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Rainer Werner Fassbinder

geboren 1945 in Bad Wörishofen. Am 19.7.1969 schloss der soeben gegründete Verlag mit dem gerade 24jährigen den ersten Vertrag, und zwar über vier Theaterstücke: KATZELMACHER, PREPARADISE SORRY NOW, ANARCHIE IN BAYERN und DAS KAFFEEHAUS. Bis zu seinem Tod kamen 12 weitere hinzu. Zusammen mit den Bühnenadaptionen der Filme bringt es das dramatische Werk von Fassbinder inzwischen auf über 1000 Inszenierungen weltweit, das meistgespielte Stück ist DIE BITTEREN TRÄNEN DER PETRA VON KANT mit über... weiterlesen »

geboren 1945 in Bad Wörishofen. Am 19.7.1969 schloss der soeben gegründete Verlag mit dem gerade 24jährigen den ersten Vertrag, und zwar über vier Theaterstücke: KATZELMACHER, PREPARADISE SORRY NOW, ANARCHIE IN BAYERN und DAS KAFFEEHAUS. Bis zu seinem Tod kamen 12 weitere hinzu. Zusammen mit den Bühnenadaptionen der Filme bringt es das dramatische Werk von Fassbinder inzwischen auf über 1000 Inszenierungen weltweit, das meistgespielte Stück ist DIE BITTEREN TRÄNEN DER PETRA VON KANT mit über 200 Premieren. Rainer Werner Fassbinder starb 1982 in München.

Auszeichnungen:

1982 Goldener Bär der Internationalen Filmfestspiele von Berlin; Deutscher Filmpreis/Bundesfilmpreis
1979 Deutscher Filmpreis/Bundesfilmpreis; Silberner Bär der Internationalen Filmfestspiele von Berlin; Luchino-Visconti-Preis
1978 Deutscher Filmpreis/Bundesfilmpreis
1974 Otto-Dibelius-Preis; Preis des Internationalen Katholischen Filmbüros (OCIC) in Cannes; FIPRESCI-Preis der internationalen Filmpresse
1972 Deutscher Filmpreis/Bundesfilmpreis
1971 Deutscher Filmpreis/Bundesfilmpreis
1970 Deutscher Filmpreis/Bundesfilmpreis
1969 FIPRESCI-Preis der internationalen Filmpresse; Evangelischer Filmpreis; Förderpreis des Gerhart-Hauptmann-Preises; Fernsehpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste
 
