte eines Autors, der sehr wahrscheinlich seine eigene Identität gefälscht hat. […] Die Idyllik, die dem Werkstattbegriff anhaftet, beschränkt sich jedenfalls auf das notwendig Penible, Pingelige, ja Kleinliche des Fälschungsvorgangs. In allem Übrigen ist der Arbeitsplatz des Übersetzers eine rauchende Alchimistenküche, in der eine nicht ganz einwandfreie Gestalt mit scheelem Blick einen genialen englischen Text des 16. Jahrhunderts in einen halbwegs erträglichen deutschen des 21. Jahrhunderts zu modeln sich bemüht, als gälte es, Sand aus Gold zu gewinnen."
Besetzung ad libitum
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Die Macbeth Tragödie (The Tragedy of Macbeth, 1606)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Theater am Goetheplatz Bremen, Oktober 2009
Die Schlacht ist nicht zuletzt durch den Einsatz Macbeths gewonnen für König Duncan. Hoch- und Landesverrat sind niedergeschlagen, die norwegischen Eindringlinge vertrieben und Schottland könnte einem neuen Frieden entgegensehen. Vom Schlachtfeld heimkehrend begegnen den siegreichen Feldherren Macbeth und Banquo drei Schicksalsschwestern, die ihnen prophezeien: Macbeth werde König und Banquo zeuge Könige ohne selbst einer zu sein. Die Drei rufen in Macbeth und seiner Lady altes Begehren wach. Der Reiz der Macht treibt beide erneut in einen unaufhaltsamen, erbarmungslosen Strudel. Zwangsläufig kommt es zum Mord an König Duncan, zum Mord an Banquo. Und auf Mord folgt Mord. Prophezeiungen erfüllen sich. Die königliche Machtentfaltung ist begleitet von Grauen und Schrecken und mündet letztendlich in Zerrüttung und Tod. Denn was sich nicht einstellen will, dass ist weder der Machtgenuss der Lady noch Macbeths Vorstellungen von Machtstrukturen, was bleibt ist Sinnverlust und blankes Nichts.
Besetzung ad libitum
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Die Regierung des Königs Edward III. (The Reign of King Edward III., 1596)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Schauspiel Köln, 19.9.1999. R: Frank-Patrick Steckel
Das Stück erzählt vom Krieg, den König Edward III. um die französische Krone führt; nebenbei erringt er Siege über die aufbegehrenden Schotten. In Schottland muss er allerdings auch eine Niederlage einstecken: Die Gräfin Salisbury weist ihn ab. Im Krieg wie in Liebesdingen erweisen sich die hohen Ideale und die großen Worte als wenig zuverlässiges Fundament.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Regisseur Frank-Patrick Steckel mit dem Kosmos der Shakespeare-Dramen. Mit seinen Inszenierungen entstanden auch neue Übersetzungen der Stücke, von der Kritik und von Schauspielern viel gerühmt: Sie sind von großer Texttreue und dennoch von heute, und sind vor allem von einem Theatermacher für Schauspieler und das Theater geschrieben.
Besetzung ad libitum
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Die Tragödie von Hamlet, Prinz von Dänemark (The Tragedy of Hamlet, Prince of Denmarke, 1602)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Schauspielhaus Bochum, 28.5.1995. R: Frank-Patrick Steckel
Zum Begräbnis seines Vaters kommt Prinz Hamlet zurück an den dänischen Hof. Nach nur wenigen Wochen heiratet seine Mutter den Bruder des verstorbenen Königs, der ihm auf den Thron nachfolgt. Hamlet, allein in seiner Trauer, umgeben von Speichelleckern und Intriganten, will eben zurück zum Studium nach Wittenberg, als ihm der Geist seines Vaters erscheint. Er sei ermordet worden, und nun sei es die Aufgabe des Sohnes, Rache zu nehmen. Hamlet gibt sein Wort, den feigen Mord zu sühnen.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Regisseur Frank-Patrick Steckel mit dem Kosmos der Shakespeare-Dramen. Mit seinen Inszenierungen entstanden auch neue Übersetzungen der Stücke, von der Kritik und von Schauspielern viel gerühmt: sie sind von großer Texttreue und dennoch von heute, und sind vor allem von einem Theatermacher für Schauspieler und das Theater geschrieben. Steckels Übersetzungen zeichnen sich aus durch höchste philologische Genauigkeit, Klarheit und dramatische Kraft. Und sie wurden und werden in den vergangenen Spielzeiten nachgespielt – vom Niedersächsischen Staatsschauspiel Hannover bis zum Theater Baden-Baden, vom Nationaltheater Mannheim bis zum Theater Nordhausen.
