© Alexander Paul Englert
Fitzgerald Kusz

geboren 1944 in Nürnberg, Dramatiker und Lyriker. Studium der Anglistik und Germanistik in Erlangen, zwischendurch ein Jahr als assistent teacher in Nuneaton / Warwickshire, England. Bis 1982 Lehrer in Nürnberg. Seither freier Schriftsteller. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Mitglied im PEN, im VS und in der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. weiterlesen »

geboren 1944 in Nürnberg, Dramatiker und Lyriker. Studium der Anglistik und Germanistik in Erlangen, zwischendurch ein Jahr als assistent teacher in Nuneaton / Warwickshire, England. Bis 1982 Lehrer in Nürnberg. Seither freier Schriftsteller. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Mitglied im PEN, im VS und in der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Auszeichnungen:

2017 Bayerischer Poetentaler
2017 Dialektpreis Bayern
2016 Karl-Bröger-Medaille
2014 Kulturpreis des Vereins Kultur Erlangen-Höchstadt
2013 Frankenwürfel
2011 August-Graf-von-Platen-Preis
2011 Bürgermedaille der Stadt Nürnberg
1998 Friedrich Baur-Preis der „Bayerischen Akademie der Schönen Künste
1998 Verdienstmedaille „Pro Meritis“, München
1992 Bundesverdienstkreuz
1988 Kulturpreis der Stadt Nürnberg
1984 Staatlicher Förderpreis für Schriftsteller des Landes Bayern
1983 Wolfram von Eschenbach-Preis
1977 Gerhart-Hauptmann-Stipendium der Freien Volksbühne, Berlin
1975 Hans-Sachs-Preis
1974 Förderpreis der Stadt Nürnberg für Literatur

Website:
www.kusz.de

 
Theaterstücke (29)
Schlammschlacht
von Fitzgerald Kusz
UA (in plattdeutscher Fassung): Ohnsorg Theater, Hamburg, 9.4.2006. R: Klaus Engeroff
Klar, dass wenn Fitzgerald Kusz ein Auftragsstück fürs Hamburger Ohnsorg Theater schreibt, ein ebenso bösartiges wie witziges Stück Volkstheater dabei herausspringt. Und wenn es dann auch noch um die politische Klasse einer Kleinstadt geht – mit Korruption, mancherlei Verbandelungen, auch erotischer Art, Speziwirtschaft und Parteienklüngel –, dann kann man sich auf eine handfeste politische Komödie gefasst machen.
Konkret geht es in SCHLAMMSCHLACHT um den Bau einer neuen Kläranlage in einer Kleinstadt, für den Bürgermeister Karl Weisskopf die Werbetrommel rührt. Unter der Hand hat ihm die Baufirma einen Dienstwagen versprochen, falls sie den Auftrag bekommt. Um den Bauausschuss vom Millionen-Projekt zu überzeugen, nutzt Karl geschickt die eigennützigen Interessen des Ausschussmitglieder aus: so gewinnt er Helmut für den Neubau, weil die Abwässer von dessen Putenfarm regelmäßig das Dorf überschwemmen, da die bestehende Anlage zu klein ist; Ulli ist letztlich dafür, weil ihre Schwester die Frau des Bürgermeisters ist; Michel braucht einen neuen Rettungsschneider für die Freiwillige Feuerwehr; und Conny will keine potentiellen Kunden für ihr Solarium verlieren. Nur der grüne Joachim, hauptberuflicher Spielerfinder und zugezogener Dorfbewohner aus Überzeugung, ist aus ökologischen Gründen dagegen. Ein Jahr später findet sich der Bürgermeister beim Schlammschippen wieder, denn die Kläranlage ist bereits defekt und die Baufirma insolvent. Zu allem Unglück betrügt ihn seine Frau Rosy mit seinem Gegenkandidaten Michel. Wer sich vorher um Karls Gunst bemüht hatte, schiebt ihm nun ebenso eifrig die Schuld an der Misere zu. Und als Joachim schließlich Karls Rücktritt fordert, kommt es, wie es kommen musste: ein Machtwechsel steht an in Rüsselsdorf. Doch damit ist noch lange nichts "geklärt".
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Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:
1. Schlammschlacht.
2. Slammslacht. Niederdeutsch von Rolf Petersen
3. Schlamm. Schwäbisch von Eduard Smetana
4. Schlammschlacht. Fränkisch von Fitzgerald Kusz




Schweig, Bub! (umgangssprachlich mit fränkischem Einschlag)
von Fitzgerald Kusz
UA: Volkstheater Nürnberg, 6.10.1976. R: Friedrich Schirmer
Kusz' Theaterdebüt und Erfolgsstück (allein mehr als 30 Jahre auf dem Spielplan des Theaters Nürnberg): Eine Konfirmation, die lieben Verwandten, das große Fressen und ein Konfirmand, der zum Schweigen verurteilt ist. Hier in einer umgangssprachlichen Fassung mit fränkischem Einschlag.
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Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:
1. Schweig, Bub! (umgangssprachlich mit fränkischem Einschlag).
2. Swieg still, Jung!. Niederdeutsch von Walter A. Kreye
3. Halt die Klappe, Junge!. Berlinerisch von Stefan Reisner
4. Willste wohl ruhig sein, Junge!. Rheinisch-Westfälisch von Friedrich Schirmer
5. Halt dr Mund, Jong!. Rheinisch-Westfälisch von Gert Becker
6. A Rua is, Bua!. Bayerisch von Martin Sperr
7. Babbel net, Bub!. Pfälzisch von Annemarie Altschuh
8. s' Konfirmandefescht. Schwäbisch von Fritz Ludwig Schneider
9. Sei still, Bua!. Schwäbisch-Bayerisch von Hermann Wächter
10. D' Konfirmation. Alemannisch von Manfred Bosch
11. Schwyg jetz, Bueb!. Schweizerdeutsch von Susi Aeberhard
12. Ruhig, Bua!. Österreichisch von Kurt Franz
13. Schweisch, Bub!. Hessisch von Werner Simon Vogler
14. Schweisch, Bub!. Hessisch von Wolfgang Kaus
15. Swieg still, Jung!. Niederdeutsch von Hartmut Cyriacks & Peter Nissen




Schweig, Bub!
von Fitzgerald Kusz
UA: Volkstheater Nürnberg, 6.10.1976. R: Friedrich Schirmer
Rund 40 Jahre nach der Uraufführung hat Fitzgerald Kusz sein Erfolgsstück ins Hochdeutsche übertragen und dabei sehr behutsam aktualisiert: Eine Konfirmation, die lieben Verwandten, das große Fressen und ein Konfirmand, der zum Schweigen verurteilt ist.
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Selber schuld
von Fitzgerald Kusz
UA: Städtische Bühnen Nürnberg, 12.11.1977. R: Wolfgang Lichtenstein
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Stinkwut
von Fitzgerald Kusz
UA: Nationaltheater Mannheim, 21.4.1979. R: Pavel Mikulastik
Eine Familie hat es satt. Seit geraumer Zeit wird ihre Wohnsiedlung von einer Müllverbrennungsanlage eingenebelt. Der Gestank ist unerträglich, die Behörden unternehmen nichts. Man greift zur Selbsthilfe. Friedliche Menschen werden zu Wutbürgern. Doch am Ende wird alles wieder gut...
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Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:
1. Stinkwut.
2. Stinkwoot. Niederdeutsch von Walter A. Kreye
3. Stinkwut. Bayerisch von Reinfried Keilich
4. Stinkwut. Schwäbisch von Heinrich Staehle
5. Stinkwut. Hessisch von Wolfgang Kaus
6. Stinkwut. Fränkisch von Fitzgerald Kusz




Stücke aus dem halben Leben
von Fitzgerald Kusz
UA: TamS, München, 31.12.1980 und andere Bühnen
Eine Sammlung von 31 Szenen. Monologe vereinsamter Menschen, Gespräche im Stehcafé, Nachbarschaftsklatsch, Ehestreitigkeiten. Miniaturen, die einen humanen Blick auf das gewöhnliche Leben richten.

