© Friederike Hentschel
Ingeborg von Zadow

Geboren in Berlin, ausgewachsen in Deutschland, den USA und Belgien. Seit ihrer Kindheit schreibt sie Theaterstücke. 1990-1993 Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen, 1994 Master of Arts in Theater an der State University of New York in Binghamton, USA. Regieassistenzen an verschiedenen Theatern. Reisen führten sie mit Unterstützung des Goethe Instituts nach Australien, England, Griechenland, Kroatien, Polen, Sri Lanka und in die USA. Ingeborg von Zadow lebt in Heidelberg. weiterlesen »

Geboren in Berlin, ausgewachsen in Deutschland, den USA und Belgien. Seit ihrer Kindheit schreibt sie Theaterstücke. 1990-1993 Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen, 1994 Master of Arts in Theater an der State University of New York in Binghamton, USA. Regieassistenzen an verschiedenen Theatern. Reisen führten sie mit Unterstützung des Goethe Instituts nach Australien, England, Griechenland, Kroatien, Polen, Sri Lanka und in die USA. Ingeborg von Zadow lebt in Heidelberg.
Seit ihrem Debüt 1993 mit ICH UND DU gibt es zahlreiche Inszenierungen von Ingeborg von Zadows Theaterstücken auf deutschen und ausländischen Bühnen. Es liegen Übersetzungen in elf Sprachen vor.

Auszeichnungen:

2016 Nominierung Deutscher Kindertheaterpreis mit HAUS BLAUES WUNDER
2016 Ehrengast beim Colombo International Theatre Festival in Sri Lanka
2014 Auswahlliste Deutscher Kindertheaterpreis mit KOMM JETZT GEH
2014 International Playwright Observer beim Festival „New Visions, New Voices“ Kennedy Center Washington D.C., USA
2012 Auswahlliste Deutscher Kindertheaterpreis mit RAUS AUS DEM HAUS
2011 Nominierung Mülheimer Kinderstückepreis mit ÜBER LANG ODER KURZ
2009 Stipendium im Rahmen von „Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater“ Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der BRD und Deutscher Literaturfonds
2001 Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin
2001 Jahresstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1997 Werkschau beim Triangel-Festival am Stadttheater Konstanz
1993/94 Fulbright-Stipendium für USA-Studium
1991/93 Stipendien für die Wolfenbüttler Werkstätten für Kinder- und Jugendtheater Kinder und Jugendtheaterzentrum in der BRD
 
