Nino Haratischwili

Geboren 1983 in Tbilissi, ist preisgekrönte Theaterautorin, -regisseurin und Romanautorin. Nach dem Studium der Filmregie in Tbilissi studierte sie Theaterregie in Hamburg und machte ihren Abschluss mit der Inszenierung eines eigenen Stückes: MEIN UND DEIN HERZ. MEDEIA. Ihr großes Familienepos "Das achte Leben (Für Brilka)", in zahlreiche Sprachen übersetzt, avancierte zum internationalen Bestseller. Für ihr Werk wurde sie vielfach ausgezeichnet.

Weitere Stücke von Nino Haratischwili vertritt der Verlag Felix Bloch Erben in Berlin.

Auszeichnungen (Auswahl):

2021 Mülheimer KinderStückePreis für "Löwenherzen"
2020 Nominierung für den Booker International Prize mit "Das achte Leben (Für Brilka)"
2019 Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg
2018 Bertolt-Brecht-Preis
2017 Stipendium des Lessing-Preises der Freien und Hansestadt Hamburg
2015 Anna Seghers-Preis
2015 Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft
2011 Debütpreis des Buddenbrookhauses für ihren Roman "Juja"
2011 Preis der unabhängigen Verlage für ihren Roman "Mein sanfter Zwilling"
2010 Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis
2008 Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts; Rolf-Mares-Preis


Werke

2D-2H
UA: Theater Lichthof, Hamburg, 5.6.2009. R: Nino Haratischwili
Malik ist Dokumentarfilmer. Er möchte einen Film über seine algerische Heimat drehen. Kurz vor der Abreise überstürzen sich die Ereignisse: Er selbst wird verhaftet, seine Freundin Cecilia fällt einem Verbrechen zum Opfer. Es kommt zum Bruch zwischen den beiden. Allein gelassen in seiner Trauer und Wut freundet sich Malik mit der 16jährigen Klara an. Ein harmloser Zufall lässt die Situation eskalieren und führt in einer Kettenreaktion zur Katastrophe.
2D-2H
in einer Fassung von Emilia Heinrich, Julia Lochte und Jette Steckel
Besetzung ad libitum
UA: Thalia Theater, Hamburg, 8.4.2017. R: Jette Steckel
Nino Haratischwilis in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienener "Jahrhundertroman" (RBB Radio) ließ Presse und Leser jubeln: ein epochales Werk mit klassischer Wucht und großer Welthaltigkeit, eine mitreißende Familiengeschichte, die sich vom Vorabend der russischen Oktoberrevolution bis ins Berlin des 21. Jahrhunderts erstreckt:

