© steirischer herbst/P. Manninger
Lola Arias

geboren 1976 in Buenos Aires, lebt dort und in Europa.
»Pierde sus horas entre la literatura y el teatro« stand in ihrem ersten Gedichtband über sie, und als Dichterin und Theatermacherin ist Lola Arias auch zu verstehen. Die europäische Szene ist 2007 auf sie aufmerksam geworden, als die von ihr gegründete Companía Postnuclear beim »steirischen herbst« zu Gast war: mit der Trilogie REVOLVER-TRAUM/STRIPTEASE/DIE LIEBE IST EIN HECKENSCHÜTZE, von ihr geschrieben, von ihr inszeniert und mit... weiterlesen »

geboren 1976 in Buenos Aires, lebt dort und in Europa.
»Pierde sus horas entre la literatura y el teatro« stand in ihrem ersten Gedichtband über sie, und als Dichterin und Theatermacherin ist Lola Arias auch zu verstehen. Die europäische Szene ist 2007 auf sie aufmerksam geworden, als die von ihr gegründete Companía Postnuclear beim »steirischen herbst« zu Gast war: mit der Trilogie REVOLVER-TRAUM/STRIPTEASE/DIE LIEBE IST EIN HECKENSCHÜTZE, von ihr geschrieben, von ihr inszeniert und mit ihr in einer Hauptrolle.
 
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Theaterstücke (5)
China
Deutsch von Margit Schmohl
von Lola Arias
Aus dem Spanischen von Margit Schmohl
UA: steirischer herbst, Graz, 2008.
In dem Kurzstück von Lola Arias wird China zum Sehnsuchtsort für das Mädchen Lucy, das ihrer besitzergreifenden Mutter und der regenüberfluteten Stadt entkommen will, um ihren Vater zu suchen. Ein chinesischer Supermarktbote, ein trauriges chinesisches Lied und ein Glückskeks: Botschaften vom anderen Ende der Welt, Sinnbilder für die Verheißung und Gefährdung, die das Mädchen auf ihrem Weg in die Fremde erwarten.
1D-1H (+ 1 Fisch im Glas)
1D-1H (+ 1 Fisch im Glas)




Futureland
von Lola Arias
UA: Maxim Gorki Theater, Berlin 18.10.2019. R: Lola Arias
"Was bringt einen Teenager dazu, alleine eine gefahrenvolle Reise in ein unbekanntes Land anzutreten? Welche Situation führt Eltern dazu, ihr Kind in ein anderes, fernes Land zu
schicken, um es in Sicherheit zu bringen? Und was sagt dies über die Welt, die Gesellschaft, in der wir leben, dass Millionen von Minderjährigen ihr Leben riskieren, auf der Suche nach einer Zukunft?
Fünfzig Prozent der Geflüchteten in Europa sind Minderjährige und viele davon sind unbegleitet. Kinder und Jugendliche kommen nach Europa, um ihr Überleben zu sichern und sind konfrontiert mit einem System, das sie nur zeitweise schützt. Laut Asylgesetz dürfen unbegleitete minderjährige Geflüchtete nicht abgeschoben werden. Mit anderen Worten: sie sind sicher bis zum achtzehnten Lebenjahr. Aber welche Zukunft haben junge Menschen, wenn sie sich davor fürchten müssen, erwachsen zu werden?
Futureland ist ein Science-Fiction-Dokumentartheaterstück mit Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, die alleine aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Guinea, Bangladesch nach Deutschland gekommen sind. Sie haben die Welt zu Fuß, mit dem Boot oder versteckt in einem Lastwagen durchquert und leben jetzt in Berlin, umgeben von Sozialarbeiter*innen, Jugendamt, Vormündern und anderen jungen Menschen verschiedener Kulturen. Es sind Teenager, die in einer neuen Welt gelandet sind, deren Regeln sie nicht kennen. Sie haben eine Schonfrist: sie können hierbleiben, aber sie wissen nicht, wie lange. Sie müssen ständig beweisen, dass sie Asyl verdienen, eine Chance in der Schule oder einen Platz in einem Freundeskreis. Sie befinden sich zwischen den Kulturen, zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, auf der Suche nach ihrer eigenen Identität.
Futureland versammelt verschiedene Visionen von Zukunft – entwickelt aus den Vorstellungen jener, die schon mehr erlebt haben, als viele von uns in ihrem ganzen Leben." (Ankündigung Maxim Gorki Theater)




Musik für Tiere
Deutsch von Margit Schmohl
von Lola Arias
Aus dem Spanischen von Margit Schmohl
UA: Stadttheater Bern, 16.5.2009. R: Jan Stephan Schmieding
Im Zentrum des Kurzstücks von Lola Arias stehen drei Frauen aus drei Generationen, deren einzige Bindung die zu ihrem Haustier ist. Das Verlassen- und Erwachsenwerden einer Tochter, die Flucht einer Mutter aus der Alltagsroutine, der Gedächtnisverlust einer Großmutter im Alter: Die drei verschränkten Monologe fügen sich zwar zu einer einzigen Familien-Geschichte, doch die Protagonisten kommen nicht mehr zueinander. Es ist ein Text über die Zersplitterung von Familie in unabhängige Einzelgänger, den Lola Arias für das Festival "Verlorene Paradiese / Paradise Lost" in Bern geschrieben hat.
3D (Ratte, Hund, Papagei)
3D (Ratte, Hund, Papagei)




Revolver-Traum / Striptease / Die Liebe ist ein Heckenschütze (Sueño con revolver / Striptease / El amor es un francotirador)
Deutsch von Margit Schmohl
von Lola Arias
Aus dem Spanischen von Margit Schmohl
UA: Compañia Postnuclear, Buenos Aires, 2007. R: Lola Arias.
DSE: Stadttheater Bern, 30.12.2008. R: Antje Thoms
Der Heckenschütze schießt aus dem Hinterhalt: Wie die Liebe das Leben bedroht, ist das Thema der Trilogie von Lola Arias, die zu den interessantesten Künstlern des argentinischen Theaters zählt. Die Annäherung zweier ungleicher Unbekannter im Dunkel der "postnuklearen" Großstadt, das nächtliche Telefongespräch eines Ex-Paares vor den Augen des Babies, eine Partie Russisches Roulette mit sechs Selbstmordkandidaten: zärtliche Geschichten von Träumen, Todessehnsucht, Liebeswahn, düster, phantastisch und pointiert.
Mal mit absurden Humor, mal mit leidenschaftlicher Melancholie begibt sich Lola Arias auf die Suche nach Nähe und Ferne in der Liebe: eine eigenwillige Mischung aus Monologen, Songs, Heulwettbewerben, Boxkämpfen und Küssen. Eine Beichte, ein Konzert, ein Tanztheater mit echtem Baby und jeden Abend einem anderen Toten.
4D-3H
4D-3H




What they want to hear
ein Projekt von Lola Arias
entwickelt mit dem Open Border Ensemble
im Auftrag der Münchner Kammerspiele
UA: Münchner Kammerspiele, 22.6.2018. R: Lola Arias