Besetzung ad libitum
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Die Tragödie von König Richard II. (The Tragedy of King Richard II, 1595)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Bremer Theater, 21.10.1980. R: Frank-Patrick Steckel
Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Regisseur Frank-Patrick Steckel mit dem Kosmos der Shakespeare-Dramen. Mit seinen Inszenierungen entstanden auch neue Übersetzungen der Stücke, von der Kritik und von Schauspielern viel gerühmt: sie sind von großer Texttreue und dennoch von heute, und sind vor allem von einem Theatermacher für Schauspieler und das Theater geschrieben. Steckels Übersetzungen zeichnen sich aus durch höchste philologische Genauigkeit, Klarheit und dramatische Kraft. Und sie wurden und werden in den vergangenen Spielzeiten nachgespielt – vom Niedersächsischen Staatsschauspiel Hannover bis zum Theater Baden-Baden, vom Nationaltheater Mannheim bis zum Theater Nordhausen.
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Die Tragödie von Romeo und Julia (Romeo and Juliet, 1595)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Thalia Theater Hamburg, 6.9.2014. R: Jette Steckel
"(…) darin liegt die Kunst des Übersetzers Steckel: dass er als Regisseur liest, ordnet und verbindet und zugleich die Zwischenräume erkennt und offen lässt, dass er die Situation genauestens untersucht und mit Akribie den Kontext aufspürt. Steckel sieht und hört die Figuren auf der Bühne, er erlebt sie, wenn er ihnen Worte verleiht. Dieser Vorgang ist nicht mit Interpretation zu verwechseln.
Der Versuchung, als regieführender Übersetzer den szenischen Vorgang nicht nur nachzubilden und zu vermitteln, sondern zu lenken, widersteht Steckel. Überhaupt schützt er Shakespeare durch genaue und puristische Übertragungen vor jedweder Vereinnahmung. Direktheit der Sprache und Klarheit der Gedanken zeichnen sie aus. Dabei sind sie keineswegs unsinnlich, doch Steckel lässt sich nicht verführen, zum Beispiel dazu, die gelegentliche Derbheit im Shakespeare'schen Original im Deutschen zu potenzieren und sich verselbständigen zu lassen, 'Maul' zu sagen, wenn da 'Zunge' steht.
Stattdessen gibt es in seinen Übersetzungen überraschende Metaphorik und wagemutige Wortschöpfungen, Musikalität und Bildkraft, Reime ohne Anstrengung. Es 'wetterleuchtet die Sprachgewalt, funkelt die verbale Finesse', wie es ein Kritiker im Überschwang formulierte. Und wie selbstverständlich und ohne dass man sie vermissen würde, erlegt er Heilige Kühe, wenn es Rhythmus, theatralischer Vorgang, Klang und Kontext erlauben oder gebieten und es mit dem Original, dessen kritischen Kommentar er kennt, vereinbar ist." (Aus der Laudatio zur Verleihung des Preis der Autoren 2013 für F.-P. Steckels Shakespeare-Übersetzungen)
Besetzung ad libitum
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Die zwölfte Nacht oder Was ihr wollt (Twelfth-Night or What You Will, 1600)
von William Shakespeare
Deutsch von Frank-Patrick Steckel
