Auch in diesem Jahr freuen wir uns über mehrere Einladungen zum 22. Festival des deutschen Films, das auf der Ludwigshafener Parkinsel wortwörtlich seine Zelte - und das Freiluftkino - aufschlägt. Vom 19. August bis zum 6. September wird auf vier Leinwänden eine breite Palette an Filmen gezeigt.
Mit dabei ist unter anderem die Komödie EIN NACHTHEMD FÜR ZWEI mit Andrea Sawatzki und Christian Berkel, sowie Armin Rohde und Luise Aschenbrenner. Die Fortsetzung der erfolgreichen Reihe feiert in Ludwigshafen Premiere. Das Drehbuch schrieben David Ungureit und Marc Terjung. Die Produktion der 307 Production im Auftrag der ARD Degeto Film für die ARD ist für den Rheingold Publikumspreis nominiert. Regie führte Rick Ostermann.
Ebenso nominiert für den Publikumspreis ist BLACKBIRD, Drehbuch ebenfalls David Ungureit, nach der Romanvorlage von Matthias Brandt. Der Film ist eine hr-Koproduktion von Port au Prince Films und Tatami Films und feierte seine Premiere bereits auf dem Filmfest München. Die Regie führte Max Zähle, aus dem Cast seien Timothy Scannell, Holle Kirck und Albert Lichtenstern, sowie Aenne Schwarz und Bjarne Mädel hervorzuheben.
In München war auch NEUES LAND zum ersten Mal zu sehen. Das Drehbuch schrieben Khyana el Bitar und Dörte Franke. Die Koproduktion von UFA Mitte und ZDF ist ebenfalls für den Rheingold Publikumspreis nominiert. Neben Jördis Triebel, Jörg Schüttauf, und Ronald Zehrfeld standen Lucy Gartner, Thomas Dehler und Naemi Florez unter der Regie von Esther Rauch vor der Kamera.
Aktuell
Einladungen zum 22. Festival des deutschen Films

INSULA von Livia Valensise nominiert für First Steps Drehbuchpreis

Das dffb-Abschluss-Drehbuch INSULA von Livia Valensise ist für den diesjährigen Drehbuchpreis der First Steps Awards nominiert.
Die Jurybegründung:
Schon die ersten Seiten machen deutlich, dass INSULA in Bildern denkt. Mit großer Selbstverständlichkeit verbindet das Drehbuch Erinnerungen, wissenschaftliche Fragestellungen und zwischenmenschliche Beziehungen zu einer vielschichtigen Erzählung über Schmerz, Nähe und Vertrauen. Die Montagen sind dabei nicht nur formales Mittel, sondern Ausdruck der inneren Welt seiner Protagonistin. Persönliche Verletzungen erhalten eine eindrucksvolle filmische Gestalt, ohne ihre Ambivalenz zu verlieren. Atmosphärisch dicht, visuell gedacht und dramaturgisch klug entwickelt INSULA eine unverwechselbare Handschrift, die weit über das Debütstadium hinausweist.
Die Preisverleihung findet am 05. Oktober im Theater des Westens statt.
"Schrecklich, furchterregend und großartig": EUROPA nach Wajdi Mouawad bei Salzburger Festspielen

"Gequält, niedergedrückt – und begeistert" habe sie die Vorstellung verlassen, schreibt Gabi Hift auf nachtkritik über die Gastspiel-Premiere von “Europa” des Nowy Teatr aus Warschau bei den Salzburger Festspielen. In Absprache mit dem Autor hat Regisseur Krzysztof Warlikowski eine eigene Fassung von EUROPAS SCHWUR, Wajdi Mouawads "neuste[m] und aufwühlende[m] Stück” (Martina Jacobi, Die Deutsche Bühne), erstellt; die Uraufführung hatte Mouawad 2025 am Theater von Epidauros selbst inszeniert. Über das polnische Gastspiel in Salzburg heißt es auf nachtkritik weiter: “Ein Stück, das heftig erschüttert: Wajdi Mouawad und Krzysztof Warlikowski malen die europäische Gegenwart in tiefschwarze Farben. Und schaffen ein komplexes, zerrissenes Familienbildnis mit antikem Widerhall. [...] Schrecklich, furchterregend und großartig.” - „Großer Jubel letztlich in der Szene Salzburg für einen sehr eindrücklichen Abend mit einem verstörenden Thema.“ Erhard Petzel, DrehPunktKultur
Über die deutschsprachige Erstaufführung von EUROPAS SCHWUR (Ü: Uli Menke) ist noch nicht entschieden.
Neu auf ARD-Sounds: Cheap Dreams - New WhiRLeD Order von Tino Kühn

