© Bob Bronshof
Rik van den Bos

Geboren 1982, schloss Rik van den Bos 2008 sein Studium an der Kunsthochschule in Utrecht im Fach Writing for Performance erfolgreich ab. 2010 erhielt er als vielversprechender junger Theaterautor das Charlotte-Köhler-Stipendium. Er schrieb Stücke für Theater Bellevue Producties, Generale Oost, Firma Rieks Swarte, RO Theater, Toneelschuur Producties, De Veenfabriek und für BERG&BOS (Maurits van den Berg & Rik van den Bos). Einige seiner Stücke wurden vom Theaterverlag De Nieuwe... weiterlesen »

Geboren 1982, schloss Rik van den Bos 2008 sein Studium an der Kunsthochschule in Utrecht im Fach Writing for Performance erfolgreich ab. 2010 erhielt er als vielversprechender junger Theaterautor das Charlotte-Köhler-Stipendium. Er schrieb Stücke für Theater Bellevue Producties, Generale Oost, Firma Rieks Swarte, RO Theater, Toneelschuur Producties, De Veenfabriek und für BERG&BOS (Maurits van den Berg & Rik van den Bos). Einige seiner Stücke wurden vom Theaterverlag De Nieuwe Toneelbibliotheek herausgegeben. Rik van den Bos lebt in Amsterdam.
 
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Theaterstücke (1)
Leerlauf (Leger)
Deutsch von Christine Bais
von Rik van den Bos
Aus dem Niederländischen von Christine Bais
UA: Deutsches Theater Berlin, 27.10.2013. R: Marvin Simon.
NL-EA: Ro Theater, Rotterdam, 13.3.2015. R: Alize Zandwijk
"Wie soll ich das denn vergessen", fragt Bouwman, dessen Sohn bei einem NATO-Wüsteneinsatz getötet wurde, "ich habe es noch nicht mal erlebt." Er sucht den 30 Jahre jüngeren Birke auf, der mit seinem Sohn im selben Einsatz war, um ihn zu überreden, gemeinsam an den Ort zu fahren, an dem die tödliche Bombe hochging. Zwischen Birke und Bouwman entwickelt sich ein ambivalentes Verhältnis, denn was der eine verdrängen will, möchte der andere begreifen. Ein neues Kriegsheimkehrerstück? Ja und nein: Denn Rik van den Bos wechselt die Perspektive, zeigt nicht unsere Welt, in der Birke sich nicht mehr zurechtfindet, sondern dessen für uns befremdliche, surreale Welt.
LEERLAUF ist ein tragikomisches Zweipersonenstück über Kriegserfahrungen und die Frage nach Erfahrbarkeit von Krieg, über Schuld und Verantwortung, Erinnerungen und Traumata.
2H
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