Suchergebnisse

von Ivana Sajko
Deutsch von Alida Bremer
4 TROCKENE FÜSSE – zwei Protagonisten beim Spiel in ihrem Unterschlupf. Draußen steigt eine Flut, und die beiden versuchen, dieser Tatsache durch zahllose, phantasievolle Variationen des Spielens und Sprechens zu begegnen. Dass die Situation zunehmend apokalyptische Züge trägt, lässt sich allerdings nicht lange verleugnen – aber was und wie soll man spielen vor dem Jüngsten Gericht? Mit Poesie und sarkastischem Humor erzählt Ivana Sajko eine surrealistische Episode der Vergeblichkeit.
2H
von Felix Huby und Hartwin Gromes
UA: Musik- und Kunstschule Böblingen/Gutshof Mauren, Ehningen, 21.6.2014. R: Hildegard Plattner
Im Mikrokosmos der schwäbischen Kleingartenkolonie „Sommerglück“ erzählt 55 SOMMER auf unterhaltsame Weise ein großes Stück deutscher Geschichte von 1945 bis zur Jahrtausendwende. Während sich der Schrebergarten vom lebensnotwendigen Nutzgarten zum reinen Freizeitvergnügen wandelt, verändern sich die Welt und mit ihr die Ansichten, Rollenbilder, Ängste und Wünsche mehrerer Generationen. Mit den Pächtern wechseln auch die, die an dem vermeintlich so ruhigen, beschaulichen Ort im Laufe der Zeit ein und ausgehen: auf die französische Besatzung folgen die Hausbesetzer, auf die Kriegsheimkehrer die Übersiedler von „drüben“, auf die schwäbischen Bauern die türkischen Migranten.
Eine "monumentale Geschichtsrevue" (Schwäbisches Tagblatt) und Spielvorlage für große Freilichtproduktionen – mit mehr als 50 Rollen und einem Chor der Gartenzwerge. In schwäbischer Mundart.
Große Besetzung ad libitum
UA: Freilichtbühne Mannheim, 16.6.2012. R: Holger Ohm
Bernd Eilert und Otto Waalkes, die beiden Autoren des Films 7 ZWERGE – MÄNNER ALLEIN IM WALD, haben eine Bühnenfassung ihres großen Comedy-Erfolges (über 7 Mio. Zuschauer, Deutscher Comedypreis, "Goldene Leinwand") geschrieben: Hinter den sieben Bergen lebt die wohl berühmteste Männer-WG der Welt: die 7 Zwerge. Sie sind fest davon überzeugt, dass sie ein wunderbares Leben führen: frisch, frech, fröhlich, frei und natürlich ohne Frauen. Bis Schneewittchen auf der Flucht vor der bösen Königin vorbeikommt. Kein Zwerg kann dem Charme des Mädchens widerstehen. Gerade als sie sich an ein Zusammenleben gewöhnt haben, entführt die böse Königin ihre Konkurrentin und plant eine öffentliche Verunstaltung. Natürlich muss Schneewittchen gerettet werden. Damit stehen die Zwerge vor einer großen Bewährungsprobe; sie müssen hinaus aus dem Wald und hinein ins Abenteuer. Ideal auch fürs Freilichttheater!
2D-11H
UA: Vereinigte Bühnen Graz, 18.10.1972. R: Gert-Hagen Seebach
Die Szene ist ein labormäßig eingerichteter Raum, in dessen Mitte sich ein Käfig aus Glas befindet. An dem Versuch nehmen teil: eine Person namens Karl, vier Hilfskräfte und ein Sprecher. Analysiert wird Verhaltensänderung. Die Methoden, mit denen hier jeweils Änderungen bewirkt werden, sind bestimmten Gesetzen unterworfen, die auch unser Verhalten bestimmen und regulieren. Darin liegt der "Realitätscharakter" der Dokumentation. In ihr haben Wort und Sprache keine "literarischen" Funktionen mehr, sondern werden lediglich als verbales Verhalten aufgefasst. Eisendle selbst über sein Stück: "Diese ganze Dokumentation hat nur die Aufgabe, Reaktionen bei den Zuhörern zu erzeugen. Eventuell Reaktionen, die wiederum Auslöser für weitere Reaktionen (zum Beispiel Gedanken) sind. Mehr soll das Ganze nicht sein. Auf keinen Fall Theater und auf keinen Fall Kunst."
2H (Statisten)
von Robert Pinget
Deutsch von Gerda Scheffel
UA: Café-théâtre L'absidiole Paris, 7.1.1971.
DSE: Theater am Neumarkt, Zürich, 24.3.1972. R: Jochen Neuhaus
Zwei Schauspieler improvisieren, sie erfinden ein Theaterstück. Aus einer albernen Boulevard-Komödie machen sie einen Psycho-Thriller, schließlich eine Horrorstory. Ein geistreiches Spiel über das und mit dem Theater.
2H
Abendstern ist der Name eines Stockholmer Cafés. Die Gäste, ausschließlich wohlsituierte Bürger - dafür sorgt die Wirtin, Frau Dahlgren - vertreiben sich beim abendlichen Punsch die Zeit. Da ist der Doktor, der, den ehelichen Unstimmigkeiten ausweichend, seine Abende bei zahlreichen Gläsern Whisky und mit der Lektüre philosophischer Bücher verbringt; da sind der Fabrikant, der Apotheker und der Großhändler, die über ihre kleinen Geschichten in kleine Streitereien geraten; und da ist der alte Hofkämmerer, der ein Auge auf die Serviererin Vivan geworfen hat. Vivan, befreundet mit einem mittellosen Ingenieur, dem sie ab und zu Geld zusteckt und der ihr an diesem Abend als letztes, nicht verpfändetes Eigentum seinen Revolver zeigt, begegnet den Bemühungen des Hofkämmerers, sie mit hohen Trinkgeldern in sein Bett zu locken, mit müder Freundlichkeit. Nur seine Angebot eine Woche zuvor, ihr 50 Kronen zu geben, wenn sie mit ihm nach Hause käme, hat sie empört zurückgewiesen: "Der Herr Hofkämmerer sollte sich schämen." Er hat sich geschämt, versichert er ihr, als er am Abend ins Café kommt, und während der Doktor seinen Whisky trinkt und der Fabrikant wiederholt versucht, seine Geschichte zu Ende zu bringen, ordnet der Hofkämmerer Goldstücke in kleinen Stapeln auf den Tisch. Was das eigentlich war, weswegen er sich habe schämen sollen, fragt er Vivan, die die Goldstücke anstarrt und nichts Rechtes darauf zu antworten weiß und, als er bei 300 Kronen angelangt ist und sie ihr anbietet, einwilligt, mit ihm nach Hause zu gehen. Der Hofkämmerer triumphiert und belehrt Vivan, die hilflos auf seine Begleitung wartet, eines Besseren. "Hör zu, Vivan: Hast du dir wirklich einbilden können, daß du dreihundert Kronen für nichts bekommen solltest - für fast nichts? Nein, kleine Goldvivan! ..."
In der mitternächtlichen Caféhausatmosphäre wird dieses kleine schmutzige Spiel um Macht und Rache, um Verführbarkeit und Käuflichkeit zum hintergründigen Thema.
3D-9H
UA: Nationaltheater Mannheim, 28.1.1978. R: Peter Kock
Ein Stück voller Aggressionen, Sehnsüchte, gescheiterter Versuche junger Menschen, über die Schablone, in der sie unbewusst leben, hinwegzukommen. Selbständig und in Eigeninitiative versuchen sie, die Auswirkungen und Folgen der Jugendarbeitslosigkeit zu bewältigen.
2D-6H
Altersempfehlung: ab 14 Jahren.
Ein Dorf wird verschwinden: Unaufhaltsam nähern sich die Kohlebagger. Doch einige wollen sich nicht aus ihren Häusern vertreiben lassen: Gustav, weil er sein Alter spürt und merkt, dass er im neuen Dorf nicht mehr der Platzhirsch sein wird. Und Elsbeth, weil sie noch immer auf ihren Heinrich wartet, der schon vor Jahren unter Tage verschwunden ist. Allein Rita hat verstanden, dass der Kampf gegen die Tagebaugesellschaft aussichtslos ist. Sie ist elektrisiert, freut sich darauf, ihr altes Leben hinter sich zu lassen.
ABGRUNDTIEF zeigt fünf Personen, die vor dem unfreiwilligen Aufbruch in ein neues Leben stehen, der für jeden etwas ganz anderes bedeutet. In hart geschnittenen Szenenfolgen entwickeln Christian Schiller und Marianne Wendt ein zeitloses Stück über Hoffnungen und Träume, über Enttäuschungen und Vergänglichkeit.
3D-2H
UA: Theater am Neumarkt, Zürich, 28.11.1987. R: Michael Klette
Die Freunde Alfred und Emil, beide jenseits der siebzig, der eine verheiratet, der andere ledig, teilen eine Leidenschaft: die Liebe zum männlichen Geschlecht. Jede Woche treffen sie sich im Hallenbad, um ungestört "spannern" zu können. Die Schwimmhalle ist der Ort ihrer intimen Geständnisse. Eines Abends werden sie eingeschlossen. Dieser unerwartete Zwischenfall wirft die Frage nach dem bisherigen, nach dem verpassten, nach dem nicht gemeinsam gelebten Leben auf: Wenn schon das Verpasste nicht mehr einzuholen ist, sollen sie es wenigstens wagen, gemeinsam zu sterben?
2H

