Heiner Gimmler
geboren 1940 in Hoyerswerda/Schlesien. Studium der Slavistik, Germanistik und Philosophie in Marburg, Berlin, Stockholm, Oslo, Kopenhagen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Von 1976 bis 1980 Dramaturg am Burgtheater Wien. Lebt heute als freier Übersetzer in Berlin.
geboren 1940 in Hoyerswerda/Schlesien. Studium der Slavistik, Germanistik und Philosophie in Marburg, Berlin, Stockholm, Oslo, Kopenhagen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Von 1976 bis 1980 Dramaturg am Burgtheater Wien. Lebt heute als freier Übersetzer in Berlin.
 
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Übersetzungen (27)
Baumeister Solness (Bygmester Solness, 1892)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspiel Frankfurt, 1.6.1994. R: Peter Eschberg
Als Architekt hat es Halvard Solness weit gebracht: Sogar sein früherer Chef, Knut Brovik, muss für ihn arbeiten. Als junger Mann hat Solness ihn durch Eifer und Können überflügelt. Mittlerweile ist Solness selbst in die Jahre gekommen und fürchtet, dass ihm ein ähnliches Schicksal blühen könnte. Denn Broviks Sohn, der ebenfalls bei ihm angestellt ist, zeigt Talent und Ambitionen. Diese weiß Halvard zwar geschickt zu unterbinden, doch seine Angst, eines Tages von der Jugend abgelöst zu werden, sitzt tief und wächst beständig. Er hält sie geheim. Nur ein Symptom ist öffentlich bekannt: seine Höhenangst, die verhindert, dass er die Türme seiner himmelsstrebenden Bauten erklimmt. Seine Ehefrau Aline lebt seit dem Tod ihrer gemeinsamen Kinder freudlos vor sich hin, Halvard plagen wachsende Schuldgefühle.
In dieses äußerlich erfolgreiche und innerlich unglückliche Leben dringt unvermittelt die junge Hilde ein, mit der Halvard vor zehn Jahren bei einem Richtfest geflirtet und der er damals "ein Königreich" versprochen hatte. Nun fordert sie die Einlösung dieses Versprechens und verlangt zugleich eine Probe seines alten Mutes: Er soll, wie damals beim Richtfest, auf dem Turm eines von ihm erbauten Hauses einen Kranz aufhängen. Berauscht von ihrer Jugendlichkeit und der Erinnerung an frühere Triumphe lässt Solness sich auf die Forderung ein...

Heiner Gimmlers Übersetzung von BAUMEISTER SOLNESS wurde zuletzt u.a. von Jacqueline Kornmüller am Staatstheater Stuttgart, von Andreas von Studnitz am Bremer Theater und Anselm Werber am Staatsschauspiel Hannover inszeniert.
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Der Pelikan (Pelikanen, 1907)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Burgtheater Wien, 2.10.1978. R: Achim Benning
"Die Entlarvung der von den Personen in einer Art Schlafwandlertum aufrecht erhaltenen Scheinwirklichkeit ist das Thema dieses wie der früheren Kammerspiele Strindbergs. Hier fällt die enthüllende Rolle dem Sohn zu; er deckt den Charakter der Mutter auf, deren Verderbtheit die Begründung für das dramatische Geschehen des Stücks ist. Wie aber die Bösartigkeit der Mutter im Drama kaum manifest wird, sondern auch als bloße Projektion des Sohnes und der von ihm beeinflussten Personen aufgefasst werden könnte, so verbleiben die dramatischen Ereignisse fast ausschließlich im psychologischen Bereich." (Kindlers Literatur Lexikon)

