Werner Simon Vogler

geboren 1941 in Mainz. 1971 verzeichnet die Verlagschronik Vogler als »neuen Autor fürs Theater« mit seinem ersten Stück "Die Geschäftsreise zweier tyssländischer Persönlichkeiten nach Guardeloup", das, nie aufgeführt, längst in Vergessenheit geraten ist. Ganz anders DIE GRUSCHEL VON MAYNTZ, ein historisches Volksstück zur »Mainzer Republik« von 1792, das 1975 am Thalia Theater in Hamburg uraufgeführt wurde und den Gerhart-Hauptmann-Preis gewann. Der freie Kulturredakteur Werner Simon Vogler... weiterlesen »

geboren 1941 in Mainz. 1971 verzeichnet die Verlagschronik Vogler als »neuen Autor fürs Theater« mit seinem ersten Stück "Die Geschäftsreise zweier tyssländischer Persönlichkeiten nach Guardeloup", das, nie aufgeführt, längst in Vergessenheit geraten ist. Ganz anders DIE GRUSCHEL VON MAYNTZ, ein historisches Volksstück zur »Mainzer Republik« von 1792, das 1975 am Thalia Theater in Hamburg uraufgeführt wurde und den Gerhart-Hauptmann-Preis gewann. Der freie Kulturredakteur Werner Simon Vogler ist mit zehn Theaterstücken, Hörspielen und Drehbüchern im Verlag vertreten. Er lebt in Mainz.

Auszeichnungen:

1975 Gerhart-Hauptmann-Preis Berlin

 
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Übersetzungen (1)
Crispin, der Rivale seines Herrn (Crispin, rival de son maitre, 1707)
von Alain-René Lesage
Aus dem Französischen von Werner Simon Vogler
Hätte Molière nicht gelebt, Alain-René Lesage (1668-1747) stünde wohl an seiner Stelle. Als einer der ersten unabhängigen Berufsschriftsteller gab er die Gesellschaft der Satire preis. So hat Lesage zwar im französischen Theater seinen Platz, in Deutschland jedoch gilt es ihn, einen Dario Fo, des frühen 18. Jahrhunderts, noch zu entdecken.

CRISPIN, DER RIVALE SEINES HERRN ist ein aufsässiger, anarchischer Spaß, eine handfeste barocke Farce, ein spontanes, subversives Volksstück, das bis heute nichts von seiner Lebendigkeit und Unmittelbarkeit verloren hat:
Der Titelheld Crispin, Diener eines reichen Jüngelchens, verrät seinen Herrn, indem er dessen Rolle spielt: die des Frauenhelden und Mitgiftjägers. Er gibt diesen Part mit solch schamloser Virtuosität und betrügerischer Eleganz, dass er ans Ziel zu gelangen scheint, nämlich ins Bett der vornehmen jungen Dame und an ihr Geld. Doch er geht das Spiel von der falschen Seite an – von unten.
Anders als Molières oder Goldonis Schurken und Spitzbuben, deren Eskapaden der Ziele ihrer Herrschaften dienen, richtet sich Crispin bewusst gegen die Interessen seines Herrn. Lange vor Beaumarchais’ Figaro zeigt Lesages CRISPIN auf, wie sehr die bestehende Ordnung bereits unterhöhlt und von Auflösung geprägt ist.
Werner Simon Voglers Übersetzung dieser Trouvaille erhellt Lesages Kraft und Charme und offenbart die Frische und Nähe dieses Stücks.
3D-4H
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