In Illyrien, dem Land der Wahnsinnigen und Liebestollen, wo Herzog Orsino mit ausdauernder Inbrunst und dennoch vergeblich um die schöne Gräfin Olivia wirbt, landet nach einem Schiffbruch Viola. Als Mann verkleidet und unter dem Namen Cesario begibt sie sich in den Dienst des Herzogs und verliebt sich heimlich in ihn. Der nichts ahnende Herzog schickt Cesario sogleich mit neuen Liebesbotschaften zu Olivia, die diese wiederum scharf zurückweist. Stattdessen verliebt sie sich prompt in den vermeintlichen Jüngling Cesario und eine so absurde wie aussichtslose Dreiecksgeschichte nimmt ihren Lauf. Als auch noch Violas verschollener Zwillingsbruder Sebastian in Illyrien auftaucht, ist das Chaos perfekt und nicht nur Viola stellt sich die Frage, wer sie eigentlich ist und was sie überhaupt wirklich will.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Regisseur Frank-Patrick Steckel mit dem Kosmos der Shakespeare-Dramen. Mit seinen Inszenierungen entstanden auch neue Übersetzungen der Stücke, von der Kritik und von Schauspielern viel gerühmt: sie sind von großer Texttreue und dennoch von heute, und sind vor allem von einem Theatermacher für Schauspieler und das Theater geschrieben. Steckels Übersetzungen zeichnen sich aus durch höchste philologische Genauigkeit, Klarheit und dramatische Kraft. Und sie wurden und werden in den vergangenen Spielzeiten nachgespielt – vom Niedersächsischen Staatsschauspiel Hannover bis zum Theater Baden-Baden, vom Nationaltheater Mannheim bis zum Theater Nordhausen.
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Ein Mittsommernachtstraum (A Midsummer Night's Dream, 1595)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
So ein Liebes-Wirrwarr: Die Ehe des Elfenherrscherpaares Oberon und Titania ist durch Oberons Eifersucht in einer Krise. Um sich an seiner Gattin zu rächen, lässt er sich von dem Luftgeist Puck eine Wunderblume bringen, deren Saft, in die Augen eines Schlafenden geträufelt, es vermag, dass sich dieser beim Erwachen in das erstbeste Wesen verliebt, das ihm vor die Augen tritt. Was Oberon nicht weiß: Zeitgleich probt eine Handwerkertruppe ein Theaterstück für das Hochzeitsfest des athenischen Herrscherpaares Theseus und Hippolyta. Als Oberons Gattin Titania mit dem Saft im Auge erwacht, erblickt und verfällt sie augenblicklich dem Weber Zettel, den Puck zum Teil in einen Esel verwandelt hat. Puck, der das Chaos liebt und bemerkt, dass in dieser Nacht im Wald die Hölle los ist, „behandelt“ nicht nur Titania mit den Tropfen der seltenen Blume, sondern auch vier junge, verliebte Menschen. Helena liebt Demetrius liebt Hermia liebt Lysander liebt Hermia soll Demetrius heiraten! Das von Vaters Drohungen bedrängte Liebespaar Hermia und Lysander flieht in den Wald, der Rivale Demetrius hinterher, die in Demetrius verliebte Helena ebenso. Alle erleben in wechselnden Konstellationen eine wahrhaft „wilde“ Sommernacht im Wald. Pucks Schabernack bringt sie alle vom Weg ab und verwirrt ihre Sinne. Keiner weiß so recht wie ihm geschieht und sie werden vom „Liebesstrudel“ hin und her gerissen. Bevor das üble Spiel in Verzweiflung endet, bannt Oberon den Zauber und im Morgengrauen trennen sich Menschenwelt und Elfenwelt. Der Spuk löst sich. War alles nur ein Traum?

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Regisseur Frank-Patrick Steckel mit dem Kosmos der Shakespeare-Dramen. Mit seinen Inszenierungen entstanden auch neue Übersetzungen der Stücke, von der Kritik und von Schauspielern viel gerühmt: sie sind von großer Texttreue und dennoch von heute, und sind vor allem von einem Theatermacher für Schauspieler und das Theater geschrieben. Steckels Übersetzungen zeichnen sich aus durch höchste philologische Genauigkeit, Klarheit und dramatische Kraft. Und sie wurden und werden in den vergangenen Spielzeiten nachgespielt – vom Niedersächsischen Staatsschauspiel Hannover bis zum Theater Baden-Baden, vom Nationaltheater Mannheim bis zum Theater Nordhausen.
