Oskar Pastior

geboren 1927 in Hermannstadt. Seine ersten Lyrikveröffentlichungen im Rumänien der 60er Jahre erregten Aufsehen und brachten ihm zwei bedeutende rumänische Literaturpreise ein. »Pastior ist ein Silbenstecher und Silbenvertauscher, ein Meister der Anagramme und Palindrome, der ›Sonettburger‹ und der Sestinen-Maschinen, aus denen es krimgotisch raunt und stammelt.« (Harald Hartung). 1968 war er aus Siebenbürgen über Wien nach West-Berlin gekommen, »wo der Große Wosinn in den kleinen Wannsinn... weiterlesen »

geboren 1927 in Hermannstadt. Seine ersten Lyrikveröffentlichungen im Rumänien der 60er Jahre erregten Aufsehen und brachten ihm zwei bedeutende rumänische Literaturpreise ein. »Pastior ist ein Silbenstecher und Silbenvertauscher, ein Meister der Anagramme und Palindrome, der ›Sonettburger‹ und der Sestinen-Maschinen, aus denen es krimgotisch raunt und stammelt.« (Harald Hartung). 1968 war er aus Siebenbürgen über Wien nach West-Berlin gekommen, »wo der Große Wosinn in den kleinen Wannsinn mündet« (Pastior) und wo er seit 1969 als freier Schriftsteller und Übersetzer lebte Die Dankesrede für den Büchnerpreis 2006 hatte Pastior noch selbst verfasst, halten konnte er sie nicht mehr: er starb zwei Wochen vor der Verleihung, im Oktober 2006 in Frankfurt am Main.
 
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Übersetzungen (1)
Nochmal den Text ein anderer (Reread another)
von Gertrude Stein
Nachgesprochen von Oskar Pastior
UA: Act-Theater, Köln, 2.9.1994. R: Klaus Mautsch/Heike Scherholz
Der Text stammt aus der Zeit, in der Gertrude Stein "Stücke wie Landschaften" schrieb, d.h. Stücke ohne zusammenhängende Handlung, die in ihrer szenischen Verknüpfung den Eindrücken nachgebildet sind, die bei der Betrachtung einer Landschaft entstehen. Ein Wortwunderwerk voller überraschender Wendungen und Wiederholungen, rhythmisch und bildreich, von abstrakter Klangschönheit und dabei zugleich ein Fundus ganz konkreter Situationen. Ein Stück für Unkonventionelle, mit etwas mehr als einer Stunde Spieldauer.