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Neu: BONN IST EINE STADT IM MEER

BONN IST EINE STADT IM MEER

von Svenja Viola Bungarten

Svenja Viola Bungartens (*1992) Debütstück TOT SIND WIR NICHT feiert am 16.11.2018 Uraufführung am Theater Münster, R: Maik Priebe. Mit BONN IST EINE STADT...weiterlesen »

© Daniel Eceolaza

BONN IST EINE STADT IM MEER

von Svenja Viola Bungarten

Svenja Viola Bungartens (*1992) Debütstück TOT SIND WIR NICHT feiert am 16.11.2018 Uraufführung am Theater Münster, R: Maik Priebe. Mit BONN IST EINE STADT IM MEER legt die Autorin ihr zweites Stück vor; es zeigt eine Welt in Schieflage.
Das Ehepaar Vero und Uwe Schmitt reist nach Afrika, in die sadunesische Wüste, um am Himmel schwarze Löcher zu beobachten. Doch was als Forschungsreise beginnt, wird zu einer irrwitzigen Odyssee. So treffen sie auf Vega und Ulvi, GoldschürferInnen aus der Not, die Auto und Papiere der beiden Europäer stehlen und sich mit ihrer neuen Identität nach Bonn aufmachen wollen. Obwohl Uwe und Vero derweil zunehmend an Korruption und behördlicher Willkür verzweifeln, gelangen sie schließlich dank einer Schlepperin an die Küste, wo sich bereits eine Katastrophe ereignet hat. Doch steht eine weitere noch bevor. Davon berichtet eine Fregattenkapitänin vor Gericht, Zeugin und Angeklagte in einem.
Vor dem Hintergrund des Khartoum-Prozesses und der nicht abreißenden Migrationsbewegung setzt sich BONN IST EINE STADT IM MEER mit Fluchtursachen und deren angeblicher Bekämpfung auseinander. Anhand eines überbordenden Kaleidoskops an Schauplätzen, Figuren, Geschichten und Begegnungen setzt das Stück das verlogene, eurozentrische Afrikabild in Szene. Es erzählt mit absurder Komik von der Unmöglichkeit wahrer kultureller Verständigung, von der Unmöglichkeit, die Perspektive des Anderen einzunehmen und von der Unmöglichkeit authentisch darüber zu berichten. Eine intellektuelle und sinnliche Herausforderung an das Theater.

Besetzung: mind. 4 Darsteller. UA frei

    

"Glänzend": DER NAME DER ROSE auf Deutschlands größter Freilichtbühne

Umberto Ecos DER NAME DER ROSE auf Deutschlands größter, fast 4000 Zuschauer fassender Freilichtbühne der Volksschauspiele Ötigheim (R: Rebekka Stanzel) schneide auch im Vergleich zur berühmten Verfilmung mit Sean Connery...weiterlesen »

Umberto Ecos DER NAME DER ROSE auf Deutschlands größter, fast 4000 Zuschauer fassender Freilichtbühne der Volksschauspiele Ötigheim (R: Rebekka Stanzel) schneide auch im Vergleich zur berühmten Verfilmung mit Sean Connery "glänzend ab", so Eckehard Uhlig auf Die Deutsche Bühne online. In der Bühnenfassung von Claus Frankl kommt Ecos Romanbestseller, seit der Uraufführung bei den Luisenburgfestspielen 2000, bereits auf etwa 60 Produktionen.

    

Kevin Rittberger über "Schutzsuchende"

1883 havariert das deutsche Auswandererschiff Cimbria auf dem Weg nach New York, mehr als 400 Menschen sterben. Im Zuge dreier deutscher "Auswanderungswellen" im 19. Jahrhundert verlassen insgesamt über eine Million...weiterlesen »

1883 havariert das deutsche Auswandererschiff Cimbria auf dem Weg nach New York, mehr als 400 Menschen sterben. Im Zuge dreier deutscher "Auswanderungswellen" im 19. Jahrhundert verlassen insgesamt über eine Million Deutsche aufgrund wirtschaftlicher Misere das Kaiserreich. Auf die damalige Situation verweist Kevin Rittberger in der Berliner Zeitung, und rekonstruiert, wie sich die Gründung von Seenotrettungsdiensten und die Internationalisierung des Seerechts hierauf zurückführen lassen. Doch gerade das internationale Recht, so Rittberger, werde derzeit in Europa wiederholt gebrochen, wenn es um den Umgang mit Geflüchteten aus Afrika geht. Deren Schicksal, wie auch die Frage nach seiner Darstellbarkeit, steht im Zentrum von Rittbergers Stück KASSANDRA ODER DIE WELT ALS ENDE DER VORSTELLUNG, erschienen in dem Band PUPPEN. Drei Stücke.

