Andrea Clemen
geboren in Prien/Chiemsee, studierte Slavistik und Osteuropäische Geschichte in München und Berlin, lebte anschließend drei Jahre in England, übersetzt seit 1971 aus dem Russischen (Maksim Gorkij, Lev Tolstoj, Aleksandr Ostrovskij, Evgenij Schwarz), aus dem Englischen (Brian Freel, D.H. Lawrence, David Mamet, Wallace Shawn) und aus dem Französischen (Eugène Labiche). Andrea Clemen lebt heute in München.
geboren in Prien/Chiemsee, studierte Slavistik und Osteuropäische Geschichte in München und Berlin, lebte anschließend drei Jahre in England, übersetzt seit 1971 aus dem Russischen (Maksim Gorkij, Lev Tolstoj, Aleksandr Ostrovskij, Evgenij Schwarz), aus dem Englischen (Brian Freel, D.H. Lawrence, David Mamet, Wallace Shawn) und aus dem Französischen (Eugène Labiche). Andrea Clemen lebt heute in München.
 
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Übersetzungen (12)
Vassa Zeleznova (Wassa Schelesnowa), Textfassung von 1936 (Vassa Železnova, 1935)
von Maksim Gorkij
Aus dem Russischen von Andrea Clemen
UA der Übersetzung: Wuppertaler Bühnen, 17.1.1976. R: Arno Wüstenhöfer
Gorkij überarbeitete die VASSA ZELEZNOVA, deren Urfassung er 1910 geschrieben hatte (auch sie liegt in einer Übersetzung von Andrea Clemen vor) 1936 noch einmal grundlegend, als das Moskauer Künstlertheater das Stück uraufführen wollte. Die beiden Fassungen haben außer dem Namen der Hauptfiguren und einzelnen Motiven nur eines gemeinsam: Sie erzählen die Geschichte des Zerfalls einer Kaufmannsfamilie. Die konkrete Handlung ist verschieden:
Während in der ersten Fassung das kapitalistische Wirtschaftssystem an seiner eigenen Krise erstickt, erwächst Vassa, deren Härte und Grausamkeit nun stärker akzentuiert wird, in der zweiten Fassung eine Antagonistin in Gestalt der Schwiegertochter Rachel. Sie verweist in idealistischer Form auf den neuen Menschen und verkörpert jenes utopische Moment, das in der ersten Fassung noch fehlte.
7D-6H
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Vassa Zeleznova (Wassa Schelesnowa), Urfassung (Vassa Železnova, 1910)
Schauspiel in 3 Akten
von Maksim Gorkij
Aus dem Russischen von Andrea Clemen
UA der Übersetzung: Landestheater Tübingen, 26.3.1986. R: Johannes Klaus
Gorkij schrieb die Urfassung der VASSA ŽELEZNOVA 1910 unter dem Eindruck der gescheiterten Revolution von 1905. Das Stück schildert den Untergang einer Kaufmannsfamilie. Indem Gorkij dem Untergang in dieser frühen Fassung keine Alternative oder Zukunftsperspektive entgegensetzt, werden die Verstrickungen und Unterlassungen der Figuren, die nicht weiterleben können wie bisher und die dennoch nicht handeln, umso deutlicher.
Als das Moskauer Künstlertheater das Stück uraufführen wollte, stoppte Gorkij die Inszenierung und überarbeitete VASSA ZELENOVA 1935 noch einmal grundlegend (auch diese Fassung liegt in einer Übersetzung von Andrea Clemen vor), wobei er Vassa mit deren Schwiegertochter Rachel eine Gegenspielerin zur Seite stellte, die die Utopie des Sozialismus verkörpert.
7D-4H
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