Autor und Regisseur Tino Kühn knüpft an seine Hörspielserie CHEAP DREAMS an mit der Fortsetzung: New WhiRLeD Order. Work hard – play hard: Xenia und Roland widmen sich in ihrem Podcast „Drauf & Dran – Die Businesspunks“ den neuesten Trends aus Wirtschaft und Lifestyle. Um die sinkenden Abrufzahlen zu kontern, testet Roland das brandneue KI-Produkt der Firma Deep Impact: die X-perience. Statt ein Produkt zu erwerben, werden hier fiktive Erlebnisse mit der Ware direkt ins Gedächtnis gespeist. Für Roland beginnt nun ein Albtraum aus mysteriösen Visionen – und man ist hinter ihm her. Gemeinsam mit Xenia beginnt so eine Reise, die ihn zwingt, die Grenzen von Erinnerung und Wirklichkeit infrage zu stellen.
Tino Kühns Hörspiel greift Motive aus Gesellschaft sowie Pop- und Digitalkultur auf und kreist um die Verschiebung von Wahrnehmung durch Technologie. Im Zusammenspiel von sozialer Inszenierung, virtuellen Räumen und KI entfaltet sich in der Fortsetzung von CHEAP DREAMS erneut ein Vexierspiel, das Erinnerung und Gegenwart ineinander spiegelt und die Trennschärfe zur Realität bewusst verwischt.
Und zur besseren Vorbereitung wiederholt der SWR auch den Fünfteiler CHEAP DREAMS am 2. und 8. August (hier online)
Neu in ARD-Sounds seit 28. Juli
Erstsendung: 16. August | SWR 2 | 18.20 h
CHEAP DREAMS - New WhiRLeD Order
Hörspiel und Regie: Tino Kühn
Produktion: SWR
Mit: Marlene Tanczik, Ole Lagerpusch, Robert Dölle, Dustin Semmelrogge u. v. a.
"Zeitlos wie modern": Amanda Lasker-Berlins LYSISTRATA ODER DIE FANTASIE VON FRIEDEN uraufgeführt

Krieg, Widerstand und die Fantasie vom Frieden: Im Auftrag der Bad Hersfelder Festspiele und unter der neuen, zweiten Intendanz von Elke Hesse hat Amanda Lasker-Berlin Aristophanes’ Komödie neu gedacht. In LYSISTRATA ODER DIE FANTASIE VON FRIEDEN verlegt sie das Geschehen an einen einzigen Schauplatz: die zerstörte Stadt. Während Athen und Sparta einen scheinbar endlosen Krieg führen, schmiedet Lysistrata gemeinsam mit der Spartanerin Lampito und Frauen aus den verfeindeten Lagern einen Plan, das schier Unmögliche zu erreichen: den Frieden. "Marlene Anna Schäfers Inszenierung der Überschreibung von Amanda Lasker-Berlin […] ist ebenso zeitlos wie modern, extravagant und emotional, und hält einige Überraschungen bereit. [...] 'Lysistrata' ist und bleibt eine Komödie, jedoch hat das Stück auch einige stille, ernste und anrührende Momente, die das Lachen zum Kloß im Hals werden lassen." Nadine Meier-Maaz, Hersfelder Zeitung "Amanda Lasker-Berlin führt den uralten Stoff über die Zeiten hinweg. Aus dem abstrusen Sex-Streik entwickelt sie ein wirksames Fanal für den Frieden." Vera John, Die Deutsche Bühne “Bei allem Wortwitz und aller Situationskomik wird daran gemahnt, dass das Thema, um das es hier geht, alle andere als lustig ist.” Anke Zimmer, Fuldaer Zeitung "Eine temporeiche Revue zwischen Antike und Gegenwart." Jutta Hamberger, Osthessen-News