Aktuelles

Neu: VÖGEL

von Wajdi Mouawad

 

Deutsch von Uli Menke

 

In einer New Yorker Universitätsbibliothek lernen Eitan und Wahida einander kennen und lieben. Er ist deutscher Jude aus Berlin, studiert...weiterlesen »

© Jean-Louis Fernandez

von Wajdi Mouawad
Deutsch von Uli Menke

In einer New Yorker Universitätsbibliothek lernen Eitan und Wahida einander kennen und lieben. Er ist deutscher Jude aus Berlin, studiert Genetik und bezirzt seine Sitznachbarin mit schwindelerregenden Wahrscheinlichkeitsrechnungen über das Leben und die Liebe. Sie ist Amerikanerin arabischer Herkunft und schreibt ihre Doktorarbeit über eine grenzüberschreitende Gestalt aus dem 16. Jahrhundert.
Doch Eitans Vater verweigert der Beziehung seines Sohns mit einer "Araberin" den Segen. Wahida und Eitan dagegen wollen der Last des familiären und historischen Erbes entfliehen - und werden dennoch davon eingeholt. Denn als er Wahida auf eine Forschungsreise nach Israel begleitet, wird Eitan bei einem Terroranschlag schwer verletzt. Im Krankenhaus besuchen ihn seine Eltern und Großeltern. Und mit ihnen kehren auch die alten Konflikte zurück: Fragen nach religiöser, kultureller, nationaler Zugehörigkeit, die wie ein Schwarm Unglücksvögel über Familie und Gesellschaft kreisen…
Das Konzept der Uraufführung in der Regie von Wajdi Mouawad selbst sah vor, dass die Figuren alle in ihrer jeweiligen Muttersprache sprechen (Englisch, Deutsch, Hebräisch, Arabisch) und ggf. in eine Fremdsprache wechseln, wenn die Situation es erfordert. Der Stücktext liegt, außer in einer komplett deutschsprachigen Übersetzung, auch in dieser viersprachigen Fassung der Uraufführung vor.

Besetzung ad libitum
DE: Staatstheater Stuttgart, 16.11.2018. R: Burkhard Kosminski

    

Neu: BONN IST EINE STADT IM MEER

von Svenja Viola Bungarten

 

Svenja Viola Bungartens (*1992) Debütstück TOT SIND WIR NICHT feiert am 16.11.2018 Uraufführung am Theater Münster, R: Maik Priebe. Mit BONN IST EINE STADT IM MEER legt die...weiterlesen »

© Daniel Eceolaza

von Svenja Viola Bungarten

Svenja Viola Bungartens (*1992) Debütstück TOT SIND WIR NICHT feiert am 16.11.2018 Uraufführung am Theater Münster, R: Maik Priebe. Mit BONN IST EINE STADT IM MEER legt die Autorin ihr zweites Stück vor; es zeigt eine Welt in Schieflage.
Das Ehepaar Vero und Uwe Schmitt reist nach Afrika, in die sadunesische Wüste, um am Himmel schwarze Löcher zu beobachten. Doch was als Forschungsreise beginnt, wird zu einer irrwitzigen Odyssee. So treffen sie auf Vega und Ulvi, GoldschürferInnen aus der Not, die Auto und Papiere der beiden Europäer stehlen und sich mit ihrer neuen Identität nach Bonn aufmachen wollen. Obwohl Uwe und Vero derweil zunehmend an Korruption und behördlicher Willkür verzweifeln, gelangen sie schließlich dank einer Schlepperin an die Küste, wo sich bereits eine Katastrophe ereignet hat. Doch steht eine weitere noch bevor. Davon berichtet eine Fregattenkapitänin vor Gericht, Zeugin und Angeklagte in einem.
Vor dem Hintergrund des Khartoum-Prozesses und der nicht abreißenden Migrationsbewegung setzt sich BONN IST EINE STADT IM MEER mit Fluchtursachen und deren angeblicher Bekämpfung auseinander. Anhand eines überbordenden Kaleidoskops an Schauplätzen, Figuren, Geschichten und Begegnungen setzt das Stück das verlogene, eurozentrische Afrikabild in Szene. Es erzählt mit absurder Komik von der Unmöglichkeit wahrer kultureller Verständigung, von der Unmöglichkeit, die Perspektive des Anderen einzunehmen und von der Unmöglichkeit authentisch darüber zu berichten. Eine intellektuelle und sinnliche Herausforderung an das Theater.

