Aktuelles

"Wo kann denn Frieden beginnen?"

... fragt Merlin in Nora Khuons und Markus Bothes KÖNIG ARTUS. Jetzt kam das Familienstück, ursprünglich entstanden für das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, als österreichische Erstaufführung am Next Liberty in Graz heraus (R:...weiterlesen »

... fragt Merlin in Nora Khuons und Markus Bothes KÖNIG ARTUS. Jetzt kam das Familienstück, ursprünglich entstanden für das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, als österreichische Erstaufführung am Next Liberty in Graz heraus (R: Georg Schütky). "Eine brandwichtige, tolle Produktion" Kleine Zeitung "Rundum gelungenes Jugendtheater" Kronen Zeitung

    

F. K. Waechter und Robert Gernhardt

Ende dieses Jahres wären zwei aus der Neuen Frankfurter Schule 80 Jahre alt geworden: F. K. Waechter (am 3.11) und Robert Gernhardt (am 13.12.). Jederzeit eine Wiederentdeckung wert: WIMS - WELT IM SPIEGEL, eine...weiterlesen »

Ende dieses Jahres wären zwei aus der Neuen Frankfurter Schule 80 Jahre alt geworden:  F. K. Waechter (am 3.11) und Robert Gernhardt (am 13.12.). Jederzeit eine Wiederentdeckung wert: WIMS - WELT IM SPIEGEL, eine "feierliche Lesung" mit frühen Gernhardt-Texten aus der gleichnamigen Rubrik der legendären Satirezeitschrift "Pardon". Ebenso Waechters wunderbare Märchenstücke, etwa PRINZ HAMLET (aktuell in der fünften Spielzeit am Theater des Lachens in Frankfurt/Oder), und Erzähltheaterstücke wie  VOM TEUFEL MIT DEN DREI GOLDENEN HAAREN (zuletzt am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf) oder DIE EISPRINZESSIN (mit Verena Reichardt über 16 Jahre auf dem Spielplan des Staatstheater Hannover).

 

 

 

    

"Den Feind einladen": Wajdi Mouawad eröffnet Frankfurter Buchmesse

Der Autor und Theatermacher Wajdi Mouawad hat bei der Eröffnungszeremonie der Frankfurter Buchmesse seine "literarische Rede" in ein Stück in drei Akten verwandelt.

 

Im ersten Akt verwies Mouawad...weiterlesen »

© Jean-Louis Fernandez

Der Autor und Theatermacher Wajdi Mouawad hat bei der Eröffnungszeremonie der Frankfurter Buchmesse seine "literarische Rede" in ein Stück in drei Akten verwandelt.

Im ersten Akt verwies Mouawad auf die Geschichte der trojanischen Königin Hekabe. Als sie von den siegreichen Europäern gezwungen wird, sich ihre zerstörte Stadt noch einmal anzusehen und den Leichnam ihrer Tochter entdeckt, bringt sie in ihrem grenzenlosen Schmerz kein Wort, keinen menschlichen Ton mehr hervor, sondern fängt wie ein Hund zu bellen an. Es folgte eine Videosequenz, in der Mouawad minutenlang zu Hundelauten in die Kamera, das heißt: ins perplexe Publikum bellte.

Den zweiten Akt begann Mouawad mit zärtlich vorgetragenen Sätzen auf Arabisch, bevor er fortfuhr: "Ich hätte gern länger in der Sprache meiner Mutter zu Ihnen gesprochen. Aber sie ist zu gebrochen, ist zersplittert zwischen meinen Zähnen." Französisch sei für ihn "Gastsprache", "eine Sprache wie ein Hintertürchen, wenn alles verloren ist", sei "Fluchtsprache" geworden:

"Heute, wo die Frage des 'Willkommens' sich an den Toren Europas mit solcher Gewalt stellt, haben Sie einen Asiaten gebeten, das Wort zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse zu ergreifen, deren Ehrengast Frankreich ist. Als bäten die Griechen einen Trojaner die großen Dramenwettbewerbe zu eröffnen. Den Feind. Denn wenn der Einwanderer heute eine Bedrohung darstellt, dann haben Sie dieser Bedrohung das Wort erteilt. Ich möchte heute an den Migranten denken. Ihn einzuladen heißt auch, klammheimlich den Feind einzuladen."

