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Mit 97 Jahren: Karl-Otto Mühl ist gestorben

Vor fast 50 Jahren kam der Wuppertaler mit seinem ersten Stück in den Verlag: RHEINPROMENADE, ein Gesellschaftsstück, das zu einem Überraschungserfolg wurde, denn Karl-Otto Mühl zählte nicht zur damaligen Theater-Szene: Er hatte und behielt den Beruf des Exportkaufmanns. Die Figuren, die seine über dreißig Stücke, Hörspiele und Filme bevölkern, ihr Arbeitsumfeld, ihre Nöte, Träume, Hoffnungen und Verstrickungen kannte er aus nächster Nähe, aus der Fabrik, in der er bis zu seiner Pensionierung tätig war. "Ich glaube", so sagte Mühl einmal, "man braucht zum Schreiben wirklich Material. Und, das ist wichtig: ich muss nicht schreiben. Schreiben ist für mich eine gesteigerte Form von Leben – kein Ersatz." Er war bodenständig, menschenfreundlich und humorvoll - seine erfahrene, besonnene Stimme wird uns sehr fehlen. Heimlich hatten wir gedacht, dass er unsterblich sein müsse.

Premieren

Berlin, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin
Die Zofen
von Jean Genet
Deutsch von Gerhard Hock
R: Amelie von Godin
Vaganten Bühne, Berlin
Event
R: Lars Georg Vogel
Landestheater Schwaben, Memmingen
Wackersdorf
von Oliver Haffner und Gernot Krää
R: Krystyn Tuschhoff
UA
Staatsschauspiel Dresden
Warum läuft Herr R. Amok?
von Rainer Werner Fassbinder und Michael Fengler
R: Lilja Rupprecht
Harlekin Bábszínház (Harlekin Puppentheater), Eger (HU)
Nathans Kinder
R: Zsuzsanna Madák
Staatstheater Nürnberg
Spiel der Illusionen
von Pierre Corneille
Deutsch von Simon Werle
R: Andreas Kriegenburg

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