Heiner Gimmler
geboren 1940 in Hoyerswerda/Schlesien. Studium der Slavistik, Germanistik und Philosophie in Marburg, Berlin, Stockholm, Oslo, Kopenhagen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Von 1976 bis 1980 Dramaturg am Burgtheater Wien. Lebt heute als freier Übersetzer in Berlin.
geboren 1940 in Hoyerswerda/Schlesien. Studium der Slavistik, Germanistik und Philosophie in Marburg, Berlin, Stockholm, Oslo, Kopenhagen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Von 1976 bis 1980 Dramaturg am Burgtheater Wien. Lebt heute als freier Übersetzer in Berlin.
 
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Übersetzungen (27)
Baumeister Solness (Bygmester Solness, 1892)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspiel Frankfurt, 1.6.1994. R: Peter Eschberg
Als Architekt hat es Halvard Solness weit gebracht: Sogar sein früherer Chef, Knut Brovik, muss für ihn arbeiten. Als junger Mann hat Solness ihn durch Eifer und Können überflügelt. Mittlerweile ist Solness selbst in die Jahre gekommen und fürchtet, dass ihm ein ähnliches Schicksal blühen könnte. Denn Broviks Sohn, der ebenfalls bei ihm angestellt ist, zeigt Talent und Ambitionen. Diese weiß Halvard zwar geschickt zu unterbinden, doch seine Angst, eines Tages von der Jugend abgelöst zu werden, sitzt tief und wächst beständig. Er hält sie geheim. Nur ein Symptom ist öffentlich bekannt: seine Höhenangst, die verhindert, dass er die Türme seiner himmelsstrebenden Bauten erklimmt. Seine Ehefrau Aline lebt seit dem Tod ihrer gemeinsamen Kinder freudlos vor sich hin, Halvard plagen wachsende Schuldgefühle.
In dieses äußerlich erfolgreiche und innerlich unglückliche Leben dringt unvermittelt die junge Hilde ein, mit der Halvard vor zehn Jahren bei einem Richtfest geflirtet und der er damals "ein Königreich" versprochen hatte. Nun fordert sie die Einlösung dieses Versprechens und verlangt zugleich eine Probe seines alten Mutes: Er soll, wie damals beim Richtfest, auf dem Turm eines von ihm erbauten Hauses einen Kranz aufhängen. Berauscht von ihrer Jugendlichkeit und der Erinnerung an frühere Triumphe lässt Solness sich auf die Forderung ein...

Heiner Gimmlers Übersetzung von BAUMEISTER SOLNESS wurde zuletzt u.a. von Jacqueline Kornmüller am Staatstheater Stuttgart, von Andreas von Studnitz am Bremer Theater und Anselm Werber am Staatsschauspiel Hannover inszeniert.
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Der Pelikan (Pelikanen, 1907)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Burgtheater Wien, 2.10.1978. R: Achim Benning
"Die Entlarvung der von den Personen in einer Art Schlafwandlertum aufrecht erhaltenen Scheinwirklichkeit ist das Thema dieses wie der früheren Kammerspiele Strindbergs. Hier fällt die enthüllende Rolle dem Sohn zu; er deckt den Charakter der Mutter auf, deren Verderbtheit die Begründung für das dramatische Geschehen des Stücks ist. Wie aber die Bösartigkeit der Mutter im Drama kaum manifest wird, sondern auch als bloße Projektion des Sohnes und der von ihm beeinflussten Personen aufgefasst werden könnte, so verbleiben die dramatischen Ereignisse fast ausschließlich im psychologischen Bereich." (Kindlers Literatur Lexikon)

Gerade DER PELIKAN lebt von der Sprache und mithin von der Übersetzung, denn es zeigt eher ‚innerseelische Vorgänge’ als eine äußere Handlung. Es ist das Verdienst von Heiner Gimmlers "neuen forschen Übersetzung" (Frankfurter Rundschau), einen heutigen Zugang auch zu diesem lange Zeit vernachlässigten Stück Strindbergs erschlossen zu haben.
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Der Vater (Fadren, 1887)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Düsseldorfer Schauspielhaus, 23.4.1977. R: Michael Haneke
Mit der Ehe von Laura und dem Rittmeister steht es nicht zum Besten. Anlass der Auseinandersetzung ist die Erziehung der gemeinsamen Tochter Berta. Laura sieht sie eher als Künstlerin, der Vater möchte sie in die Stadt schicken, damit sie später studieren kann. Auf jeden Fall will er sie dem Einfluss der Mutter entziehen. Als Vater hat er - zu dieser Zeit - das verbriefte Recht, die Erziehung des Kindes zu bestimmen, und er lässt keinen Zweifel aufkommen, dieses Recht durchzusetzen.
Zufällig hat sich zur gleichen Zeit ein Fall ereignet, bei dem eine Vaterschaft nicht eindeutig zu klären war. Aus dem beiläufigen Gespräch des Ehepaares über diesen Vorfall entsteht der Verdacht, dass auch der Rittmeister nicht der Vater des gemeinsamen Kindes sei. Der einmal erhobene Verdacht wird zum Fluch...

