Aktuell

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Mit DIE BREMER STADTMUSIKANTEN ist Marc Becker "eine zeitgemäße wie kurzweilige Adaption des Märchens gelungen", so Manuel Wenda in der Allgemeinen Zeitung über die Uraufführung des Stückes am Staatstheater Mainz in der Regie des Autors. Die Grimm-Bearbeitung ist bereits das vierte Kinderstück von Marc Becker, außerdem im Verlag der Autoren: DIE GLÜCKSFORSCHER, KEINE PANIK! und !KNALL! - WASNLOSALTER-.


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Nach dem Gewinn des Autor*innenpreises auf dem diesjährigen Heidelberger Stückemarkt, feierte Svenja Viola BungartensMARIA MAGDA online-Premiere am Theater Münster. Das Stück nimmt die christlich-patriarchal tradierte Einteilung der Frauen in Jungfrau oder Hure zum Anlass, religiöse Machtnarrative zu zerlegen. Überhaupt ist es auf Krawall aus. Denn in der als „gothy Horrorstory“ inszenierten Geschichte geht es ums Ganze: „Reproduktionsmythen, die Erbsünde, um biblische Erzählungen von Weiblichkeit, Mutterschaft, Sexualität […]“ Regisseurin Theresa Thomasberger zeigt dabei „ein gutes Gespür für Bungartens anti-naturalistischen Furor“, der sich bei Horrorgenre-Motiven, „ein bisschen Mythen, ein bisschen Splatter“ bedient. „Der Griff in die Theatertrickkiste ist vielleicht einfach, aber auch zauberhaft kurzweilig, und mittlerweile ungewohnt“, so Anna Landefeld auf nachtkritik.de


© Hans Jörg Michel

Für das Staatstheater Mainz erzählt Marc Becker das Märchen von den BREMER STADTMUSIKANTEN auf humorvolle Weise neu: ein Stück für Kinder ab sechs Jahren über Heimatverlust, Selbstbestimmung, Freundschaft, einen liebevollen Umgang mit den eigenen Gebrechen und die Lust am gemeinsamen Musizieren. Die Uraufführung ist am 3. Juni im Großen Haus des Staatstheater Mainz, Regie führt der Autor selbst.


Der mit 15.000 Euro dotierte Mülheimer KinderStückePreis geht in diesem Jahr an Nino Haratischwili für LÖWENHERZEN. In der Jurybegründung hieß es, das Auftragsstück für das Consoltheater Gelsenkirchen (R: Andrea Kramer) zeige die Kraft des Theaters und der Fantasie. Auf zupackende Weise greife es mutig große, globale Themen von Kinderarbeit und Migration bis Leihmutterschaft auf. Dabei stelle es gesellschaftliche Zustände in Frage und rege dazu an, Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Jede Szene vermittle die Chance auf Veränderung, jede Figur habe einen optimistischen Gestaltungswillen. Auch die Jugendjury des Festivals votierte für LÖWENHERZEN.


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Svenja Viola Bungarten erhält den Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2021 für MARIA MAGDA. In ihrem Stück über mysteriöse Vorgänge an einem katholischen Mädcheninternat verbindet Svenja Viola Bungarten Elemente des Horror-Genre mit diskursiver Gewalt. Sie zerlege "der Religion zugrundeliegende Machtnarrative," so Juror Björn Hayer in seiner Laudatio. „Indem die Autorin junge Protagonistinnen die Kulturgeschichte neu vermessen lässt, zeigt sie, dass es in einer Zeit, in der die Rückkehr alter Rollenbilder droht und die allzu gern als postheroisch beschrieben wird, Heldinnen geben kann.“ „Es ist, das steht schon fest, eine Spielvorlage, die Regisseur*innen, Ensembles und Publikum das Fürchten lehren wird“, so André Mumot auf heidelberger-stueckemarkt.nachtkritik.de. Die Uraufführung am Theater Münster (R: Theresa Thomasberger) ist für den 5. Juni geplant. Herzlichen Glückwunsch an Svenja Viola Bungarten!


Premieren

Bouschen, Maike, München
Im Herzen tickt eine Bombe
von Wajdi Mouawad
Deutsch von Uli Menke
R: Maike Bouschen
Drama Theatre, Kamensk-Uralsky (RU)
An der Arche um acht
R: Yaroslavia Kalesidis
Theater Tiefrot, Köln
Witwendramen
R: Ulrike Lösch-Will
Theater Ravensburg
Alte Liebe
R: Alex Niess
Theater Carnivore, Heidelberg
Liebe oder Leben!
R: Florian Kaiser
UA
Theater Ansbach
Irdische Liebe (Mehrpersonenfassung)
R: Axel Krauße

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