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Frostblüten
Zwei Mädchen, die durch die NS-Zeit auf gegensätzliche Seiten der Geschichte gespült wurden: Um zu überleben, müssen sie lernen einander zu vertrauen.
Im Berliner Hungerwinter 1946/1947 versuchen zwei 16-jährige Mädchen eine ungewöhnliche Freundschaft: In einem Displaced Persons Camp für Überlebende des Holocaust treffen die deutsche Lotte, die im Lager putzt, und die polnisch-jüdische Estera aufeinander. Lotte ist aufgewachsen mit den Lügen der Nazis, sie hat den Bombenkrieg in Berlin erlebt, ihr Vater ist in russischer Gefangenschaft. Sie träumt davon, eine Ausbildung zur Modedesignerin zu machen.
Esteras Vater wurde von den Nazis ermordet, ihre Mutter ist auf den vielen Fluchtreisen durch Osteuropa gestorben, ihre kleine Schwester gilt als vermisst. Estera sehnt die Möglichkeit herbei, das Land, das ihr ihre Familie genommen hat, endlich zu verlassen. Sie wartet auf ein Visum, das ihr ermöglicht, zu Verwandten nach Amerika auszuwandern. Doch kann sie gehen, ohne das Schicksal ihrer jüngeren Schwester zu kennen?
Als Lotte und Estera sich kennenlernen, sind sie voller Misstrauen. Doch ihre gemeinsame Hoffnung auf eine bessere Zukunft bringt sie einander näher. Aber können zwei Mädchen, die die Geschichte auf diese Weise trennt, wirklich Freundschaft schließen?
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Holly-Jane Rahlens erzählt einfühlsam in atmosphärischer, bildhafter Sprache vom Versuch einer Annäherung. Ein gewichtiger, tiefgründig recherchierter Roman über das schwierige Leben in der Nachkriegszeit und vor allem das bisher noch wenig beleuchtete Schicksal der Juden in den „Displaced-Persons-Camps“: Zwischen 1946 und 1950 warteten mehr als 250.000 Überlebende des Holocausts in Deutschland z. T. über Jahre in DP-Camps auf ihre Auswanderung.
Verlag: Fischer Sauerländer / rotfuchs (erscheint im Oktober 2026)
Filmrechte: Verlag der Autoren
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Ansprechpartner*in: Sebastian Richter