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Die Brandstätte (Brända tomten, 1907)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
DIE BRANDSTÄTTE "handelt von einem verbrannten Haus. Die Suche nach dem Brandstifter gestaltet sich als eine Suche nach vergangener Schuld. Eine nur lose zusammenhängende Handlung kreist um einen unbekannten Fremden, der im Augenblick des Brandes zurückgekehrt ist. Die ansatzweise entwickelte Rekapitulation seiner Kindheit und Jugend offenbart eine gebrochene Identität, die von Verschweigen und Geheimnissen gezeichnet ist. Ihr stehen die Lebensgeschichten der Bewohner des abgebrannten Hauses gegenüber, deren Verbrechen und Schuld nach und nach entdeckt werden." (Kindlers Literatur Lexikon)

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Die Frau vom Meer (Fruen hat havet, 1888)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Münchner Kammerspiele, 18.11.1989. R: Thomas Langhoff
Ellida Wangel, Tochter eines Leuchtturmwärters, arrangiert sich in ihrer Ehe mit dem Bezirksarzt Wangel in einer kleinen, norwegischen Fjordstadt. Sie vermisst ihre Heimat und ihre Vergangenheit – das Meer. Nicht nur das Eheleben geht seinen unaufgeregten, alltäglichen Lauf und erscheint wenig abwechslungsreich, auch die Enge des Fjords im Gegensatz zur Weite des Meeres nagt an ihrem Gemüt. Die distanzierte Beziehung zu ihren beiden Stieftöchtern Hilde und Bolette trägt ebenfalls ihren Teil dazu bei. Der von ihrem Mann eingeladene Oberlehrer Arnholm soll sie aufheitern, doch es kommt anders als geplant. Das Erscheinen eines Fremden weckt in Ellida plötzlich tot geglaubte Erinnerungen, und längst verlorene Ängste und Gefühle werden wachgerufen. Am Scheideweg ihres Lebens gerät sie in einen wahrhaften Taumel zwischen Gegenwärtigem und Vergangenem.
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Die Kameraden (Kamraterna, 1905)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Die Stärkere (Den Starkare, 1888)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspiel Köln, 28.2.1987. R: Peter Löscher
Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Die Wildente (Vilanden, 1883)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspiel Frankfurt, 3.1.1987. R: Michael Gruner
Sein halbes Leben schon hofft Hjalmar Ekdal auf seine große Stunde - den Augenblick seiner bahnbrechenden Erfindung, von der niemand sagen kann, wie sie aussehen soll, am wenigsten Hjalmar selbst. Seine Frau Gina war früher die Geliebte des Großunternehmers Werle, und die 14jährige Tochter Hedvig ist womöglich gar nicht Hjalmars eigen Fleisch und Blut, sondern eben aus dieser Verbindung hervorgegangen. Hjalmars Familie wird finanziell indirekt vom mächtigen Werle unterstützt - und damit nicht zuletzt Hjalmars Festhalten an der Hoffnung auf seine "Erfindung", die er nie machen wird. So lebt die Familie bescheiden aber glücklich zusammen mit einer verwundeten Wildente, die sich an ihr flügellahmes Leben auf dem Dachboden des Hauses gewöhnt hat und von Hedvig über alles geliebt wird.
Doch das familiäre Lügengebäude stürzt in sich zusammen, als Gregers Werle, der Sohn des Großunternehmers, von "akutem Rechtschaffenheitsfieber" getrieben, seinem Freund Hjalmar dessen Selbsttäuschungen vor Augen führt: Hjalmar wendet sich von Frau und Kuckuckskind ab; Hedvig will ihm als Beweis ihrer Zuneigung ein Opfer bringen; doch statt der Wildente, als des Liebsten, was sie hat, erschießt sie sich selbst.