Georgien, 1900: Mit der Geburt Stasias, Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten, beginnt eine über sechs Generationen durch alle Revolutionen und Kriege des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart erzählte Familiensaga. Deutschland/Georgien, 2005: Nach dem Fall der Mauer und der Auflösung der UdSSR herrscht in Georgien Bürgerkrieg. Niza, Stasias Urenkelin, ist nach Berlin ausgewandert. Als sich ihre zwölfjährige, ins postsowjetische Chaos hineingeboren, Nichte Brilka nach einer Reise in den Westen weigert, nach Tbilissi zurückzukehren, spürt Niza sie auf. Sie erzählt Brilka die ganze Familiengeschichte: von Stasia, deren Traum, als Tänzerin nach Paris zu gehen, sich niemals erfüllt hatte, die aber noch hundertjährig unter dem heimischen Apfelbaum tanzt, still und zäh den Zeiten ein Leben abtrotzend; von Stasias Halbschwester Christine, die für ihre Schönheit, die sie in den Bannkreis des obersten Geheimdienstlers gebracht hat, einen hohen Preis zahlt; von Stasias Tochter Kitty, die alles verliert und doch im Londoner Exil eine Stimme findet; von Kittys Bruder Kostja, der sich als Apparatschik mit dem System arrangiert; von Kostjas rebellischer Tochter Elene und ihren ungleichen Töchtern Daria und Niza.
Mit hoher Emotionalität, dabei zärtlich und phantasievoll erzählt DAS ACHTE LEBEN (FÜR BRILKA) acht außergewöhnliche Schicksale, erzählt von Anpassung, Verrat und Widerstand, Liebe, Hass und (Über-)Lebenswillen. Haratischwili schildert den Aufstieg und Fall des Kommunismus von der vorrevolutionären Zeit bis ins Nachwende-Europa aus der Perspektive einer georgischen Familie, die ebenso verstrickt wie im Widerstreit ist mit den Totalitarismen, Tragödien und Umbrüchen dieses gottverlassenen 20. Jahrhunderts.
"Ein großer historischer Roman, so prall mit menschlichen Dramen wie das echte Leben." (Norbert Kron, TITEL THESEN TEMPERAMENTE)
Bühnenrechte beim Verlag der Autoren.
Besetzung ad libitum
3D-1H (oder 4D)
UA: Theater Lichthof, Hamburg, 19.11.2010. R: Nino Haratischwili
Eine Frau erwacht verletzt im Wald. Gegenüber: ein verunfallter Wagen, und darin, regungslos: ein Mann. Die Frau hat ihr Gedächtnis verloren. Nur das Lied "Gloomy Sunday" aus dem Autoradio scheint eine Spur zum Puzzle ihrer Identität und zu einer bitteren Liebesgeschichte zu sein. Nach und nach kehren die Erinnerungen zurück. Doch es sind solche, mit denen sich schwer leben lässt.
Innerhalb der Form des Melodrams – einem Genre, das die Vorstellung der gefühligen Frau nachhaltig geprägt hat – initiiert Nino Haratischwili ein Spiel mit Geschlechterrollen. Inmitten gefühlsbetonter und klischeebesetzter Motive wird das Eigene am ehesten fragwürdig, klaffen Selbstbild und Fremdwahrnehmung am weitesten auseinander.
3D-1H (oder 4D)
2D-1H
UA: Deutsches Theater Berlin/Slovenske Narodne Divadlo Bratislava, D-Premiere: 14.11.2014, SK-Premiere: 27.11.2014. R: Brit Bartkowiak
Dinge ändern sich. Sie ändern sich schnell und brachial. Ohne jede beschissene Vorwarnung. Sie reißen dich mit, du gerätst in diesen verfluchten Strudel, und wenn er vorüber ist, findest du dich am Boden wieder, mit aufgeschürften Knien und Ellbogen, und du darfst von vorn anfangen. Wenn du Glück hast.

