Aktuell

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… trifft Kristof Magnusson mit seiner Komödie APOKALYPSE MIAU (Mitarbeit: Gunnar Klack), so Margarete Affenzeller in Der Standard: Das Auftragswerk für das Volkstheater und Schauspieldirektor Kay Voges habe „Integrationspotenzial“, versammele es doch „alle Typen heutiger Diskurskriege […] Dort, wo in der Realität diskursiv nichts mehr geht, hilft am Theater der Unernst, der Spaß weiter.“ Magnussons „überspitzt-satirische Typenkomödie“ greife „die Brüche auf, die im Theater und in der gesamten Gesellschaft gerade herrschen“, so Martin Thomas Pesl in Deutschlandfunk Kultur. „Kristof Magnusson ist hier eine kurzweilige, mit Liebe zum Gag-Detail versehene Persiflage gelungen.“ (Christina Böck, Wiener Zeitung) „Kay Voges hat das fröhliche Untergangsszenario, in dem sämtliche Spielarten der Theaterkunst aufs Korn genommen werden, mit viel Tempo inszeniert, sodass die drei Stunden (mit einer Pause) beinahe wie im Flug vergehen. Hier wird das Theater gefeiert, indem es zu Grabe getragen wird.“ (APA/Salzburger Nachrichten)


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Die Dreharbeiten zu NACKT ÜBER BERLIN sind beendet! Die Drehbücher zur Serie schrieb Sönke Andresen gemeinsam mit Regisseur Axel Ranisch auf der Basis dessen gleichnamigen Romans. Lorenzo Germeno und Anh Khoa Trần spielen zwei Jugendliche, Thorsten Merten den Schuldirektor, den die beiden in seiner Wohnung festsetzen. In weiteren Rollen standen Christina Große, Devid Striesow, Alwara Höfels, Heiko Pinkowski, Sidney Fahlisch, Kathrin Angerer, Serafin Mishiev, Stephan Luca, Thandi Sebe und Leander Lesotho vor der Kamera von Dennis Pauls. „Nackt über Berlin“ wird von Studio.TV.Film für SWR und ARTE produziert.


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Nach der Premiere in Cannes startet Emily Atefs  MORE THAN EVER - MEHR DENN JE (Drehbuch mit Lars Hubrich) nun im Deutschen Kino: Hélène (Vicky Krieps) und ihr Mann Mathieu (Gaspard Ulliel) verbindet eine innige Beziehung. Sie kennen sich schon fast ihr ganzes Leben. Aber die 33-jährige Hélène leidet an einer unheilbaren Lungenkrankheit. Im Internet stößt sie auf den norwegischen Blogger „Mister", der ebenfalls schwer krank ist, seine Situation aber mit viel Humor und Scharfsinn dokumentiert. Ihm gegenüber kann sie sich öffnen. Hélène lässt zunächst ihren Mann in Bordeaux zurück, um in Norwegen Kontakt zu ihrem Leidensgefährten (Bjørn Floberg) aufzunehmen, der fast ihr Großvater sein könnte. In der ungewohnten Umgebung kommt sie zur Ruhe und es gelingt ihr, eine selbstbestimmte Entscheidung über ihr Leben und ihren Tod zu treffen.

"Mehr denn je ist ein Liebesfilm über die größte, schwierigste Lebens- und Liebestat: das Loslassen." Die Zeit

Drehbuch: Emily Atef, Lars Hubrich
Regie: Emily Atef
Produktion:  Eauxvives Produktion in Koproduktion mit NiKo Film, Samsa Film, Mer Film, Jour 2 Fête, Bjoca Productions und Ramona Productions


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Mit Hans Magnus Enzensberger ist jetzt einer gestorben, der mit sehr eigenem Kopf und großer Unabhängigkeit von Anfang an im VERLAG DER AUTOREN dabei war. Schon im legendären Aufstand der Lektoren bei Suhrkamp stand er auf der Seite der Autoren und ihres neuen Verlages. Seine Meinung und Ratschläge waren uns immer wichtig, sei es bei der Gründung des Filmverlages oder später bei der Buchproduktion. Seine medienpolitischen Essays wie sein "Baukasten zu einer Theorie der Medien" verfehlten bei uns nicht ihre Wirkung.

Obwohl kein originärer Dramatiker, war HME auch auf dem Terrain der Darstellenden Künste ein Generalist: seien es Opern oder Neufassungen alter und unspielbarer Stücke wie Caldérons TOCHTER DER LUFT oder seine Version von Molières MENSCHENFEIND, in dessen pointierten Endreimen sich die upper middle class der Bonner Republik in über 70 Inszenierungen wiedererkannte. Ein seltener Triumph der Komödie. Weniger wahrgenommen wurden seine über 30 Jahre währenden, unermüdlichen szenisch-dialogischen Bemühungen um Denis Diderot, den Philosophen, Enzyklopädisten, Romancier und Dramatiker, vielleicht den ersten modernen Intellektuellen – ein Alter Ego Enzensbergers, dem er auf vielfältige Weise seine Stimme lieh. Auch er war ein kritischer Beobachter dieser Welt, die er mit Witz und Verstand eines Analytikers betrachtete.

Kein originärer Dramatiker? Wer würde vermuten, dass der Verlagskatalog über ein Dutzend Theaterstücke und Bearbeitungen verzeichnet, dazu Libretti, Übersetzungen und Hörspiele? Und ein George Tabori machte sogar aus seinem Gedicht-Zyklus vom UNTERGANG DER TITANIC bewegendes, unvergessliches Theater.

Ein langes, reiches Leben – auch für das Theater – ist zu Ende gegangen.

Karlheinz Braun, am 26. November 2022


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In der Buchvorschau Frühjahr 2023 stellen wir unsere Frühjahrs-Neuerscheinungen vor: PHÄDRA, IN FLAMMEN von Nino Haratischwili, SPIELPLATZ 36. FÜNF NONSENS-STÜCKE FÜR KINDER und DAS LIED DER STADT (NICHT FÜR DICH) von Ivana Sajko.


Termine

Opéra National de Paris
Kontakthof (L)
von Pina Bausch
Oper Köln
Petruschka
von Richard Siegal
Opéra National de Paris
Kontakthof (L)
von Pina Bausch
HR | 14:30 Uhr
Der Hafenpastor und das Blaue vom Himmel
Drehbuch von Stefan Wild
One | 20:15 Uhr
3 Tage in Quiberon
Drehbuch von Emily Atef
R: Emily Atef