Besetzung: mind. 4 Darsteller. UA frei

    

"Glänzend": DER NAME DER ROSE auf Deutschlands größter Freilichtbühne

Umberto Ecos DER NAME DER ROSE auf Deutschlands größter, fast 4000 Zuschauer fassender Freilichtbühne der Volksschauspiele Ötigheim (R: Rebekka Stanzel) schneide auch im Vergleich zur berühmten Verfilmung mit Sean Connery...weiterlesen »

Umberto Ecos DER NAME DER ROSE auf Deutschlands größter, fast 4000 Zuschauer fassender Freilichtbühne der Volksschauspiele Ötigheim (R: Rebekka Stanzel) schneide auch im Vergleich zur berühmten Verfilmung mit Sean Connery "glänzend ab", so Eckehard Uhlig auf Die Deutsche Bühne online. In der Bühnenfassung von Claus Frankl kommt Ecos Romanbestseller, seit der Uraufführung bei den Luisenburgfestspielen 2000, bereits auf etwa 60 Produktionen.

    

Kevin Rittberger über "Schutzsuchende"

1883 havariert das deutsche Auswandererschiff Cimbria auf dem Weg nach New York, mehr als 400 Menschen sterben. Im Zuge dreier deutscher "Auswanderungswellen" im 19. Jahrhundert verlassen insgesamt über eine Million...weiterlesen »

1883 havariert das deutsche Auswandererschiff Cimbria auf dem Weg nach New York, mehr als 400 Menschen sterben. Im Zuge dreier deutscher "Auswanderungswellen" im 19. Jahrhundert verlassen insgesamt über eine Million Deutsche aufgrund wirtschaftlicher Misere das Kaiserreich. Auf die damalige Situation verweist Kevin Rittberger in der Berliner Zeitung, und rekonstruiert, wie sich die Gründung von Seenotrettungsdiensten und die Internationalisierung des Seerechts hierauf zurückführen lassen. Doch gerade das internationale Recht, so Rittberger, werde derzeit in Europa wiederholt gebrochen, wenn es um den Umgang mit Geflüchteten aus Afrika geht. Deren Schicksal, wie auch die Frage nach seiner Darstellbarkeit, steht im Zentrum von Rittbergers Stück KASSANDRA ODER DIE WELT ALS ENDE DER VORSTELLUNG, erschienen in dem Band PUPPEN. Drei Stücke.

    

WHAT THEY WANT TO HEAR an den Münchner Kammerspielen

Ein "eindringlicher und ruhiger, theatraler Kommentar zur gerade jetzt wieder hochgepeitschten Flüchtlingsdebatte" - so beschreibt Sven Ricklefs (Deutschlandfunk) Lola Arias' WHAT THEY WANT TO HEAR, das die...weiterlesen »

© steirischer herbst/P. Manninger

Ein "eindringlicher und ruhiger, theatraler Kommentar zur gerade jetzt wieder hochgepeitschten Flüchtlingsdebatte" - so beschreibt Sven Ricklefs (Deutschlandfunk) Lola Arias' WHAT THEY WANT TO HEAR, das die argentinische Autorin und Regisseurin gemeinsam mit dem Open Border Ensemble für die Münchner Kammerspiele entwickelt hat. "Bitte alle hingehen" nachtkritik.de  "Mitreißend" Abendzeitung

    

EINE VERSION DER GESCHICHTE uraufgeführt

Als eine "kluge, bei allem Ernst des Themas leicht und geschmeidig ausbalancierte Aufführung" beschreibt Irene Bazinger in der FAZ Marco Millings Inszenierung von Simone Kuchers EINE VERSION DER GESCHICHTE. Die...weiterlesen »

Als eine "kluge, bei allem Ernst des Themas leicht und geschmeidig ausbalancierte Aufführung" beschreibt Irene Bazinger in der FAZ Marco Millings Inszenierung von Simone Kuchers EINE VERSION DER GESCHICHTE. Die Uraufführung, eine Produktion des Schauspielhaus Zürich, hatte im Rahmen der Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin Premiere. Ab Oktober ist sie dann auch in Zürich zu sehen. Zur UA frei ist Kuchers Zweipersonenstück HELIKOPTER-QUARTETT (1D-1H), das schlaglichtartig das Drama einer jungen Familie erzählt, das zunehmend bestimmt ist von Sprachlosigkeit und unterschwelliger Gewalt.

    

4 Stücke auf den Auswahllisten für den Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreis 2018

Gleich drei Stücke aus unserem Programm sind auf der Auswahlliste für den Deutschen Kindertheaterpreis 2018 vertreten: LAURA WAR HIER von Milena Baisch, KRONE von Anna Carlier (Ü: Christine Bais) sowie BILLY DE KID von Herman...weiterlesen »

Gleich drei Stücke aus unserem Programm sind auf der Auswahlliste für den Deutschen Kindertheaterpreis 2018 vertreten: LAURA WAR HIER von Milena Baisch, KRONE von Anna Carlier (Ü: Christine Bais) sowie BILLY DE KID von Herman van de Wijdeven (Ü: Rob Vriens). In die Auswahlliste für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2018 wurde Kristofer Grønskags RUNTER AUF NULL (Ü: Nelly Winterhalder) aufgenommen.