Im dritten Akt trug die Schauspielerin Judith Rosmair eine Passage aus einem noch unveröffentlichten Manuskript des Autors mit dem Titel „L’amour“ vor. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, der nach Mouawad das Wort ergriff, stellte seiner Rede voran: "Ich bin nicht ganz sicher, ob es wirklich ein Geschenk ist, jetzt reden zu müssen, nachdem wir Sie gehört haben. Dem Protokoll folgend werde ich es dennoch tun. Ich denke, es fällt uns allen nicht leicht, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen, nachdem für jede und jeden von uns auf eigene Weise die Kraft dessen, was Sie uns gesagt und gezeigt haben, spürbar war."

    

Peter Stein zu seinem achtzigsten Geburtstag

... hat Peter Iden in der Frankfurter Rundschau ein ausführliches Porträt gewidmet. Die Würdigung des Regisseurs Stein zeichnet implizit zugleich dessen übersetzerischen Erfolge nach: angefangen bei PEER GYNT, dem...weiterlesen »

© Monika Rittershaus

... hat Peter Iden in der Frankfurter Rundschau ein ausführliches Porträt gewidmet. Die Würdigung des Regisseurs Stein zeichnet implizit zugleich dessen übersetzerischen Erfolge nach: angefangen bei PEER GYNT, dem "Durchbruch, auch international", und SOMMERGÄSTE (beide zusammen mit Botho Strauß), bis hin zu seinen Shakespeare-Fassungen oder, zuletzt, ÖDIPUS AUF KOLONOS (Salzburger Festspiele 2010). "Deutsch von Peter Stein" findet sich auch in dieser Saison auf etlichen Spielplänen: seine ORESTIE am Wiener Burgtheater (R: Antú Romero Nunes), am Düsseldorfer Schauspielhaus (R: Simon Solberg), Staatstheater Kassel (R: Johanna Wehner) und Schauspielhaus Bochum (P: 18.11., R: Lisa Nielebock). Und Steins JULIUS CÄSAR-Übersetzung wird ab 21.10. am Landestheater Marburg zu sehen sein (R: Jonas Schneider).

    

„Wir sind schließlich im Wilden Westen“ - DSE von BILLY DE KID am Theaterhaus Frankfurt

„Ein Stück der Knaller und der leisen Töne – ohne einen einzigen Schuss.“ (FAZ): Unter der Regie von Hausregisseur Rob Vriens (ebenfalls Übersetzung), wurde Herman van de Wijdevens Kindertheaterstück BILLY DE KID (ab 10) am...weiterlesen »

© Claudia Kamergorodski

„Ein Stück der Knaller und der leisen Töne – ohne einen einzigen Schuss.“ (FAZ): Unter der Regie von Hausregisseur Rob Vriens (ebenfalls Übersetzung), wurde Herman van de Wijdevens Kindertheaterstück BILLY DE KID (ab 10) am Theaterhaus Frankfurt erstaufgeführt. Das 2015 mit dem Kaas & Kappes-Kindertheaterpreis ausgezeichnete Stück spielt mit den Klischees des Western, was „naturgemäß nicht ohne ein kleines bisschen Gewalt, haufenweise starke Ausdrücke und ordentlich Hüftschwung von Damen und Herren abgeht.“nDoch während der berühmt-berüchtigte Westernheld das Fürchten lehrt, ist Billy hier ein sympathischer Junge, der nur aus Verzweiflung um den Verlust des Vaters den neuen Liebhaber der Mutter - ausgerechnet den Sheriff - zum Duell herausfordert. "Billy de Kid, das ist eben nicht ganz Billy the Kid." FAZ

    

