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Mit 97 Jahren: Karl-Otto Mühl ist gestorben

Vor fast 50 Jahren kam der Wuppertaler mit seinem ersten Stück in den Verlag: RHEINPROMENADE, ein Gesellschaftsstück, das zu einem Überraschungserfolg wurde, denn Karl-Otto Mühl zählte nicht zur damaligen Theater-Szene: Er hatte und behielt den Beruf des Exportkaufmanns. Die Figuren, die seine über dreißig Stücke, Hörspiele und Filme bevölkern, ihr Arbeitsumfeld, ihre Nöte, Träume, Hoffnungen und Verstrickungen kannte er aus nächster Nähe, aus der Fabrik, in der er bis zu seiner Pensionierung tätig war. "Ich glaube", so sagte Mühl einmal, "man braucht zum Schreiben wirklich Material. Und, das ist wichtig: ich muss nicht schreiben. Schreiben ist für mich eine gesteigerte Form von Leben – kein Ersatz." Er war bodenständig, menschenfreundlich und humorvoll - seine erfahrene, besonnene Stimme wird uns sehr fehlen. Heimlich hatten wir gedacht, dass er unsterblich sein müsse.

Premieren

Theater Pforzheim
Die Zofen
von Jean Genet
Deutsch von Simon Werle
R: Marek Bednarsky
Württembergische Landesbühne Esslingen
Satelliten am Nachthimmel
von Kristofer Grønskag
Deutsch von Nelly Winterhalder
R: Jan Müller
Luzerner Theater
Der Kirschgarten
R: Christos Passalis und Angeliki Papoulia
Theater Lüneburg
Pinguine können keinen Käsekuchen backen
R: Sabine Bahnsen
ETI, Europäisches Theaterinstitut Berlin
Szenen der Freiheit
R: Stefan Nolte
Theater Freiburg
Elektra
von Sophokles
Deutsch von Peter Krumme
R: Malgorzata Warsicka

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