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Theaterstücke (14)
Alte Schachteln
von Ingeborg von Zadow
UA als Puppentheater: Theater Altenburg-Gera, 4.6.2005. R: Therese Thomaschke
Ingeborg von Zadow, Autorin vielgespielter Kinderstücke, hat mit ALTE SCHACHTELN ihr erstes Stück für Erwachsene vorgelegt. Das klingt nach einer schön altmodischen Komödie, und alt - sogar sehr alt - sind die beiden Protagonistinnen, die fast hundertjährige Mutter und ihre über siebzigjährige Tochter schon, und manchmal auch recht komisch. Aber es stapeln sich auch viele ALTE SCHACHTELN in ihrem Wohnzimmer, die der junge Großneffe vom Dachboden geholt hat: die Tochter will Inventur machen. Es wird eine Inventur nicht nur der abgelegten Sachen, es wird auch eine des abgelebten Lebens: eine in gegenseitiger Abhängigkeit sich fesselnde Mutter-Tochter Beziehung, nicht zuletzt verursacht durch die Männer. Jetzt kramen die beiden alten Schachteln in ihrem langen Leben, beide erstarrt in den Ritualen des Immergleichen. Dagegen als heutiges Kontrastmittel der junge Mann mit seinen wechselnden Freundinnen.
Ein Stück, das Gefühle nicht scheut und mit der Komik des Alters liebevoll spielt: ein Stück für zwei große alte Schauspielerinnen.
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Besuch bei Katt und Fredda
von Ingeborg von Zadow
UA: Junges Theater Zürich, 7.5.1997. R: Marcelo Diaz
Katt und Fredda leben glücklich zu zweit zusammen. Als Katt sich vorstellt, dass es spannend wäre, einmal Besuch zu bekommen, ist Fredda gekränkt. Doch als dann tatsächlich Miranda zur Tür herein kommt, als sie Fredda Komplimente macht, ist es mit einem Male Katt, die sich ausgeschlossen fühlt.
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Filipa Unterwegs
von Ingeborg von Zadow
UA: Theater Feuer und Flamme, Braunschweig, 10.2.2006. R: Joachim von Burchard
FILIPA UNTERWEGS, Ingeborg von Zadows Kinderstück für eine Schauspielerin, erzählt die Geschichte von den Begegnungen Filipas, die sie auf drei Reisen – in den Norden, den Osten und den Süden – macht: Wie sie mit Neugierde dem Fremden begegnet, dem Elch im Schnee, der russischen Großmutter in der transsibirischen Eisenbahn und den puppengroßen Kaffeetassen im heißen Sizilien. Am Ende des Stückes bricht sie zu einer neuen Reise auf: in den Westen.
FILIPA UNTERWEGS ist ein Stück höchst theatralisches Erzähltheater für Kinder ab fünf Jahren, mit Sprachwitz und psychologisch genau gezeichneten Figuren.
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Haus Blaues Wunder
von Ingeborg von Zadow
UA: Schnawwl am Nationaltheater Mannheim, 3.10.2015. R: Marcelo Diaz
Ein Häuschen am Meer! Wer möchte nicht darin wohnen? In Ingeborg von Zadows Theaterstück möchten gleich zwei Personen – Herr Goldbeutel und Herr Pfefferkorn – in das leere Haus einziehen, das ihnen von einem dubiosen Vertreter verkauft wurde. Beide erheben Anspruch, der rechtmäßige Besitzer zu sein, und damit gehen die Probleme los, denn zwei sind einer zu viel. Während Herr Pfeffersack in Begleitung des Eichhörnchens "Badesalz" und eines Koffers einzieht, verbarrikadiert sich sein unliebsamer Mitbewohner hinter einer Unmenge Möbel, die zunehmend ein Eigenleben zu entwickeln scheinen. In dieser Konfliktlage müssen sich beide arrangieren und Lösungen für ein friedliches Zusammenleben finden...
HAUS BLAUES WUNDER erzählt, wie auf engstem Raum aus Rivalen mit unterschiedlichen Lebensvorstellungen Freunde werden können.
Nominiert für den Deutschen Kindertheaterpreis 2016: "In ihrer Märchenparabel für Kinder führt die Autorin den philosophischen Diskurs über Haben und Sein auf überzeugend bildhafte Art und Weise. Ein intelligentes Stück für das Kindertheater, dessen einfache Fabel nicht über die Komplexität des verhandelten Themas hinwegtäuschen will." (Aus der Jurybegründung)
2H (+ 2 Statisten - 1 Eichhörnchen)
2H (+ 2 Statisten - 1 Eichhörnchen)




Hexenspiel
von Ingeborg von Zadow
UA: Zwinger3, Heidelberg, 14.1.2000. R: Rüdiger Pape
HEXENSPIEL basiert auf einer Untersuchung der sogenannten "besessenen" Kinder zur Zeit der Hexenverfolgung in der frühen Neuzeit. Das "wilde" Mädchen Aranxa soll die Scheune des Dorfes angezündet haben. Da auf Brandstiftung der Tod steht, flieht sie in den Wald, wo sie zufällig auf das brave Mädchen Sophie trifft. Die beiden nähern sich an, überwinden ihre Vorurteile und versuchen schließlich, gemeinsam dem Lauf der Dinge eine andere Wendung zu geben.
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Ich und Du
von Ingeborg von Zadow
UA: Theater Nordhausen, 26.2.1993. R: Peter Fischer
Ziggy und Doodle sind ein gegensätzliches Paar: Während Doodle neugierig auf die Welt ist, spielen möchte, ist Ziggys Verhalten der Welt gegenüber von Angst geprägt. Weil er glaubt, dass ihm jederzeit ein Stein auf den Kopf fallen könnte, beginnen die beiden sich einzumauern, was ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellt. Am Ende finden sie doch einen Weg, wie sie zusammenkommen können.
2 D/H
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Ich und Du
Sechs Theaterstücke für Kinder
Ingeborg von Zadow gehört seit 20 Jahren zu den profiliertesten Theaterautorinnen des deutschen Kindertheaters. Im Zentrum ihrer Stücke stehen Grundsituationen der menschlichen Existenz. Neugierde auf die Welt, Angst vor dem anderen und Abschiednehmen sind ihre Themen. Die Kernhandlung ist dabei immer bis zum Äußersten verdichtet. Aus ihr entwickeln sich Handlungsvariationen, die die Situationen ausloten. Vor allem die drei ersten Stücke, "Ich und Du", "Pompinien", "Besuch bei Katt und Fredda" und "Raus aus dem Haus", erscheinen wie Versuchsanordnungen, die durch ihre genaue Beobachtung von Verhaltensweisen beeindrucken. In den beiden Stücken "Über Lang oder Kurz" und "Komm jetzt geh" begegnen sich die unterschiedlichsten Figuren, sie lernen die Andersartigkeit zu akzeptieren und freunden sich an. Schönheit und Witz erhalten die Texte durch ihre außerordentlich musikalische Sprache. Die Dichte der theatralischen Situationen und der Sprache erinnerte Manfred Jahnke folgerichtig an den großen irischen Dramatiker: in der Stuttgarter Zeitung bezeichnete er Ingeborg von Zadows Stücke als "Beckett für Kinder".