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Event (The Event)
Ein Monolog von John Clancy
Aus dem Amerikanischen von Frank-Patrick Steckel
UA: The Edinburgh Festival Fringe, Assembly Rooms, 4.8.2009. R: Jonh Clancy. Mit David Calvitto
DSE: Staatstheater Nürnberg, 13.11.2011. R: Klaus Kusenberg. Mit Pius Maria Cüppers
Ein Mann steht im gleißenden Licht auf der Bühne. Ein Schauspieler. Er spricht zu uns über sich, über die Zuschauer und die Situation. Wer dachte, er wüsste, was das hier ist: Bühne, Schauspieler, Zuschauer, der sieht sich womöglich getäuscht. Ist alles ganz anders?
John Clancys EVENT ist ein komischer, gleichzeitig zutiefst irritierender Monolog über die merkwürdige Veranstaltung, die wir "Theater" nennen – und eine brillante Meditation über das, was uns die Bühne über unser Leben zu erzählen hat. Ein cleveres Stück Meta-Theater mit den denkbar einfachsten Mitteln, und eben aus dieser Simplizität wächst die enorme Überzeugungskraft. Im Idealfall verlässt das Publikum nach EVENT das Theater in der Überzeugung, seine Zeit verschwendet zu haben – ohne es zu bereuen.
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König Cymbeline (Cymbeline, 1611)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Schauspiel Bonn, 9.6.2001. R: Frank-Patrick Steckel
Die verwirrend gesponnene, facettenreiche Handlung des selten gespielten späten Shakespeare-Schauspiels CYMBELINE dreht sich um König Cymbelines Tochter Imogen, die von ihrem Mann, den sie heimlich geheiratet hat, getrennt wird. Als der ihre Treue auf die Probe stellen will und sich vermeintlich betrogen sieht, will er sich rächen und löst damit eine Folge von Verwicklungen aus, die sich erst nach unglaublichen Wendungen schließlich auflösen.
Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Regisseur Frank-Patrick Steckel mit dem Kosmos der Shakespeare-Dramen. Mit seinen Inszenierungen entstanden auch neue Übersetzungen der Stücke, von der Kritik und von Schauspielern viel gerühmt: sie sind von großer Texttreue und dennoch von heute, und sind vor allem von einem Theatermacher für Schauspieler und das Theater geschrieben. Steckels Übersetzungen zeichnen sich aus durch höchste philologische Genauigkeit, Klarheit und dramatische Kraft.
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Leben ist Traum (Das Leben ein Traum) (La vida es sueño, 1635)
Famose Komödie
von Calderón de la Barca
Deutsch von Frank-Patrick Steckel
Basilio, König von Polonien, entdeckt bei seinen astrologischen Forschungen, dass sein Sohn und Thronfolger Sigismund einst als Despot und Geißel des Reiches herrschen wird. Er beschließt, den Prinzen nach seiner Geburt für tot zu erklären und wegzusperren. Rund zwanzig Jahre später siegen die Zweifel an dieser Maßnahme: schließlich verfügt der Mensch über einen freien Willen, der es ihm erlaubt, die Macht der Sterne wo nicht zu besiegen, so doch einzugrenzen. Der König ordnet die Befreiung Sigismunds an. Im Schlaf wird der Prinz in den Palast gebracht, damit ihm, für den Fall, dass sein böses Horoskop sich bewahrheitet, eingeredet werden kann, er habe seine Befreiung lediglich geträumt.
Aus dem zweifachen Weltriss – zwischen Leben und Träumen, zwischen Vorbestimmung und Willen – steigen die Fragen des wohl berühmtesten Dramas des spanischen Barockdichters Calderón nach dem Bild des modernen Menschen und seiner moralischen Verantwortung auf. Die geschlossenen philosophischen und religiösen Weltmodelle beginnen sich zu zersetzen, mit ihnen die Gesellschaftsformationen, die sie geprägt haben. Was kann, was wird, was muss an ihre Stelle treten?

