Frank Heibert

Geboren 1960 in Essen, lebt in Berlin. Studierte Romanistik und Germanistik in Berlin, Rom und Paris. Promotion über das Wortspiel und seine Übersetzung. Seit 1983 Literaturübersetzer aus dem Englischen, Französischen, Italienischen und Portugiesischen. 1990-1995 Gründung und Leitung zebra literaturverlag (Berlin) zusammen mit Thomas Brovot. Freies Lektorat; Projektleitung und Moderation von Literaturveranstaltungen; Literaturrezensionen; Seminare und Vorträge zu Übersetzungsthemen.... weiterlesen »

Geboren 1960 in Essen, lebt in Berlin. Studierte Romanistik und Germanistik in Berlin, Rom und Paris. Promotion über das Wortspiel und seine Übersetzung. Seit 1983 Literaturübersetzer aus dem Englischen, Französischen, Italienischen und Portugiesischen. 1990-1995 Gründung und Leitung zebra literaturverlag (Berlin) zusammen mit Thomas Brovot. Freies Lektorat; Projektleitung und Moderation von Literaturveranstaltungen; Literaturrezensionen; Seminare und Vorträge zu Übersetzungsthemen. P.E.N.-Mitglied. Übersetzte Werke von Don DeLillo, Richard Ford, Amos Oz, Tobias Wolff, Tony Kushner, Nicky Silver, Neil LaBute, George F. Walker, Boris Vian, Alfred Jarry, Marie Darrieussecq, Yasmina Reza, Jorge de Sena u.v.a.
 
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Übersetzungen (2)
Gretel und Hänsel (Gretel et Hansel)
von Suzanne Lebeau
Aus dem Französischen von Frank Heibert
UA: Le Carrousel, Montreal, 15.10.2013. R: Gervais Gaudreault.
DSE: theater erlebnis, Hannover, 25.3.2018.
Die Geburt ihres Bruders Hänsel wirbelt das Leben von Gretel ziemlich durcheinander. Plötzlich gilt die Aufmerksamkeit der Eltern und Nachbarn dem Nachzögling. Dabei war Gretel doch zuerst da: Gretel und Hänsel, nicht umgekehrt. Als die beiden Geschwister von den Eltern im Wald ausgesetzt werden und bei der Hexe landen, ist die Versuchung groß, den Bruder gleich mit in den Ofen zu stoßen, damit alles wieder so ist, wie es früher einmal war...
In pointierter Sprache und mit einer gehörigen Portion Humor erzählt Suzanne Lebeau die Geschichte von Hänsel und Gretel neu und fokussiert sie auf das Geschwisterverhältnis: Wie ist es, eine große Schwester zu sein? Wie mit der veränderten Situation umgehen – mit Eifersucht, Neid und Konkurrenz, aber auch mit Verantwortung und Zuneigung?
1D-1H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
1D-1H
Altersempfehlung: ab 6 Jahren




Man sieht sich (Nous voir nous)
von Guillaume Corbeil
Aus dem Frankokanadischen von Frank Heibert
UA (unter dem Titel "Cinq visages pour Camille Brunelle"): Théâtre PÀP, Montréal, 26.2.2013. R: Claude Poissant.
DSE: Theater der Jungen Welt, Leipzig, 19.9.2014. R: Jürgen Zielinski
Fünf Personen stellen sich vor: über ihre Profile bei Facebook, über zahllose "Likes", über die Fotos, die sie von sich zeigen, über ihre Videos. Wer sich hinter diesen Masken sozialer Netzwerke verbirgt, bleibt lange im Ungefähren. Was harmlos beginnt, entwickelt sich zu einer makabren Demaskierung einer an der Oberfläche erstarrten Gesellschaft. "Das Netz zwingt uns, uns fundamentale Fragen über unsere Gesellschaft zu stellen", so Guillaume Corbeil: "Was heißt es zu leben? Wo leben wir? Wer sind wir? MAN SIEHT SICH ist auch ein Stück über den Verlust der Sprache. Wir klicken bei Facebook ‚Like‘ und tauschen auf YouTube Videos aus. Man liebt, aber man hat sich nichts zu sagen und definiert sich über die Worte der Anderen."
MAN SIEHT SICH wurde 2013 mit dem Autorenpreis beim Festival "Primeurs" in Saarbrücken ausgezeichnet. "Dass das Stück nicht kommentiert, sondern nur den Mechanismus heißlaufen und die menschliche Verzweiflung dahinter kurz aufblitzen lässt, macht es tieftraurig und groß", heißt es in der Jurybegründung.
3D-2H
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