Laras beste Jahre liegen lang zurück – Jahre voller Hippietum, wilder Autofahrten, Sex und Drogen, aber auch Demos und politischer Kämpfe. Die Gegenwart sieht anders aus: die tägliche Vorabendserie zählt da schon zu den Aufregern. Würde ihr Körper mitmachen, immer noch würde Lara um die Häuser ziehen und für ihre Ideale eintreten. Doch ihrem Widerspruchsgeist bietet sich mit Pflegekraft Natalia ein neues Ziel: Die Tochter eines Dissidenten ist nach Deutschland gekommen in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Ein Leben, wie Natalia es schon einmal geführt hat, damals, im Osten. Doch das hatte seinen Preis: es hat ihren Mann das Leben gekostet, ihren Sohn die Freiheit und sie selbst die Unschuld. Anhand von zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, erzählt Nino Haratischwili von Schuld und Verantwortung, von Widerstand und Resignation, von dem Wunsch nach aber auch der Angst vor Veränderung.
2D-1H
2D-2H (auch größer besetzbar)
UA: Deutsches Theater Göttingen, 30.4.2011. R: Nino Haratischwili
Ida sinkt. Und sinkt. Immer weiter in den Ozean hinab. Dort, in menschenfeindlicher Tiefe, vertreiben sich Hanno und Halli, zwei Fische, die Tristesse mit Backgammon und düsteren Weltuntergangsszenarien. Diese kommen nicht von ungefähr, denn große Verantwortung lastet auf ihren Gräten, sind sie doch die Wächter einer 1070 Jahre alten Prophezeiung, von der der Fortbestand der ganzen Fisch- und Menschheit abhängt. Und Ida? Ist sie der rettende Engel, den die beiden so lange erwarten? Vielleicht. Im Augenblick jedenfalls sinkt sie wunderschön aber tot Richtung Meeresboden, und dabei wollte sie in ihrem Leben doch nur alles irgendwie richtig machen. Ihren Freund Ary von den Drogen wegbekommen, zum Beispiel. Oder ihre Schulden bei Dana begleichen, von der sie auf frischer Tat ertappt und anschließend erpresst wird. Oder Emmanuel von seiner pessimistischen Weltsicht befreien – ihn, den Schriftsteller, den sie im Auftrag von Dana ausspionieren soll. Doch während Ida versucht, alles in Ordnung zu bringen, verstrickt sie sich nur immer tiefer in ein Spiel, dessen Regeln andere bestimmen.
2D-2H (auch größer besetzbar)
Besetzung ad libitum
UA: Thalia Theater Hamburg, 26.2.2022. R: Jette Steckel
Manchmal ist mit der Erinnerung keine intakte Gegenwart mehr möglich. Weil es zu schmerzhaft ist, sich unentwegt vorzuhalten, dass man am Leben geblieben ist. Drei Frauen treffen sich 2019 in Brüssel auf der Retrospektive ihrer toten Freundin, einer renommierten Fotografin. Ihre Bilder sind Anlass für die gemeinsame Erinnerung, zurück an Tiflis, Ende der 80er Jahre: Vier junge, selbstbestimmte Frauen leben ihre besondere Freundschaft und berauschen sich an ihren ersten Lieben. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan. Sie feiern die Gnadenfrist, die ihnen die Unkenntnis über die Zukunft gewährt, darüber, was die ersten Jahre der georgischen Unabhängigkeit bringen werden: Bandenkriege, Kalaschnikows und Panzer und einen Staat, der keine Sicherheit mehr garantiert, in dem das Leben zum Überleben wird. Und trotzdem gab es Menschen, die sich dafür entschieden haben, Menschen zu bleiben und diese Entscheidung gegen alle Widerstände verteidigten. Man hat immer eine Wahl, aber vielleicht nicht immer die Kraft, die richtige zu treffen. (Ankündigung Thalia Theater)

Der Verlag der Autoren nimmt die Bühnenrechte für den in der Frankfurter Verlagsanstalt erscheinenden Roman wahr.
Besetzung ad libitum
1D
UA: Burgtheater Wien, 27.1.2017. R: Barbara Frey
DIE BARBAREN, das sind aus Marusjas Sicht die neuen Flüchtlinge, denen im Westen alles zufliegt - wohingegen sie sich über Jahre alles hart erarbeiten musste. Während sie ausgerechnet das Flüchtlingsheim putzen muss, in dem die Neuen untergebracht sind, schmiedet Marusja finstere Pläne.

Nino Haratischwili hat diesen "fulminanten Monolog" (Bühne) für das Projekt "Ein europäisches Abendmahl" am Burgtheater Wien geschrieben, das sich mit unserer Lage in Europa heute aus weiblicher Perspektive auseinandersetzt.
1D
Besetzung ad libitum
UA: Thalia Theater Hamburg, 31.8.2019. R: Jette Steckel
Alexander Orlow, ein russischer Oligarch und von allen »Der General« genannt, hat ein neues Leben in Berlin begonnen. Doch die Erinnerungen an seinen Einsatz im Ersten Tschetschenienkrieg lassen ihn nicht los. Die dunkelste ist jene an die grausamste aller Nächte, nach der von der jungen Tschetschenin Nura nichts blieb als eine große ungesühnte Schuld. Der Zeitpunkt der Abrechnung ist gekommen.
Nino Haratischwili spürt in ihrem neuen Roman den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs aufgetan haben. »Die Katze und der General« ist ein spannungsgeladener, psychologisch tiefenscharfer Schuld-und-Sühne-Roman über den Krieg in den Ländern und in den Köpfen, über die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung. Wie in einem Zauberwürfel drehen sich die Schicksale der Figuren ineinander, um eine verborgene Achse aus Liebe und Schuld. Sie alle sind Teil eines tödlichen Spiels, in dem sie mit der Wucht einer klassischen Tragödie aufeinanderprallen. (Frankfurter Verlagsanstalt)

