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"Solche Geschichten braucht Europa": Alexandra Badeas QUAIS DE SEINE in Avignon

Uraufführung von QUAIS DE SEINE, dem zweiten Teil von Alexandra Badeas Trilogie POINTS DE NON-RETOUR, beim Festival d'Avignon in der Regie der Autorin: "Alexandra Badea meistert auf der Bühne, was dort selten gelingt. Das...weiterlesen »

© Richard Schroeder

Uraufführung von QUAIS DE SEINE, dem zweiten Teil von Alexandra Badeas Trilogie POINTS DE NON-RETOUR, beim Festival d'Avignon in der Regie der Autorin: "Alexandra Badea meistert auf der Bühne, was dort selten gelingt. Das große historische Bild scheint durch die kleine private Geschichte hindurch, ohne die Figuren zu erschlagen. [...] Die inzwischen in Frankreich eingebürgerte Rumänin Badea, deren Dramatik man auch in Deutschland kennt, wird in ihrer Reihe 'Points de Non-Retour' zur Theatertherapeutin für französische Traumata. Sie, die Immigrantin, betätigt sich im Dienste der neuen Heimat als Theaterheilerin. Solche Geschichten braucht Europa" Eberhard Spreng, Tagesspiegel

Im Deutschen wird die Trilogie AUS DEM SCHATTEN heißen. Deren ersten zwei Teile, THIAROYE und QUAIS DE SEINE, liegen zur neuen Spielzeit übersetzt vor (Ü: Frank Weigand).

    

TOP DOGS in der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank streicht 18.000 Arbeitsplätze, insbesondere im Investmentbanking. Eine Entwicklung, die Urs Widmer vor rund 20 Jahren bereits in seinem Bestseller TOP DOGS (mehr als 200.000 verkaufte Exemplare der...weiterlesen »

Die Deutsche Bank streicht 18.000 Arbeitsplätze, insbesondere im Investmentbanking. Eine Entwicklung, die Urs Widmer vor rund 20 Jahren bereits in seinem Bestseller TOP DOGS (mehr als 200.000 verkaufte Exemplare der Buchausgabe  ») vorweggenommen hat: "Präsentiert wird ein Königsdrama der Wirtschaft, nicht ein Kleine-Leute-Stück. Das bugsiert das Spiel aus den Grauzonen der üblichen Sozialreportage heraus, sichert ihm überraschende Einsichten – und Witz", so der Autor seinerzeit über sein Stück.

    

Neu: DER TAG, AN DEM ICH EIN GUTER MENSCH SEIN WOLLTE

DER TAG, AN DEM ICH EIN GUTER MENSCH SEIN WOLLTE der Frankokanadierin Fanny Britt (Ü: Frank Weigand) erzählt die Geschichte von zwei Freunden aus Kindheitstagen, Bruno und Gilles, die sich nach 17 Jahren wieder treffen. Gilles...weiterlesen »

© Julie Perreault

DER TAG, AN DEM ICH EIN GUTER MENSCH SEIN WOLLTE der Frankokanadierin Fanny Britt (Ü: Frank Weigand) erzählt die Geschichte von zwei Freunden aus Kindheitstagen, Bruno und Gilles, die sich nach 17 Jahren wieder treffen. Gilles hat eine erfolgreiche Karriere als Anwalt in der Stadt hinter sich, während Bruno in Bienveillance geblieben ist, dem Dorf, in dem beide aufgewachsen sind und wo er später geheiratet hat.

Die Umstände des Wiedersehens sind jedoch keine gewöhnlichen. Denn Brunos 9-jähriger Sohn Zachary schwebt nach einem Unfall zwischen Leben und Tod. Nicht ganz unschuldig daran scheint das Unternehmen zu sein, das den Krankentransport (mutmaßlich nicht schnell genug) organisiert hat. Bruno ist deswegen vor Gericht gezogen. Das verklagte Unternehmen beauftragt eine Anwaltskanzlei, und die wiederum setzt ausgerechnet Gilles auf den Fall an.
Vor diesem Hintergrund nun ist Gilles also zurück in seinem Heimatort, umgeben von realen und imaginären Gestalten aus der Vergangenheit - angefangen bei seiner schrillen Mutter, über die Geister seiner verstorbenenen Brüder bis hin zum Vater, den er nie gekannt hat. Und eigentlich würde Gilles seinem Kindheitsfreund gerne erzählen, dass er das Mandat für den Fall unter den gegebenen Umständen natürlich sofort und ohne zu zögern niedergelegt hat. Aber - ganz so ist es nicht gewesen, auch wenn es zunächst den Anschein hat.
Fanny Britt ist ein tragikomisches Stück gelungen über unseren starken Wunsch, "gut" zu sein, dem immer wieder kleine Feigheiten und große Widersprüche in die Quere kommen.

