Ulrike Zemme
geboren 1956 in Linz. Nach ihrem Studium der Germanistik und Slavistik in Salzburg arbeitet sie als Dramaturgin an verschiedenen Theatern in Salzburg und Wien (u.a. Volkstheater und Burgtheater). Ulrike Zemme lebt in Wien.
geboren 1956 in Linz. Nach ihrem Studium der Germanistik und Slavistik in Salzburg arbeitet sie als Dramaturgin an verschiedenen Theatern in Salzburg und Wien (u.a. Volkstheater und Burgtheater). Ulrike Zemme lebt in Wien.
 
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Übersetzungen (6)
Auch der Klügste ist mal dumm (Na vsjakogo mudreca dovol'no prostoty, 1868)
von Aleksandr Ostrovskij
Aus dem Russischen von Ulrike Zemme
UA der Übersetzung: Volkstheater Wien, 29.09.1985. R: Bert Kistner
Glumov nistet sich als Parasit bei einer adligen Familie ein und spielt jeden seiner entfernten Verwandten gegen den anderen aus. Er jongliert mit seinen Beziehungen und betrügt alle, um in der feudalen Hierarchie aufzusteigen. Bis seine "Dummheit" entdeckt wird: Ein Tagebuch, in dem er alle seine Schachzüge zynisch kommentiert hat, bringt ihn zu Fall.
7D-9H
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Der Abgrund (Bezdna, 1865)
von Aleksandr Ostrovskij
Aus dem Russischen von Ulrike Zemme
Der ehrliche, aber schwächliche und beeinflussbare Beamte Kiselnikov heiratet in eine angeblich reiche Kaufmannsfamilie ein. Der Schwiegervater entpuppt sich als heruntergekommener Wucherer, die korrupte Familie nimmt den verachteten Schwächling hemmungslos aus und drängt ihn dazu, Schmiergelder anzunehmen und Fälschungen zu begehen. Vor Angst wird Kiselnikov wahnsinnig - im letzten Moment verhindert ein Jugendfreund, dass er seine Tochter einem reichen Geschäftsmann zur Maitresse gibt. Ein Hohngelächter auf das biblische Gebot der Nächstenliebe und die Forderungen der Bergpredigt.
"Zähnefletschend konstruiert Ostrovskij ein absurdes, zynisches Happy end, das an Nestroys zynisch-idyllische Schlüsse erinnert – alles bleibt beim Alten." (Ulrike Zemme)
4D-6H
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Gewitter (Groza, 1860)
von Aleksandr Ostrovskij
Aus dem Russischen von Ulrike Zemme
UA der Übersetzung: Staatstheater Hannover, 6.10.1989. R: Dimiter Gotscheff
Die junge Katja träumt davon, ihrer entwürdigenden Ehe und der despotischen Schwigermutter zu entkommen. Sie flüchtet sich in eine schwärmerisch Verehrung zum jungen Boris. Das Glück währt jedoch nicht lange: Boris wird nach Sibirien geschickt, Katja stürzt sich vor Verzweiflung in die Wolga.
Das Stück diente Janacek 1921 als Vorlage für seine Oper "Katja Kabanova".
6D-6H
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Sonnenuntergang (Zakat, 1927)
von Isaak Babel
Aus dem Russischen von Ulrike Zemme
U der Übersetzung: Burgtheater Wien, 10. 4. 1993. R: Dieter Giesing
Der jüdische Fuhrunternehmer Mendel Krik regiert Familie, Firma und Stadt mit harter Hand. Plötzlich beschließt er, schon in reifem Alter, ein neues Leben zu beginnen. Er will das einträgliche Geschäft verkaufen, um mit seiner jungen Geliebten den Lebensabend zu genießen. Seine beiden Söhne Benja und Ljowka, in Angst ums Erbe, schlagen ihn zusammen, um selber das Regiment zu übernehmen...
Babels SONNUNTERGANG erzählt vom Untergang einer Epoche und von den Zwiespätigkeiten einer Zeitenwende: Eine alte Ordnung geht zu Ende. Es war eine herzlose Zeit voller Gewalt, aber auch voller Genussfähigkeit und Poesie. Herauf zieht eine neue, hoffnungsvolle, aber kalte Zeit, die sich brutal und mordlustig ankündigt.
6D-19H
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Tolles Geld (Berenye den'gi, 1870)
von Aleksandr Ostrovskij
Aus dem Russischen von Ulrike Zemme
UA der Übersetzung: Deutsches Theater Göttingen, 27.06.1992. R: Eva Diamantstein
Den jungen Unternehmer Savva Vasilkov aus der Provinz verschlägt es in die adlige Welt der Salons und des Müßiggangs. Hier verliebt er sich in die mondäne Schönheit Lidija, die von einem Schwarm von Verehrern umgeben ist. Als der Geldfluss versiegt, muss Lidija heiraten – und gerät an Vasilkov. Als er sie nach erfolgter Heirat zur Sparsamkeit zwingen will, kehrt Lidija zu ihren Galanen zurück. Letztlich muss sie sich aber doch zur braven Hausfrau domestizieren lassen. Eine Parabel auf die Lebensuntüchtigkeit des Adels angesichts des vordringenden Kapitals.
3D-5H
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Wölfe und Schafe (Volki i ovcy, 1875)
von Aleksandr Ostrovskij
Aus dem Russischen von Ulrike Zemme
UA der Übersetzung: Schauspielhaus Zürich, März 1997. R: Achim Benning
Die alte Murzaveckaja wird von ihrer Umgebung wegen ihrer wechselhaften Launen und ihrer spitzen Zunge gefürchtet. Um ihren Neffen Apollon mit der reichen Witwe Kupavina zu verheiraten, spinnt sie allerlei Intrigen und greift zu illegalen Mitteln. Der Spieß dreht sich jedoch bald um, und es zeigt sich, wer hier wirklich "Wolf" und wer "Schaf" ist.
4D-12H
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