Der Verlag der Autoren nimmt die Bühnenrechte für den in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienenen Roman wahr.
Besetzung ad libitum
1D-2H
UA: Deutsches Theater Berlin, 21.1.2017. R: Jette Steckel
Entstanden für das Projekt "10 Gebote" am Deutschen Theater Berlin, zum sechsten Gebot: "Du sollst nicht ehebrechen".
1D-2H
3D
UA: monsun theater, Hamburg, 9.10.2009. R: Nina Pichler
Wenn ich ein Messer in sie ramme, blutet sie nicht, glaubt die 17-jährige Agnes von ihrer Mutter Laura. Die verschweigt ihrer Familie eine tödliche Erkrankung und baut vielmehr eine Haushaltshilfe zu ihrer Nachfolgerin, zur "zweiten Frau", auf. Aber nicht aus Sorge, sondern aus Rachsucht - aus Wut über ein verpfuschtes Leben.
3D
In GEORGIA verknüpft Nino Haratischwili den Unabhängigkeitskampf Georgiens mit einer Familiengeschichte: Eines Tages bricht die 25-jährige Nelly zu einer Reise in ihre Heimat Georgien auf. Sie will wissen, was ihre Mutter in Moskau tat an jenem Tag, als sie starb.
LIV STEIN handelt von dem prekären Verhältnis von Kunst und Leben, von Realität und Fiktion. Die Titelfigur, eine Konzertpianistin, hat sich zeitlebens der Musik verschrieben – auf Kosten ihrer Umwelt und ihres inzwischen verstorbenen Sohnes. Doch als Lore, eine junge Klavierschülerin, in ihr Leben tritt, wird Liv von ihrer Vergangenheit eingeholt. Das Stück wurde mit dem renommierten Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2008 ausgezeichnet.

152 Seiten. broschiert. 14€
ISBN: 978-3-88661-318-2

Drei Stücke
Drei neue Stücke der georgischstämmigen Autorin, die mit ihren Dramen und Romanen (DAS ACHTE LEBEN. FÜR BRILKA) große Erfolge feiert:

DAS JAHR VON MEINEM SCHLIMMSTEN GLÜCK. Eine Frau erwacht verletzt im Wald. Gegenüber: ein verunfallter Wagen, und darin, regungslos: ein Mann. Die Frau hat ihr Gedächtnis verloren. Nur das Lied »Gloomy Sunday« aus dem Autoradio scheint eine Spur zum Puzzle ihrer Identität und zu einer bitteren Liebesgeschichte zu sein. Nach und nach kehren die Erinnerungen zurück. Doch es sind solche, mit denen sich schwer leben lässt.

HERBST DER UNTERTANEN. Eine herrschaftliche Villa irgendwo auf der Welt. Seit Wochen tobt ein Bürgerkrieg. Über den Verbleib des Hausherrn, des ersten Mannes im Staat, ist nichts bekannt. Auch die Hausangestellten haben die Flucht ergriffen – bis auf eine altgediente Köchin, die Haushälterin und eine junge Aushilfe. Abgeschnitten von der Außenwelt sind die drei Frauen auf sich gestellt. Alte Vorurteile und neue Rivalitäten brechen sich Bahn; die Villa wird ihrerseits zum Schlachtfeld.

SCHÖNHEIT. Das Königliche Ungarn im Jahr 1611: Die reiche, mächtige Gräfin Erzsébet Báthory wird auf ihrer Burg festgesetzt und wegen Mordes an zahlreichen jungen Frauen angeklagt. Sie soll sie getötet haben, um sich mit ihrem Blut zu verjüngen. Die berühmte Legende der "Blutgräfin" beflügelte die Phantasie zahlreicher Autoren und Filmemacher, von Leopold von Sacher-Masoch bis Julie Delpy. Nino Haratischwili greift die Legende auf und löst sie aus dem Dunstkreis des Vampir- und Horrorgenres. Vielmehr erzählt sie eine Geschichte von Liebe und Intrigen – und von einer Frau, deren Machtfülle auf verhängnisvolle Weise mit ihren verletzten Gefühlen kollidiert. Der mittelalterlichen Handlung setzt Haratischwili eine heutige Sprache und Figurenpsychologie entgegen.

