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Leben in der Pest: Hansjörg Schneiders DER LIEBE AUGUSTIN

Die Krankheit steht vor der Stadt, die Polizei überwacht die kurzfristig erlassenen strikten Verhaltensvorschriften und nimmt "auf Einzelwünsche keine Rücksicht mehr". Ein Leben in der Warteschleife: Menschen können ihren Berufen nicht mehr nachgehen. Zwischen Angst und Selbstbeherrschung pendelnd, beäugen sie einander argwöhnisch und sind doch getrieben von einer großen Sehnsucht nach Nähe. - Dies ist, grob zusammengefasst, die Ausgangssituation von Hansjörg Schneiders  DER LIEBE AUGUSTIN, das im Pestjahr 1679 in Wien spielt und 300 Jahre später am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt wurde:

"SCHMIED Dass es so etwas überhaupt gibt. Da lebst du gemütlich vor dich hin, machst deine Arbeit und genießt die seltenen Rosen des Lebens, wenn ich so sagen darf, und plötzlich ist da ein Gerücht, die Pest sei da. Dabei ist sie noch gar nicht da. Ich jedenfalls merke nichts."

Premieren

Theater Nestroyhof Hamakom, Wien
Herbst der Untertanen
R: Michael Gruner
A-EA
Staatstheater Hannover
Ein Volksfeind
von Henrik Ibsen
Deutsch von Heiner Gimmler
R: Stephan Kimmig
Junges Theater Göttingen
Fräulein Julie
R: Mario Holetzeck
Ewald, Rüdiger, Gerlingen
Marianengraben
R: Nadine Klante
Staatstheater Nürnberg
Was ihr wollt
R: Rafael Sanchez
Staatstheater Stuttgart
Verbrennungen
von Wajdi Mouawad
Deutsch von Uli Menke
R: Burkhard C. Kosminski

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