Besetzung: 2D - 3H

    

POINTS DE NON-RETOUR (QUAIS DE SEINE) beim Festival d'Avignon

Die in die Gegenwart wirkenden Folgen ihrer Kolonialgeschichte und der Umgang damit sind ein Thema, das die Gesellschaften europäischer Länder - auch im Zuge der Migration - auf vielen Ebenen mehr und mehr beschäftigt. Ihm...weiterlesen »

© Richard Schroeder

Die in die Gegenwart wirkenden Folgen ihrer Kolonialgeschichte und der Umgang damit sind ein Thema, das die Gesellschaften europäischer Länder - auch im Zuge der Migration - auf vielen Ebenen mehr und mehr beschäftigt. Ihm widmet sich die franko-rumänische Autorin Alexandra Badea (* 1980), hierzulande bekannt geworden mit dem Stück ZERSPLITTERT, in ihrer Trilogie POINTS DE NON-RETOUR, deren zweiter Teil QUAIS DE SEINE beim diesjährigen Festival d'Avignon seine Uraufführung feiert. Bei der Koproduktion mit dem Pariser Théâtre national de la Colline führt die Autorin selbst Regie. Premiere ist am 5. Juli 2019.

Im Mittelpunkt von QUAIS DE SEINE steht Nora, eine Dokumentarfilmerin für das französische Radio. Auf einer Reise nach Algerien, mit der sie in die Fußstapfen ihres unbekannten Großvaters tritt, versucht sie, das väterliche Schweigen über ihre Herkunft zu brechen. Unversehens sieht Nora sich konfrontiert mit der Komplexität des Algerienkrieges, der Teil auch ihrer Geschichte ist.

Im Deutschen wird die Trilogie AUS DEM SCHATTEN heißen, THIAROYE und QUAIS DE SEINE liegen zur neuen Spielzeit übersetzt vor (Ü: Frank Weigand).

    

ELA FLIEGT AUF in München uraufgeführt

"Ein antiillusionistisches Bühnenfest!", so das Fazit von Sabine Leucht (Süddeutsche Zeitung) zu der Uraufführung von Maja Das Guptas turbulentem Kinderstück ELA FLIEGT AUF an der Münchner Schauburg. Regisseurin...weiterlesen »

"Ein antiillusionistisches Bühnenfest!", so das Fazit von Sabine Leucht (Süddeutsche Zeitung) zu der Uraufführung von Maja Das Guptas turbulentem Kinderstück ELA FLIEGT AUF an der Münchner Schauburg. Regisseurin Grete Pagan und die "prächtig aufgelegten Akteure" initiieren ein Spiel um "Überforderung, Doppelmoral und political correctness [...], die hier lustvoll unterlaufen wird", und stellen "den Irrwitz der Situationen" aus.

Ein "erfrischende[s] politisch nicht korrekte[s] Stück" (Manfred Jahnke, Die Deutsche Bühne.

    

Bochumer HAMLET

Mit Sandra Hüller in der Titelrolle wird Johan Simons' HAMLET-Inszenierung in der Übersetzung von Angela Schanelec und Jürgen Gosch am Schauspielhaus Bochum von Kritik und Publikum gefeiert: "Unbefangen, informell, ja,...weiterlesen »

Mit Sandra Hüller in der Titelrolle wird Johan Simons' HAMLET-Inszenierung in der Übersetzung von Angela Schanelec und Jürgen Gosch am Schauspielhaus Bochum von Kritik und Publikum gefeiert: "Unbefangen, informell, ja, kinderleicht, als verlöre Schwermetall durch chemisches Zutun oder durch Alchemie sein stoffliches Gewicht, erzählt Simons das Drama ohne Druck und Drang. Die bekannten Sentenzen und irre klugen Paradoxien hören wir wie zum ersten Mal." nachtkritik - Alle Shakespeare-Übersetzungen von Schanelec/Gosch in einem Band gibt es hier »

    

Gerlind Reinshagen verstorben

Sie hatte bereits ein knappes Dutzend Hörspiele verfasst und die Uraufführung ihres ersten Theaterstückes DOPPELKOPF am Frankfurter TAT hinter sich, als Gerlind Reinshagen Gründungsgesellschafterin des Verlags der Autoren...weiterlesen »

Sie hatte bereits ein knappes Dutzend Hörspiele verfasst und die Uraufführung ihres ersten Theaterstückes DOPPELKOPF am Frankfurter TAT hinter sich, als Gerlind Reinshagen Gründungsgesellschafterin des Verlags der Autoren wurde und 1970 mit LEBEN UND TOD DER MARILYN MONROE ein erstes Werk einbrachte. SONNTAGSKINDER bescherte der Autorin 1977 den Mülheimer Dramatikerpreis. Ihr meistgespieltes Stück sollte HIMMEL UND ERDE werden, das 1974 am Staatstheater Stuttgart uraufgeführt wurde, mit Anneliese Römer in der Rolle der todkranken "Buffetdame" Sonja Wilke. Seit 1980 erschienen Gerlind Reinshagens Theaterstücke – wie schon ihre Gedichte und Prosa – im Suhrkamp Verlag. Nun ist sie im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Verlag, seine Autorinnen und Autoren werden sie sehr vermissen.

