Heiner Gimmler
geboren 1940 in Hoyerswerda/Schlesien. Studium der Slavistik, Germanistik und Philosophie in Marburg, Berlin, Stockholm, Oslo, Kopenhagen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Von 1976 bis 1980 Dramaturg am Burgtheater Wien. Lebt heute als freier Übersetzer in Berlin.
geboren 1940 in Hoyerswerda/Schlesien. Studium der Slavistik, Germanistik und Philosophie in Marburg, Berlin, Stockholm, Oslo, Kopenhagen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Von 1976 bis 1980 Dramaturg am Burgtheater Wien. Lebt heute als freier Übersetzer in Berlin.
 
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Übersetzungen (27)
Peer Gynt (Peer Gynt, 1867)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Staatsschauspiel Dresden, 9.9.1995. R: Tobias Wellemeyer
Peer ist ein Fantast und Hochstapler. Ein Bauernjunge, der davon träumt, Kaiser zu werden. Er verlässt seine Mutter und Solvejg, die ihn liebt, entkommt den Trollen, die ihn zu einem der ihren verunstalten wollen, und kehrt seiner norwegischen Heimat den Rücken, um die Welt zu erobern. In Afrika gelangt er als Sklavenhändler zu unermesslichem Reichtum. In Ägypten erforscht er die Pyramiden von Gizeh und wird in einem Irrenhaus in Kairo zum "Kaiser des Selbst" gekrönt. Als alter Mann kehrt er nach Hause zurück. Dort trifft er auf Solvejg, die auf ihn gewartet hat...

Heiner Gimmler versucht in seiner PEER GYNT-Übersetzung, den Reim zu erhalten und die szenisch-dramatischen Elemente gleichzeitig neu zu erfinden. Reim und Rhythmik bilden in seiner Übersetzung den Antrieb und das Gerüst, da von ihnen die Leichtigkeit, der Witz und die Ironie von Ibsens Versdrama abhängen.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Rausch (Verbrechen und Verbrechen) (Brott och brott, 1899)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Bremer Theater, 16.1.1987. R: Werner Schroeter
In August Strindbergs Gesellschaftskomödie, die im Pariser Künstlermilieu spielt, steht Maurice kurz vor dem Durchbruch als Dramatiker. Er bittet sich von seiner Freundin Jeanne, mit der er eine kleine Tochter hat, Freiheit für den Premierenabend aus und verspricht ihr, sie hinterher an Ruhm und Ehre teilhaben zu lassen. Doch vom überwältigenden Erfolg seines Theaterstücks berauscht, verbringt er die Nacht trinkend und feiernd mit der Bildhauerin Henriette.

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
2D-1H
2D-1H




Rosmersholm (Rosmersholm, 1887)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Freie Volksbühne Berlin, 8.3.1991. R: Frank Hoffmann
Rosmer, einstiger Gemeindepfarrer und letzter Abkömmling eines alten Adelsgeschlechts, lebt zurückgezogen auf dem Herrensitz Rosmersholm. Gesellschaft leistet ihm einzig Rebekka West, die ehemalige Gesellschafterin seiner verstorbenen Frau Beate, die sich vor nicht langer Zeit in den Mühlbach gestürzt hat.
Doch die Zurückgezogenheit währt nicht lang: Mehrere Gäste suchen Rosmer auf, um ihn für ihr jeweiliges Anliegen zu gewinnen. Rektor Kroll, Beates Bruder, will ihn zum Aushängeschild für seine konservative Partei machen. Sein Gegenspieler Mortensgard versucht Rosmer auf die Seite der Freisinnige zu ziehen. Und wirklich hat Rosmer inzwischen, auch durch Rebekkas Einfluss, nicht nur seine konservative Haltung, sondern sogar seinen christlichen Glauben abgelegt. Mit Rebekka träumt er von einem zukunftsweisenden sozialpolitischen Projekt. Sie, die einandeer in reiner Geistesverwandtschaft verbunden zu sein glaubten, gestehen sich verspätet ihre Liebe. Aber die Schatten der Vergangenheit holen sie ein: Hat Beate von ihrer Leidenschaft gewusst? Was trieb sie in den Tod? Und welchen dunklen Fleck gibt es in Rebekkas Leben?
2D-4H
2D-4H




Stützen der Gesellschaft (Samfundets Stotter, 1877)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Düsseldorfer Schauspielhaus, 6.2.1999. R: Arie Zinger
Gerade als Konsul Bernick sein ganzes Ansehen braucht, um ein asoziales Eisenbahnprojekt durchsetzen zu können, in das er sein ganzes Vermögen investiert hat, taucht seine unliebsame Verwandtschaft auf: sein Schwager, ein angeblicher Ehebrecher und Dieb, und seine exzentrische Halbschwester. Nun zeigt sich, dass auch Konsul Bernick einiges zu verbergen hat...

