Botho Strauß

geboren 1944 in Naumburg an der Saale, studierte Germanistik, Theatergeschichte und Soziologie in Köln und München, arbeitete von 1967 bis 1970 als Redakteur und Theaterkritiker, danach als dramaturgischer Mitarbeiter an der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer. Lebt als freier Schriftsteller in Berlin und in der Uckermark. weiterlesen »

geboren 1944 in Naumburg an der Saale, studierte Germanistik, Theatergeschichte und Soziologie in Köln und München, arbeitete von 1967 bis 1970 als Redakteur und Theaterkritiker, danach als dramaturgischer Mitarbeiter an der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer. Lebt als freier Schriftsteller in Berlin und in der Uckermark.

Auszeichnungen:

2007 Schiller-Gedächtnispreis
2001 Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg
1993 Theaterpreis Berlin
1989 Georg-Büchner-Preis
1987 Jean-Paul-Preis
1982 Mülheimer Dramatikerpreis
1981 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
1977 Förderpreis zum Schiller-Gedächtnispreis
1974 Hannoverscher Dramatikerpreis
 
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Übersetzungen (2)
Peer Gynt von Henrik Ibsen (Peer Gynt, 1867)
von Henrik Ibsen
Übersetzung zusammen mit Peter Stein
Ein Schauspiel aus dem 19. Jahrhundert
Deutsche Fassung von Peter Stein und Botho Strauß
Unter Verwendung der Übersetzungen von Christian Morgenstern und Georg Schulte-Frohlinde
UA der Fassung: Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin, 13.5.1971. R: Peter Stein
UA der Neufassung: Berliner Ensemble, 8.4.2004. R: Peter Zadek
Peer ist ein Fantast und Hochstapler. Ein Bauernjunge, der davon träumt, Kaiser zu werden. Er verlässt seine Mutter und Solveig, die ihn liebt, entkommt den Trollen, die ihn zu einem der ihren verunstalten wollen, und kehrt seiner norwegischen Heimat den Rücken, um die Welt zu erobern. In Afrika gelangt er als Sklavenhändler zu unermesslichem Reichtum. In Ägypten erforscht er die Pyramiden von Gizeh und wird in einem Irrenhaus in Kairo zum "Kaiser der Selbstsucht" gekrönt. Als alter Mann kehrt er nach Hause zurück. Dort trifft er auf Solveig, die auf ihn gewartet hat...

Für Peter Zadeks Inszenierung am Berliner Ensemble 2004 hat Botho Strauß den fünften Akt der berühmten Schaubühnen-Fassung des PEER GYNT nochmals überarbeitet.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Sommergäste (Dačnìki, 1904)
von Maksim Gorkij (Gorki)
Übersetzung zusammen mit Peter Stein
von Maksim Gorkij
Fassung von Peter Stein und Botho Strauß
UA der Fassung: Schaubühne am Halleschen Ufer Berlin, 22.12.1974. R: Peter Stein
Die Strauß/Stein-Fassung beschreibt nach modernem Muster die Verlogenheit der gesellschaftlichen Existenz der Figuren. Sie unterscheidet sich vom Originaltext unter anderem durch eine Umarbeitung der ersten beiden Akte. Szenen, die bei Gorkij erst im zweiten Akt erscheinen, sind hier vorgezogen. Der gesamte Text der vier Akte ist gestrafft und in 78 Einzelszenen aufgeteilt, in der Konsequenz, mit der Gorkij seine Dramen mit "Szenen" untertitelte.
"Gorkij hat die SOMMERGÄSTE nicht Drama oder Schauspiel oder Komödie genannt, sondern 'Szenen'. Von dieser Bezeichnung lässt sich die Bearbeitung anregen. Szenen - nicht so sehr im Sinne einer dramaturgischen Kompositionstechnik, lose aufeinanderfolgende, nicht zu einem Ganzen gefügte Fragmente -, sondern Szenen als Synonym für ein komplexes Gebilde der Beziehungen und Begegnungen einer Schar von Leuten auf einem begrenzten Schauplatz; weniger ein NAcheinander, eine Fabelentfaltung, sondern eher eine Involvierung von inneren und äußeren Zuständen... Viele verschiedenartige und auch ineinander verschiedene Menschen auf einem Theaterplatz zusammenlaufen und es wimmeln lassen von Biografien, Verhältnissen, Ansichten, Gefühlen, und von alledem nur ein paar Splitter, wie im Vorübergehen erwischen... Dies ist das eine. Aber SOMMERGÄSTE breitet sich nicht aus in einer einzigen statischen Spielsituation. Es wird eine Emanzipationsgeschichte motiviert und zu einem Ende geführt. Beide Bewegungen, die dekriptive und die prozessive greifen ineinander." (aus dem Vorwort der Fassung von Botho Strauß und Peter Stein)
6D-10H
6D-10H