© Melina Moersdorf
Florian Wacker

Florian Wacker ist gebürtiger Stuttgarter, studierter Heilpädagoge und außerdem Absolvent des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig. Er hat bisher den Erzählband »Albuquerque« (2014), den Jugendroman »Dahlenberger« (2015) und den Roman »Stromland« (2018) veröffentlicht. Außerdem schreibt er Theaterstücke – sein Stück Wolfserwartungsland wurde 2018 in Leipzig uraufgeführt. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Mannheimer Stadtschreiberstipendium für Kinder- und Jugendliteratur... weiterlesen »

Florian Wacker ist gebürtiger Stuttgarter, studierter Heilpädagoge und außerdem Absolvent des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig. Er hat bisher den Erzählband »Albuquerque« (2014), den Jugendroman »Dahlenberger« (2015) und den Roman »Stromland« (2018) veröffentlicht. Außerdem schreibt er Theaterstücke – sein Stück Wolfserwartungsland wurde 2018 in Leipzig uraufgeführt. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Mannheimer Stadtschreiberstipendium für Kinder- und Jugendliteratur (2017), dem Harder Literatur-Förderpreis und den Robert Gernhardt-Preis (beides 2018).
Florian Wacker lebt in Frankfurt am Main, wo er als Autor und Webentwickler arbeitet.

Auszeichnungen:

2018: Robert-Gernhardt-Preis
2018: Harder Literatur-Förderpreis
2017: Mannheimer Stadtschreiberstipendium für Kinder- und Jugendliteratur
2015: Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis
2015: Limburg-Preis
2013: Preisträger Schwäbischer Literaturpreis
2013: Nachwuchspreis Literaturwettbewerb Wartholz
2013: Arbeitsstipendium Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
2012: Einladung zum Treffen junger Autoren des Schauspiel Chemnitz
2011: Werkstattstipendium Jürgen Ponto-Stiftung
2010: 2. Preisträger 15. MDR-Literaturwettbewerb
 
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Theaterstücke (1)
Wolfserwartungsland
von Florian Wacker
UA: Schauspiel Leipzig, 23.3.2018. R: Gordon Kämmerer
Als "Wolfserwartungsland" werden Regionen bezeichnet, die für eine Wiederansiedlung des Wolfs günstige Bedingungen bieten. Eine solch strukturschwache, naturbelassene Gegend wird in Florian Wackers gleichnamigem Theaterdebüt zum Schauplatz für eine Handvoll Figuren, die schon bessere Tage gesehen haben – genau wie das abgelegene Hotel, in dem sie einander begegnen. Dem Wirt Roman ist die Anwesenheit seiner Geliebten und Angestellten Juliette, für die er den Wolf töten möchte, zum Leben genug. Juliette wiederum, die es in die Stadt zieht, nimmt es mit der Treue nicht so genau. Und Jockel, der beobachtende Dauergast, sitzt und trinkt. Die Atmosphäre des Wartens und Erwartens endet mit der Ankunft zweier Fremder: des vermeintlichen Jägers Viktor und des Spekulanten Wolf. Mit geformter Sprache, absurder Komik und surrealen Elementen wirft WOLFSERWARTUNGSLAND den Blick auf einen öden Landstrich, an dem der Wohlstand über die entfernte Schnellstraße vorbeigefahren ist und wo die Menschen, aufgrund von Perspektivlosigkeit und Desillusionierung, einander zu Wölfen werden.
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