Die STÜCKE AUS DEM HALBEN LEBEN lassen sich auch mit Kusz' WITWENDRAMEN und DAS WARS! kombinieren: Jedes Theater kann aus diesen drei Szenensammlungen einen eigenen Abend zusammenstellen.
2D-1H (auch größer besetzbar)
2D-1H (auch größer besetzbar)




Unkraut
von Fitzgerald Kusz
UA: Landesbühne Esslingen, 17.4.1983. R: Heinrich Staehle
Drei Paare treffen sich immer wieder in ihren Reihenhausgärten. Man freut sich am Eigenheim, aber der Garten ist ein ständiger Anlass zur Sorge, denn Unkraut macht sich breit. Und das kann nur vom Öko-Garten des Herrn Krause herübergewachsen sein. Man beschließt, es diesem Krause einmal zu zeigen... Kusz’ Volkskomödie über den "Gartenzwerg in uns" (Bayerische Staatszeitung) liegt jetzt in einer modernisierten Neufassung vor.
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Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:
1. Unkraut.
2. Unkraut vergeiht nich. Niederdeutsch von Ulf-Thomas Lesle
3. Unkraut. Hessisch von Heinz Ulrich Carl
4. Unkraut. Schwäbisch von Heinrich Staehle
5. Unkraut. Schweizerdeutsch von Markus Kägi
6. Unkruut. Niederdeutsch von Inge Debelts
7. Unkraut. Hessisch von Wolfgang Kaus
8. Unkraut. Fränkisch von Fitzgerald Kusz




Witwendramen
von Fitzgerald Kusz
UA: Theater Die Färbe, Singen, 16.2.2005. R: Peter Simon
"Ihr Mann ist tot und läßt Sie grüßen." So cool und lapidar ist wohl kaum je eine Ehefrau zur Witwe erklärt worden, wie es Frau Marthe in Goethes Faust von Mephisto widerfahren ist. Jenseits aller Schicksale, die hinter dem Begriff Witwe lauern, von der Witwe Bolte bis zur Lustigen Witwe: Um die Witwe ranken sich in Komik und Tragik, Dramen, Geschichten, Traktate und Sprichworte, die kaum enden wollen. Fitzgerald Kusz hat sich um die Befindlichkeit von Witwen seine heiteren, ironischen und traurigen Gedanken gemacht und sie zu WITWENDRAMEN zusammengefügt: eine Revue für mehrere Witwen unterschiedlichen Alters, von jung bis ganz alt. Eine Materialsammlung im besten Sinne, zwischen Komik und Tragik. Wie etwa in dem Monolog der Witwe, die beim Frühstück ihre eigene Todesanzeige in der Zeitung entdeckt. Oder im Falle der alleinstehenden Frau, die sich, ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes, noch immer nicht an dessen Schrank heranwagt. Daneben finden sich Todesanzeigen und Szenen mit berühmten Witwen wie Helene Weigel, Yoko Ono oder Margot Honecker. Bei alledem zeigt Kusz: Leben heißt Überleben. Komme, was da wolle. (Nicht nur) für Seniorentheater geeignet.
Die WITWENDRAMEN lassen sich auch mit Kusz' STÜCKE AUS DEM HALBEN LEBEN und DAS WARS! kombinieren: Jedes Theater kann aus diesen drei Szenensammlungen einen eigenen Abend zusammenstellen.
4D (auch größer besetzbar)
4D (auch größer besetzbar)




Zwerge. Eine fränkische Passion
von Fitzgerald Kusz
Mit Liedern von Schubert bis Strauss
UA: Tristans Kompagnons/Nürnberger Meistersingerfestival, 30.6.2000. R: Johannes Knapp
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum