Aktuelles

Gerlind Reinshagen verstorben

Sie hatte bereits ein knappes Dutzend Hörspiele verfasst und die Uraufführung ihres ersten Theaterstückes DOPPELKOPF am Frankfurter TAT hinter sich, als Gerlind Reinshagen Gründungsgesellschafterin des Verlags der Autoren...weiterlesen »

Sie hatte bereits ein knappes Dutzend Hörspiele verfasst und die Uraufführung ihres ersten Theaterstückes DOPPELKOPF am Frankfurter TAT hinter sich, als Gerlind Reinshagen Gründungsgesellschafterin des Verlags der Autoren wurde und 1970 mit LEBEN UND TOD DER MARILYN MONROE ein erstes Werk einbrachte. SONNTAGSKINDER bescherte der Autorin 1977 den Mülheimer Dramatikerpreis. Ihr meistgespieltes Stück sollte HIMMEL UND ERDE werden, das 1974 am Staatstheater Stuttgart uraufgeführt wurde, mit Anneliese Römer in der Rolle der todkranken "Buffetdame" Sonja Wilke. Seit 1980 erschienen Gerlind Reinshagens Theaterstücke – wie schon ihre Gedichte und Prosa – im Suhrkamp Verlag. Nun ist sie im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Verlag, seine Autorinnen und Autoren werden sie sehr vermissen.

    

DER NAME DER ROSE in Serie

Nach dem Welterfolg der Verfilmung mit Sean Connery aus den 80er Jahren ist auf Sky jetzt eine siebenstündige Serien-Adaption von Umberto Ecos DER NAME DER ROSE zu sehen. Auf stolze 60 Produktionen kommt bereits die...weiterlesen »

Nach dem Welterfolg der Verfilmung mit Sean Connery aus den 80er Jahren ist auf Sky jetzt eine siebenstündige Serien-Adaption von Umberto Ecos DER NAME DER ROSE zu sehen. Auf stolze 60 Produktionen kommt bereits die Bühnenfassung des Romans (Bearbeitung: Claus J. Frankl) seit der Uraufführung bei den Luisenburg-Festspielen im Jahr 2000.

    

MASS FÜR MASS in Koblenz – Die Vorwegnahme eines Skandals

Politisches Beben in Österreich: Einen ganz ähnlichen Vorgang wie die aktuell zur österreichischen Staatskrise führende Ibiza-Affäre um den ehemaligen FPÖ-Chef Strache hat Stefan Wipplinger in seiner kraftvollen „Maß für...weiterlesen »

Politisches Beben in Österreich: Einen ganz ähnlichen Vorgang wie die aktuell zur österreichischen Staatskrise führende Ibiza-Affäre um den ehemaligen FPÖ-Chef Strache hat Stefan Wipplinger in seiner kraftvollen MASS FÜR MASS-Bearbeitung für das Stadttheater Koblenz (R: Markus Dietze) entworfen und vorweggenommen. Hier wird Kanzler Angelo – Rechtspopulist und Hardliner in Sachen Rassentrennung und Abschiebung – der sexuellen Nötigung und Erpressung durch eine heimlich mitgeschnittene Tonaufnahme überführt. Wie im Fall Strache auch, wird er in eine Falle gelockt mit dem Ziel, kompromittierendes Material zu erhalten.  
"Ich entschuldige mich für das Bild, das die Politik bei uns gerade hinterlassen hat", so Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Kein besseres Bild gibt das politische Wien Shakespeares ab.
Die Premiere der UA war am 27.4.2019.

    

FAUVES von Wajdi Mouawad

Am Pariser Théâtre national de la Colline bringt Wajdi Mouawad die Uraufführung seines neuen Stückes FAUVES (dt. 'Raubtiere') heraus; Premiere ist am 9. Mai in der Regie des Autors:

Hippolyte kämpft darum, den Schnitt...weiterlesen »

© Jean-Louis Fernandez

Am Pariser Théâtre national de la Colline bringt Wajdi Mouawad die Uraufführung seines neuen Stückes FAUVES (dt. 'Raubtiere') heraus; Premiere ist am 9. Mai in der Regie des Autors:
Hippolyte kämpft darum, den Schnitt für seinen neuesten Films fertigzustellen, als ein Telefonanruf sein Leben verändert. "Im Herzen der archaischen Wildnis, die in uns wohnt, zwingen uns verborgene, ungeahnte Raubtiere manchmal, uns mit unserem Schweigen, unserem Schrecken und unserer Scham auseinanderzusetzen. Wie kann aus Liebe und guter Erziehung die blindwütigste Gewalt erwachsen?" (Programmheft La Colline)

    

Uraufführung von Stefan Wipplingers MASS FÜR MASS

In der Regie von Markus Dietze wurde Stefan Wipplingers MASS FÜR MASS-Überschreibung am Theater Koblenz uraufgeführt: "Eine deftige Überschreibung und Aktualisierung von Shakespeares 'Problemstück' 'Maß für Maß' hat sich...weiterlesen »

In der Regie von Markus Dietze wurde Stefan Wipplingers MASS FÜR MASS-Überschreibung am Theater Koblenz uraufgeführt: "Eine deftige Überschreibung und Aktualisierung von Shakespeares 'Problemstück' 'Maß für Maß' hat sich der österreichische Dramatiker Stefan Wipplinger da vorgenommen. Statt Shakespeares Puritaner nimmt er einen Rechtsextremen, der in Wien sogleich die 'Durchmischung der Rassen' verbietet." Dorothea Marcus, nachtkritik.de   "Eines ist der Abend allemal: geharnischte politische Stellungnahme dieses Theaters gegen Rechtspopulismus, Deliberalisierung der Gesellschaft und schleichende Enthumanisierung eigentlich demokratischer Staaten." Andreas Pecht, Rhein-Zeitung

    

Dieter Forte gestorben

Im Alter von 83 Jahren ist Dieter Forte, Autor und Gesellschafter des Verlags, in Basel gestorben. Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete er seit 1962 als freier Schriftsteller. Die Erfolge seiner Romane, namentlich der...weiterlesen »

Im Alter von 83 Jahren ist Dieter Forte, Autor und Gesellschafter des Verlags, in Basel gestorben. Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete er seit 1962 als freier Schriftsteller. Die Erfolge seiner Romane, namentlich der 1992 begonnenen Trilogie DAS HAUS AUF MEINEN SCHULTERN, haben die Tatsache verdrängt, dass Dieter Forte als Theaterautor begonnen hat: mit der Geschichtsinterpretation MARTIN LUTHER & THOMAS MÜNZER, die am Basler Theater 1970 uraufgeführt wurde und erregte Diskussionen, besonders in der evangelischen Welt, provozierte. Das Stück ist der erste Teil einer Trilogie, die sich von der EINFÜHRUNG DER BUCHHALTUNG in die EINFÜHRUNG IN DIE ZIVILISATION (Jean Henry Dunant) fortsetzt und im LABYRINTH DER TRÄUME (Hitler-Kürten) endet. Bis Anfang der neunziger Jahre entstanden an die zwanzig weitere Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher, bevor der Erzähler in Forte die Oberhand gewann. Wir trauern um einen großen Autor und stets wachen, kritischen, neugierigen Wegbegleiter des Verlags.

    

DER ELEFANT VON MURTEN uraufgeführt

Für eine Kooperation von Stadttheater Bern und Theatergruppe VOR ORT hat Uwe Lützen ein Auftragsstück nach einer wahren Begebenheit geschrieben: DER ELEFANT VON MURTEN basiert auf dem historisch verbürgten Vorfall eines...weiterlesen »

Für eine Kooperation von Stadttheater Bern und Theatergruppe VOR ORT hat Uwe Lützen ein Auftragsstück nach einer wahren Begebenheit geschrieben: DER ELEFANT VON MURTEN basiert auf dem historisch verbürgten Vorfall eines ausgebrochenen Zirkuselefanten, der 1866 in dem Schweizer Städtchen Murten erschossen wurde. Uwe Lützen nimmt dies zum Anlass, um von einer Epoche großer technologischer Innovationen und ein­schneidender sozialer Veränderungen zu erzählen, von den damit verbundenen Ängsten und Hoffnungen, die sich auf alles Fremde und Neue beziehen. Die Uraufführung inszenierten Jonathan Loosli und Mathis Künzler: "So wird im Stadttheater aufgetrumpft. Mit einem märchenhaft guten Bühnenbild (Renato Grob). Mit tollen Effekten und schönen Kostümen (Justina Klimczyk)." Berner Zeitung

    

DIE ZWEITE FRAU in Zürich

"DIE ZWEITE FRAU ist ein düsteres, endzeitliches Stück, das beklommen macht", schreibt Simon Strauss in der NZZ über die Schweizer Erstaufführung von Nino Haratischwilis Drei-Frauen-Stück am Schauspielhaus Zürich:...weiterlesen »

"DIE ZWEITE FRAU ist ein düsteres, endzeitliches Stück, das beklommen macht", schreibt Simon Strauss in der NZZ über die Schweizer Erstaufführung von Nino Haratischwilis Drei-Frauen-Stück am Schauspielhaus Zürich: Regisseur Maximilian Enderle präsentiere es "in einer schlichten, zurückgenommenen Inszenierung", die den "Abgrund, [...] der sich hier öffnet", zur Geltung bringe.