    

WHAT THEY WANT TO HEAR an den Münchner Kammerspielen

Ein "eindringlicher und ruhiger, theatraler Kommentar zur gerade jetzt wieder hochgepeitschten Flüchtlingsdebatte" - so beschreibt Sven Ricklefs (Deutschlandfunk) Lola Arias' WHAT THEY WANT TO HEAR, das die...weiterlesen »

© steirischer herbst/P. Manninger

Ein "eindringlicher und ruhiger, theatraler Kommentar zur gerade jetzt wieder hochgepeitschten Flüchtlingsdebatte" - so beschreibt Sven Ricklefs (Deutschlandfunk) Lola Arias' WHAT THEY WANT TO HEAR, das die argentinische Autorin und Regisseurin gemeinsam mit dem Open Border Ensemble für die Münchner Kammerspiele entwickelt hat. "Bitte alle hingehen" nachtkritik.de  "Mitreißend" Abendzeitung

    

EINE VERSION DER GESCHICHTE uraufgeführt

Als eine "kluge, bei allem Ernst des Themas leicht und geschmeidig ausbalancierte Aufführung" beschreibt Irene Bazinger in der FAZ Marco Millings Inszenierung von Simone Kuchers EINE VERSION DER GESCHICHTE. Die...weiterlesen »

Als eine "kluge, bei allem Ernst des Themas leicht und geschmeidig ausbalancierte Aufführung" beschreibt Irene Bazinger in der FAZ Marco Millings Inszenierung von Simone Kuchers EINE VERSION DER GESCHICHTE. Die Uraufführung, eine Produktion des Schauspielhaus Zürich, hatte im Rahmen der Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin Premiere. Ab Oktober ist sie dann auch in Zürich zu sehen. Zur UA frei ist Kuchers Zweipersonenstück HELIKOPTER-QUARTETT (1D-1H), das schlaglichtartig das Drama einer jungen Familie erzählt, das zunehmend bestimmt ist von Sprachlosigkeit und unterschwelliger Gewalt.

    

4 Stücke auf den Auswahllisten für den Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreis 2018

Gleich drei Stücke aus unserem Programm sind auf der Auswahlliste für den Deutschen Kindertheaterpreis 2018 vertreten: LAURA WAR HIER von Milena Baisch, KRONE von Anna Carlier (Ü: Christine Bais) sowie BILLY DE KID von Herman...weiterlesen »

Gleich drei Stücke aus unserem Programm sind auf der Auswahlliste für den Deutschen Kindertheaterpreis 2018 vertreten: LAURA WAR HIER von Milena Baisch, KRONE von Anna Carlier (Ü: Christine Bais) sowie BILLY DE KID von Herman van de Wijdeven (Ü: Rob Vriens). In die Auswahlliste für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2018 wurde Kristofer Grønskags RUNTER AUF NULL (Ü: Nelly Winterhalder) aufgenommen.

Aus den jeweils 10 Stückvorschlägen werden schließlich je drei Stücke für die entsprechende Preiskategorie nominiert. Die Preisverleihung findet am 1. November im Frankfurter Römer statt.

    

Stück der Stunde

Das Stück der Stunde in Italien: Kevin Rittbergers Lehrstück über Migration und Medien KASSANDRA ODER DIE WELT ALS ENDE DER VORSTELLUNG wird am 20.6. im Teatro India in Rom in einer szenischen Lesung zum 'International day of...weiterlesen »

Das Stück der Stunde in Italien: Kevin Rittbergers Lehrstück über Migration und Medien KASSANDRA ODER DIE WELT ALS ENDE DER VORSTELLUNG wird am 20.6. im Teatro India in Rom in einer szenischen Lesung zum 'International day of refugees' vorgestellt. In den kommenden Monaten soll dann im Rahmen des internationalen Theateprojekts "fabula mundi" eine Inszenierung erarbeitet werden.