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Ein Puppenheim (Nora) (Et dukkehjem, 1879)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Burgtheater Wien, 11.5.1979. R: Adolf Dresen
Das Familienglück der Helmers scheint ungetrübt: Torwald Helmer macht Karriere in einem renommierten Kreditinstitut, seine Frau Nora kümmert sich um das häusliche Wohlergehen von Mann und Kindern. Längst vergessen sind die finanziellen Bedrängnisse der Vergangenheit. Doch das "Puppenheim"-Idyll ist mit einer Notlüge erkauft worden. Vor Jahren fälschte Nora aus Liebe zu ihrem schwer erkrankten Mann eine Unterschrift, um ein Darlehen zu bekommen. Ohne sein Wissen rettete sie damit sein Leben, heimlich zahlte sie auch den Kredit fast vollständig ab. Dem einstigen Geldgeber aber, Rechtsanwalt Krogstad, der nunmehr in Torwalds Bank angestellt ist, droht die Entlassung. Um dies zu verhindern, erpresst er Nora mit dem Wissen um ihre Tat. Sie soll sich bei ihrem Mann für ihn einsetzen...
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Ein Traumspiel (Et Drömspel, 1901)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Staatstheater Stuttgart, 20.11.1987. R: Axel Manthey
"Das erst 1906 geschriebene 'Vorspiel' schildert den Abstieg von Agnes, der Tochter des Gottes Indra, aus den himmlischen Regionen in die schwere und drückende Atmosphäre der Erde, da sie von Indra den Auftrag erhalten hat, herauszufinden, ob die Klagen der Menschen über ihre Existenz berechtigt seien. Als Beobachterin und selbst ein menschliches Schicksal Erleidende sammelt Agnes dann auf einer symbolischen Wanderung über mehrere Stationen Einsichten in die Bedingungen und Abläufe menschlicher Existenz, in der Hoffnungen und Erwartungen ausnahmslos enttäuscht werden." (Kindlers Literatur Lexikon)
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Ein Volksfeind (En folkefiende, 1883)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Volkstheater Wien, 20.10.1985. R: Dietmar Pflegerl
Badearzt Dr. Tomas Stockmann macht die Entdeckung, dass die städtischen Heilbäder durch Abwässer verseucht sind. Er will diese Tatsache im örtlichen "Volksblatt" publizieren. Doch stößt sein Ansinnen auf wenig Gegenliebe. Stattdessen lässt der Stadtrat eine lapidare Erklärung drucken, die den Vorgang herunterspielt. Dr. Stockmann jedoch lässt nicht locker und bohrt immer weiter, bis das Örtchen ihn einstimmig zum "Volksfeind" erklärt. Aber er denkt nicht daran, aufzugeben...
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Fräulein Julie (Fröken Julie, 1888)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Staatstheater Stuttgart, 30.5.1981. R: Peter Löscher
Julie, ein adliges Fräulein, benutzt die Abwesenheit ihres Vaters, um sich dem Hausdiener Jean zu nähern. Sie fordert ihn zum Tanz auf. Jean fühlt sich geschmeichelt, fürchtet jedoch den Zorn seines Herren. Trotzdem sind die Rollen von Herrin und Knecht schließlich vertauscht, und Jean überredet Julie, Geld aus der Schatulle des Vaters zu stehlen, um mit ihm zu fliehen. Doch als der Vater zurückkehrt und nach Jean läutet, verwandelt sich dieser wieder in den unterwürfigen Diener...