Aus den jeweils 10 Stückvorschlägen werden schließlich je drei Stücke für die entsprechende Preiskategorie nominiert. Die Preisverleihung findet am 1. November im Frankfurter Römer statt.

    

Stück der Stunde

Das Stück der Stunde in Italien: Kevin Rittbergers Lehrstück über Migration und Medien KASSANDRA ODER DIE WELT ALS ENDE DER VORSTELLUNG wird am 20.6. im Teatro India in Rom in einer szenischen Lesung zum 'International day of...weiterlesen »

Das Stück der Stunde in Italien: Kevin Rittbergers Lehrstück über Migration und Medien KASSANDRA ODER DIE WELT ALS ENDE DER VORSTELLUNG wird am 20.6. im Teatro India in Rom in einer szenischen Lesung zum 'International day of refugees' vorgestellt. In den kommenden Monaten soll dann im Rahmen des internationalen Theateprojekts "fabula mundi" eine Inszenierung erarbeitet werden.

    

Internationaler Literaturpreis für Ivana Sajko

Mit dem Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt wird Ivana Sajko für ihren 2017 erschienenen LIEBESROMAN (Voland & Quist) ausgezeichnet. Der Roman, der die Geschichte eines jungen erfolglosen...weiterlesen »

© Goran Petercol

Mit dem Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt wird Ivana Sajko für ihren 2017 erschienenen LIEBESROMAN (Voland & Quist) ausgezeichnet. Der Roman, der die Geschichte eines jungen erfolglosen Künstlerpaares in Kroatien erzählt, zeige, wie das politische System Kroatiens ins private Leben seiner Protagonisten eingreife, so die Jury: "Unter der Oberfläche des Liebesromans, der auch ein Entliebungsroman ist, geht es um Macht und Ohnmacht des Individuums in unserer globalisierten Gegenwart." Außerdem ausgezeichnet wird die Übersetzerin Alida Bremer für ihre Übertragung des Werks aus dem Kroatischen. Das Preisgeld beträgt 20.000 Euro für Sajko und 15.000 Euro für Bremer.
Eine Liebesgeschichte hat Ivana Sajko auch ihrem jüngsten Stück BOVARY, EIN FALL VON SCHWÄRMEREI (Ü: Alida Bremer) unterlegt: die Flaubert-Überschreibung ist noch zur DSE frei. Nächste Theaterpremiere eines Sajko-Textes in Deutschland: RIO BAR am Stadttheater Gießen, P: 10.2.2019.

    

HORRIBILIS VON HUCKEVOLL

...so lautet der (verkürzte!) Name des Titel"helden" in Rainer Dachselts neuem Auftragsstück für das Frankfurter Festival Barock am Main. Nach Motiven des Barockdichters Gryphius hat Dachselt einen "ungemein...weiterlesen »

...so lautet der (verkürzte!) Name des Titel"helden" in Rainer Dachselts neuem Auftragsstück für das Frankfurter Festival Barock am Main. Nach Motiven des Barockdichters Gryphius hat Dachselt einen "ungemein vergnüglichen" Theatertext geschrieben: eine "reiche Theatergeschichte" über Sein und Schein, mit einer "Paraderolle" für Michael Quast (FAZ). Regie führte Sarah Groß.

    
Premieren
Fr
26
Apr
Staatstheater Darmstadt
DER BüRGER ALS EDELMANN
R: Christian Weise
Fr
26
Apr
Deutsch-Sorbisches Volkstheater, Bautzen
DIE ORESTIE DES AISCHYLOS
von Aischylos
Deutsch von Peter Stein
R: Mario Holetzeck
Sa
27
Apr
Bukovany Theatre, Bukovany (CZ)
FüCHSE LüGEN NICHT
R: N.N.
Sa
27
Apr
Theater Koblenz
MAß FüR MAß UA
von William Shakespeare
in einer Fassung von Stefan Wipplinger
R: Markus Dietze
Di
30
Apr
Theaterwerkstatt Pilkentafel, Flensburg
WER HAT MEINEN KLEINEN JUNGEN GESEHEN
von Suzanne van Lohuizen
Deutsch von Dagmar Schmidt und George Podt
R: Marlene Küffer / Lotta Bohde
Do
02
Mai
Theater Osnabrück
DIE FEEN
R: Jan Friedrich Eggers
Do
02
Mai
SCHAUBURG, München
HARAM
von Ad de Bont
Deutsch von Barbara Buri
R: Kristo Šagor
Fr
10
Mai
Meininger Staatstheater, Meiningen
DER DICKSTE PINGUIN VOM POL
R: Gabriela Gillert
Sa
18
Mai
Schauspiel Frankfurt
PEER GYNT VON HENRIK IBSEN
R: Andreas Kriegenburg
Di
21
Mai
Montague Basement / KXT Bordello Room , Sydney (AUS)
BLUT AM HALS DER KATZE
R: Saro Lusty-Cavallari