200 Seiten. broschiert. 14€
ISBN: 978-3-88661-373-1

Fünf Theaterstücke über Freundschaft
Zusammen mit Carsten Brandau, Cristina Gottfridsson, Jürgen Popig, Mark Twain und Stefan Wipplinger
Deutsch von Dirk H. Fröse
Freundschaften sind wichtig, auch und gerade für Kinder. Sie begleiten sie bei der Entfaltung ihrer Persönlichkeit, bei der Entwicklung von Sozialkompetenzen und moralischem Bewusstsein. Und sie helfen ihnen auf dem Weg zu Selbstständigkeit und Emanzipation vom Elternhaus. In fünf Theaterstücken beleuchtet dieser Band unterschiedlichste Freundschaften unter Heranwachsenden, vom Zweierbündnis bis zur Peergroup, vom Kindergarten bis ins Internet:
Carsten Brandaus HIMMEL UND HÄNDE ist die Geschichte einer Freundschaft im Vorschulalter. Cristina Gottfridssons Jugendstück EINEN HERZSCHLAG WEIT handelt von drei pubertierenden, ungleichen Mädchen auf der Suche nach einem Zugehörigkeitsgefühl und nach Anerkennung. Von einer Freundschaft im virtuellen Raum, die an etwas sehr Realem und Endgültigem zerbricht, erzählt Nino Haratischwilis Zweipersonenstück WIR OHNE UNS. Tom Sawyer und Huckleberry Finn gehören sicher zu den bekanntesten Freundespaaren der Jugendliteratur. In seiner Bühnenfassung von Mark Twains TOM SAWYERS ABENTEUER hat der Dramaturg Jürgen Popig Personal und Handlung gestrafft. Und davon, wie schwierig es sein kann, wenn sich zu einer Zweierfreundschaft noch eine Dritte im Bunde hinzugesellt, weiß schließlich Stefan Wipplingers WIE SCHNUPPEN VON DEN AUGEN zu berichten.

240 Seiten. broschiert. 15€
ISBN: 978-3-88661-407-3

In ZORN stehen acht Menschen an Wendepunkten ihres Lebens, ihre Biographien berühren sich einen schicksalhaften Moment lang und sind von da an unlösbar ineinander verschränkt. Es ist ein einziger Tag, an dem jeder von ihnen in eine Ausnahmesituation gerät, die eine Entscheidung abfordert – die Wahrheit zu sagen oder sie zu verleugnen, sich zum Leben oder zum Tod zu bekennen, Stärke zu zeigen oder Schwäche zuzulassen. Im eigenen, kleinen Radius erproben Haratischwilis Figuren, wie es ist, sich nicht mehr abzufinden und einmal konsequent zu sein: Celia und Adam, die ihren Sohn vermissen; die erfolgreiche Fernsehproduzentin Martha; Rafael, der Terroristenjäger; die sterbenskranke Rula, die ihrem Kind eine bessere Zukunft bieten will; Oskar, der mit Butterfahrten zum "Verkäufer des Jahres" avanciert; sowie Anton und Antonia, ein junges Paar, die sich beide nicht zurecht finden in der Welt, wie sie ist, und die am Ende doch als einzige einen Entschluss fassen.

RADIO UNIVERSE spielt in einer Nacht im August 2008 zur Zeit des Kaukasus-Konflikts. Private wie gesellschaftliche Krisen beherrschen diese Nacht, in der in Deutschland Schnee fällt, mitten im Sommer, und in der in Georgien unvermittelt Bomben fallen. Sechs einsame Figuren begleitet Haratischwili durch die Nacht: an verschiedenen Orten, mit unterschiedlichen Geschichten. Und doch sind sie alle miteinander verbunden, nicht zuletzt dank Jo, dem Radiomoderator, dessen Sendung die Grenzen von Ort und Zeit zu überwinden scheint.

152 Seiten. broschiert. 12€
ISBN: 978-3-88661-342-7

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Thalia Theater, Hamburg
Das mangelnde Licht
UA
R: Jette Steckel