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Gespenster (Gengangere, 1882)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Staatstheater Darmstadt, 2.11.1984. R: Jens Pesel
Osvald Alving kommt aus Paris nach Hause zu seiner Mutter in der norwegischen Provinz. Am nächsten Tag will Helene Alving das Kinderheim eröffnen, das sie mit dem Vermögen ihres verstorbenen Mannes gestiftet hat. Zu diesem Anlass reist auch Pastor Manders an, die Jugendliebe Helenes und nun ihr Finanzberater, den sie einst zugunsten des Kammerherrn Alving zurückgewiesen hat.
Doch mit den Gästen halten zugleich die "Gespenster" der Vergangenheit Einzug in den Landsitz von Frau Alving - die Fassade der Wohlanständigkeit zerbricht: Helenes Lebenslüge kommt ans Licht, mit der sie jahrelang die Ausschweifungen ihres Mannes gedeckt hat. Auch die Moral des Pastors entpuppt sich als scheinheilig. Und Regine, die als Dienstmädchen bei Frau Alving lebt und als Tochter des Tischlers Engstrand gilt, ist in Wahrheit das Ergebnis eines Seitensprungs des Kammerherrn. Osvald schließlich, der heimgekehrte Sohn, ist nicht nur müde von der Reise, sondern auch todkrank...
Henrik Ibsen schrieb GESPENSTER 1881 und löste damit einen Skandal aus. Er spricht darin damals zentrale Themen an: Inzest, Syphilis, Moral- und Wertekonservatismus und die brandaktuelle Darwin’sche Vererbungstheorie.
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Gespenstersonate (Spöksonaten, 1908)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspiel Köln, 12.10.1985. R: Ernst Wendt
"Um die Enthüllung der Vergangenheit und die Verwicklungen hinter der bürgerlichen Fassade eines Hauses geht es auch in 'Spöksonaten' ... An einem Sonntagmorgen bittet der Student Archenholz ein Milchmädchen an einem Brunnen um Wasser. Auf der Bühne ist außer ihnen noch der alte Direktor Hummel, der im Rollstuhl sitzt und sich wundert, mit wem der Student spricht. Für ihn ist das Milchmädchen, das nur der Student, das 'Sonntagskind', sieht, unsichtbar. Hummel wendet sich an den Studenten und verrät ihm, dass er seinen Vater kannte und dass dieser tief in seiner Schuld stand. Der Student könne dies durch einen Gefallen wiedergutmachen. Er solle am Abend ins Theater gehen und sich Wagners Walküre anhören. Dort werde er den Oberst und dessen Tochter treffen, die in dem Haus wohnten, vor dem das Gespräch stattfindet. Der Oberst wurde einst von seiner Frau verlassen, sie kehrte jedoch zu ihm zurück und lebt nun als Mumie in einem Wandschrank im Haus, krächzend wie ein Papagei." (Kindlers Literatur Lexikon)

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Gläubiger (Fordringsägare, 1888)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspiel Köln, 28.2.1987. R: Peter Löscher
1974 legte Heiner Gimmler als erste seiner Strindberg-Übersetzungen die Liebes-"Komödie" MIT DEM FEUER SPIELEN vor. Seither folgten zwölf weitere Stücke des schwedischen Seelenforschers und Wegbereiters fragmentarischer Formen auf dem Theater. Darunter sind nicht nur die oft gespielten "Klassiker" wie FRÄULEIN JULIA, EIN TRAUMSPIEL, TOTENTANZ oder GESPENSTERSONATE, sondern auch kleinere und unbekanntere Stücke wie etwa das Kammerspiel DER PELIKAN und der Einakter GLÄUBIGER.

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Hedda Gabler (Hedda Gabler, 1891)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Burgtheater Wien, 20.5.1978. R: Peter Palitzsch
Von einer fast sechsmonatigen Hochzeitsreise heimgekehrt, haben sich die Generalstochter Hedda Gabler und der Kunsthistoriker Jørgen Tesman einen Traum erfüllt und sind in eine Villa gezogen. Bald erfahren sie, dass Ejlert Løvborg, ein Jugendfreund Tesmans und Heddas ehemaliger Geliebter, wieder in der Stadt ist, dass er seinen Alkoholismus überwunden und gemeinsam mit Thea Elvsted, einer Bekannten aus Heddas Schulzeit, ein Buch geschrieben hat. Inzwischen gelangweilt von ihrem gutmütigen Ehemann, sucht Hedda die Nähe der beiden, drängt sich - berechnend und manipulativ - in ihre Beziehung und treibt den labilen Løvborg schließlich in den Selbstmord. Doch wird damit auch Hedda selbst zum Spielball: von Richter Brack, der um ihre Mitschuld an Løvborgs Suizid weiß...
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John Gabriel Borkman (John Gabriel Borkman, 1897)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Bayerisches Staatsschauspiel, München, 31.5.1985. R: Ingmar Bergman
16 Jahre ist es her, dass der Bankdirektor John Gabriel Borkman Gelder verspekuliert und damit nicht nur sich selbst, sondern auch viele Anleger in den Ruin gestürzt hat. Aus dem Gefängnis entlassen, lebt er nun im oberen Stockwerk einer Villa, die seit dem Bankrott seiner Schwägerin Ella Rentheim gehört. Die unteren Räume werden von seiner Frau Gunhild bewohnt, die ihrem Mann die Schmach des sozialen Absturzes noch immer nicht verziehen hat. Obwohl sie mit ihm unter einem Dach lebt, will sie ihn nicht mehr sehen – acht Jahre lang sind sie sich einander nicht begegnet. Sie hört immer nur seine ruhelosen, einsamen Schritte in den oberen Räumen.
Gunhilds einziges Ziel ist es, sich Genugtuung zu verschaffen für den Verlust von Ehre und Vermögen. Ihr Sohn Erhart soll alles wieder gutmachen und den Namen Borkman reinwaschen. Mit Ehrgeiz und erdrückender Mutterliebe lenkt sie seine Geschicke. Doch auch ihre Schwester Ella möchte Erhart für sich gewinnen. Sie hatte den Neffen einst, als die Katastrophe über die Familie hereinbrach, zu sich geholt und aufgezogen. Eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen den Schwestern beginnt, in der alle alten Wunden wieder aufreißen. Denn schon einmal haben die beiden Frauen um einen Mann gekämpft: um John Gabriel...

