Susanne Schneider

geboren in Stuttgart. 1972-76 Studium an der Kunstakademie in Stuttgart und an der Akademie der Bildenden Künste in Düsseldorf. 1979-82 Regie- und Dramaturgieassistentin am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Schauspiel Frankfurt. 1984 Arbeitsaufenthalte in New York an der New York University, Drama Section und in Rio de Janeiro am Teatro Gloria. Lebt seit 1985 als freie Autorin und Regisseurin in Nehren bei Tübingen.
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geboren in Stuttgart. 1972-76 Studium an der Kunstakademie in Stuttgart und an der Akademie der Bildenden Künste in Düsseldorf. 1979-82 Regie- und Dramaturgieassistentin am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Schauspiel Frankfurt. 1984 Arbeitsaufenthalte in New York an der New York University, Drama Section und in Rio de Janeiro am Teatro Gloria. Lebt seit 1985 als freie Autorin und Regisseurin in Nehren bei Tübingen.
Susanne Schneider hatte schon eine Weile als Theaterdramaturgin gearbeitet und 1985 mit dem Bühnenstück DU NENNST DIE LIEBE EIN ENTZÜCKEND TRÄUMEN debütiert, als sie zum ersten Mal ein Drehbuch für ein Fernsehspiel schrieb und gleich den Bayerischen Fernsehpreis gewann: FREMDE LIEBE FREMDE von 1991 mit Meret Becker in einer ihrer ersten Filmrollen. 1998 hatte Susanne Schneiders erster Kinofilm FEUERREITER Premiere, 2002 gab sie mit dem Film IN EINER NACHT WIE DIESER als Regisseurin ihr »Debüt im Dritten« und 2008 hat sie ihren zweiten Kinofilm abgedreht: ES KOMMT DER TAG mit Katharina Schüttler und Iris Berben in den Hauptrollen. Auch dem Theater blieb sie lange treu, ihr bekanntestes und meistgespieltes Stück ist DIE NÄCHTE DER SCHWESTERN BRONTË.

Auszeichnungen:

2011 Grimme-Preis-Nominierung und 2008 Thomas-Strittmatter-Preis für "Es kommt der Tag"
2003 Nominierung Förderpreis Regie Münchener Filmfest für "In einer Nacht wie dieser"
1992 Adolf-Grimme-Preis und Bayerischer Fernsehpreis für "Fremde liebe Fremde"
Prix International de Television für "Thea und Nat"
Stipendium der Drehbuchwerkstatt München
 
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Theaterstücke (4)
Die Nächte der Schwestern Bronte
von Susanne Schneider
UA: Theater zum Westlichen Stadthirschen Berlin, 4.6.1992. R: Susanne Schneider
Das Stück handelt vom Leben der englischen Schriftstellerinnen Emily, Charlotte und Anne Brontë. Ihr Alltag im väterlichen Pfarrhaus in einer entlegenen Gegend zwischen Moor und Friedhof ist eintönig und trostlos. Doch je ereignisloser die Tage verstreichen, desto fiebriger arbeitet die Phantasie der Schwestern – ungestillte Sehnsucht und unerfüllte Leidenschaft brechen hervor.
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Sarajevo, Good-bye
von Susanne Schneider
UA: Die Rampe, Stuttgart, 19.6.1993. R: Susanne Schneider
Ein Radiosender im eingekesselten Sarajevo. Immer wieder unterbrochen vom Lärm der Bombenangriffe will die Moderatorin Tura im Wahnsinn des Krieges eine letzte Bastion von Normalität und Leben aufrechterhalten. Während sie versucht, ihre Verzweiflung mit zynischen Sprüchen und Witz-chen zu ersticken, kauert in einer Ecke des Studios als hilfloses Bündel der junge Volontär Elemedi, der längst resigniert hat und starr vor Angst kein Wort herausbringt. Am Ende fällt Turas Schutzwall in sich zusammen. Eine erschütternde Momentaufnahme aus einer belagerten Stadt, zu der die Tagebuchaufzeichnungen von Tatjana Protrka, einer jungen Redakteurin aus Sarajevo, den Anstoß gaben.
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Sonnenfinsternis
von Susanne Schneider
UA: Theater Oberhausen, 2.11.2001. R: Klaus Weise
Die 10 Bewohner eines Miethauses bereiten sich voller Erwartung auf die Sonnenfinsternis vor, jede der Figuren erhofft sich von dem kosmischen Ereignis eine entscheidende Wendung ihres als schal und falsch empfundenen Lebens.
SONNENFINSTERNIS entstand im Auftrag des Theaters Oberhausen.
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Wir Verkäufer
von Susanne Schneider
UA: Badisches Staatstheater Karlsruhe, 26.10.1996. R: Susanne Schneider
Die Folgen der sogenannten "Wende": Sechs "Ossis" auf einem Seminar in einem Schweizer Berghotel. Sie sollen von ein paar "Wessis" zu cleveren Verkäufern getrimmt werden, die den Anforderungen der westlichen Konsumwirtschaft entsprechen. Sie müssen sich einer gnadenlosen Auslese unterziehen, bei der am Ende nur einer weiterkommt. An den Einzelschicksalen zeigt das Stück die Entmenschlichung und Entfremdung unter den Bedingungen des "freien Wettbewerbs". Dabei zieht die Autorin keine Figur einer anderen vor – vielmehr zeigt sie alle Figuren in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit.
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