Gerade DER PELIKAN lebt von der Sprache und mithin von der Übersetzung, denn es zeigt eher ‚innerseelische Vorgänge’ als eine äußere Handlung. Es ist das Verdienst von Heiner Gimmlers "neuen forschen Übersetzung" (Frankfurter Rundschau), einen heutigen Zugang auch zu diesem lange Zeit vernachlässigten Stück Strindbergs erschlossen zu haben.
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Der Vater (Fadren, 1887)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Düsseldorfer Schauspielhaus, 23.4.1977. R: Michael Haneke
Mit der Ehe von Laura und dem Rittmeister steht es nicht zum Besten. Anlass der Auseinandersetzung ist die Erziehung der gemeinsamen Tochter Berta. Laura sieht sie eher als Künstlerin, der Vater möchte sie in die Stadt schicken, damit sie später studieren kann. Auf jeden Fall will er sie dem Einfluss der Mutter entziehen. Als Vater hat er - zu dieser Zeit - das verbriefte Recht, die Erziehung des Kindes zu bestimmen, und er lässt keinen Zweifel aufkommen, dieses Recht durchzusetzen.
Zufällig hat sich zur gleichen Zeit ein Fall ereignet, bei dem eine Vaterschaft nicht eindeutig zu klären war. Aus dem beiläufigen Gespräch des Ehepaares über diesen Vorfall entsteht der Verdacht, dass auch der Rittmeister nicht der Vater des gemeinsamen Kindes sei. Der einmal erhobene Verdacht wird zum Fluch...

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Die Brandstätte (Brända tomten, 1907)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
DIE BRANDSTÄTTE "handelt von einem verbrannten Haus. Die Suche nach dem Brandstifter gestaltet sich als eine Suche nach vergangener Schuld. Eine nur lose zusammenhängende Handlung kreist um einen unbekannten Fremden, der im Augenblick des Brandes zurückgekehrt ist. Die ansatzweise entwickelte Rekapitulation seiner Kindheit und Jugend offenbart eine gebrochene Identität, die von Verschweigen und Geheimnissen gezeichnet ist. Ihr stehen die Lebensgeschichten der Bewohner des abgebrannten Hauses gegenüber, deren Verbrechen und Schuld nach und nach entdeckt werden." (Kindlers Literatur Lexikon)

Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Die Frau vom Meer (Fruen hat havet, 1888)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Münchner Kammerspiele, 18.11.1989. R: Thomas Langhoff
Ellida Wangel, Tochter eines Leuchtturmwärters, arrangiert sich in ihrer Ehe mit dem Bezirksarzt Wangel in einer kleinen, norwegischen Fjordstadt. Sie vermisst ihre Heimat und ihre Vergangenheit – das Meer. Nicht nur das Eheleben geht seinen unaufgeregten, alltäglichen Lauf und erscheint wenig abwechslungsreich, auch die Enge des Fjords im Gegensatz zur Weite des Meeres nagt an ihrem Gemüt. Die distanzierte Beziehung zu ihren beiden Stieftöchtern Hilde und Bolette trägt ebenfalls ihren Teil dazu bei. Der von ihrem Mann eingeladene Oberlehrer Arnholm soll sie aufheitern, doch es kommt anders als geplant. Das Erscheinen eines Fremden weckt in Ellida plötzlich tot geglaubte Erinnerungen, und längst verlorene Ängste und Gefühle werden wachgerufen. Am Scheideweg ihres Lebens gerät sie in einen wahrhaften Taumel zwischen Gegenwärtigem und Vergangenem.
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Die Kameraden (Kamraterna, 1905)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Die Stärkere (Den Starkare, 1888)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspiel Köln, 28.2.1987. R: Peter Löscher
Neben einer philologisch zuverlässigen Textgestalt garantiert der Theaterdramaturg Heiner Gimmler mit großem Gespür für Dialog und szenischen Rhythmus auch Fassungen, die sich von den oft ungelenken und behäbigen älteren Übersetzungen wohltuend abheben. Durch die ihnen eigene Genauigkeit und Liebe zur Authentizität bieten sie einen Strindberg von heute; sie werden der sprachlichen Sensibilität und Schärfe des Autors gerecht. Gimmler berücksichtigte jeweils die letzten Ergebnisse der Strindberg-Forschung. Er verwendete die Stockholmer historisch-kritische Strindberg-Gesamtausgabe ebenso wie Strindbergs Handschriften. "Die Übersetzung repräsentiert den Textstatus, wie er von Strindberg in seinem Originalmanuskript mit allen eigenhändigen Korrekturen und Strichen für den Druck vorgesehen war." (Heiner Gimmler)