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Theaterstücke (26)
Preparadise sorry now
von Rainer Werner Fassbinder
UA: antiteater München, 17.3.1969. R: Peer Raben
PREPARADISE SORRY NOW ist eine Collage aus Texten: Kurzszenen um faschistisches Grundverhalten im Alltag, Erzählungen über das Mörderpaar Ian Brady und Myra Hindley, fiktive Dialoge zwischen dem Mörderpaar und schließlich Liturgien, Erinnerungen an kultische Kannibalismen.
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Satansbraten
Drehbuch von Rainer Werner Fassbinder
UA: Junges Theater Bremen, 24.5.2002. R: Anke Thiessen/Carsten Werner
Der Schriftsteller Walter Kranz befindet sich in einer Schaffenskrise: Einst "Dichter der Revolution", fällt ihm nun schon seit zwei Jahren nichts mehr ein. Geblieben sind Schulden, eine keifende Ehefrau und ein debiler Bruder, der tote Fliegen sammelt. Doch nachdem Kranz seine reiche Geliebte hingemeuchelt hat, fließt die dichterische Ader wieder, nur erweist sich sein Werk als Plagiat eines Stefan-George-Gedichtes. Da steigert sich Kranz in den Wahn, selber George zu sein. Die Ersparnisse einer glühenden Verehrerin erlauben es ihm, junge Schauspieler zu engagieren, die gegen Bezahlung den bewundernden Kreis von Jüngern abgeben. Auch ein Versuch, als Homosexueller zu reüssieren, gehört zu Kranz' Kreativ-Übungen.
Aber dann ist das Geld ausgegeben, auch das, welches er seinen Eltern geklaut und einer Prostituierten abgepresst hat. Die "Jünger" machen sich davon. Kranz wird nun völlig größenwahnsinnig. Faschistische Ideen überkommen ihn. Das Chaos im Tollhaus ist nicht mehr zu bändigen. Kranz fertigt einen großartigen Roman, wird verprügelt, dann auch noch erschossen, aber schließlich erstehen alle Leichen fröhlich wieder auf.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Tropfen auf heiße Steine
von Rainer Werner Fassbinder
UA: Internationales Theaterfestival München, 27.5.1985. R: Klaus Weise
TROPFEN AUF HEIßE STEINE ist das erste Stück des damals Neunzehnjährigen; ein erstaunlicher Text, weil hier bereits die Themen und Figuren des späteren Fassbinder zu finden sind: die Ausbeutbarkeit von Gefühlen. Das Stück mit dem Untertitel "eine Komödie mit pseudotragischem Ende" erzählt die Geschichte einer Ehe, die ganz gewöhnlich zu nennen wäre, fände sie nicht zwischen zwei Männern statt. Opfer wird auch hier am Ende der, der liebt. Ein leises und ganz unspekulatives Stück, das seine Figuren mit ironischer Zärtlichkeit beschreibt.
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Warum läuft Herr R. Amok?
Zusammen mit Michael Fengler
Drehbuch von Rainer Werner Fassbinder und Michael Fengler
UA: schauspielfrankfurt, 24.5.2003. R: Michael Thalheimer
Herr R. hat Frau und Kind, eine mittlere Wohnung in einem kleinen Mietshaus, Gartenanteil, Fernsehen und alle komfortablen Einrichtungen des bürgerlichen Haushalts. Seine Arbeit zu Hause und im Beruf füllt ihn aus, Hobbys bieten Abwechslung, außerdem liebt Herr R. die Ruhe.
Die Maschine der täglichen Verrichtungen funktioniert, im Betrieb – Herr R. ist technischer Zeichner – sind die Kollegen nett, sein Chef zufrieden, seine Frau holt ihn täglich nach Arbeitsschluss mit dem Wagen ab. Er überprüft die Schularbeiten seines Sohnes, empfängt am Sonntagnachmittag die Schwiegereltern zu Besuch oder einen alten Schulfreund, ein beruflicher Aufstieg ist in Sicht, alle sind glücklich.
Herrn R.s Selbstverwirklichung scheint ohne nennenswerte seelische oder körperliche Beschwerden möglich zu sein. Dann, eines Abends – eine Nachbarin ist zufällig auf einen Sprung herübergekommen – geht er wie automatisch auf Frau, Kinder und Nachbarin los.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Welt am Draht
Nach Daniel F. Galouye
Zusammen mit Fritz Müller-Scherz
Drehbuch von Rainer Werner Fassbinder und Fritz Müller Scherz
Nach dem Roman "Simulacron-3" von Daniel F. Galouye
UA: The Kitchen, New York, 6.01.2012. R: Jay Scheib. DE: Theater Dortmund, 2.6.2013. R: Claudia Bauer
In seiner legendären Fernsehserie nach dem Roman des Amerikaners Daniel Galouye "Simulacron 3" erzählt Fassbinder von einer Welt, "in der man mit einem Computer Projektionen von Menschen schaffen kann. Und dadurch entsteht natürlich der Zweifel, inwieweit man selber nur eine Projektion ist. Vielleicht hat eine andere, größere Welt uns als ein Denkmodell geschaffen?" (RWF). Nun ist das Drehbuch auch für die Bühne freigegeben.
Besetzung ad libitum
Besetzung ad libitum




Werwolf
Zusammen mit Harry Baer
von Rainer Werner Fassbinder
Zusammen mit Harry Baer
UA: antiteater München im Forum-Theater Berlin, 19.12.1969. R: Kollektiv
DER WERWOLF erzählt von einem Massenmörder des 16. Jahrhunderts: "Es waren die Köpfe, in die er ein Loch hineinschlug, um ein Verhältnis zu haben mit einem anderen Menschen."
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