"Heiner Gimmlers gut sprechbare Übersetzung" (Neue Zürcher Zeitung) ist auf Wunsch Ingmar Bergmans für das Münchner Residenztheater entstanden.
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Klein Eyolf (Lille Eyolf, 1892)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspielhaus Bochum, 21.11.1986. R: Peter Fitz
Weil er als Säugling vom Tisch gefallen ist, läuft der kleine Eyolf mit einem verkrüppelten Bein herum. Seit dem Unfall haben sich seine Eltern, Rita und Alfred Allmers, auseinander gelebt. Alfred hat sich in wissenschaftliche Arbeiten zurückgezogen. Rita fühlt sich von ihm abgewiesen, und das umso mehr, als Alfred plötzlich beschließt, zwar die Arbeit aufzugeben, seine Kraft und Zeit aber stattdessen einzig und allein dem inzwischen 9jährigen Sohn zu widmen.
Eines Tages erscheint eine alte Frau, die "Rattenjungfer", und bietet den Allmers ihre Dienste an: Sie will die Ratten des Hauses in den Fjord locken. Fasziniert von der geheimnisvollen Frau, folgt Eyolf ihr zum Wasser und ertrinkt. Mit dem Tod des Jungen kehrt auch die Vergangenheit zurück, brechen wechselseitige Vorwürfe, Gefühle von Eifersucht und Schuld wieder in das Leben der Allmers ein...

Heiner Gimmlers "prägnante Übersetzung" (Frankfurter Rundschau) von KLEIN EYOLF legte schon Fritz Marquardt 1995 seiner Inszenierung am Berliner Ensemble – mit Martin Wuttke als Alfred Allmers – zugrunde.
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Mit dem Feuer spielen (Leka med elden, 1892)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspiel Frankfurt, 7.12.1974. R: Peter Löscher
1974 legte Heiner Gimmler als erste seiner Strindberg-Übersetzungen die Liebes-"Komödie" MIT DEM FEUER SPIELEN vor. Seither folgten zwölf weitere Stücke des schwedischen Seelenforschers und Wegbereiters fragmentarischer Formen auf dem Theater. Darunter sind nicht nur die oft gespielten "Klassiker" wie FRÄULEIN JULIA, EIN TRAUMSPIEL, TOTENTANZ oder GESPENSTERSONATE, sondern auch kleinere und unbekanntere Stücke wie etwa das Kammerspiel DER PELIKAN und der Einakter GLÄUBIGER.

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Nach Damaskus (Till Damaskus, 1898)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspiel Bonn, 10.10.1998. R: David Mouchtar-Samorai
Dieses erste "Traumspiel" Strindbergs ist ein Schlüsselwerk des modernen Theaters. Die klassische Einheit der Handlung ist ersetzt durch die Einheit des Ichs. Die Stationendramaturgie trägt dem Rechnung; die Szenenfolge ist kein Handlungskontinuum mehr, sondern eine Projektion des Ich. Der Unbekannte flüchtet vor der fremd gewordenen Welt zu sich selber und steht erneut Fremden gegenüber: "Nicht den Tod, sondern die Einsamkeit fürchte ich, denn in der Einsamkeit trifft man jemand. Ich weiß nicht, ob es jemand anderes ist oder ob ich mich selbst wahrnehme, aber in der Einsamkeit ist man nicht einsam. Die Luft wird dichter, die Luft wächst, und es beginnen Wesen zu wachsen, die unsichtbar sind, aber die man wahrnimmt und die Leben haben."

