© Arno Declair
Wolfgang Wiens

geboren 1941 in Stettin. Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik in Frankfurt am Main, Berlin und Wien. In Frankfurt inszenierte er außerdem Stücke für das Studententheater und volontierte im Suhrkamp-Verlag. Ab 1965 war Wiens Regieassistent am Theater am Turm (TAT) in Frankfurt, ab 1966 auch Regisseur und Dramaturg. Er gehört 1969 zu den Mitbegründern des Verlags der Autoren, dessen Geschäftsführer er bis 1971 gemeinsam mit Karlheinz Braun ist. Danach übernimmt er für drei Jahre... weiterlesen »

geboren 1941 in Stettin. Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik in Frankfurt am Main, Berlin und Wien. In Frankfurt inszenierte er außerdem Stücke für das Studententheater und volontierte im Suhrkamp-Verlag. Ab 1965 war Wiens Regieassistent am Theater am Turm (TAT) in Frankfurt, ab 1966 auch Regisseur und Dramaturg. Er gehört 1969 zu den Mitbegründern des Verlags der Autoren, dessen Geschäftsführer er bis 1971 gemeinsam mit Karlheinz Braun ist. Danach übernimmt er für drei Jahre zusammen mit Wolfgang Deichsel die Leitung des Frankfurter TAT. Von 1974 bis 1977 arbeitet Wiens als Dramaturg am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, anschließend in gleicher Funktion am Schauspiel Frankfurt, dem Bremer Theater, am Schauspiel Köln sowie dem Hamburger Thalia Theater. Von 1994 bis 1999 war Wolfgang Wiens Chefdramaturg am Hamburger Thalia Theater, bis 2006 leitender Dramaturg am Wiener Burgtheater. Wolfgang Wiens starb 2012 in Hamburg.
 
Wolfgang Wiens »
Übersetzung (7)
Ein Weihnachtslied oder Der Geizhals und die Gespenster (A Christmas Carol)
von Charles Dickens
Theaterfassung von Wolfgang Wiens
UA: Thalia Theater, Hamburg, 23.11.1985. R: Wolfgang Wiens
Der alte Geldverleiher Ebenezer Scrooge hat viel Geld und ein hartes Herz. So nennt er Weihnachten einen Humbug, weil es mit Gefühlen und Bräuchen verbunden ist, die ihm völlig fremd sind. Am Heiligen Abend erscheint ihm das Gespenst seines verstorbenen Partners Jacob Marley, an die Ketten seiner früheren Untaten gefesselt, und warnt Scrooge, dass ihm das gleiche Schicksal drohe, gibt ihm aber eine Chance: Drei Geister werden Ebenezer Crooge aufsuchen...
Für das Kinder- und Jugendtheater hat der Theatermacher Wolfgang Wiens eine Bühnenadaption von Charles Dickens' berühmter Weihnachtserzählung "A Christmas Carol" (1843) geschrieben.
3D-9H (+ 3 Kinder)
3D-9H (+ 3 Kinder)




Gehasste Geliebte
Nach Arthur Schnitzler und Adele Dandrock
Aus den Briefen und Tagebüchern von Arthur Schnitzler und Adele Dandrock
Zusammengestellt von Wolfgang Wiens
Arthur Schnitzler und Adele Sandrock - aus ihrem Briefwechsel, aus Tagebuchnotizen und Stückzitaten hat Wolfgang Wiens ein Theaterstück verfasst, das Einblick in das Seelenleben zweier eigensinniger Künstlernaturen und deren kompliziertes Beziehungszueinander bietet. Ein Stück für zwei große Schauspieler.
1D-1H
1D-1H




Hänsel und Gretel
von Wolfgang Wiens
Märchen nach den Brüdern Grimm
UA: Thalia Theater Hamburg, 5.12.1999. R: Marina Wandruschka
3D-2H
3D-2H