Nach seinen vielgerühmten Shakespeare-Übersetzungen legt Frank-Patrick Steckel eine vollständig neue Übertragung dieses komplexen Versdramas vor. Steckel, der ein großes Gespür für die Bühnensprache und Wirkungseffekte des Theaters des 16. und 17. Jahrhunderts besitzt, gelingt in Zusammenarbeit mit dem hispanologisch versierten Dramaturgen Dieter Welke ein seltenes Kunststück - eine Versübertragung, die dichterische Kraft mit inhaltlicher Präzision verbindet. Indem sie die poetische Autorität des Originals, dessen Reichtum an Reimformen, Metren und Sprachregistern bewahrt, entsteht eine faszinierende Sprachmelodie.
2D-5H (+ Statisten)
2D-5H (+ Statisten)




Leben und Sterben des Königs John (Life and Death of King John, 1594)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Schauspiel Köln, 26.9.1997. R: Frank-Patrick Steckel
Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Regisseur Frank-Patrick Steckel mit dem Kosmos der Shakespeare-Dramen. Mit seinen Inszenierungen entstanden auch neue Übersetzungen der Stücke, von der Kritik und von Schauspielern viel gerühmt: sie sind von großer Texttreue und dennoch von heute, und sind vor allem von einem Theatermacher für Schauspieler und das Theater geschrieben. Steckels Übersetzungen zeichnen sich aus durch höchste philologische Genauigkeit, Klarheit und dramatische Kraft. Und sie wurden und werden in den vergangenen Spielzeiten nachgespielt – vom Niedersächsischen Staatsschauspiel Hannover bis zum Theater Baden-Baden, vom Nationaltheater Mannheim bis zum Theater Nordhausen.
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Maskerade (Maskarad, 1835)
von Michail Lermontow
Deutsch von Frank-Patrick Steckel
nach einer Interlinearfassung von Julia König
UA der Übersetzung: schauspielfrankfurt, 15.11.2003. R: Christian Ebert
Das Glück liegt in den Karten, und das Leben ist ein Kartenhaus. Arbenin, der Meisterspieler, hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Im Spiel hat er alles erreicht, doch neu und verdächtig für ihn ist das Glück in der Liebe seiner jungen Frau Nina. Eine Verwechslung auf einem Maskenball, wo unter den Masken die eigenen Masken fallen, genügt, und seine Eifersucht wendet die Karten. Er tötet Nina und verliert den Verstand. Das Spiel ist aus.
Frank-Patrick Steckel hat Michail Lermontovs 1835 verfasstes Stück MASKERADE nach einer Interlinearfassung von Julia König neu übersetzt und damit für die deutsche Bühne wieder entdeckt.
3D-6H (+ Statisten)
3D-6H (+ Statisten)




Othello. Die Tragödie des Mohren von Venedig (Othello the Moor of Venice, 1604)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
Der schwarze Feldherr Othello heiratet die Patriziertochter Desdemona. Die Hochzeitsnacht muss warten, denn die heimliche Ehe wird entdeckt, und ein drohender Krieg zwingt Othello in ein fernes Land. Dort angekommen herrscht plötzlich Frieden - die Ironie des Schicksals nimmt ihren Lauf: Das Hochzeitsfest wird zum Menetekel eines Massakers, zärtlichste Zeichen unschuldiger Liebe sind auf einmal Beweise der Untreue. Im Glauben, Gerechtigkeit zu üben, begeht Othello tödliches Unrecht. In der alle moralischen Hemnisse negierenden Anarchie des Bösen entfesselt die Tragödie die größten Gefühle, Kräfte und Begabungen der Menschen: die wilde Lust an der Zerstörung, die brauschende Phantasie zum Gemeinen und die brillante Intelligenz zum Verrat.
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Othon (Othon, 1664)
von Corneille
Aus dem Französischen von Frank-Patrick Steckel
U der Übersetzung: Staatstheater Mainz, 15.10.2005. R: Frank-Patrick Steckel
In seiner Übersetzung von Corneilles Römerdrama hat sich Frank-Patrick Steckel bemüht, Versmaß und sprachliche Kunstfertigkeit des Originals beizubehalten.
