Helma Sanders-Brahms

geboren in Emden. Sie studierte Schauspiel sowie Theaterwissenschaft, Germanistik und Anglistik. Hospitanzen bei Pier Paolo Pasolini und Sergio Corbucci. 1988–90 Vizepräsidentin der Mediengruppe im Kulturbeirat der Europakommission. Ab 1997 Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Filmemacherin, Autorin von Drehbüchern, Theaterstücken, Prosa, Hörspielen und publizistischen Arbeiten. Helma Sanders-Brahms starb 2014 in Berlin. weiterlesen »

geboren in Emden. Sie studierte Schauspiel sowie Theaterwissenschaft, Germanistik und Anglistik. Hospitanzen bei Pier Paolo Pasolini und Sergio Corbucci. 1988–90 Vizepräsidentin der Mediengruppe im Kulturbeirat der Europakommission. Ab 1997 Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Filmemacherin, Autorin von Drehbüchern, Theaterstücken, Prosa, Hörspielen und publizistischen Arbeiten. Helma Sanders-Brahms starb 2014 in Berlin.

Auszeichnungen:

2005 Europäischer Buchpreis 'Corine' für die Hörspielreihe "Tausendundeine Nacht"
1998 Trägerin des Yasue Yamamoto Award für eine herausragende künstlerische Leistung
1997 Auszeichnung für das Gesamtwerk in Japan
1995 Auszeichnung für das Gesamtwerk in Portugal
1993 Niedersächsisches Künstlerstipendium
1992 Preis der deutschen Autorenstiftung
1991 Verleihung des Ordens Chevalier des Arts et des Lettres de la France
1978 Auszeichnung für das Gesamtwerk in Spanien; Bundesfilmpreis
1977 Filmband in Gold für "Heinrich"
fünf Filme im offiziellen Programm des Festival de Cannes (1974, 1977, 1981, 1986, 1992)
 
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Theaterstücke (3)
Das Märchen vom Fanferlieschen Schönefüßchen
von Helma Sanders-Brahms
Nach Clemens Brentano
Den Kampf zwischen Gut und Böse hat die berühmte Filmemacherin nach dem Kunstmärchen von Clemens Brentano in große theatralische Bilder gefasst. Ein eindrucksvolles Theatermärchen für die ganze Familie.
Besetzung ad libitum
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Besetzung ad libitum
Altersempfehlung: ab 8 Jahren




Marlene und Jo
Eine romantische Komödie in drei Akten
von Helma Sanders-Brahms
UA: Theater der Stadt Heidelberg, 30.9.2004. R: Matthias Brenner
MARLENE UND JO sind Marlene Dietrich und Josef von Sternberg, das Traumpaar der Traumfabrik Hollywood. Helma Sanders-Brahms, selber Filmemacherin und Theaterautorin, spürt in ihrem Zwei-Personen-Stück der außergewöhnlichen Liebes- und Arbeitsbeziehung zwischen Regisseur und Schauspielerin nach. Die Stückhandlung beginnt 1930 in Berlin: allen Widerständen zum Trotz besetzt von Sternberg die Rolle der Lola für den Blauen Engel mit einer Darstellerin, die bis dahin wenig erfolgreich durch die Berliner Szene tingelte – Marlene Dietrich. Sternberg macht sie zu seinem Star, formt sie zu seinem "Geschöpf" und zur Legende. Es ist der wichtigste Einschnitt in den beiden Künstlerbiografien (in Hollywood folgen noch sechs gemeinsame Filme) – aber auch der Beginn einer unerfüllt bleibenden Leidenschaft.
Zwei Paraderollen für zwei große Schauspieler.
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Ulrike Mondzeit-Neonzeit
von Helma Sanders-Brahms
UA: Kleist-Theater, Frankfurt/Oder, 16.10.1998. R: Helma Sanders-Brahms
Die bekannte Filmemacherin Helma Sanders-Brahms hat zwei Monologe über das Leben zweier radikaler Frauen geschrieben – Ulrike von Kleist und Ulrike Meinhof. Beiden Figuren geht es um die Schwierigkeit, in diesem seltsamen Land zu leben, dessen Kinder sie sind. Die Interpretation des Verhältnisses zwischen den Geschwistern Heinrich und Ulrike von Kleist ist von umfassenden Recherchen gestützt, aber Helma Sanders-Brahms nutzt auch ihre dichterische Freiheit. Ulrike ist hier der dominante Teil in einer komplizierten, inzestuösen Beziehung. Der zweite Teil ist der Figur Ulrike Meinhof gewidmet. Zur Sprache kommt vor allem ihre differenzierte Haltung zur RAF.
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