Akademiepreis an Christophe Pellet

Große Ehre für Christophe Pellet: Der französische Theaterautor wird mit dem Prix du jeune théâtre 2017 de l'Académie française ausgezeichnet. Hierzulande noch zu entdecken sind seine beiden Kinderstücke PIERRE IST EIN PANDA...weiterlesen »

© Olivier Martinaud

Große Ehre für Christophe Pellet: Der französische Theaterautor wird mit dem Prix du jeune théâtre 2017 de l'Académie française ausgezeichnet. Hierzulande noch zu entdecken sind seine beiden Kinderstücke PIERRE IST EIN PANDA (Ü: Jakob Schumann), über einen Jungen, der bei einem gleichgeschlechtlichen Elternpaar aufwächst, und WER HAT ANGST VOR DEM WOLF? (Ü: Frank Weigand), ein phantasievolles Märchen über zwei Kinder und ihre Phantasie-Fluchten in einem vom Krieg gezeichneten Land.

    

"Spritzig-pointierte Dialoge": Komödie PÄRCHENABEND uraufgeführt

Uraufführung von Alexandra Maxeiners Komödie PÄRCHENABEND am Stalburg Theater in Frankfurt (R: Katja Lehmann): 3 Paare verabreden sich zum Pärchenabend. Doch was einst als Clique begann, hat sich inzwischen gründlich...weiterlesen »

Uraufführung von Alexandra Maxeiners Komödie PÄRCHENABEND am Stalburg Theater in Frankfurt (R: Katja Lehmann): 3 Paare verabreden sich zum Pärchenabend. Doch was einst als Clique begann, hat sich inzwischen gründlich auseinandergelebt: Das eine Paar ist frisch verliebt, das zweite hadert mit dem Alltag, das dritte mit sich als Paar. Und so heizen nicht nur die Paardynamiken die Vorbereitungen an. Auch die gemeinsame Vergangenheit, in der die eine oder andere Rechnung offen ist, sorgt dafür, dass der Abend unweigerlich auf die Katastrophe zusteuert - aber mit gutem Rioja, versteht sich... Der Clou an Alexandra Maxeiners Stück: Alle 3 Paare werden von denselben Schauspielern dargestellt - mal frisch verliebt, mal in der Beziehungskrise, mal im erprobten Nebeneinanderher. "Innere Monologe unterbrechen die spritzig-pointierten Dialoge", so die FAZ; die Besetzung mit nur einem Schauspielerpaar sei eine "glücklich[e]" Entscheidung.

    

"Allein unter Männern" – UA von Ulrich Hubs Bearbeitung der KAMELIENDAME am Schlossparktheater Berlin

Als Auftragswerk für das Schlossparktheater Berlin und Regisseur Philip Tiedemann entstanden, ist Ulrich Hubs „sprachlich respektvoll modernisierte Fassung“ (tagesspiegel) des berühmten Romans DIE KAMELIENDAME von Alexandre...weiterlesen »

© Stefan Schugt

Als Auftragswerk für das Schlossparktheater Berlin und Regisseur Philip Tiedemann entstanden, ist Ulrich Hubs „sprachlich respektvoll modernisierte Fassung“ (tagesspiegel) des berühmten Romans DIE KAMELIENDAME von Alexandre Dumas d.J. uraufgeführt worden. Und „das ist der Dreh in der schlanken Bearbeitung […]: Alle weiblichen Nebenfiguren sind gestrichen, Marguerite ist hier allein unter Männern.“ (Berliner Morgenpost). Hubs Fassung ermögliche es somit, „die Lovestory zwischen der Edelkurtisane Marguerite und dem Bürgersohn Armand viel differenzierter, facettenreicher zu erleben als gewohnt.“ (tagesspiegel). „Ihre Annäherung zu Beginn des Stückes ist großes Gefühlskino. Anouschka Renzi und Arne Stephan vereinen ihre Bühnenrollen zu einem Traumpaar." (Berliner Morgenpost)

    