Komm jetzt geh
von Ingeborg von Zadow
Auf dem Weg zu ihrer neuen Schule stolpert das Mädchen Fill über einen Koffer auf der Straße. Eine alte Frau hat ihn stehen lassen. Sie braucht ihn nicht mehr. Auf der Fahrt, die vor ihr liegt, darf sie ihn nicht mitnehmen. Über die Frage, was mit dem Koffer geschehen soll und was in ihm ist, freunden sich die beiden an. Für das junge Mädchen wird die Begegnung ein notwendiges Krafttanken auf dem Weg zur Eingliederung in ihre neue (Schul-) Gemeinschaft, für die alte Frau wird es zur letzten menschlichen Begegnung überhaupt.

Mit leichter Hand verbindet Ingeborg von Zadow in ihrem Dreipersonenstück für Kinder ab 8 Jahren so gegensätzliche Themen wie Abschiednehmen und Tod, Freundschaft und Ausgrenzung.

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Naomi und die Nacht
Theaterstück mit Musik
von Ingeborg von Zadow
Naomi ist zum ersten Mal abends alleine zu Hause. Kein Problem, denn sie fühlt sich sowieso schon groß, und mit den Eltern ist alles sorgfältig abgesprochen. Außerdem ist da ja auch noch "Herr Fürallefälle", ihr Kuscheltier, das ihr Gesellschaft leistet.
Doch pünktlich um acht, zur Schlafenszeit, gehen die Schwierigkeiten los: Soll Naomi wirklich ins Bett? Nachts sieht das Kinderzimmer ganz anders aus, dunkel und unheimlich. Und Herr Fürallefälle sprudelt vor Ideen, was sie, endlich ohne Eltern, noch so alles gemeinsam tun könnten. Bald ist an Schlaf ohnehin nicht mehr zu denken, denn der Teppich in Naomis Zimmer erwacht zum Leben und auch sonst ereignen sich seltsame Dinge. Damit nicht genug, ist ausgerechnet jetzt Herr Fürallefälle plötzlich spurlos verschwunden...
Ingeborg von Zadows "Theaterstück mit Musik" erzählt nicht nur von Angst, sondern vermittelt auch durch Lieder, Geräusche und Rhythmen, was es bedeutet, Angst vor etwas zu empfinden, das nicht greifbar ist. Die Musik zu den Songs kann jedes Theater selbst einrichten.
2D-1H (+ 1 Puppe)
2D-1H (+ 1 Puppe)




Pompinien
von Ingeborg von Zadow
UA: Stadttheater Konstanz, 10.2.1995. R: Gotthart Kuppel
Nola wollte schon immer nach Pompinien. Jetzt ist es endlich soweit, doch jetzt ist sie sich nicht mehr so sicher, ob sie wirklich nach Pompinien will, weil sie dann ja Tanil zurücklassen müsste. Es geht um den Konflikt vom Gleichzeitig-hier-bleiben-und-weggehen-wollen.
2 D/H
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