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Mit 97 Jahren: Karl-Otto Mühl ist gestorben

Vor fast 50 Jahren kam der Wuppertaler mit seinem ersten Stück in den Verlag: RHEINPROMENADE, ein Gesellschaftsstück, das zu einem Überraschungserfolg wurde, denn Karl-Otto Mühl zählte nicht zur damaligen Theater-Szene: Er hatte und behielt den Beruf des Exportkaufmanns. Die Figuren, die seine über dreißig Stücke, Hörspiele und Filme bevölkern, ihr Arbeitsumfeld, ihre Nöte, Träume, Hoffnungen und Verstrickungen kannte er aus nächster Nähe, aus der Fabrik, in der er bis zu seiner Pensionierung tätig war. "Ich glaube", so sagte Mühl einmal, "man braucht zum Schreiben wirklich Material. Und, das ist wichtig: ich muss nicht schreiben. Schreiben ist für mich eine gesteigerte Form von Leben – kein Ersatz." Er war bodenständig, menschenfreundlich und humorvoll - seine erfahrene, besonnene Stimme wird uns sehr fehlen. Heimlich hatten wir gedacht, dass er unsterblich sein müsse.

Premieren

Landestheater Niederbayern, Landshut
In einem Jahr mit dreizehn Monden
R: Claus Tröger
Hans Otto Theater, Potsdam
Nathans Kinder
R: Joerg Bitterich
Staatstheater Mainz
Viele Grüße, Deine Giraffe
von Megumi Iwasa
Deutsch von Ursula Gräfe
R: Tim Schmutzler
Schauspiel Leipzig
Schäfchen im Trockenen
R: Thirza Bruncken
Meno Laboratorija / Theatre π, Vilnius (LT)
Der Müll, die Stadt und der Tod
R: Paulius Ignatavičius <CR>
Theater Lübeck
Automatenbüfett
R: Zino Wey

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