Hartmut Schoen

geboren 1951 in Heidenheim, graduierte 1980 in Politikwissenschaft, Jura und Journalismus. Seither ist er als Autor, Regisseur und Produzent von Dokumentar- und Spielfilmen in Erscheinung getreten und zählt inzwischen zu den rennomiertesten deutschen Regisseuren und Drehbuchautoren. Neben fünf Grimmepreisen wurden Hartmut Schoens Filme mehrfach mit dem Bayerischen und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Zu seinen Werken zählen „Warten ist der Tod“ (mit Barbara Auer und Ulrich Tukur),... weiterlesen »

geboren 1951 in Heidenheim, graduierte 1980 in Politikwissenschaft, Jura und Journalismus. Seither ist er als Autor, Regisseur und Produzent von Dokumentar- und Spielfilmen in Erscheinung getreten und zählt inzwischen zu den rennomiertesten deutschen Regisseuren und Drehbuchautoren. Neben fünf Grimmepreisen wurden Hartmut Schoens Filme mehrfach mit dem Bayerischen und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Zu seinen Werken zählen „Warten ist der Tod“ (mit Barbara Auer und Ulrich Tukur), „Berlin 61 – Die Mauer“ (mit Heino Ferch und Iris Berben), „Der Grenzer und das Mädchen“ (mit Axel Prahl und Matthias Köberlin) und „In den besten Jahren“ (mit Senta Berger und Matthias Brandt).

Auszeichnungen:

2016 Adolf-Grimme-Preis (Nominierung) für UNVERSCHÄMTES GLÜCK
2012 Adolf-Grimme-Preis (Nominierung) für IN DEN BESTEN JAHREN
2008 International Broadcasting Award für DIE MAUER - BERLIN '61
2007 Prix Europa, Int. TV Award (Silver Olive) in Montenegro und Emmy Award Finalist für DIE MAUER - BERLIN '61
2006 Bestes Drehbuch - Rencontre international de Television für DER GERNZER UND DAS MÄDCHEN
2005 Europäischer CIVIS-Fernsehpreis für DER GERNZER UND DAS MÄDCHEN
2004 Adolf-Grimme-Preis für ZUCKERBROT
2000 VFF-TV-Movie Award; Deutscher Fernsehpreis (Ausstattung) für VOM KÜSSEN UND VOM FLIEGEN
2000 Bayerischer Fernsehpreis und Deutscher Fernsehpreis für WARTEN IST DER TOD
2000 Adolf-Grimme-Preis für WARTEN IST DER TOD
1995 Adolf-Grimme-Preis für GRENZÜBERSCHREITUNG I - JENSEITS DER SCHATTENGRENZE
1991 Adolf-Grimme-Preis für TRILOGIE DER VERGANGENEN TRÄUME III: ALABAMA - EINE LIEBESGESCHICHTE
1990 Bayerischer Fernsehpreis für KÄLTE, MORD UND PERESTROIKA
1988 Adolf-Grimme-Preis für PHANTOM-FIEBER
1985 Umweltfilmpreis der Europäischen Gemeinschaft für SCHWARZWALD ADE
1982 Bundesfilmpreis für GUSTAV MESMER - DER FLIEGER
 
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Theaterstücke (1)
Vom Küssen und vom Fliegen
Theaterstück nach dem gleichnamigen Film
von Hartmut Schoen
UA: Theaterhaus Stuttgart, Herbst 2018. R: Hartmut Schoen
Deutschland, 1954: Deutschland ist Fußballweltmeister, mit der Wirtschaft geht es wieder bergauf, und für die Söhne des Sargbeschlägefabrikanten Daniel Finkbeiner soll endlich der Ernst des Lebens beginnen. Kurt soll sich in die Buchhaltung einarbeiten, Erwin, der gerade das Abitur hinter sich gebracht hat, eine Lehre machen. Nur Fritz, der älteste der drei Brüder, von dem es heißt, er habe "was am Kopp, ist aber harmlos", hängt seinem Traum vom Fliegen nach. Da kündigt der Vater an, dass derjenige seiner Söhne, der als Erster Frau und Kind vorzuweisen hat, die Fabrik erben soll. Zwischen Kurt und Erwin entbrennt ein Wettstreit, während Fritz seine eigenen Wege geht...
Voller Poesie und mit liebevoll-skurrilem Humor zeichnet Hartmut Schoen das Porträt einer jungen Republik, die, nach dem Grauen der Nazizeit, auf dem Sprung zur Mündigkeit ist - geprägt von erwachendem Selbstbewusstsein, aber auch noch von Ausgrenzung und kleinstädtischer Enge. Wie das Land, so bewegen sich auch Schoens Figuren irgendwo zwischen dem Ballast der Vergangenheit und einer verheißungsvollen Zukunft, zwischen enttäuschten Hoffnungen und hochfliegenden Träumen.

Hartmut Schoen hat sein vielgepriesenes Drehbuch (Nominierungen Fernsehfilm-Festival Baden-Baden 2000 und Adolf-Grimme-Preis 2001) zu einem Theaterstück umgearbeitet.
3D-4H
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