Das Werk ist in folgenden Mundartfassungen erhältlich:

  1. Ach & Och.
    Schweizerdeutsch von Markus Kägi
  2. Ach & Och.
    Bayerisch von Martin Sperr
  3. Ach & Och.
    Schwäbisch von Eduard Smetana
von Rudi Bekaert
Deutsch von Rosemarie Still
UA: Dito Dito/transquinquennal/Kaaitheater, Brüssel, 8.10.1997.
DE: Staatstheater Stuttgart, 7.12.2002. R: Stephan Kimmig
Rudi Bekaerts preisgekröntes Stück spielt im Eingangsbereich eines Sozialbau-Wohnsilos am Rande einer Großstadt. Zweiunddreißig Figuren bevölkern den Wohnblock. Nur zwei Kunststudenten finden das triste Ambiente cool. Die Nachbarn treffen sich derweil am Eingang, um ihre täglichen Schlachten auszufechten: um den Scheck vom Sozialamt, gegen den kläffenden Hund der Nachbarn, gegen Ausländer, Schwule, Kakerlaken und die Zeugen Jehovas. Hinter den Zufallsbegegnungen und den scheinbar belanglosen Phrasen verbergen sich Anteilnahme und Interesse ebenso wie Neugier, Selbstgefälligkeit und täglicher Rassismus. Als dann ein Mord geschieht, artet der Nachbarschaftsklatsch aus in üble Nachrede und tiefes Misstrauen.
Besetzung ad libitum

Newsletter

Regelmäßig – aktuell und kompakt – informiert über neue Stücke und Inszenierungen, über Personen und Projekte und vieles mehr.

Hier abmelden »