In Heiner Gimmlers "Verschärfung einer älteren Übertragung von Elias und Schlenther" (FR) wurde NACH DAMASKUS 1998 in der Regie von David Mouchtar-Samorai am Schauspiel Bonn erstaufgeführt.
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Peer Gynt (Peer Gynt, 1867)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Staatsschauspiel Dresden, 9.9.1995. R: Tobias Wellemeyer
Peer ist ein Fantast und Hochstapler. Ein Bauernjunge, der davon träumt, Kaiser zu werden. Er verlässt seine Mutter und Solvejg, die ihn liebt, entkommt den Trollen, die ihn zu einem der ihren verunstalten wollen, und kehrt seiner norwegischen Heimat den Rücken, um die Welt zu erobern. In Afrika gelangt er als Sklavenhändler zu unermesslichem Reichtum. In Ägypten erforscht er die Pyramiden von Gizeh und wird in einem Irrenhaus in Kairo zum "Kaiser des Selbst" gekrönt. Als alter Mann kehrt er nach Hause zurück. Dort trifft er auf Solvejg, die auf ihn gewartet hat...

Heiner Gimmler versucht in seiner PEER GYNT-Übersetzung, den Reim zu erhalten und die szenisch-dramatischen Elemente gleichzeitig neu zu erfinden. Reim und Rhythmik bilden in seiner Übersetzung den Antrieb und das Gerüst, da von ihnen die Leichtigkeit, der Witz und die Ironie von Ibsens Versdrama abhängen.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Rausch (Verbrechen und Verbrechen) (Brott och brott, 1899)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Bremer Theater, 16.1.1987. R: Werner Schroeter
In August Strindbergs Gesellschaftskomödie, die im Pariser Künstlermilieu spielt, steht Maurice kurz vor dem Durchbruch als Dramatiker. Er bittet sich von seiner Freundin Jeanne, mit der er eine kleine Tochter hat, Freiheit für den Premierenabend aus und verspricht ihr, sie hinterher an Ruhm und Ehre teilhaben zu lassen. Doch vom überwältigenden Erfolg seines Theaterstücks berauscht, verbringt er die Nacht trinkend und feiernd mit der Bildhauerin Henriette.

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Rosmersholm (Rosmersholm, 1887)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Freie Volksbühne Berlin, 8.3.1991. R: Frank Hoffmann
Rosmer, einstiger Gemeindepfarrer und letzter Abkömmling eines alten Adelsgeschlechts, lebt zurückgezogen auf dem Herrensitz Rosmersholm. Gesellschaft leistet ihm einzig Rebekka West, die ehemalige Gesellschafterin seiner verstorbenen Frau Beate, die sich vor nicht langer Zeit in den Mühlbach gestürzt hat.
Doch die Zurückgezogenheit währt nicht lang: Mehrere Gäste suchen Rosmer auf, um ihn für ihr jeweiliges Anliegen zu gewinnen. Rektor Kroll, Beates Bruder, will ihn zum Aushängeschild für seine konservative Partei machen. Sein Gegenspieler Mortensgard versucht Rosmer auf die Seite der Freisinnige zu ziehen. Und wirklich hat Rosmer inzwischen, auch durch Rebekkas Einfluss, nicht nur seine konservative Haltung, sondern sogar seinen christlichen Glauben abgelegt. Mit Rebekka träumt er von einem zukunftsweisenden sozialpolitischen Projekt. Sie, die einandeer in reiner Geistesverwandtschaft verbunden zu sein glaubten, gestehen sich verspätet ihre Liebe. Aber die Schatten der Vergangenheit holen sie ein: Hat Beate von ihrer Leidenschaft gewusst? Was trieb sie in den Tod? Und welchen dunklen Fleck gibt es in Rebekkas Leben?
2D-4H
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Stützen der Gesellschaft (Samfundets Stotter, 1877)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Düsseldorfer Schauspielhaus, 6.2.1999. R: Arie Zinger
Gerade als Konsul Bernick sein ganzes Ansehen braucht, um ein asoziales Eisenbahnprojekt durchsetzen zu können, in das er sein ganzes Vermögen investiert hat, taucht seine unliebsame Verwandtschaft auf: sein Schwager, ein angeblicher Ehebrecher und Dieb, und seine exzentrische Halbschwester. Nun zeigt sich, dass auch Konsul Bernick einiges zu verbergen hat...