    

Internationaler Literaturpreis für Ivana Sajko

Mit dem Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt wird Ivana Sajko für ihren 2017 erschienenen LIEBESROMAN (Voland & Quist) ausgezeichnet. Der Roman, der die Geschichte eines jungen erfolglosen...weiterlesen »

© Goran Petercol

Mit dem Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt wird Ivana Sajko für ihren 2017 erschienenen LIEBESROMAN (Voland & Quist) ausgezeichnet. Der Roman, der die Geschichte eines jungen erfolglosen Künstlerpaares in Kroatien erzählt, zeige, wie das politische System Kroatiens ins private Leben seiner Protagonisten eingreife, so die Jury: "Unter der Oberfläche des Liebesromans, der auch ein Entliebungsroman ist, geht es um Macht und Ohnmacht des Individuums in unserer globalisierten Gegenwart." Außerdem ausgezeichnet wird die Übersetzerin Alida Bremer für ihre Übertragung des Werks aus dem Kroatischen. Das Preisgeld beträgt 20.000 Euro für Sajko und 15.000 Euro für Bremer.
Eine Liebesgeschichte hat Ivana Sajko auch ihrem jüngsten Stück BOVARY, EIN FALL VON SCHWÄRMEREI (Ü: Alida Bremer) unterlegt: die Flaubert-Überschreibung ist noch zur DSE frei. Nächste Theaterpremiere eines Sajko-Textes in Deutschland: RIO BAR am Stadttheater Gießen, P: 10.2.2019.

    

HORRIBILIS VON HUCKEVOLL

...so lautet der (verkürzte!) Name des Titel"helden" in Rainer Dachselts neuem Auftragsstück für das Frankfurter Festival Barock am Main. Nach Motiven des Barockdichters Gryphius hat Dachselt einen "ungemein...weiterlesen »

...so lautet der (verkürzte!) Name des Titel"helden" in Rainer Dachselts neuem Auftragsstück für das Frankfurter Festival Barock am Main. Nach Motiven des Barockdichters Gryphius hat Dachselt einen "ungemein vergnüglichen" Theatertext geschrieben: eine "reiche Theatergeschichte" über Sein und Schein, mit einer "Paraderolle" für Michael Quast (FAZ). Regie führte Sarah Groß.

    

"Wunderbar gegenwärtig": Claudius Lünstedts Neuübersetzung von KLOTZ AM BEIN

Für eine Koproduktion von Ruhrfestspielen und Schauspiel Frankfurt hat Claudius Lünstedt eine neue deutsche Fassung von Georges Feydeaus Vaudeville-Stück KLOTZ AM BEIN geschrieben. Unter der Regie von Roger Vontobel feierte...weiterlesen »

© Alexander Feuereisen

Für eine Koproduktion von Ruhrfestspielen und Schauspiel Frankfurt hat Claudius Lünstedt eine neue deutsche Fassung von Georges Feydeaus Vaudeville-Stück KLOTZ AM BEIN geschrieben. Unter der Regie von Roger Vontobel feierte die "wunderbar gegenwärtige und sich doch niemals anbiedernde Übersetzung" (nachtkritik.de) in Recklinghausen Premiere. Die Frankfurt-Premiere folgt am 31. Mai.

    
Premieren
Fr
31
Aug
Ensemble Joya Gosh & Friends, Trier
TOP DOGS
R: Melanie Telle / Joya Ghosh
Mi
05
Sep
Internationale Beethovenfeste, Bonn
SANFTWUT ODER DER OHRENMASCHINIST
R: Hermann Beil
Fr
07
Sep
Midtwenties Theatre Society / Cultch Vancity Culture Lab, Vancouver (CDN)
DIE BITTEREN TRäNEN DER PETRA VON KANT
R: Beau Han Bridge
Sa
08
Sep
Saarländisches Staatstheater, Saarbrücken
DAS ACHTE LEBEN (FüR BRILKA)
von Nino Haratischwili
in einer Fassung von Jette Steckel, Julia Lochte und Emilia Heinrich
R: Bettina Brunier
Sa
08
Sep
Staatstheater Mainz
UNTERM KINDERGARTEN
von Eirik Fauske
Deutsch von Geesche Wartemann
R: Grete Pagan
Sa
15
Sep
Theaterspiele Mazzotti, Hannover
GRAS
R: Gerrit Neuhaus
Sa
15
Sep
Rheinisches Landestheater Neuss
MAMMA MEDEA
von Tom Lanoye
Deutsch von Rainer Kersten
R: Ronny Jakubaschk
Do
20
Sep
TKO Theater / Köln
UNSCHULD
R: Nada Kokotovic
Fr
21
Sep
Staatstheater Darmstadt
FRANZISKUS - GAUKLER GOTTES
von Dario Fo
Deutsch von Hartmut Baum
R: Roman Schmitz
Fr
21
Sep
Schnürschuh Theater, Bremen
NEUE VAHR SüD
R: Helge Tramsen