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"Die Absurditäten des Systems": Sarah Berthiaumes Arbeitswelt-Stück NYOTAIMORI in Innsbruck

Österreichische Erstaufführung von Sarah Berthiaumes NYOTAIMORI (Ü: Frank Weigand) am Tiroler Landestheater Innsbruck: Regisseurin Susanne Schmelcher bringt das surreale, unterhaltsam-kluge Stück über die großen Zusammenhänge...weiterlesen »

© Jérémie Battaglia

Österreichische Erstaufführung von Sarah Berthiaumes NYOTAIMORI (Ü: Frank Weigand) am Tiroler Landestheater Innsbruck: Regisseurin Susanne Schmelcher bringt das surreale, unterhaltsam-kluge Stück über die großen Zusammenhänge der Globalisierung "temporeich, ohne Umschweife und mit der Sprache von heute auf den Punkt" (Krone). "Es tun sich allerlei Abgründe auf, wenn Berthiaume globale Lebens- und Arbeitswelten in einen surrealen Fiebertraum zusammenführt und dabei die Absurditäten des Systems demaskiert." Der Standard - "Trotz des schweren Themas – das auch für Nicht-Workaholics einigen Wiedererkennungsschrecken bereithält – ist 'Nyotaimori' ungemein komisch. Auch weil es auf angestrengte Belehrung verzichtet. [... Die SchauspielerInnen] trumpfen mit feinen Studien zwischen übersteuertem Slapstick und echter Verzweiflung auf. Hier glänzt der Style. Und trotzdem geht es jederzeit an die Substanz." Tiroler Tageszeitung - "So unerbittlich Berthiaumes Analyse der verschiedenen Arbeitskulturen letztlich ist, es gelingt ihr tatsächlich, uns wie auch ihre Figuren mit einem sprichwörtlichen Kunstgriff aus dieser niederschmetternden Leibeigenen-Realität rauszukatapultieren, indem sie ihre ProtagonistInnen sinnigerweise zuvor über quantenphysikalische Wurmlöcher zusammenführt. [...] Susanne Schmelcher hat diese furios ersonnene Raumzeitreise durch unsere globale Arbeitswelt jedenfalls hochdynamisch inszeniert" StadtBlatt Innsbruck.

    

"Grandios auf die Bühne gebracht"

... hat das Staatstheater Stuttgart Anke Stellings Roman SCHÄFCHEN IM TROCKENEN (Verbrecher Verlag, Preis der Leipziger Buchmesse 2019), so Adrienne Braun in der Süddeutschen Zeitung: "Die Inszenierung von Sabine Auf der...weiterlesen »

© Havanna Scriva

... hat das Staatstheater Stuttgart Anke Stellings Roman SCHÄFCHEN IM TROCKENEN (Verbrecher Verlag, Preis der Leipziger Buchmesse 2019), so Adrienne Braun in der Süddeutschen Zeitung: "Die Inszenierung von Sabine Auf der Heyde ist rasant und dicht und serviert quicklebendiges Theater, das sich kongenial mit Stellings scharfzüngigem Bombardement verbindet. Eine harsche Kritik am Kapitalismus, bei dem Ideale, Überzeugungen, Freundschaft auf der Strecke bleiben". - "[Auf der Heyde] destilliert aus der gut 250-seitigen Erzählung klug deren Kernelemente: Wut, Desillusionierung und die Erkenntnis, dass das System - was auch immer das System gerade ist - einem stets einen Schritt voraus ist." Sabine Fischer, Stuttgarter Zeitung - "Dass Stellings Roman mehr ist als eine Milieustudie des gentrifizierten Berlin, zeigt die Uraufführung ebenso überzeugend wie vergnüglich. Grandios legt das Ensemble die sozialen Unterschiede offen, die sich in Krabbelgruppen und Kommunen trotz aller gegenteiligen Beteuerungen gnadenlos auftun." Elisabeth Maier, Esslinger Zeitung
Nächste SCHÄFCHEN -Premieren: 24.1.20 Mainzer Kammerspiele, R: Achim Stellwagen (als szen. Lesung) - Frühjahr 20 WERK X Wien; R: Valerie Voigt-Firon - 17.4.20 Theater Bremen, R: Nina Mattenklotz.