Ulf Schmidts BONNOPOLY am Theater Bonn uraufgeführt

Gegenstand des Abends mit dem Untertitel DAS WCCB, DIE STADT UND IHR AUSVERKAUF ist der Bauskandal um das 2015 eröffnete Bonner Kongresshaus WCCB – ein kommunale[s] Desaster mit Kabarettpotential (nachtkritik). Mit den Mitteln...weiterlesen »

© Jo Bacherl

Gegenstand des Abends mit dem Untertitel DAS WCCB, DIE STADT UND IHR AUSVERKAUF ist der Bauskandal um das 2015 eröffnete Bonner Kongresshaus WCCB – ein kommunale[s] Desaster mit Kabarettpotential (nachtkritik). Mit den Mitteln des Agitprop-Theaters bringen Autor Ulf Schmidt und Regisseur Volker Lösch all die Absurditäten und haarsträubenden Fakten in BONNOPOLY „detailstark und mit voller Wucht“ (nachtkritik) auf die Bühne. Denn es gelinge dem Team (Dramaturgie: Nicola Bramkamp und Elisa Hempel), aus der komplexen Faktenlage eine "amüsante und pointierte Erzählung herauszudestillieren.“ (nachtkritik). Fazit: „Man muss das mögen: Theater, das nah dran ist am Stoff und an den dokumentierten Quellen und seine Erkenntnisse mit viel Körper- und Musikeinsatz, krawalliger Komik und parodistischer Energie ausbreitet. Dieses WCCB-Spektakel lässt keine Langeweile aufkommen.“ (Bonner General-Anzeiger)

    

"Bayerischer Poetentaler" 2017 an Fitzgerald Kusz

Fitzgerald Kusz erhält für sein literarisches Werk, das insbesondere Volksstücke, aber auch Lyrik umfasst, den "Bayerischen Poetentaler" 2017. Seit 1961 wird die renommierte Auszeichnung an Künstler, Persönlichkeiten...weiterlesen »

© Alexander Paul Englert

Fitzgerald Kusz erhält für sein literarisches Werk, das insbesondere Volksstücke, aber auch Lyrik umfasst, den "Bayerischen Poetentaler" 2017. Seit 1961 wird die renommierte Auszeichnung an Künstler, Persönlichkeiten oder Institutionen vergeben, die sich um Kunst und Kultur in Bayern verdient gemacht haben. Die Preisverleihung findet am 23. Oktober im Festsaal des Schlachthof München statt.
Fitzgerald Kusz in unserem Buchshop.

    
Premieren
Do
25
Okt
Theater Phönix, Linz
DER VORTRAG DSE
von Christophe Pellet
Deutsch von Gerhard Willert
R: Gerhard Willert
Do
25
Okt
Theaterhaus Ensemble, Frankfurt
RUNTER AUF NULL DSE
von Kristofer Grønskag
Deutsch von Nelly Winterhalder
R: Rob Vriens
Fr
26
Okt
Staatstheater Hannover
DES KAISERS NEUE KLEIDER
R: Karsten Barthold
Sa
27
Okt
Theater Matte, Bern
GENERAL MUTTER CH-EA
R: Renate Adam
Mi
31
Okt
Helsinki City Theatre, Helsinki (FIN)
DIE EHE DER MARIA BRAUN
R: Cilla Back
Mi
31
Okt
Theaterhaus Stuttgart
VOM KüSSEN UND VOM FLIEGEN UA
R: Hartmut Schoen
Do
01
Nov
DAS DA THEATER, Aachen
ER IST WIEDER DA
R: Tom Hirz
Fr
02
Nov
Smålands Musik & Teater, Jönköping (S)
DAS LETZTE FEUER
R: Melanie Mederlind
Fr
02
Nov
Kleines Theater, Landshut
NUR KINDER, KüCHE, KIRCHE
R: Sven Grunert
Sa
03
Nov
Saarländisches Staatstheater, Saarbrücken
DER STREIT
R: Matthias Rippert