© Alexander Feuereisen
Claudius Lünstedt

geboren 1973 in München. Studium der Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Längere Aufenthalte in Paris und Teheran. 2001-2002 Teilnahme an der Dramenwerkstatt der Bayerischen Theaterakademie München unter der Leitung von Tankred Dorst. 2003 Einladungen zum Wochenende der Jungen Dramatiker an den Münchner Kammerspielen, zu den Autorentheatertagen am Hamburger Thalia Theater und zu den Autorenwerkstatttagen am Wiener Burgtheater. Lebt in Berlin und unterrichtet dort auch... weiterlesen »

geboren 1973 in München. Studium der Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Längere Aufenthalte in Paris und Teheran. 2001-2002 Teilnahme an der Dramenwerkstatt der Bayerischen Theaterakademie München unter der Leitung von Tankred Dorst. 2003 Einladungen zum Wochenende der Jungen Dramatiker an den Münchner Kammerspielen, zu den Autorentheatertagen am Hamburger Thalia Theater und zu den Autorenwerkstatttagen am Wiener Burgtheater. Lebt in Berlin und unterrichtet dort auch „Szenisches Schreiben“ am Theaterwissenschaftlichen Institut der Freien Universität.

Auszeichnungen:

2011 Aufenthaltsstipendium an der Künstlerresidenz Villa Kamogawa des Goethe-Instituts in Kyoto, Japan
2005 Volkstheaterpreis des Landes Baden-Württemberg
2004 Niederländisch-Deutscher Jugenddramatikerpreis
2003 Lenz-Preis der Stadt Jena; Else-Lasker-Schüler-Stückepreis
 
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Theaterstücke (12)
Wer wir sind
von Claudius Lünstedt
UA: Théâtre de la Tête Noire, Saran, 24.3.2011. R: Aureliusz Smigiel
Eine „kleinere Großstadt in Frankreich“ – hier kreuzen sich die Wege, begegnen Sehende einer Blinden, treffen sich Junge und Alte, Deutsche und Franzosen, ehemalige Geliebte und künftige Revoluzzer. In ihren mal flüchtigen, mal nachhaltigen Begegnungen entsteht ein gesellschaftliches Panorama, ein Eindruck dessen, WER WIR SIND. Doch die Perspektiven verschieben und relativieren sich, denn Lünstedts Text beschreibt Grenz- und Übergänge: zwischen Deutschland und Frankreich, zwischen persönlicher Identität und nationaler Legende, zwischen Fallstricken und Kraft der Erinnerung, zwischen der Sehnsucht nach Nähe und dem Scheitern von Beziehungen, zwischen dem Zerfall gesellschaftlicher Utopien und dem Rückzug in die vermeintliche Sicherheit des Privaten – während „draußen“ Politik und Wirtschaft eine unheilvolle Allianz eingehen.
WER WIR SIND entstand für das Projekt "Grenzgänge(r) / Outrepasseurs" von Thalia Theater Halle und Théâtre de la Tête Noire, Saran.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Zugluft
von Claudius Lünstedt
UA: Pfalztheater Kaiserslautern, 29.4.2005. R: Oliver Haffner
ZUGLUFT handelt von einer Familie, deren Alltag in der beengten Wohnung aus den Fugen gerät, als der Vater überfallen wird. Mitschüler hänseln den Jungen, weil der Vater den Angriff ohne Gegenwehr über sich hat ergehen lassen. Während der Junge gemeinsam mit seinem Freund Kolja Pläne schmiedet, den Vater zu rächen, geht die Mutter ein intimes Verhältnis zu dem Täter ein. Die Konflikte schwelen im Raum, Sprachlosigkeit erstickt die Familie, bis die Situation eskaliert.
1D-3H
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