    

"Das ist sexueller Missbrauch"

Die australische Football-Spielerin Tayla Harris wehrt sich gegen sexistische Kommentare in den Social Media, wie SPIEGEL ONLINE (21.03.2019) berichtet. Auslöser ist ein Foto, das sie bei der Ausübung ihres Sports...weiterlesen »

© Dominique Lafond

Die australische Football-Spielerin Tayla Harris wehrt sich gegen sexistische Kommentare in den Social Media, wie SPIEGEL ONLINE (21.03.2019) berichtet. Auslöser ist ein Foto, das sie bei der Ausübung ihres Sports zeigt.
Einen ähnlichen Vorgang – die Beleidigung einer bekannten kanadischen Sportreporterin im Internet – nahm Catherine Léger zum Anlass für Ihr Stück DIE BABYSITTERIN (Ü: Sonja Finck). 
In ihrer Komödie im TV-Sitcom-Stil befragt sie gesellschaftliche Konventionen und jüngere Phänomene wie die sprachliche Verrohung im Netz und eine sich ausbreitende 'rape culture'. Sie nimmt Formen von Frauenfeindlichkeit ebenso aufs Korn wie gesellschaftliche Verunsicherungen, die mit Genderdiskussionen einhergehen: Was ist Sexismus, was nicht? Was ist politisch korrekt, was nicht? Was 'normal', was nicht? Frei zur DSE.

    

STROMER uraufgeführt

"Mit dem melancholischen Stück STROMER, einer originell animierten Bildergeschichte über einen Obdachlosen, bezaubert das Überzwerg-Theater Kinder und Eltern", so Esther Brenner in der Saarbrücker Zeitung über die...weiterlesen »

"Mit dem melancholischen Stück STROMER, einer originell animierten Bildergeschichte über einen Obdachlosen, bezaubert das Überzwerg-Theater Kinder und Eltern", so Esther Brenner in der Saarbrücker Zeitung über die Uraufführung nach dem gleichnamigen Bilderbuch der belgischen Illustratorin Claude K. Dubois und ihrer Tochter Sarah V. Dubois (erschienen im Frankfurter Moritz Verlag). Die Koproduktion mit dem Schauspiel Essen und der compagnie toit végétal hat das Regieteam Christina Hillinger, Sarah Mehlfeld und Thomas Jäkel inszeniert.

    
Premieren
Sa
22
Jun
SCHAUBURG, München
ELA FLIEGT AUF UA
R: Grete Pagan
Sa
22
Jun
Theater Heilbronn
VIEL LäRM UM NICHTS
R: Tobias Wellemeyer
Mi
03
Jul
12 Stufen Theater, Kleinostheim
ATALANTA LäUFERIN
R: Agnieszka Kleemann
Mi
03
Jul
Universität für Musik und Darstellende Kunst (KUG), Graz
MAß FüR MAß
von William Shakespeare
in einer Fassung von Martin Sperr
R: Alexander Marusch
Sa
06
Jul
Burgfestspiele Mayen
ER IST WIEDER DA
R: Mirko Böttcher
Mi
10
Jul
Fliegende Volksbühne Frankfurt
DER TARTüFF
von Molière
in einer Fassung von Wolfgang Deichsel
Deutsch von Wolfgang Deichsel
R: Sarah Groß
Fr
23
Aug
Hans Otto Theater, Potsdam
DAS ACHTE LEBEN (FüR BRILKA)
von Nino Haratischwili
in einer Fassung von Jette Steckel, Julia Lochte und Emilia Heinrich
R: Konstanze Lauterbach
Do
29
Aug
Folie Théâtre / Compagnie Mont-Virago, Paris (F)
DIE BITTEREN TRäNEN DER PETRA VON KANT
R: Camille Lambert
Sa
31
Aug
Thalia Theater, Hamburg
DIE KATZE UND DER GENERAL UA
R: Jette Steckel
Sa
31
Aug
Deutsches Schauspielhaus Hamburg
DIE TOCHTER DES GANOVENKöNIGS
von Ad de Bont
Deutsch von Barbara Buri
R: Isabel Osthues