    

DER NAME DER ROSE in Serie

Nach dem Welterfolg der Verfilmung mit Sean Connery aus den 80er Jahren ist auf Sky jetzt eine siebenstündige Serien-Adaption von Umberto Ecos DER NAME DER ROSE zu sehen. Auf stolze 60 Produktionen kommt bereits die...weiterlesen »

Nach dem Welterfolg der Verfilmung mit Sean Connery aus den 80er Jahren ist auf Sky jetzt eine siebenstündige Serien-Adaption von Umberto Ecos DER NAME DER ROSE zu sehen. Auf stolze 60 Produktionen kommt bereits die Bühnenfassung des Romans (Bearbeitung: Claus J. Frankl) seit der Uraufführung bei den Luisenburg-Festspielen im Jahr 2000.

    

MASS FÜR MASS in Koblenz – Die Vorwegnahme eines Skandals

Politisches Beben in Österreich: Einen ganz ähnlichen Vorgang wie die aktuell zur österreichischen Staatskrise führende Ibiza-Affäre um den ehemaligen FPÖ-Chef Strache hat Stefan Wipplinger in seiner kraftvollen „Maß für...weiterlesen »

Politisches Beben in Österreich: Einen ganz ähnlichen Vorgang wie die aktuell zur österreichischen Staatskrise führende Ibiza-Affäre um den ehemaligen FPÖ-Chef Strache hat Stefan Wipplinger in seiner kraftvollen MASS FÜR MASS-Bearbeitung für das Stadttheater Koblenz (R: Markus Dietze) entworfen und vorweggenommen. Hier wird Kanzler Angelo – Rechtspopulist und Hardliner in Sachen Rassentrennung und Abschiebung – der sexuellen Nötigung und Erpressung durch eine heimlich mitgeschnittene Tonaufnahme überführt. Wie im Fall Strache auch, wird er in eine Falle gelockt mit dem Ziel, kompromittierendes Material zu erhalten.  
"Ich entschuldige mich für das Bild, das die Politik bei uns gerade hinterlassen hat", so Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Kein besseres Bild gibt das politische Wien Shakespeares ab.
Die Premiere der UA war am 27.4.2019.

    

FAUVES von Wajdi Mouawad

Am Pariser Théâtre national de la Colline bringt Wajdi Mouawad die Uraufführung seines neuen Stückes FAUVES (dt. 'Raubtiere') heraus; Premiere ist am 9. Mai in der Regie des Autors:

Hippolyte kämpft darum, den Schnitt...weiterlesen »

© Jean-Louis Fernandez

Am Pariser Théâtre national de la Colline bringt Wajdi Mouawad die Uraufführung seines neuen Stückes FAUVES (dt. 'Raubtiere') heraus; Premiere ist am 9. Mai in der Regie des Autors:
Hippolyte kämpft darum, den Schnitt für seinen neuesten Films fertigzustellen, als ein Telefonanruf sein Leben verändert. "Im Herzen der archaischen Wildnis, die in uns wohnt, zwingen uns verborgene, ungeahnte Raubtiere manchmal, uns mit unserem Schweigen, unserem Schrecken und unserer Scham auseinanderzusetzen. Wie kann aus Liebe und guter Erziehung die blindwütigste Gewalt erwachsen?" (Programmheft La Colline)

    
Premieren
Di
15
Okt
Teatro El Grito / Prod. Forencia Berthold, Buenos Aires (RA)
METEORITEN RA-EA
R: Forencia Berthold
Fr
18
Okt
Maxim Gorki Theater, Berlin
FUTURELAND UA
R: Lola Arias
Fr
18
Okt
Theater Ingolstadt
ROMEO UND JULIA
von William Shakespeare
Deutsch von Sven-Eric Bechtolf und Wolfgang Wiens
R: Mareike Mikat
Sa
19
Okt
Prod. Mikhail Malikov Sergeevich, Stupin (RUS)
AN DER ARCHE UM ACHT
R: Vera Annenkova
Do
24
Okt
Klecks-Theater, Hannover
KATZELMACHER
R: Holger Warnecke
Mi
30
Okt
Teatro Nacional Chileno, Santiago (RCH)
AM SCHWARZEN SEE RCH-EA
R: Jesús Urqueta
Fr
01
Nov
Theater im Marienbad, Freiburg
SATELLITEN AM NACHTHIMMEL
von Kristofer Grønskag
Deutsch von Nelly Winterhalder
R: Carina Eberle
So
03
Nov
Broschmann & Finke Theater Company, Flensburg
AN DER ARCHE UM ACHT
R: Michael Wempner
Mi
06
Nov
Theater Freiberg/Döbeln
BREMER WIND
R: Arnim Beutel
Fr
08
Nov
SCHAUBURG, München
AN DER ARCHE UM ACHT
R: Theo Fransz