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Der Monsieur von Madam

Der Monsieur von Madam

Ein Ehepaar spricht. In der Sprache der beiden lagert sich ihre Herkunft ab. Sedimente einer zehnjährigen Beziehung. Spuren eines widersprüchlichen Abhängigkeitsverhältnisses. Diverse Therapien finden im Sprechen ihren Widerhall, private und soziale Abgründe klingen durch, aber auch Autonomie und Würde. Es sind keine Sympathieträger im klassischen Sinne, die da sprechen. Und doch entzieht sich die Sprache simplen Zuweisungen von 'richtig' und 'falsch', 'normal' und 'krank', 'Täter' und 'Opfer'. Guy Krneta erzählt die wahre Geschichte einer unmöglichen Konstellation, die Geschichte zweier Menschen, die nicht nur durch das Raster der sozialen Sicherungs- und Wertsysteme gefallen sind, sondern dabei auch an den jeweils schlimmstmöglichen Partner gerieten – lebenslänglich.
Guy Krneta hat ein Kammerspiel von hoher sprachlicher Intensität geschrieben: ein "Wechselgesang der Zerrüttung" (Tages-Anzeiger) über die seelischen Abgründe eines Paars, der "schon bei der Lektüre eine Sogwirkung" entwickelt, "der man sich im Theater erst recht nicht entziehen kann" (Neue Zürcher Zeitung). Das Stück liegt im berndeutschen Original als auch in einer hochdeutschen Fassung (Ü: Uwe Dethier) vor.
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