Frank Weigand

geboren 1973 in Stuttgart, lebt als freiberuflicher Journalist und Übersetzer in Berlin. Er interessiert sich vor allem für kollaborative Übersetzungsprozesse und den machtpolitischen Aspekt sprachlicher und kultureller Übertragung. Bislang hat er über 50 Stücke französischer und frankophoner Dramatiker sowie Sachbücher aus den Bereichen Soziologie, Philosophie und Performancetheorie ins Deutsche übertragen. Seit 2011 gibt er gemeinsam mit der Regisseurin Leyla-Claire Rabih die... weiterlesen »

geboren 1973 in Stuttgart, lebt als freiberuflicher Journalist und Übersetzer in Berlin. Er interessiert sich vor allem für kollaborative Übersetzungsprozesse und den machtpolitischen Aspekt sprachlicher und kultureller Übertragung. Bislang hat er über 50 Stücke französischer und frankophoner Dramatiker sowie Sachbücher aus den Bereichen Soziologie, Philosophie und Performancetheorie ins Deutsche übertragen. Seit 2011 gibt er gemeinsam mit der Regisseurin Leyla-Claire Rabih die Theateranthologie "SCÈNE - neue französische Theaterstücke" im Verlag Theater der Zeit heraus. Als Experte für zeitgenössischen Tanz ist Frank Weigand Mitglied der Jury des Hauptstadtkulturfonds.
 
Frank Weigand »
Übersetzungen (3)
Die Sintflut danach (Le Déluge après)
von Sarah Berthiaume
Aus dem Frankokanadischen von Frank Weigand
UA: Théâtre La Rubrique, Jonquière, 16.1.2008.
Ein Dorf, am Ufer eines Flusses. Die Fischer sind arbeitslos, Opfer eines Sturms, der ihre Lebensgrundlagen zerstört hat. Die Frauen sind desillusioniert. Und dann ist da June, eine junge Frau, die ihren Vater nicht kennt, weil dieser einer von Vielen im Dorf ist, die den erlittenen Schiffbruch in den Armen ihrer Mutter zu vergessen suchten. Nun ist es June, die mit ihren Striptease-Nummern für die einzige Abwechslung sorgt. In diese Tristesse, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint, verschlägt es Denis, einen Lkw-Fahrer auf der Durchreise, dessen Zwischenstopp sich unfreiwillig verlängert, weil sein Truck den Geist aufgibt.
Mit ihrem Debüt DIE SINTFLUT DANACH hat Sarah Berthiaume sich in Kanada einen Namen gemacht: Das Stück wurde 2006 mit dem Prix L’Égrégore ausgezeichnet und 2007 beim Festival d'Avignon vorgestellt.
3D-3H
3D-3H




Wer hat Angst vor dem Wolf? (Qui a peur du loup?)
von Christophe Pellet
Aus dem Französischen von Frank Weigand
Der junge Dimitri wächst ohne Eltern auf. Seine Mutter ist zum Arbeiten ins Ausland gegangen, sein Vater verdingt sich als Söldner. Als auch noch sein geliebtes Skateboard kaputtgeht, möchte Dimitri am liebsten ein wildes Tier werden. Flora, seine beste Freundin, schminkt ihn als Wolf – und das Unglaubliche geschieht: Dimitri verwandelt sich tatsächlich in ein Wolfsjunges und flieht in den Wald... WER HAT ANGST VOR DEM WOLF? ist ein phantasievolles Märchen über zwei Kinder und ihre Phantasie-Fluchten in einem vom Krieg gezeichneten Land.
3D-2H
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
3D-2H
Altersempfehlung: ab 8 Jahren




Yukonstyle (Yukonstyle)
von Sarah Berthiaume
Übersetzung zusammen mit Christa Müller
von Sarah Berthiaume
Aus dem Frankokanadischen von Christa Müller und Frank Weigand
UA: Théâtre d’Aujourd’hui, Montréal, R: Martin Faucher; Théâtre de la Colline, Paris, R: Cécile Pauthe, 2013.
DSE: Tiroler Landestheater Innsbruck, 23.10.2013. R: Susanne Schmelcher.
DE: Heidelberger Theater, 15.11.2013. R: Miriam Horwitz
Der Yukon, nahe der Grenze zu Alaska – hierher hat es vier einsame Figuren verschlagen: Yuko, ein japanisches Mädchen, das ausgewandert ist, nachdem sie jemanden verloren hat; Garin, ein Halbblut auf der Suche nach seiner verschollenen Mutter; Dads, sein Vater mit Leberzirrhose im fortgeschrittenen Stadium, und Kate, eine junge Ausreißerin, die an nichts glaubt und für die nur das Hier und Jetzt zählt.
Sarah Berthiaumes stark von Kino und Fernsehästhetik geprägter Selbstfindungstrip YUKONSTYLE führt drei junge Menschen mit komplizierter Vergangenheit im rauen Nordwesten Kanadas zu sich selbst und schließlich zueinander. Die Autorin zeichnet das schwarzhumorige Porträt eines abgelegenen Mikrokosmos, der doch nur die Kehrseite der Globalisierung darstellt. „Ich hab im Internet nachgeschaut, wo auf der Welt es die wenigsten Japaner gibt. Das war hier. Also habe ich alles verkauft. Und bin hergekommen“, sagt Yuko.
2D-2H
2D-2H