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Verfluchtes Fleisch

von Josef Bierbichler

Der Bauer ein Schauspieler, der Schauspieler ein Politiker, der Politiker ein Philosoph, der Philosoph ein Lover - all das ist Josef Bierbichler, der, vom bayerischen Stamm der Brecht & Valentin & Achternbusch, mit Anfang 50 und auf dem Höhepunkt seines Schauspielerdaseins ein Buch geschrieben hat, "um herauszufinden, wie weit die Wahrheit noch entfernt ist, wenn man ihr besonders nahe gekommen zu sein glaubt."
Ein Buch der radikalen Fragen ans Theater (Marthaler und Zadek, Gründgens, Schlingensief, Millowitsch und Wildgruber); an die Gesellschaft (die Deutschen gestern und heute, Kapitalismus und Demokratie, die Medienbranche und die Spaßfuzzis) - und nicht zuletzt an sich selbst (seine Rolle in diesem Geschäft und in der Liebe und beim Sex, dem Fluch des Fleisches).
Ein Widerständler, nach wie vor verwurzelt in seinem inzwischen legendären Gasthaus auf dem Lande, das auch den Schauplatz und das Personal des Buches stellt. Hier, im weitläufigen Obstgarten, lebt Kaspar, sein Alter ego, der im Verlauf des Jahres 2000 eine unvorstellbare Metamorphose erlebt: nach dem Verlust der Sprache, der Explosion seines Hirns, entwickelt sich Kaspar, in die Erde des Gartens gepflanzt, mit Hilfe mancher Flasche Obstler zu einem Fleischbaum, als der er sich mit dem ICH des Erzählers zu einem neuen Wesen vereinigen wird. "Ich heiße Sepp, und das ist der Spitzname für Sisyphos."

280 Seiten. gebunden. 19.00 €
ISBN: 978-3-88661-240-6

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