Heiner Gimmlers Übersetzung von STÜTZEN DER GESELLSCHAFT wurde zuletzt u.a. von Andreas Kriegenburg am Schauspielhaus Zürich und von Klaus Kusenberg am Staatstheater Nürnberg inszeniert.
9D-10H
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Totentanz (Dödsdansen, 1905)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Burgtheater Wien, 12.3.1977. R: Achim Benning
Alice und Edgar tanzen ihren Reigen, ihren 25 Jahre währenden Ehe-Reigen. Sie umkreisen sich, sie belauern sich und sie schlagen zu, wo sie können. Als sie heirateten, gab Alice ihre Karriere als Schauspielerin auf, Edgar wurde Hauptmann bei der Artillerie – doch dies war schon das Ende seines hoffnungsvollen Berufsweges. Seit 25 Jahren leben sie in ihrem Turm auf einer Insel, die die Leute die „Kleine Hölle“ nennen, und tanzen. Und manchmal tanzt ein Dritter mit. Diesmal ist es Kurt, der Cousin von Alice. Beide, Edgar und Alice, versuchen ihn jeweils auf ihre Seite zu bringen – so schön war ihre Ehehölle noch nie.
August Strindbergs 1900 entstandener "Totentanz" ist das Urdrama aller Ehedramen – Ehedramen, an denen sich im Innern bis heute nichts geändert hat. In Alice zeichnet Strindberg eine der ersten emanzipierten Frauenfiguren.

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
Erster Teil: 3D - 2H, Zweiter Teil: 2D - 4H
Erster Teil: 3D - 2H, Zweiter Teil: 2D - 4H




Wenn wir Toten erwachen (Nar vi døde vågner, 1899)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
Arnold Rubek ist ein gefeierter, alternder Bildhauer, der durch seine Skulptur "Die Auferstehung" internationalen Ruhm erlangt hat. Das Modell für diese Skulptur war Irene, die es seinerzeit als ihre Lebensaufgabe betrachtet hatte, Rubek zu folgen und ihn in seiner künstlerischen Arbeit zu unterstützen. Sie scheinen damals starke Gefühle füreinander gehabt zu haben, aber Rubek weigerte sich, in Irene etwas anderes als sein Modell zu sehen, und sie verließ ihn enttäuscht und voller Zorn. Seitdem ist es mit Rubeks Schaffenskraft bergab gegangen [...]. Er hat Maja geheiratet, eine bedeutend jüngere Frau, und mit ihr im Ausland gelebt. Das Verhältnis zwischen ihnen ist mit den Jahren mehr und mehr abgekühlt.
Das Stück beginnt damit, dass Rubek und Maja in einem Badehotel an der norwegischen Küste Urlaub machen. Sie treffen den Gutsbesitzer Ulfhejm, einen Bärenjäger, der Maja einlädt, ihn ins Gebirge zu begleiten. Gast des Hotels ist auch eine mysteriöse weißgekleidete Frau in Begleitung einer Diakonissin - wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um Irene. Irene hat zwei Ehen und einen Aufenthalt in einer Heilanstalt hinter sich. Sie wirkt wie eine "lebende Tote" und klagt Rubek in einer bitteren Auseinandersetzung an, ihr Leben zerstört und ihre Seele gestohlen zu haben. Er seinerseits bittet sie, zu ihm zurückzukehren, damit er seine schöpferischen Kräfte wiedererlangt. Die beiden steigen ins Gebirge auf, um die Nacht zusammen zu verbringen. Nahe des Gipfels treffen sie Maja und Ulfheim. Ein Unwetter zieht herauf, und Maja und Ulfhejm machen sich an den Abstieg in die Sicherheit des Tales, während Irene und Rubek ihren Aufstieg zum Gipfel fortsetzen und von einer Lawine in den Tod gerissen werden.

(Quelle: Merete Morken Andersen, Ibsenhåndboken (Ibsenhandbuch), Gyldendal Norsk Forlag, 1995)
3D-3H (Statisten)
3D-3H (Statisten)




Wetterleuchten (Oväder, 1907)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
3D-7H
3D-7H