Nachtasyl (Na dne)
von Maksim Gorkij
Fassung von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens
Nach der Übersetzung von Andrea Clemen
UA der Fassung: Schauspiel Köln, 25.10.1981. R: Jürgen Gosch
Gorkijs Sozialreportage geht dem Leben im zaristischen Russland auf den Grund, einer Welt der "gewesenen Leute", der zynisch Enttäuschten: der Lumpenproletarier, der Vagabunden und Bettler, der Hungernden, der Diebe und Falschspieler - aber auch einer abgesunkenen Intelligenz. Diese Welt verbindet sich in NACHTASYL mit einer melodramatischen Liebes- und Eifersuchtshandlung und einer inständigen, philosophisch räsonnierenden Suche nach Wahrheit, Menschlichkeit, Glauben. Das eine treibt das andere hervor: Die aussichtslose Lage der Asylbewohner verschärft die Gefühlsbeziehungen zwischen den Menschen bis zur Brutalität, bis ins Melodram; ihre Ohnmacht und Verzweiflung verlockt sie zum Rösonnement, zur philosophischen Tirade. Die Suche nach der Wahrheit als Zeitvertreibt derer, denen die Kraft zur Revolte fehlt.
5D-12H
5D-12H




Oedipus (Oidipus tyrannos)
Nach Sophokles
Zusammen mit Jürgen Gosch
Deutsch von Hölderlin
von Sophokles
Eingerichtet von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens
nach der Übertragung von Friedrich Hölderlin
UA der Fassung: Schauspiel Köln, 1984. R: Jürgen Gosch
2D-6H (Chor)
2D-6H (Chor)




Spielplatz 32
Zusammen mit Ingeborg von Zadow, Charles Dickens, Ulrich Hub, Lutz Hübner, Inger Edelfeldt und Sara Nemitz
Fünf Theaterstücke über Haben und Teilen
Zum Heranwachsen gehört, dass Kinder lernen müssen, abzugeben. Doch steckt in diesem Satz zugleich ein Paradox: Denn Teilen im eigentlichen Sinne ist nichts, was sich anordnen oder einfordern ließe. Wie aber lässt es sich erlernen? Glaubt man Verhaltensforschern, so eher lustvoll und situativ, als abstrakt; mehr durch Nachahmung, denn aufgrund von Direktiven oder Maßregelungen. Die Anforderungen einer so verstandenen kollektiven ‚Teilhabe‘ scheint Theater als Praxis zu erfüllen. Indem es die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, voraussetzt und befördert, wirkt es im besten Fall daran mit, die Grundlagen für Empathie und Gemeinsinn zu schaffen.
SPIELPLATZ 32 versammelt fünf Theatertexte für Heranwachsende, die sich auf spielerische Weise dem Thema "Haben und Teilen" widmen: In Wolfgang Wiens‘ Familienstück "Ein Weihnachtslied oder Der Geizhals und die Gespenster", nach der bekannten Erzählung "A Christmas Carol" von Charles Dickens, erscheint der grantige Geizhals Ebenezer Scrooge symptomatisch für eine von Egoismus geprägte Gesellschaft, die das Teilen verlernt hat. Die Schwedin Inger Edelfeldt erzählt in ihrem Kinderstück "Meins meins meins" von einem Jungen, der gar nicht genug Geschenke bekommen kann – bis er, bedingt durch äußere Umstände, seine Sichtweise ändert. Ulrich Hubs "Die Rübe", basierend auf dem russischen Volksmärchen vom 'Rübchen', wirft für Kinder die Frage auf, wann genug genug ist, und wer darüber bestimmen darf. Um soziale Aspekte, die mit Armut verbunden sind, geht es in Lutz Hübners und Sarah Nemitz' "Alles Gute". An Vorschulkinder wiederum richtet sich Ingeborg von Zadows "Haus Blaues Wunder", worin zwei sehr ungleiche Charaktere lernen, sich zu arrangieren und miteinander zu teilen – nicht nur ein und dasselbe Haus, sondern auch das Leben darin.




Tom Sawyer
von Mark Twain
Theaterfassung von Wolfgang Wiens
UA: TAT, Frankfurt am Main, 15.10.1969. R: Wolfgang Wiens
Wolfgang Wiens hält sich bei der Dramatisierung des Romans ziemlich genau an die Vorlage. Toms Verlangen, sich einen individuellen Freiraum zu schaffen und andererseits die Geborgenheit der Gemeinschaft nicht zu vermissen, ist allgemeingültig.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum