Hansjörg Schneider

geboren 1938 in Aarau (Schweiz). Studium der Germanistik, Geschichte und Psychologie in Basel. 1966 Promotion über Jakob van Hoddis bei Walter Muschg. Mitglied der Gruppe Olten. Lebt als freier Schriftsteller in Basel.
Ein breites Lesepublikum denkt bei dem Namen Hansjörg Schneider heutzutage sofort an dessen erfolgreiche "Hunkeler"-Kriminalromane. Zugleich ist Hansjörg Schneider jedoch auch ein vielgespielter Dramatiker. Mit seinem Bühnenerstling SENNENTUNTSCHI wurde er 1972 über Nacht... weiterlesen »

geboren 1938 in Aarau (Schweiz). Studium der Germanistik, Geschichte und Psychologie in Basel. 1966 Promotion über Jakob van Hoddis bei Walter Muschg. Mitglied der Gruppe Olten. Lebt als freier Schriftsteller in Basel.
Ein breites Lesepublikum denkt bei dem Namen Hansjörg Schneider heutzutage sofort an dessen erfolgreiche "Hunkeler"-Kriminalromane. Zugleich ist Hansjörg Schneider jedoch auch ein vielgespielter Dramatiker. Mit seinem Bühnenerstling SENNENTUNTSCHI wurde er 1972 über Nacht berühmt. Die Presse pries den jungen Schweizer Autor als »Supernova am Theaterhimmel«. Seither hat er 25 Theaterstücke geschrieben, die an die 200 Mal inszeniert wurden: Kammerspiele wie den berühmten ALPENROSENTANGO, Klassiker des Kindertheaters wie ROBINSON LERNT TANZEN, Szenenfolgen, Historiendramen und große Werke für das Schweizer Landschaftstheater, die vor über 12.000 Zuschauern gespielt werden. Alles über "Das Theater von Hansjörg Schneider" ist nachzulesen in der Dramatikerbibliothek, Verlag der Autoren 2008.

Auszeichnungen:

2005 Friedrich-Glauser-Preis
2003 Gesamtwerkspreis der Schweizerischen Schillerstiftung
1998 Wetzlarer Phantastik-Preis
1986 Literaturpreis der Stadt Basel
1986 Aargauer Literaturpreis
1981 Werkjahr des Kantons Zürich
1979 Werkjahr der Pro Helvetia
1977 DAAD Stipendium Berlin
1976 Preis der Welti-Stiftung für das Drama
 
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Theaterstücke (32)
Der liebe Augustin
Stück in fünf Bildern
von Hansjörg Schneider
UA: Schauspielhaus Zürich, 15.3.1979. R: Hans Gratzer
Die Geschichte vom lieben Augustin, der im Pestjahr 1679 in Wien gelebt, getrunken und gesungen hat, der in eine Pestgrube fiel und darin übernachtete. Danach konnte ihm die Seuche nichts mehr anhaben. Auch für Freilichttheater geeignet.
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Der Prinz von Abessinien
von Hansjörg Schneider
UA: Theater Tuchlaube Aarau, 7.3.1989. R: Hansjörg Schneider
Ein junger Mann erzählt Geschichten, und man ahnt, an wen er sie richtet: an seine Eltern, die er getötet hat. Hansjörg Schneider selbst schrieb über sein Einpersonenstück: "Man soll den Mann und die Voraussetzungen, die ihn zu dem werden ließen, was er ist, verstehen, und man soll ihn in keinem Moment auslachen."
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Altersempfehlung: ab 14 Jahren
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Altersempfehlung: ab 14 Jahren




Der Schütze Tell
Schauspiel in elf Bildern
von Hansjörg Schneider
UA: Festspiele Krems, 4.7.1975. R: Hans Gratzer
Hansjörg Schneider zeigt Wilhelm Tell als Außenseiter, der von den Mächtigen des Landes vorgeschoben und ausgenutzt wird. Der Held wird entzaubert: Er will seine Ruhe, will gut essen und trinken und im übrigen seiner Jagdleidenschaft frönen. Die politischen Zusammenhänge durchschaut er nicht. Er ist kein selbstloser Freiheitskämpfer, sondern ein Querkopf, der den Vogt schließlich aus privaten Motiven niederschießt.
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Die Bremer Stadtmusikanten unter der Brücke
von Hansjörg Schneider
Unter einer Brücke haben Kurt, früher Hafenarbeiter am Fluss, die ehemalige Kellnerin Ursel, der unpraktische Bruno und die verträumte Ausreißerin Nelly sich eine "Wohnung" eingerichtet. Sie verdienen sich mit Reparaturen von weggeworfenen Dingen ihre Kost, die Logis ist frei, bis der Bauunternehmer die "Wohnung" zu einem Parkplatz machen will. Die vier "Stadtmusikanten" wehren sich gegen die "Räuber".
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Altersempfehlung: ab 6 Jahren
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Altersempfehlung: ab 6 Jahren




Die Schlummermutter
von Hansjörg Schneider
UA: Basler Theater, 3.12.1976. R: Valentin Jeker
Der Monolog einer alten Frau, die Geschichten "von damals" erzählt und die Gegenwart kommentiert: Meinungen und Einsichten, die in ihrer Widersprüchlichkeit aufeinander folgen.
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Die Schöne und das Tier
von Hansjörg Schneider
Nach der gleichnamigen Erzählung
von Jeanne-Marie Leprince des Beaumont
UA: Theater für den Kanton Zürich, Winterthur, 11.10.1986. R: Reinhart Spörri
Die Geschichte von der Schönen, die sich für den geliebten Vater opfert und in die Macht eines schrecklich verunstalteten Tieres begibt, das sich später als Prinz entpuppt.
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Altersempfehlung: ab 8 Jahren
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Altersempfehlung: ab 8 Jahren




Die schwarze Spinne
Nach Jeremias Gotthelf
von Hansjörg Schneider
UA: Theater Emmental, 1988. R: Lukas Leuenberger
Von der Novelle DIE SCHWARZE SPINNE, mit der Jeremias Gotthelf in die Weltliteratur aufgestiegen ist, sagte Thomas Mann, dass er diesen Text "wie kaum ein zweites Stück Weltliteratur" bewundere.
Hansjörg Schneider hat Gotthelfs Novelle für die Bühne bearbeitet. Entstanden ist eine Fassung, deren kraftvolle Sprache und fesselnde Geschichte den Stoff für das heutige Theater gewinnt.

"Gotthelfs SCHWARZE SPINNE ist eine der stärksten Geschichten der Welt. Man kann sie den Menschen aller Kontinente erzählen, sie werden mitfiebern, mitleiden und sich am Schluss mitfreuen..." (Hansjörg Schneider)
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Die sieben Raben
von Hansjörg Schneider
DIE SIEBEN RABEN ist wohl eines der berühmtesten Zaubermärchen über Verwünschung und Erlösung, wie über unerschütterliche Treue. Die Handlung ist verknappt und auf die wesentlichen Punkte reduziert. Die Spieldauer umfasst denn auch nur eine knappe Stunde. Die Figuren treten quasi aus dem Märchenbuch heraus und beginnen zu spielen. Aus Vorlesen wird Theater.
Besetzung ad libitum
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Besetzung ad libitum
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Die Theaterfalle
Komödie von Hansjörg Schneider
UA: Basler Theater, 28.9.1988. R: Hartmut Wickert
In Hansjörg Schneiders Komödie schnappt die Theaterfalle hinter einem Theaterdirektor und einem Kulturpolitiker zu: Sie sitzen eingesperrt in einem bunkerartigen Raum und spielen jetzt Mann gegen Mann das Spiel, das sie in ihren jeweiligen Rollen öffentlich austragen. Es geht um alles, und vor allem um das, was das Theater immer wieder ins Gerede bringt: um die Rolle der Kritik und um die Kritik von Rollen, um das richtige Klassikerverständnis, um Shakespeare im Allgemeinen und Hamlet im Besonderen (die "Theaterfalle" ist eine Mausefalle), es geht um Politik auf dem Theater und um das Theater mit der Politik. Es geht um Kunst und Geld und Macht. Und natürlich darf die Schauspielerin nicht fehlen, für die sich die Theaterfalle noch einmal öffnet, die erste Dame des Hauses, der Theaterleitung nicht nur beruflich verbunden, aber auch der Politik nicht abgeneigt...
DIE THEATERFALLE: ein Streitgespräch übers Theaater, ein Kabarett-Programm der alltäglichen Theaternummern, eine Komödie über Theatermacher und alle, die dazu gehören.
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Die Weibervolksversammlung (Ekklēsiázousai)
von Hansjörg Schneider
Freie Bearbeitung der Komödie von Aristophanes
nach der Übersetzung von Ludwig Seeger
UA: Theater für den Kanton Zürich, Winterhur, 1.7.1995. R: Markus Emmenegger
"Die Frauen Athens sind empört über die Politik ihrer Männer, die von ständigen Kriegen, Habsucht und Rüstungspolitik geprägt ist. Angeführt von der klugen und mutigen Praxagora verkleiden sich die Frauen als ihre eigenen Ehemänner und gelangen so in die nur den Männern vorbehaltene Volksversammlung. Dort setzen sie aufgrund ihrer Stimmenmehrheit auf demokratischem Wege durch, dass die Macht im Staat an sie übergeht. Die Männer sind mehr als überrascht von ihrer unerwarteten Entmachtung, doch als Praxagora zu erkennen gibt, dass sie nach einem genau durchdachten Konzept handeln möchte, um das Elend zu beseitigen, wird sie dafür respektiert: Das Konzept der Frauen ist eine egalitäre, libertäre Gesellschaft, in der Wohlstand, Gleichberechtigung der Geschlechter und aller Menschen herrscht, freie Liebe praktiziert wird und jeglicher Besitz zum Gemeingut wird." (Wikipedia)
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum
Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:
1. Die Weibervolksversammlung.
2. D' Wiiberlandsgmeind. Schweizerdeutsch von Hansjörg Schneider




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