    

„Sehenswert“: DIE BABYSITTERIN am Teamtheater München erstaufgeführt

Am Teamtheater Tankstelle wurde Catherine Légeres DIE BABYSITTERIN (Ü: Sonja Finck) erstaufgeführt. Das Stück hinterfragt gesellschaftliche Konventionen, Rollenbilder und Phänomene wie eine grassierende Frauenfeindlichkeit. Es...weiterlesen »

© Dominique Lafond

Am Teamtheater Tankstelle wurde Catherine Légeres DIE BABYSITTERIN (Ü: Sonja Finck) erstaufgeführt. Das Stück hinterfragt gesellschaftliche Konventionen, Rollenbilder und Phänomene wie eine grassierende Frauenfeindlichkeit. Es ist „keine konventionelle Geschlechterkomödie, sondern eine bissige Persiflage auf die ritualisierte Entschuldigungskultur und den Paternalismus gewisser Formen des männlichen Feminismus.“ Regisseur „Philipp Jescheck hat das Stück im Teamtheater leichthändig im Stil einer TV-Sitcom inszeniert.“ So sei „dieser kurzweilig aberwitzige Theaterabend sehenswert. […] warte bis zum Ende mit überraschenden Pointen auf.“ (Süddeutsche Zeitung)

    

Ursula Krechel erhält Jean-Paul-Preis

Für ihr Lebenswerk wird Ursula Krechel mit dem Jean-Paul-Preis ausgezeichnet. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird am 16. Dezember in München verliehen. Noch zur Uraufführung frei ist Krechels LIEBES STÜCK (3D-3H), über das...weiterlesen »

© Renate v. Mangoldt

Für ihr Lebenswerk wird Ursula Krechel mit dem Jean-Paul-Preis ausgezeichnet. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird am 16. Dezember in München verliehen. Noch zur Uraufführung frei ist Krechels LIEBES STÜCK (3D-3H), über das die Autorin selber schreibt: "Dies ist ein Stück über Anziehung und Abstoßung, eine Choreographie der Liebe. Während das Skandalon des 'Reigens' die übergangslose Sexualität der verschiedenen Partner miteinander war, so ist die Vertauschung von Intimität und Öffentlichkeit hier von Bedeutung. Das Privateste besetzt öffentliche Räume, die intimen Räume, die früher einmal für die intakte persönliche Sphäre standen, verwaisen. Man kann sie nur noch als Fluchtburg brauchen. Alle sechs Personen bewegen sich aufeinander zu oder stoßen sich ab, suchen sich und können die Nähe doch nicht ertragen."

    

"Wie im Brennglas": Esther de Konings Kinderstück PING

Neu vertritt der Verlag die niederländische Autorin Esther de Koning mit ihrem Solostück PING für eine Schauspielerin und ein Publikum ab 9 Jahren. Die DSE am Theaterhaus Frankfurt hat Rob Vriens inszeniert, der den Text dafür...weiterlesen »

© Clea Betlem

Neu vertritt der Verlag die niederländische Autorin Esther de Koning mit ihrem Solostück PING für eine Schauspielerin und ein Publikum ab 9 Jahren. Die DSE am Theaterhaus Frankfurt hat Rob Vriens inszeniert, der den Text dafür auch ins Deutsche übersetzt hat: "Wie im Brennglas erzählt [...] PING die Geschichte einer modernen Pippi Langstrumpf, die sich in prekären Verhältnissen an der Seite eines alleinerziehenden Vaters durchs Leben schlägt. Regisseur Rob Vriens ist mit Susanne Schyns (Spiel) am Theaterhaus Frankfurt eine überzeugende deutschsprachige Erstaufführung gelungen. [...] In starken Bildern zeigt die Inszenierung die Innenwelt eines heiklen, jugendlichen Daseins, ohne die Dramatik des Geschehens zu stark in den Vordergrund zu stellen. Meisterhaft wird selbst die Ausweglosigkeit des glücklosen Vaters in der Erzählung nicht ausgespart." Andrea Pollmeier, Frankfurter Rundschau

    

Hans Magnus Enzensberger zum 90sten

"Jedesmal, wenn ein Buch mit einer Erfahrung zusammenstößt, kommt es zu einer produktiven Störung." HME, Über die Schwierigkeit und das Vergnügen, Molière zu übersetzen

 

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"Jedesmal, wenn ein Buch mit einer Erfahrung zusammenstößt, kommt es zu einer produktiven Störung." HME, Über die Schwierigkeit und das Vergnügen, Molière zu übersetzen

Hans Magnus Enzensberger feiert seinen 90. Geburtstag. Der Verlag, seine Autorinnen und Autoren gratulieren von Herzen ihrem Gesellschafter und Mitstreiter der ersten Stunde und Autor von 29 Theaterstücken, Übersetzungen und Hörspielen!

