© Christian Wittmann

Elke Ranzinger

Elke Ranzinger, geb. 1980, studierte Theaterwissenschaft, Nordistik und Neuere Deutsche Literatur in München und Bergen. Nach mehreren Jahren als Schauspieldramaturgin am Landestheater Linz arbeitet sie seit 2015 freiberuflich von Berlin aus als Dramaturgin und Moderatorin, vor allem aber als Übersetzerin norwegischer Prosa, Dramatik und Musicals. Zu den von ihr übersetzten Autor*innen gehören u.a. Merethe Lindstrøm, Helga Flatland und Tore Renberg. Für den Verlag der Autoren übersetzt sie die Theaterstücke von Eirik Fauske.

Auszeichnungen (Auswahl):

Elke Ranzinger, geb. 1980, studierte Theaterwissenschaft, Nordistik und Neuere Deutsche Literatur in München und Bergen. Nach mehreren Jahren als Schauspieldramaturgin am Landestheater Linz arbeitet sie seit 2015 freiberuflich von Berlin aus als Dramaturgin und Moderatorin, vor allem aber als Übersetzerin norwegischer Prosa, Dramatik und Musicals. Zu den von ihr übersetzten Autor*innen gehören u.a. Merethe Lindstrøm, Helga Flatland und Tore Renberg.


Werke

mind. 1D/H und Stimmen
UA: Kilden Teater, Kristiansand, 5.9.2020, R: Magnus Sparsaas / Sunniva Fliflet.
DSE: Schauburg München, 5.11.2021. R: Daniel Pfluger
Auf dem Heimweg vom Krankenhaus, wo gerade der Großvater gestorben ist, fällt ein Kind von den Schultern seines Vaters auf den vereisten Asphalt. Doch anstatt dort aufzuschlagen, fällt das Kind immer weiter in die Tiefen eines Ozeans, wo es auf ein Schiff mit Hunderten von Kindern in einem wilden Kampf trifft.
Dies ist der Ausgangspunkt für eine abenteuerliche Reise durch eine phantastische Welt, in die immer wieder schmerzhafte Alltagsmomente eindringen, in der die Gesetze von Raum und Zeit, von Realität und Phantasie aber seltsam aufgehoben scheinen.
Wie schon in UNTERM KINDERGARTEN entwirft Eirik Fauske ein poetisches Universum für Kinder, in dem es ihnen möglich wird, Tod, Trauer und Verlust auf ganz eigene, spielerische Weise zu begegnen.
mind. 1D/H und Stimmen
Altersempfehlung: ab 5 Jahren.
1 D/H
UA: Black Box Teater, Oslo, 16.11.2016. R: Eirik Fauske
Ein Mensch trauert. Viel mehr erfährt man nicht über ihn. Was ihn einzig bestimmt, ist tiefes Leid angesichts des Todes eines geliebten Menschen. Zurückgelassen, wie im Mythos von Orpheus und Eurydike, darf er sich nicht umdrehen, muss er immer weitergehen, muss es immer weitergehen – das Leben. Tastend und erinnernd, suchend und fragend begibt er sich auf eine ganz persönliche Reise durch die äußere Natur wie auch die Landschaften seiner Seele, wobei diese Welten einander bespiegeln und zunehmend verschmelzen. So entsteht ein faszinierendes Poem, ein freier Assoziationsraum entlang der Schwelle von Leben und Tod. TRAUERARBEIT ist weniger Theaterstück als vielmehr Landschaftsgemälde, Traumvision und lyrisches Lamento.
Den Text hat Eirik Fauske für die Performance „LIVE-Trauerarbeit“ geschrieben. Dabei wurde der Text live getippt und als Schrift innerhalb einer größeren Theaterinstallation in den Raum projiziert. Ohne die Darstellung durch einen leibhaften Schauspieler/eine Schauspielerin präsentierte sich der Text nicht als an einen Charakter gebundene Figurenrede, sondern war eng verknüpft mit der Lesesituation und der dargestellten abstrakten Welt der Theaterinstallation. Eine andere Theaterwelt wird den Text mit ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten erforschen.
1 D/H