Bettina KupferUlrich HubLudwig FelsDouglas WolfspergerLara SchützsackGudrun SchuryBart MoeyaertWilfried HappelMax EippKristl PhilippiFlorian EichingerIstván EörsiCarolina SchuttiElke HeidenreichStef Driezen
 
Franz Jung
geboren 1888 in Neisse, Oberschlesien (heute Nysa, Polen), gestorben 1963 in Stuttgart. Studium der Volkswirtschaft, Rechts-, Kunst- und Religionswissenschaften in Leipzig, Jena und Breslau. Nach ersten Veröffentlichungen in expressionistischen Zeitschriften zieht er 1912 nach Berlin. Nachdem er sich 1914 freiwillig zum Krieg gemeldet hat, desertiert er, mit anschließender Haft und Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt. Nach der Entlassung Gründung der dadaistischen Zeitschrift "Neue Jugend" und Mitherausgeber bei "Club Dada". In den Jahren von 1919bis- 1922 ist Jung erneut in Haft, wegen Beteiligung an mehreren kommunistischen Aktionen (darunter die Entführung eines Schiffes). Ihm gelingt die Flucht in die Sowjetunion, wo er bei der Komintern und am Wiederaufbau zerstörter Fabriken arbeitet. 1923 Rückkehr nach Deutschland, wo er unter falschem Namen lebt. Er arbeitet als Wirtschaftsjournalist und ist literarisch und am Theater Erwin Piscators tätig. In der Zeit von 1933 bis 1945 arbeitet Jung im Untergrund gegen die Nazis, flieht nach seiner Entdeckung nach Prag, Wien und schließlich Genf. Als er dort ausgewiesen wird, geht er nach Budapest, wo er sich um polnische Flüchtlinge bemüht. Kurz vor Kriegsende wird er verhaftet und in das KZ Bozen verfrachtet, das allerdings bald darauf befreit wird. Nachdem seine Tochter unter ungeklärten Umständen stirbt, wandert Jung für einige Zeit (1945 - 1960) in die USA aus, wo er einen Wirtschaftsnachrichtendienst aufbaut. Um 1960 kehrt Jung nach Deutschland zurück. Ehemalige Bekannte helfen ihm, im kulturellen Leben wieder Fuß zu fassen. Franz Jung stirbt 1963 in Stuttgart.
Franz Jung »