Heiner Gimmlers Übersetzung von STÜTZEN DER GESELLSCHAFT wurde zuletzt u.a. von Andreas Kriegenburg am Schauspielhaus Zürich und von Klaus Kusenberg am Staatstheater Nürnberg inszeniert.
9D-10H
9D-10H




Totentanz (Dödsdansen, 1905)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Burgtheater Wien, 12.3.1977. R: Achim Benning
Alice und Edgar tanzen ihren Reigen, ihren 25 Jahre währenden Ehe-Reigen. Sie umkreisen sich, sie belauern sich und sie schlagen zu, wo sie können. Als sie heirateten, gab Alice ihre Karriere als Schauspielerin auf, Edgar wurde Hauptmann bei der Artillerie – doch dies war schon das Ende seines hoffnungsvollen Berufsweges. Seit 25 Jahren leben sie in ihrem Turm auf einer Insel, die die Leute die „Kleine Hölle“ nennen, und tanzen. Und manchmal tanzt ein Dritter mit. Diesmal ist es Kurt, der Cousin von Alice. Beide, Edgar und Alice, versuchen ihn jeweils auf ihre Seite zu bringen – so schön war ihre Ehehölle noch nie.
August Strindbergs 1900 entstandener "Totentanz" ist das Urdrama aller Ehedramen – Ehedramen, an denen sich im Innern bis heute nichts geändert hat. In Alice zeichnet Strindberg eine der ersten emanzipierten Frauenfiguren.

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
Erster Teil: 3D - 2H, Zweiter Teil: 2D - 4H
Erster Teil: 3D - 2H, Zweiter Teil: 2D - 4H




Wenn wir Toten erwachen (Nar vi døde vågner, 1899)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
Arnold Rubek ist ein gefeierter, alternder Bildhauer, der durch seine Skulptur "Die Auferstehung" internationalen Ruhm erlangt hat. Das Modell für diese Skulptur war Irene, die es seinerzeit als ihre Lebensaufgabe betrachtet hatte, Rubek zu folgen und ihn in seiner künstlerischen Arbeit zu unterstützen. Sie scheinen damals starke Gefühle füreinander gehabt zu haben, aber Rubek weigerte sich, in Irene etwas anderes als sein Modell zu sehen, und sie verließ ihn enttäuscht und voller Zorn. Seitdem ist es mit Rubeks Schaffenskraft bergab gegangen [...]. Er hat Maja geheiratet, eine bedeutend jüngere Frau, und mit ihr im Ausland gelebt. Das Verhältnis zwischen ihnen ist mit den Jahren mehr und mehr abgekühlt.
Das Stück beginnt damit, dass Rubek und Maja in einem Badehotel an der norwegischen Küste Urlaub machen. Sie treffen den Gutsbesitzer Ulfhejm, einen Bärenjäger, der Maja einlädt, ihn ins Gebirge zu begleiten. Gast des Hotels ist auch eine mysteriöse weißgekleidete Frau in Begleitung einer Diakonissin - wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um Irene. Irene hat zwei Ehen und einen Aufenthalt in einer Heilanstalt hinter sich. Sie wirkt wie eine "lebende Tote" und klagt Rubek in einer bitteren Auseinandersetzung an, ihr Leben zerstört und ihre Seele gestohlen zu haben. Er seinerseits bittet sie, zu ihm zurückzukehren, damit er seine schöpferischen Kräfte wiedererlangt. Die beiden steigen ins Gebirge auf, um die Nacht zusammen zu verbringen. Nahe des Gipfels treffen sie Maja und Ulfheim. Ein Unwetter zieht herauf, und Maja und Ulfhejm machen sich an den Abstieg in die Sicherheit des Tales, während Irene und Rubek ihren Aufstieg zum Gipfel fortsetzen und von einer Lawine in den Tod gerissen werden.

(Quelle: Merete Morken Andersen, Ibsenhåndboken (Ibsenhandbuch), Gyldendal Norsk Forlag, 1995)
3D-3H (Statisten)
3D-3H (Statisten)




Wetterleuchten (Oväder, 1907)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
3D-7H
3D-7H