    

"Spektakulär": Bernd Schroeders HAU am Theater Baden-Baden uraufgeführt

In seinem Roman HAU erzählt Bernd Schroeder die Geschichte eines rätselhaften Kriminalfalles und eines der großen Sensationsprozesse im letzten Jahrzehnt des deutschen Kaiserreichs. Unter dem Titel "Der Fall Hau"...weiterlesen »

In seinem Roman HAU erzählt Bernd Schroeder die Geschichte eines rätselhaften Kriminalfalles und eines der großen Sensationsprozesse im letzten Jahrzehnt des deutschen Kaiserreichs. Unter dem Titel "Der Fall Hau" haben Regisseur Rudi Gaul und das Theater Baden-Baden den Stoff jetzt erstmals auf die Bühne gebracht: "Allerhand Montagen und Zeitüberblendungen verdichten auf der Bühne die nie ganz aufgeklärte Moritat zu einem dramatisch-spannenden Plot. [...] Die alle Akteure unglaublich fordernde, fast dreieinhalb Stunden beanspruchende Inszenierung hält den Spannungsbogen." Eckehard Uhlig, Die deutsche Bühne online - "Rudi Gauls Inszenierung will vieles und erreicht vieles. Natürlich kann auch sie die Frage aller Fragen - schuldig oder unschuldig? - nicht klären, aber sie bringt diesen ganz und gar außergewöhnlichen Kriminalfall in einer angemessen außergewöhnlichen, dabei hochvirtuosen Aufführung fast genau am Ort der Tat auf die Bühne - das ist spektakulär." Badisches Tagblatt

    

Neu: GARLAND

Es könnte der Mars sein. Eine Gegend vor Madrid. Die Mojave-Wüste. Oder die Sahara. Aber vergessen wir nicht, wo wir sind. Wir sind in Deutschland. In Amerika bei Penig, Kreis Mittelsachsen, um genau zu sein. Und die...weiterlesen »

© Daniel Eceolaza

Es könnte der Mars sein. Eine Gegend vor Madrid. Die Mojave-Wüste. Oder die Sahara. Aber vergessen wir nicht, wo wir sind. Wir sind in Deutschland. In Amerika bei Penig, Kreis Mittelsachsen, um genau zu sein. Und die Katastrophe ist als Zustand allgegenwärtig: Das Land ein Glutofen, die Erde verdorrt, Häuser brennen nieder, seit Monaten Windstille. Und auch kein Tornado weit und breit, der die krisengeplagten Figuren aus ihrem Schicksal erlösen könnte.
Doch da ist ein Mädchen namens Dorothee Sturm, und sie hat sich nicht weniger als die Rettung der Welt auf ihre Fahnen geschrieben. Dumm nur, dass sie das Unglück anzuziehen scheint. Davon können Em und Henri ein Lied singen. Sie sind nicht der Elterntypmensch, sie sind der Farmertypmensch und haben zuerst ihre Würde und dann ihre Farm in einem Feuer verloren. Während sich der verzweifelte Polizist Gus Brandt auf die Fährte der mutmaßlichen Brandstifterin macht, wird er wiederum von seinem Bruder, dem Filmemacher Salvatore Brandt, gesucht. Den interviewt, überarbeitet und unterbezahlt, Lorna Luft, Moderatorin der Radiosendung HOT TIMES. Wie ein gigantischer Truck ins Spiel kommt und warum ausgerechnet Judy Garland hinter dem Tresen einer Tankstelle glänzt wie ein Stück Butter - auch davon erzählt GARLAND.
Mit GARLAND hat Svenja Viola Bungarten ein außergewöhnliches Stück über unsere krisenhafte Gegenwart geschrieben. Ein komischer, berührender und nachdenklich stimmender Text über eine Welt im Schockzustand, in der die Zukunft kein Versprechen, sondern eine Drohung ist.

Besetzung: 4D - 3H

    

Neu: PRINZIP ARCHE

In Ulrike Müllers dystopischem Theaterstück PRINZIP ARCHE sind die Polkappen längst abgeschmolzen, Täler überflutet, Großstädte evakuiert. Nach drei Jahren Dauerregen endlich reagiert die Politik. Aber nicht, um die...weiterlesen »

In Ulrike Müllers dystopischem Theaterstück PRINZIP ARCHE sind die Polkappen längst abgeschmolzen, Täler überflutet, Großstädte evakuiert. Nach drei Jahren Dauerregen endlich reagiert die Politik. Aber nicht, um die Klimakatastrophe abzuwenden, sondern um die Zeit "danach" zu organisieren. In einer konzertierten, transnationalen Aktion werden mehrere Archen gebaut, die das Überleben der Menschheit sichern sollen. Für einen Platz darauf kann sich bewerben, wer jung ist und per Losverfahren vorausgewählt wurde.
Gerade erwachsen, noch voller Pläne, Unsicherheiten, Hoffnungen, finden sich auch die zehn Figuren des Stückes – 5 Frauen, 5 Männer – plötzlich in einer der Endausscheidungen wieder. Eine Schicksalsgemeinschaft der potentiell Überlebenden, der vorerst glücklich Gestrandeten. Auf sich allein gestellt, entwickelt sich unter ihnen eine Art Probe aufs Exempel für den bevorstehenden Überlebenskampf, die jedoch zum Ernstfall wird, als die zehn zusehen müssen, wie das Schiff ohne sie ablegt...
PRINZIP ARCHE ist eine Versuchsanordnung für ein junges Ensemble. Im Ausnahmezustand finden sich Ulrike Müllers Figuren mit Fragen konfrontiert, die zugleich sinnbildlich sind für die Lebenssituation einer jungen Generation insgesamt: Wer bestimmt über ihre Zukunft? Wie verhält sich der/die Einzelne, und wie formiert sich daraus Gemeinsinn oder gar Widerstand? Neben Dialogszenen stehen dabei andere Textsorten: Auszüge aus Regelwerken, Radionachrichten, Off-Stimmen, Chöre und Monologe.
Das Auftragsstück für das Mozarteum Salzburg gewann beim Waldorf-Dramawettbewerb 2019.

Besetzung: 5D - 5H

    

Spielzeitbeginn mit Kevin Rittberger

IKI.RADIKALMENSCH, eine Vision der Liebe in Zeiten von Algorithmen, abgedruckt in Theater heute 11,2019

PEAK WHITE – WIRR SINKT DAS VOLK, eine unheimatliche Identitätsgroteske mit alten weißen Männern und einem...weiterlesen »

IKI.RADIKALMENSCH, eine Vision der Liebe in Zeiten von Algorithmen, abgedruckt in Theater heute 11,2019
PEAK WHITE – WIRR SINKT DAS VOLK, eine unheimatliche Identitätsgroteske mit alten weißen Männern und einem Pflegeroboter. Szenische Lesung Residenztheater München, Marstall, 15.11.19, 20h
KASSANDRA/PROMETHEUS. RECHT AUF WELT Uraufführung Residenztheater München, Marstall, 19.12.19, 19h.

    
Premieren
Sa
07
Dez
Münchner Kammerspiele
MACBETH
R: Amir Reza Koohestani
Sa
07
Dez
Thalia Theater, Hamburg
VöGEL
von Wajdi Mouawad
Deutsch von Uli Menke
R: Hakan Savas Mican
So
08
Dez
Theater Dekadenz und Gastspiele in Südtirol, Brixen (I)
ANGST ESSEN SEELE AUF
R: Michaela Senn
So
08
Dez
Divadlo Aréna, Bratislava (SK)
FüCHSE LüGEN NICHT
R: Juraj Bielik
Sa
14
Dez
Düsseldorfer Schauspielhaus
HENRY VI. & MARGARETHA DI NAPOLI EA der Neufassung
von Tom Lanoye
Deutsch von Rainer Kersten
R: David Bösch
Sa
14
Dez
Schlosstheater Celle
ROBIN HOOD
R: Sebastian Reinhard Richter
Do
19
Dez
Residenztheater - Bayerisches Staatsschauspiel, München
KASSANDRA/PROMETHEUS. RECHT AUF WELT UA
R: Peter Kastenmüller
Fr
03
Jan
Theater Duisburg
EVENT
R: Michael Steindl
Mi
08
Jan
Landestheater Dinkelsbühl
ER IST WIEDER DA
R: N.N.
Mi
08
Jan
Dschungel Wien
WENN ICH GROß BIN, WILL ICH FRAULENZEN
R: Verena Koch