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Timon aus Athen (Timon of Athens, 1606)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Schauspielhaus Bochum, 13.10.1990. R: Frank-Patrick Steckel
Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Regisseur Frank-Patrick Steckel mit dem Kosmos der Shakespeare-Dramen. Mit seinen Inszenierungen entstanden auch neue Übersetzungen der Stücke, von der Kritik und von Schauspielern viel gerühmt: sie sind von großer Texttreue und dennoch von heute, und sind vor allem von einem Theatermacher für Schauspieler und das Theater geschrieben. Steckels Übersetzungen zeichnen sich aus durch höchste philologische Genauigkeit, Klarheit und dramatische Kraft. Und sie wurden und werden in den vergangenen Spielzeiten nachgespielt – vom Niedersächsischen Staatsschauspiel Hannover bis zum Theater Baden-Baden, vom Nationaltheater Mannheim bis zum Theater Nordhausen.
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Verlorene Liebesmüh (Love's Labour's Lost, 1594)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: Schauspiel Köln, 1.10.1998. R: Frank-Patrick Steckel
Vier Männer, ein Schwur: König Ferdinand von Navarra und drei seiner Höflinge wollen sich drei Jahre lang nur geistigen Studien widmen und vor allem die Frauen meiden. Doch plötzlich naht die Verführung in Gestalt von vier höchst reizvollen Damen - Traum und Albtraum zugleich...

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Regisseur Frank-Patrick Steckel mit dem Kosmos der Shakespeare-Dramen. Mit seinen Inszenierungen entstanden auch neue Übersetzungen der Stücke, von der Kritik und von Schauspielern viel gerühmt: sie sind von großer Texttreue und dennoch von heute, und sind vor allem von einem Theatermacher für Schauspieler und das Theater geschrieben. Steckels Übersetzungen zeichnen sich aus durch höchste philologische Genauigkeit, Klarheit und dramatische Kraft. Und sie wurden und werden in den vergangenen Spielzeiten nachgespielt – vom Niedersächsischen Staatsschauspiel Hannover bis zum Theater Baden-Baden, vom Nationaltheater Mannheim bis zum Theater Nordhausen.
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Wie es euch gefällt (As You Like It, 1599)
von William Shakespeare
Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel
UA der Übersetzung: SHAKESPEARE und PARTNER/Sommertheater am ALEX, 6.8.2014. R: Andreas Erfurth
"(…) darin liegt die Kunst des Übersetzers Steckel: dass er als Regisseur liest, ordnet und verbindet und zugleich die Zwischenräume erkennt und offen lässt, dass er die Situation genauestens untersucht und mit Akribie den Kontext aufspürt. Steckel sieht und hört die Figuren auf der Bühne, er erlebt sie, wenn er ihnen Worte verleiht. Dieser Vorgang ist nicht mit Interpretation zu verwechseln.
Der Versuchung, als regieführender Übersetzer den szenischen Vorgang nicht nur nachzubilden und zu vermitteln, sondern zu lenken, widersteht Steckel. Überhaupt schützt er Shakespeare durch genaue und puristische Übertragungen vor jedweder Vereinnahmung. Direktheit der Sprache und Klarheit der Gedanken zeichnen sie aus. Dabei sind sie keineswegs unsinnlich, doch Steckel lässt sich nicht verführen, zum Beispiel dazu, die gelegentliche Derbheit im Shakespeare'schen Original im Deutschen zu potenzieren und sich verselbständigen zu lassen, 'Maul' zu sagen, wenn da 'Zunge' steht.
Stattdessen gibt es in seinen Übersetzungen überraschende Metaphorik und wagemutige Wortschöpfungen, Musikalität und Bildkraft, Reime ohne Anstrengung. Es 'wetterleuchtet die Sprachgewalt, funkelt die verbale Finesse', wie es ein Kritiker im Überschwang formulierte. Und wie selbstverständlich und ohne dass man sie vermissen würde, erlegt er Heilige Kühe, wenn es Rhythmus, theatralischer Vorgang, Klang und Kontext erlauben oder gebieten und es mit dem Original, dessen kritischen Kommentar er kennt, vereinbar ist." (Aus der Laudatio zur Verleihung des Preis der Autoren 2013 für F.-P. Steckels Shakespeare-Übersetzungen)
Besetzung ad libitum
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