Regisseure wie Ingmar Bergmann, Andrea Breth, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Ernst Wendt, Hans Neuenfels u.v.a haben bislang auf Heiner Gimmlers Übersetzungen zurückgegriffen.
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Die Wildente (Vilanden, 1883)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Schauspiel Frankfurt, 3.1.1987. R: Michael Gruner
Sein halbes Leben schon hofft Hjalmar Ekdal auf seine große Stunde - den Augenblick seiner bahnbrechenden Erfindung, von der niemand sagen kann, wie sie aussehen soll, am wenigsten Hjalmar selbst. Seine Frau Gina war früher die Geliebte des Großunternehmers Werle, und die 14jährige Tochter Hedvig ist womöglich gar nicht Hjalmars eigen Fleisch und Blut, sondern eben aus dieser Verbindung hervorgegangen. Hjalmars Familie wird finanziell indirekt vom mächtigen Werle unterstützt - und damit nicht zuletzt Hjalmars Festhalten an der Hoffnung auf seine "Erfindung", die er nie machen wird. So lebt die Familie bescheiden aber glücklich zusammen mit einer verwundeten Wildente, die sich an ihr flügellahmes Leben auf dem Dachboden des Hauses gewöhnt hat und von Hedvig über alles geliebt wird.
Doch das familiäre Lügengebäude stürzt in sich zusammen, als Gregers Werle, der Sohn des Großunternehmers, von "akutem Rechtschaffenheitsfieber" getrieben, seinem Freund Hjalmar dessen Selbsttäuschungen vor Augen führt: Hjalmar wendet sich von Frau und Kuckuckskind ab; Hedvig will ihm als Beweis ihrer Zuneigung ein Opfer bringen; doch statt der Wildente, als des Liebsten, was sie hat, erschießt sie sich selbst.
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Ein Puppenheim (Nora) (Et dukkehjem, 1879)
von Henrik Ibsen
Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Burgtheater Wien, 11.5.1979. R: Adolf Dresen
Das Familienglück der Helmers scheint ungetrübt: Torwald Helmer macht Karriere in einem renommierten Kreditinstitut, seine Frau Nora kümmert sich um das häusliche Wohlergehen von Mann und Kindern. Längst vergessen sind die finanziellen Bedrängnisse der Vergangenheit. Doch das "Puppenheim"-Idyll ist mit einer Notlüge erkauft worden. Vor Jahren fälschte Nora aus Liebe zu ihrem schwer erkrankten Mann eine Unterschrift, um ein Darlehen zu bekommen. Ohne sein Wissen rettete sie damit sein Leben, heimlich zahlte sie auch den Kredit fast vollständig ab. Dem einstigen Geldgeber aber, Rechtsanwalt Krogstad, der nunmehr in Torwalds Bank angestellt ist, droht die Entlassung. Um dies zu verhindern, erpresst er Nora mit dem Wissen um ihre Tat. Sie soll sich bei ihrem Mann für ihn einsetzen...
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Ein Traumspiel (Et Drömspel, 1901)
von August Strindberg
Aus dem Schwedischen von Heiner Gimmler
UA der Übersetzung: Staatstheater Stuttgart, 20.11.1987. R: Axel Manthey
"Das erst 1906 geschriebene 'Vorspiel' schildert den Abstieg von Agnes, der Tochter des Gottes Indra, aus den himmlischen Regionen in die schwere und drückende Atmosphäre der Erde, da sie von Indra den Auftrag erhalten hat, herauszufinden, ob die Klagen der Menschen über ihre Existenz berechtigt seien. Als Beobachterin und selbst ein menschliches Schicksal Erleidende sammelt Agnes dann auf einer symbolischen Wanderung über mehrere Stationen Einsichten in die Bedingungen und Abläufe menschlicher Existenz, in der Hoffnungen und Erwartungen ausnahmslos enttäuscht werden." (Kindlers Literatur Lexikon)
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum